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5. Mose 11

10 In Ägypten musstet ihr jedes Feld nach der Aussaat mühsam mit dem Schöpfrad bewässern wie einen Gemüsegarten.
11 Das Land aber, in das ihr nun geht, wird vom Regen bewässert, der vom Himmel auf die Berge und Täler fällt.
12 Der Herr sorgt das ganze Jahr über für dieses Land, sein Blick ist stets darauf gerichtet.
13 Hört genau auf die Gebote, die ich euch heute gebe! Liebt den Herrn, euren Gott! Dient ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe!
14 Dann lässt er es in eurem Land immer rechtzeitig im Herbst und im Frühling regnen, und ihr könnt Getreide, Weintrauben und Oliven ernten.
15 Ihr habt immer genug zu essen, und euer Vieh grast auf saftigen Weiden.
16 Gebt acht! Lasst euch nicht dazu verführen, dem Herrn den Rücken zu kehren! Dient keinen anderen Göttern, betet sie nicht an!
17 Sonst wird der Herr zornig auf euch und lässt es nicht mehr regnen, so dass auf den Feldern nichts mehr wächst. In kurzer Zeit werdet ihr umkommen und nichts mehr von dem guten Land haben, das der Herr euch jetzt gibt.
18 Bewahrt deshalb diese Worte im Herzen! Denkt immer daran! Schreibt sie zur Erinnerung auf ein Band und bindet es um die Hand und die Stirn!
19 Bringt die Gebote auch euren Kindern bei! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht!
20 Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore!
21 Solange Himmel und Erde bestehen, werdet ihr und eure Nachkommen dann in dem Land bleiben können, das der Herr euren Vorfahren versprochen hat.

5. Mose 11, Verse 10-21

Wieder die gleichen Worte, wie in Kapitel 6:

  • Die Worte im Herzen bewahren
  • Aufschreiben auf ein Band und dieses Band um Hand und Stirn tragen
  • den Kindern beibringen
  • immer und überall davon reden, Zuhause, unterwegs, beim Schlafenlegen oder Aufstehen
  • in die Pfosten von Haustüren und Stadttoren einritzen

In Ägypten war es sehr aufwendig das Land zu bewässern. Gott möchte uns dahin bringen, wo wir es gut haben. Er hat uns für das Leben erschaffen und dafür braucht es das lebendige Wasser seines Wortes. Die Priorität ist sein Wort. Darum sollen wir uns kümmern. Dann übernimmt Er den Rest. Mich erinnert das an den Vers:

Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.

Matthäus 6, Vers 33

Es gibt Armbänder mit einem Vers drauf. Es gibt Bilder und Wandkalender mit Sprüchen aus der Bibel, Smartphones mit WhatsApp-Status und vielen Erinnerungsfunktionen. Wir haben den Heiligen Geist, der uns immer wieder daran erinnert, wieder in die Bibel reinzuschauen und Er erinnert uns auch an bestimmte Verse, wenn wir sie brauchen. Die beste Alternative, statt sich mit der neuesten miesen Nachricht auseinanderzusetzen. Das bringt uns weg von der Weltuntergangsstimmung zur Aufbruchstimmung. Vom Unglauben über das, was so passiert, hin zum Vertrauen auf Gott und zur Dankbarkeit.

5. Mose 10

8 Damals wählte der Herr den Stamm Levi für eine besondere Aufgabe aus: Sie sollten den Kasten mit den Steintafeln – die Bundeslade – tragen, dem Herrn im Heiligtum dienen und in seinem Namen den Segen erteilen. So ist es bis heute geblieben.
9 Deshalb bekommen die Leviten kein eigenes Gebiet wie die anderen Stämme. Der Herr selbst ist ihr Anteil und Erbe; er sorgt für sie, wie er es ihnen versprochen hat.

5. Mose 10, Verse 8-9

Die armen Leviten: Sie haben kein eigenes Gebiet bekommen. Warte mal, der Vers geht noch weiter: Der Herr selbst ist ihr Anteil und Erbe. Ok. Okaaaayy. Kein Gebiet, kein Land, kein Haus, kein Auto, kein materielles Gut lässt sich mit Gott vergleichen. Das ist ein komplett anderes Level. Gott sorgt für mich und Dich. Unser Anteil ist Gott?! Unser Erbe ist Gott. Wie geht das denn? Ganz einfach: Gott hat’s gesagt.

Was bedeutet das? Dein Erbe kannst Du für alle Zeiten feiern. Gott ist! Um das verständlich zu machen: Er war, ist und bleibt. Kannst Du das von irgendwelchen Ressourcen behaupten, die Du hast?

20 Habt Ehrfurcht vor dem Herrn, eurem Gott! Dient ihm und bleibt eng mit ihm verbunden! Schwört nur bei seinem Namen!
21 Ihr könnt stolz darauf sein, dass er euer Gott ist! Welche gewaltigen und furchterregenden Taten hat er vor euren Augen vollbracht!
22 Als eure Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig Leute. Heute hat der Herr, euer Gott, ein großes Volk aus euch gemacht, so zahlreich wie die Sterne am Himmel.

5. Mose 10, Verse 20-22

Mose hebt nochmal hervor, mit wem die Israeliten es zu tun haben und auch mit wem wir es Tausende Jahre später immer noch zu tun haben und mit wem wir es auch noch in Millionen und Milliarden Jahren zu tun haben werden. Das Einzige, worauf wir stolz sein können, ist Gott. Der Einzige, den wir wirklich rühmen können, ist Gott. Der einzige Grund, wirklich zu feiern, ist Gott.

5. Mose 9

3 Aber ihr werdet sehen, dass der Herr, euer Gott, vor euch herzieht und wie ein Feuer alles zerstört. Er besiegt diese Völker und gibt sie in eure Gewalt. Mit seiner Hilfe könnt ihr sie schnell vertreiben und vernichten. So hat er es euch versprochen.
4 Wenn der Herr, euer Gott, dies für euch tut, dann denkt nicht: »Wir bekommen dieses Land, weil wir so leben, wie es dem Herrn gefällt.« Nein, er vertreibt diese Völker, weil sie von ihm nichts wissen wollen.
5 Nicht wegen eurer Vollkommenheit und Aufrichtigkeit kommt ihr hinein! Die Bewohner von Kanaan müssen euch weichen, weil sie gottlos sind und weil der Herr ihr Land euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen hat.
6 Begreift doch: Ihr habt dieses gute Land nicht verdient! Im Gegenteil, ihr seid ein widerspenstiges Volk.
7 Denkt nur daran und vergesst nie, wie ihr in der Wüste den Zorn des Herrn, eures Gottes, herausgefordert habt. Auf dem ganzen Weg von Ägypten bis hierher habt ihr euch gegen ihn aufgelehnt.

5. Mose 9, Verse 3-7

Und dann erzählt Mose die Story vom goldenen Kalb und erinnert sie an weitere Stationen, wo er zu Gott flehte, damit Gott nicht das ganze Volk vernitchtete.

Israel wird gesegnet, weil Gott es ihren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat. Weil die Bewohner von Kanaan gottlos sind, vertreibt Gott sie. Warum etwas Gutes passiert, obwohl wir es nicht verdient haben, ist weil Gott gut ist. Wenn wir in der Lage sind, Gott wohlgefällig zu leben, dann weil sein Geist in uns wirkt.

Ewiges Leben bekommen wir nicht, weil wir so aufrichtig und vollkommen sind, sondern weil Gott etwas in uns angefangen hat und auch versprochen hat, es zu einem guten Ende zu bringen. Zwischendurch dürfen wir uns daran erinnern, wie wir eigentlich drauf sind und was wir verdient hätten. Nicht um depressiv zu werden und in Selbstmitleid zu verfallen. Sondern damit die Gnade noch heller und mächtiger strahlt. Damit wir Gott noch mehr feiern und wertschätzen.

5. Mose 8

2 Erinnert euch an den langen Weg, den der Herr, euer Gott, euch bis hierher geführt hat, an die vierzig Jahre in der Wüste. Er ließ euch in Schwierigkeiten geraten, um euch auf die Probe zu stellen. So wollte er sehen, wie ihr euch entscheiden würdet: ob ihr nach seinen Geboten leben würdet oder nicht.
3 Er legte euch Entbehrungen auf und ließ euch hungern. Dann gab er euch das Manna zu essen, das weder ihr noch eure Vorfahren kanntet. Er wollte euch damit zeigen, dass der Mensch nicht allein von Brot lebt, sondern vor allem von den Worten des Herrn.
4 In diesen vierzig Jahren ist eure Kleidung nicht verschlissen, und eure Füße sind nicht geschwollen.
5 Daran könnt ihr erkennen, dass der Herr, euer Gott, es gut mit euch meint. Er erzieht euch wie ein Vater seine Kinder.
6 Beachtet deshalb seine Weisungen! Lebt so, wie es ihm gefällt, und habt Ehrfurcht vor ihm!
7 Der Herr, euer Gott, bringt euch in ein gutes Land. Es ist reich an Grundwasser, an Quellen und Bächen, die in den Bergen und Tälern entspringen.

5. Mose 8, Verse 2-7

Und wieder sollen die Israeliten sich an den Weg erinnern, den Gott sie bis hierher geführt hat. Vers 3 zitiert Jesus selber, als er nach 40 Tagen Fasten in der Wüste vom Teufel versucht wird. Der Mensch lebt nicht nur vom Essen. Fürs echte Leben musst Du wissen, was Gott, der Erschaffer allen Lebens sagt. Während der Wüstenreise gab es scheinbar keine Witterung. Die Kleidung verschliss nicht und auch die Füße schwollen nicht an.

17 Wenn dieses Gute nun kommt, sagt nicht: »Das haben wir aus eigener Kraft geschafft, es ist unsere Leistung!«
18 Denkt vielmehr an den Herrn, euren Gott, von dem ihr die Kraft bekommen habt, all diesen Reichtum zu erwerben! Denn er hält sich an den Bund, den er mit euren Vorfahren geschlossen hat und der heute noch für euch gilt.
19 Wenn ihr aber jemals den Herrn, euren Gott, vergessen solltet und anderen Göttern nachlauft, ihnen dient und sie anbetet, werdet ihr zugrunde gehen, das versichere ich euch!
20 Wenn ihr nicht auf den Herrn, euren Gott, hört, werdet ihr genauso umkommen wie die Völker, die der Herr für euch vernichtet.

5. Mose 8, Verse 17-20

Verträge und Regeln bestimmen unser Leben. Wir haben einen Arbeitsvertrag, in dem klar ist, wie viel Geld wir verdienen und was wir dafür tun müssen. Wir haben im Haushalt klare Regeln, sei es auf Papier erfasst oder auch unausgesprochene Regeln. Selbst mit Gott haben wir einen Vertrag. Damals war der Vertrag an die eigene Performance geknüpft und die Israeliten waren zuständig dafür Gott nicht zu vergessen. Heute erinnert uns (wiedergeborene Christen) der Heilige Geist daran, dass Jesus sich um alles gekümmert hat. Seine Performance dürfen wir uns zu eigen machen.

Wir müssen nicht krampfhaft versuchen etwas zu tun, weil Jesus es bereits erledigt hat. Wir agieren nicht mehr aus eigener Kraft und Stärke heraus, sondern durch seinen Geist. Durch Gottes Wort bekommt sein Geist in uns mehr Platz und lässt die alte Natur, die immer noch in uns ist, die alte Natur bleiben. Schon ziemlich krass. Einen Vertrag mit dem Erschaffer und Erhalter des Universums zu haben, der meinen Part auch noch übernimmt. Sechs Richtige im Lotto sind nichts dagegen.

5. Mose 7

6 Denn ihr seid ein heiliges Volk – ihr gehört ganz dem Herrn, eurem Gott. Er hat euch aus allen Völkern der Welt zu seinem Eigentum erwählt.
7 Das hat er nicht etwa getan, weil ihr zahlreicher wärt als die anderen Völker. Denn ihr seid ja das kleinste von allen Völkern.
8 Nein, aus Liebe hat er sich euch zugewandt und weil er das Versprechen halten wollte, das er euren Vorfahren gegeben hat. Darum hat er euch mit starker Hand aus der Sklaverei in Ägypten herausgeholt, er hat euch aus der Gewalt des Pharaos, des Königs von Ägypten, erlöst.
9 So erkennt doch: Der Herr, euer Gott, ist der wahre und treue Gott! Über Tausende von Generationen steht er zu seinem Bund und erweist allen seine Güte, die ihn lieben und sich an seine Gebote halten.
10 Die ihn aber verachten, bestraft er mit dem Tod. Er zögert nicht, sondern gibt ihnen gleich, was sie verdienen.

5. Mose 7, Verse 6-10

Ihr gehört ganz dem Herrn. Ägypten ist vorbei. Die Sklaverei ist zuende. Mit der fulminanten Machtdemonstration hat Gott gezeigt, wer der König ist. Bezogen auf das Leben als Christ heute: Ägypten ist hier das Bild von der Welt. Der Sklaverei der Sünde sind alle Menschen unterworfen. Bis Jesus am Kreuz die komplette Macht der Sünde zerstörte. Ab dem Zeitpunkt, wo wir das annehmen, gehören wir nur noch Gott. Alles andere hat keine Macht mehr über uns. Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit, der wir uns immer bewusst sein dürfen und uns immer wieder daran erinnern sollen. Ansonsten fängt „der alte Adam in uns“ wieder an der Lüge zu glauben.

Vers 10 macht darauf aufmerksam, dass wir mittlerweile im neuen Vertrag leben. Gnade ist das Zeichen unserer Zeit. Viele Menschen, die sich gar nicht um Gott scheren, leben scheinbar doch ein gutes Leben und bekommen nicht sofort, was die letztendliche Konsequenz davon ist.

15 Der Herr wird euch vor jeder Krankheit bewahren. Die schrecklichen Seuchen, die ihr in Ägypten kennen gelernt habt, wird er von euch fernhalten und sie denen schicken, die euch hassen.
16 Alle Völker, die der Herr in eure Gewalt gibt, sollt ihr ausrotten! Habt kein Mitleid mit ihnen! Dient niemals ihren Göttern, sonst wird euch das zum Verhängnis!
17 Vielleicht denkt ihr: »Diese Völker sind mächtiger als wir. Wie können wir sie vertreiben?«
18 Fürchtet euch nicht vor ihnen! Erinnert euch nur daran, was der Herr, euer Gott, mit dem Pharao und den Ägyptern gemacht hat!

5. Mose 7, Verse 15-18

Das Gericht Gottes ist nicht für seine Kinder bestimmt. Die Sünde ist besiegt und jeder der unter ihrem Herrschaftsbereich bleibt, wird ebenfalls untergehen. Das ist unausweichlich und auch daran sollen wir uns erinnern, um die Klarheit für die Realität zu behalten. Egal, wie übermächtig etwas erscheint, Gott ist der König und Er rettet uns. Du kannst nicht zu Gott gehören und gleichzeitig verlieren. Also ergibt es auch keinen Sinn, zu Gott zu gehören und nicht zu feiern.

5. Mose 6

4 Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein.
5 Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe und mit all eurer Kraft.
6 Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage!
7 Prägt sie euren Kindern ein! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht.
8 Schreibt euch diese Worte zur Erinnerung auf ein Band und bindet es um die Hand und die Stirn! 9 Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore!
10 Der Herr, euer Gott, wird euch nun in das Land bringen, das er euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen hat. Er wird euch dort große und schöne Städte geben, die ihr nicht erbaut habt,
11 Häuser voller Güter, für die ihr nicht arbeiten musstet, Zisternen, die ihr nicht ausgehoben habt, und Weinberge und Olivenhaine, die ihr nicht angelegt habt. Ihr werdet essen können, so viel ihr wollt.
12 Aber achtet darauf, dass ihr den Herrn nicht vergesst, euren Gott, der euch aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
13 Nur vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben, nur ihm dienen und nur bei seinem Namen schwören!
14 Verehrt nicht die Götter eurer Nachbarvölker!
15 Sonst wird der Herr, euer Gott, zornig und vernichtet euch. Denn er wohnt mitten unter euch, und er duldet keinen anderen Gott neben sich.

5. Mose 6, Verse 4-15

Von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und all Deiner Kraft. Gott zu lieben spielt in jeden Bereich unseres Lebens rein. Gott zu lieben ist ein Lifestyle. Die Israeliten sollten Gottes Wort ihren Kindern einprägen, immer davon reden, vor dem Schlafengehen, nach dem Aufstehen. Bänder damit beschriften und um die Hand und Stirn tragen, in die Pfosten, Haustüren und Stadttore einritzen. Überall soll es Erinnerungen geben an das was Gott gesagt hat.

Das Ergebnis sollte das ständige Bewusstsein von Gottes Gegenwart sein. Die fortwährende Erinnerung an die Realität, die alles entscheidet. Alle anderen vermeintlichen Optionen fallen weg, wenn Gott im Zentrum Deines und meines Lebens steht. Andere Götter bzw. Götzen sehen neben Gott einfach nur lächerlich aus.

Gott zu lieben ist die Folge vom Studium seines Wortes. Wir hören und lesen es und erkennen seine unfassbare Liebe zu uns. Er überhäuft uns mit Bergen an Geschenken. Das bewegt uns dazu Ihn zu lieben und zu feiern.

5. Mose 5

6 »Ich bin der Herr, dein Gott; ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit.
7 Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren!
8 Fertige dir keine Götzenstatue an, auch kein Abbild von irgendetwas am Himmel, auf der Erde oder im Meer.
9 Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren!
10 Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Sie und ihre Nachkommen werden meine Liebe über Tausende von Generationen erfahren.
11 Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen, denn ich bin der Herr, dein Gott! Ich lasse keinen ungestraft, der das tut!
12 Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist! So habe ich es dir befohlen.
13 Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten,
14 aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem Herrn, deinem Gott, gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, weder du noch deine Kinder, weder dein Knecht noch deine Magd, weder dein Rind noch dein Esel noch ein anderes deiner Tiere, auch nicht der Fremde, der bei dir lebt. Dein Knecht und deine Magd sollen genauso ausruhen wie du.
15 Vergiss nicht, dass auch du einmal Sklave in Ägypten warst und dass ich, der Herr, dein Gott, dich von dort mit starker Hand und großer Macht befreit habe. Deshalb habe ich dir befohlen, den Sabbat als einen Tag zu achten, der mir gehört.
16 Ehre deinen Vater und deine Mutter! Das befehle ich, der Herr, dein Gott. Dann wird es dir gut gehen, und du wirst lange in dem Land leben, das ich dir gebe.
17 Du sollst nicht töten!
18 Du sollst nicht die Ehe brechen!
19 Du sollst nicht stehlen!
20 Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen!
21 Du sollst nicht die Frau eines anderen Mannes begehren!
Begehre auch nichts von dem, was deinem Mitmenschen gehört: weder sein Haus noch sein Feld, seinen Knecht oder seine Magd, Rinder, Esel oder irgendetwas anderes, was ihm gehört.«

5. Mose 5, Verse 6-21

Wir sind bei den zehn Geboten angelangt, von denen selbst Nicht-Christen einige kennen. Gott zählt hier nicht Dinge auf, um den Menschen das Leben schwer zu machen, sondern um ihr Leben so angenehm wie möglich zu machen. Du sollst das nicht, du sollst dies nicht. Stell Dir vor, nicht Du sollst die ganzen Gebote halten, sondern auch Dein Nachbar, Dein Arbeitskollege und auch sonst alle. Deine Kinder ehren Dich. Niemand bringt Dich um. Dein Partner bleibt Dir treu. Deine Sachen werden nicht geklaut. Keiner verbreitet Gerüchte, weder über Dich noch über Deine Angehörigen. Niemand will Dir Böses.

Die Gebote regeln das Leben auf dieser Erde. Aber um diese ganzen zwischenmenschlichen Dinge geht es erst später. Vorher kommt Vers 7: Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren! Alleine dieser Vers beinhaltet schon alles, was danach folgt. Nur Gott zu verehren bedeutet sich mit ihm zu beschäftigen, bewusst in seiner Gegenwart zu leben. Je mehr dies gelingt, desto mehr wird das „Du sollst“ in ein „Du wirst“ umgewandelt.

Die zehn Gebote liefern zwar Regeln, aber auch die Lösung, um diese einhalten zu können. Erst lässt Du dich von Gott verändern und bekommst seinen heiligen Geist. Danach sind die Gebote in Dein Herz geschrieben. Hier geht es nicht um mühsame Pflichterfüllung. Wenn Gott etwas sagt, dann damit Du lebst.

5. Mose 4

5 Ich habe euch die Gebote und Weisungen gelehrt, die ich vom Herrn, meinem Gott, empfangen habe. Ihr sollt danach leben, wenn ihr in das Land kommt, das er euch schenken will.
6 Haltet euch an diese Gebote und befolgt sie; dann werden die anderen Völker sehen, wie weise und klug ihr seid. Wenn sie von euren Gesetzen hören, werden sie sagen: »Dieses große Volk besitzt Weisheit und Verstand!«
7 Denn kein anderes Volk, ganz gleich wie groß, hat Götter, die ihm so nahe sind wie uns der Herr! Wann immer wir zu unserem Gott rufen, hört er uns.
8 Wo ist ein Volk, groß wie wir, das so gerechte Gebote und Weisungen hat, wie ich sie euch heute gebe?
9 Hütet euch bloß davor, etwas von dem, was ihr gesehen habt, zu vergessen! Ja, erinnert euch euer Leben lang daran und erzählt es euren Kindern und Enkeln weiter!
10 Denkt daran, wie ihr euch am Berg Horeb in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes, versammelt habt. Damals forderte der Herr mich auf: »Lass die Israeliten hier bei mir zusammenkommen, ich will zu ihnen sprechen. Sie sollen lernen, Ehrfurcht vor mir zu haben, solange sie leben, und ihren Kindern meine Worte weiterzusagen.«
11 Da seid ihr alle zum Fuß des Berges gekommen. Der Berg brannte, Feuer loderte bis zum Himmel, und dunkle Wolken umhüllten ihn.
12 Aus dem Feuer sprach der Herr, euer Gott, zu euch. Seine Gestalt habt ihr nicht gesehen, nur seine Stimme konntet ihr hören.

5. Mose 4, Verse 5-12

Mose erinnert das Volk an die Geschichten, die sie bereits mit Gott erlebt hatten. Es gibt nichts Krasseres, als das was wir erlebt haben. Kein Gott ist seinem Volk so nah, wie unser Gott uns. Hütet euch davor, etwas davon zu vergessen. Wir sind mega-vergesslich und ziemlich undankbar, wenn wir uns anschauen, welchen Segen wir erleben dürfen. Wer hatte diesen Luxus und diese Möglichkeiten, die wir haben? Einmal in die Weltgeschichte eintauchen und dann erklären sich auch die oft wiederholten Sprüche von den älteren Menschen unter uns. „Wir haben alle Ursache zu danken!“

Was ist das Krasseste, das in unserem Leben geschieht? Welches Ereignis finden wir am Heftigsten? Wenn die spontane Antwort nicht Gott ist, (zumindest als wiedergeborener Christ,) dann sind wir definitiv am Vergessen.

Mose stellt auch die Konsequenzen vor. Ihr werdet jetzt erstmal das Land einnehmen. Das Ding ist: Über die Zeit verschieben sich die Prioritäten. Ihr vergesst nicht von heut auf morgen. Und wenn das passiert, findet ihr euch plötzlich in einem anderen Land wieder und müsst Götzen dienen. Aber es gibt auch noch ein prophetisches Wort, wie die Geschichte weitergeht.

Dann werdet ihr den Herrn, euren Gott, suchen. Und ihr werdet ihn finden, wenn ihr ehrlich und von ganzem Herzen nach ihm fragt.

5. Mose 4, Vers 29

Das gilt nicht mehr nur für Israel. Das gilt heute für die ganze Welt. Das gilt für mich. Das gilt für Dich. Wenn Du von ganzem Herzen Gott suchst, wird Er sich von Dir finden lassen. Ein absolut krasses Versprechen. Nichts kann mehr hoffnungslos sein, weil Du mit dem Schöpfer des Universums in Kontakt treten kannst. Mit der 100%-Garantie, die nur Gott geben kann. Noch krasser ist es, dass Gott dir wohlgesonnen ist, weil Gott Dich mehr liebt, als je ein Mensch Dich lieben kann. Einen größeren Grund um zu Feiern gibt es nicht und wird es nie geben.

5. Mose 3

21 Zu Josua sagte ich damals: »Du hast mit eigenen Augen gesehen, wie der Herr, euer Gott, die beiden Könige Sihon und Og vernichtet hat. Dasselbe wird mit allen Königreichen geschehen, in die ihr kommt.
22 Habt keine Angst! Der Herr, euer Gott, kämpft für euch!«

5. Mose 3, Verse 21-22

Der Herr, euer Gott, kämpft für euch. Der Allmächtige kämpft für Dich. Dann muss es doch ein Spaziergang werden. Ja und nein. Wir müssen schon auch kämpfen. Aber wir wissen, dass das Ergebnis schon feststeht. Wir kämpfen mit der Sicherheit, dass wir schon gewonnen haben.

23 In dieser Zeit flehte ich den Herrn an:
24 »Herr, mein Gott, dem ich diene! Du hast gerade erst begonnen, mir deine Größe und Macht zu zeigen! Wo ist ein Gott im Himmel oder auf der Erde, der solche Werke vollbringen kann und der mit so starker Hand eingreift wie du?
25 Ich bitte dich: Lass mich mit hinübergehen und das gute Land jenseits des Jordan sehen, das schöne Bergland und den Libanon.«
26 Aber der Herr war euretwegen zornig auf mich und erfüllte meine Bitte nicht. Er sagte zu mir: »Genug damit! Ich will von dieser Sache nichts mehr hören!
27 Steig auf den Gipfel des Berges Pisga und schau dich nach allen Seiten um! Sieh dir das Land von dort oben aus an! Aber den Jordan wirst du nicht überschreiten.
28 Josua wird die Israeliten hinüberbringen und das Land unter ihnen aufteilen. Sag ihm, was er tun soll, stärke und ermutige ihn!«

5. Mose 3, Verse 23-28

Mose will so gerne ins verheißene Land und sich alles aus nächster Nähe ansehen. Ich bin mir sicher, dass er sein Anliegen öfter vor Gott brachte. Je näher sie dem Jordan kamen, desto eindringlicher wurde höchstwahrscheinlich auch Moses Gebet. Ich denke wir können auch das von Mose lernen: Dran zu bleiben und sich nach dem ausstrecken, was Gott verheißen hat.

Manchmal verbauen wir uns aber selber den Weg und Ungehorsam hindert uns daran manchen Segen nicht zu empfangen. So war es selbst bei Mose, dem demütigsten Menschen auf der Erde. Mose darf auf den Gipfel des Berges Pisga und von dort das Land betrachten.

Aber die Grenze zieht Gott beim Jordan. Du wirst da nicht rüber kommen. Deine Zeit läuft ab. Josua wird das weiterführen, was Du begonnen hast. Es wird Zeit, dass Du nach Hause kommst. Mose sieht seinem Ende entgegen, seinem Ende auf dieser Erde und gleichzeitig dem Start seines ewigen Lebens bei Gott.

Für seine letzten Tage bekommt er noch einen Auftrag: Ermutigung. Josua wird bald übernehmen und darauf darf Mose ihn vorbereiten. Und die beste Vorbereitung ist, so wie für Josua damals auch heute für Dich und mich: Zu verstehen, wer eigentlich Gott ist und dass Er für mich kämpft.

5. Mose 2

1 Wir machten kehrt und zogen wieder in die Wüste in Richtung Rotes Meer, wie der Herr es mir befohlen hatte. Lange Zeit wanderten wir in der Gegend des Gebirges Seïr umher.
2 Schließlich sprach der Herr zu mir:
3 »Ihr seid nun lange genug hier umhergezogen. Geht jetzt nach Norden,
4 und durchquert das Gebirge Seïr, das Gebiet der Edomiter! Sie sind euer Brudervolk, weil sie von Esau abstammen. Sie haben zwar Angst vor euch,
5 aber hütet euch davor, gegen sie Krieg zu führen! Ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben, denn das Gebirge Seïr gehört ihnen. Sie haben es von mir bekommen.
6 Wenn ihr von ihnen etwas zu essen und zu trinken wollt, dann nehmt es euch nicht, ohne dafür zu bezahlen!«

5. Mose 2, Verse 1-6

Gott ist König. Von außen betrachtet vertreiben sich die Völker gegenseitig. Fakt ist: Gott verteilt das Land. Und er kann auch umverteilen. Die Edomiter waren die Nachkommen Esaus, das Brudervolk von Israel. Israel bekommt die klare Anweisung, ihre Rechnungen in dem Land zu bezahlen und friedlich durchzureisen.

Aber zwischen dem verheißenen Land und den Israeliten liegen noch mehr Gebiete dazwischen. Eins davon steht unter der Herrschaft von König Sihon.

26 Da sandte ich von der Wüste Kedemot aus Boten zu König Sihon nach Heschbon. Sie sollten ihn freundlich bitten,
27 uns durch sein Land ziehen zu lassen. Wir versprachen ihm: »Wir werden immer auf der Straße bleiben und sie nirgends verlassen.
28 Was wir von euch zu essen und zu trinken bekommen, werden wir bezahlen. Wir wollen nur euer Land durchqueren,
29 so wie wir es bei den Edomitern im Gebirge Seïr und bei den Moabitern im Land Ar durften. Wir möchten auf die andere Seite des Jordan. Dort liegt das Land, das der Herr, unser Gott, uns schenken will.«

5. Mose 2, Verse 26-29

Er bekommt das gleiche Angebot, wie die Edomiter und Moabiter, obwohl Gott sagte, sie sollen angreifen und das Land erobern. Das ist der Vorteil, wenn Gott auf Deiner Seite ist, er weiß genau was passiert. Für uns liegt es in der Zukunft, für Gott ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einfach ein Konzept. Wir Menschen brauchen die Zeit, um uns bewegen zu können. Gott ist mächtiger als die Zeit.

30 Aber König Sihon von Heschbon weigerte sich, uns durchzulassen. Der Herr, euer Gott, ließ ihn hart und unnachgiebig bleiben, denn er wollte ihn in unsere Gewalt geben. So geschah es dann auch.
31 Der Herr sprach zu mir: »Heute beginne ich damit, euch Sihon und sein Land auszuliefern. Zieht los, erobert sein Gebiet und nehmt es in Besitz!«
32 Sihon kam uns mit seinem ganzen Heer entgegen, um bei Jahaz mit uns zu kämpfen.
33 Aber der Herr ließ uns siegen. Wir töteten Sihon, seine Söhne und seine Soldaten.
34 Damals eroberten wir alle seine Städte und vollstreckten an ihnen Gottes Urteil. Wir töteten die ganze Bevölkerung, Männer, Frauen und Kinder, niemanden ließen wir am Leben.
35 Als Beute behielten wir nur das Vieh und alles Wertvolle aus den Städten.

5. Mose 2, Verse 30-35

König Sihon wusste nicht, wer wirklich König ist. Niemand würde auf die Idee kommen, gegen Gott zu kämpfen, wenn er wüsste, wer Gott ist. Ok, Wahnsinnige sind auch da nicht zu stoppen. Wir lesen: Gott ließ ihn hart und unnachgiebig bleiben. Was hier nicht steht: Wie oft hatte Gott ihm die Möglichkeit gegeben ihn zu erkennen.

Heute führen wir keine Kriege mehr gegen Menschen. Heute sind es Kriege gegen Denkmuster. Wir kämpfen gegen Systeme, die mit dem Weltbild eines uns liebenden Gottes konkurrieren. Die Art und Weise zu denken, bestimmt unser Leben. Dabei haben wir die Möglichkeit unser Denken von der Wahrheit abzuleiten oder wir glauben Lügen. Bei letzterem zeigt sich das Ergebnis auf ähnliche Weise wie beim König Sihon. Da bleibt nichts mehr übrig. Das totale Scheitern.