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3. Mose 27

1 Der Herr befahl Mose:
2 »Sag den Israeliten:
Wenn jemand mir einen anderen Menschen mit einem Gelübde geweiht hat, kann er ihn mit einer bestimmten Summe wieder loskaufen.
3 Für einen Mann zwischen 20 und 60 Jahren sind 50 Silberstücke zu zahlen, gemessen nach dem Gewicht, das im Heiligtum gilt;
4 für eine Frau im gleichen Alter müssen 30 Silberstücke gezahlt werden,
5 für einen Jungen zwischen 5 und 20 Jahren 20 Silberstücke und für ein Mädchen im gleichen Alter 10 Silberstücke.
6 Ein Kleinkind zwischen einem Monat und 5 Jahren kann mit 5 Silberstücken losgekauft werden, wenn es ein Junge ist; für ein kleines Mädchen sind 3 Silberstücke zu bezahlen.
7 Für einen Mann über 60 müssen 15, für eine Frau 10 Silberstücke entrichtet werden.
8 Kann derjenige, der das Gelübde abgelegt hat, den festgesetzten Betrag nicht aufbringen, soll er zum Priester gehen. Dieser legt einen Schätzwert für die betreffende Person fest und soll sich dabei nach dem richten, was der Mann bezahlen kann.
9 Hat jemand mir, dem Herrn, ein Tier geweiht, das auch als Opfergabe geeignet ist, dann gilt es als heilig
10 und darf nicht eingetauscht werden, weder ein gutes gegen ein schlechtes noch ein schlechtes gegen ein gutes Tier. Tauscht dennoch jemand ein Tier gegen ein anderes ein, dann sollen beide Tiere mir gehören!
11 Wird mir ein unreines Tier geweiht, das nicht als Opfergabe geeignet ist, dann soll der Besitzer es dem Priester zeigen.
12 Dieser schätzt den Wert des Tieres nach dessen Vorzügen und Mängeln. An diesen festgelegten Preis soll man sich halten.
13 Will der Eigentümer das Tier aber wieder zurückkaufen, muss er zum Schätzwert noch ein Fünftel dazugeben.

3. Mose 27, Verse 1-13

Im letzten Kapitel vom 3. Mose-Buch geht es um Gelübde. Versprechen, die Gott gegenüber gemacht wurden. Welche Gründe gibt es dafür, das zu tun? Um sich die Hilfe Gottes bei einem bestimmten Problem zu sichern bzw. zu zeigen wie wichtig die Lösung einem selbst dafür ist. Oder aus Dankbarkeit. Aber hier geht es nicht um die Gründe, sondern darum, dass Gott Versprechen ernst nimmt.

Wir handeln oft unüberlegt und sprechen manchmal Dinge aus, die wir später gerne wieder zurücknehmen würden. Gott bestimmt hier die Regeln für Versprechen ihm gegenüber. Und auch die Möglichkeiten den Wert des Versprochenen schätzen zu lassen und somit Geld gegen das Versprechen einzulösen. Preise für Menschen sind hier festgelegt. Für Tiere, Häuser und Felder.

Obwohl wir Gott komplett geweiht sind, gibt es verschiedene Stufen unserer Hingabe an ihn. Wir müssen nichts versprechen. Aber was wir Gott versprochen haben, ist bindend. Wenn wir den Mund zu voll genommen haben, gibt es immer die Möglichkeit eine Schätzung vom Priester vornehmen zu lassen. Wir können mit allem zu Jesus kommen. Wie oft haben wir etwas versprochen und nicht eingehalten, weil wir nicht wollten, konnten oder sonst etwas? Am Ende liegt die Lösung immer darin zu Gott zu kommen und zwar mit Real Talk. Gott hat für alles die Lösung. Gott ist die ultimative Lösung.

3. Mose 26

3 Wenn ihr nach meinen Weisungen lebt und meine Gebote beachtet,
4 werde ich es zur rechten Zeit regnen lassen, damit das Land reichen Ertrag bringt und die Bäume viele Früchte tragen.
5 Dann dauert die Dreschzeit bis zur Weinlese und die Weinlese bis zur Aussaat. Ihr habt reichlich zu essen und wohnt sicher in eurem Land.

3. Mose 26, Verse 3-5

Das ist der alte Vertrag, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai schloss. Bei Gehorsam gibt es Glück und Segen. Viele gute Dinge werden aufgelistet.

11 Ich selbst werde in meinem Heiligtum unter euch wohnen und mich nie wieder von euch abwenden.
12 Ja, bei euch will ich leben, ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
13 Ich bin der Herr, euer Gott. Aus Ägypten habe ich euch befreit, denn ich wollte nicht, dass ihr dort noch länger Sklaven seid. Das harte Joch, das dort auf euch lastete, habe ich zerbrochen. Aufrecht und frei dürft ihr nun gehen!«

3. Mose 26, Verse 11-13

Gott verspricht bei Gehorsam, dass Er sich nicht von Ihnen abwenden wird, solange die Bedingungen erfüllt werden. Wenn das Volk Gottes nach seinen Instruktionen lebt, ist alles gut. Ok, aber was ist beim Brechen dieses Vertrags?

14 »Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und euch nicht an alle diese Gebote haltet,
15 wenn ihr meine Ordnungen missachtet und für meine Weisungen nichts mehr übrighabt, brecht ihr den Bund, den ich mit euch geschlossen habe.
16 Dann werdet ihr die Folgen zu spüren bekommen! Ich lasse plötzlich schweres Unheil über euch hereinbrechen, Fieber und unheilbare Krankheiten, die euch erblinden und zugrunde gehen lassen. Vergeblich werdet ihr eure Saat aussäen, denn die Feinde werden die ganze Ernte rauben.
17 Ich selbst werde mich gegen euch wenden, ihr werdet von euren Feinden geschlagen und unterdrückt. Ständig seid ihr auf der Flucht, selbst wenn euch niemand verfolgt!
18 Wenn ihr dann immer noch nicht auf mich hört, werde ich euch noch siebenmal härter für eure Sünden bestrafen.

3. Mose 26, Verse 14-18

Und dann geht’s richtig ab. Beim Lesen wird man zwangsläufig an die Geschichte Israels erinnert, weil das genau so eingetroffen ist. 4 mal ist davon die Rede, wie in Vers 18: Wenn ihr dann immer noch nicht auf mich hört, wird die Strafe sieben mal schlimmer und härter. Was passiert, wenn Fieber, unheilbare Krankheiten, Ernteräuber erst der Anfang sind und es 7 mal schlimmer wird. Und danach noch mal 7-fach krasser, und nochmal und nochmal…

32 Euer Land mache ich zu einer menschenleeren Wüste; sogar eure Feinde, die sich dort niederlassen, werden entsetzt darüber sein.
33 Euch selbst zerstreue ich unter fremde Völker und ziehe noch dort mein Schwert, um euch zu vernichten. Euer Land wird zur Einöde, und eure Städte werden zu Trümmerhaufen.
34 Während ihr im Land eurer Feinde wohnen müsst, liegt euer Land brach. Dann bekommt es endlich die Ruhejahre,
35 die ihr immer missachtet habt, solange ihr dort wohntet. Wenn dies geschieht, kann das Land endlich ausruhen.
36 Diejenigen, die meine Strafen überleben und in fremden Ländern wohnen müssen, mache ich so verzagt, dass schon das Rascheln eines verwelkten Blattes sie davonlaufen lässt, als ginge es um ihr Leben. Sie werden fliehen und stürzen, auch wenn niemand sie verfolgt.

3. Mose 26, Verse 32-36

Stell Dir vor Du gehst im Herbst spazieren und beim Rascheln des Laubs bekommst Du Todesangst. Was musst Du erlebt haben, um so verängstigt zu sein? Das absolute Gegenteil von der Aussage aus Vers 13: Aufrecht und frei dürft ihr nun gehen!

39 Die Übriggebliebenen siechen in fernen Ländern dahin wegen ihrer Schuld und der Schuld ihrer Vorfahren.
40 Dann werden sie bekennen, dass sie und ihre Vorfahren mir die Treue gebrochen haben und nichts mehr von mir wissen wollten.
41 Darum habe auch ich mich von ihnen abgewandt und sie ins Land ihrer Feinde gebracht.
Doch wenn ihr stolzes Herz sich vor mir demütigt und ihre Schuld genug bestraft ist,
42 dann werde ich an meinen Bund mit Jakob, Isaak und Abraham denken. Ich will mich daran erinnern, dass ich ihren Nachkommen das Land für immer versprochen habe.

3. Mose 26, Verse 39-42

Gott bringt hier den unschlagbaren Beweis, dass der Mensch von sich aus nicht in der Lage ist, gut zu sein. Aber sein Vertrag geht noch weiter. Da war mehr drin, als bei Gehorsam gibt es Segen, bei Ungehorsam Fluch. Er versprach Abraham, Isaak und Jakob das Land für immer. Und er sieht voraus an welchem Punkt sich sein Volk ihm wieder zuwenden wird. Wann es die Einsicht bekommt, dass Gott der König ist. Am Ende wird die ganze Aufmerksamkeit auf Gott gelenkt und auf seine Güte und Gnade.

Bei den ganzen Anordnungen und Instruktionen, die Gott gibt, geht es nicht darum, uns zu ärgern oder irgendwie die Lebensqualität zu verschlechtern. Ganz im Gegenteil, wenn Gott etwas sagt, dann damit Du lebst. Ich bin so happy, dass ich in dieser Zeit lebe, wo der Heilige Geist in jedem Gläubigen wohnt. Zu 100% bin ich mir sicher, dass wir keine bessere Figur abgeben würden, wenn wir noch den alten Deal hätten. Alles was ich gut mache, wo ich richtig gut performe, das bewirkt Gott in mir. Damit hab ich weniger zu tun, als ich die meiste Zeit denke. Wenn mir das bewusst ist: Welche Gründe hab ich noch für Stolz? Wie viel Gnade und Barmherzigkeit habe ich dann für Andere? Wenn ich weiß, dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit das Einzige ist, warum ich da bin, wo ich bin. Das erinnert mich an wieder an Vers 13:

Ich bin der Herr, euer Gott. Aus Ägypten habe ich euch befreit, denn ich wollte nicht, dass ihr dort noch länger Sklaven seid. Das harte Joch, das dort auf euch lastete, habe ich zerbrochen. Aufrecht und frei dürft ihr nun gehen!

3. Mose 26, Vers 13

3. Mose 25

8 »Nach sieben Ruhejahren, also nach 49 Jahren,
9 sollt ihr im 50. Jahr am Versöhnungstag, am 10. Tag des 7. Monats, die Signalhörner im ganzen Land blasen lassen.
10 Das 50. Jahr soll für euch ein heiliges Jahr sein! Es ist ein Erlassjahr. Gebt dann allen Bewohnern des Landes, die sich hoch verschuldet haben und so zu Sklaven wurden, ihre Freiheit wieder. Jeder erhält seinen verpfändeten Grundbesitz zurück und kann zu seiner Sippe zurückkehren.
11 Alle Schulden müssen in diesem Jahr erlassen werden. Streut kein Saatgut aus! Bringt keine Ernte ein – auch nicht von dem, was auf den Feldern von selbst nachwächst – und haltet keine Weinlese!

3. Mose 25, Verse 8-11

In den Versen zuvor kümmert sich Gott um das Land. Im siebten Jahr sollte der Boden ruhen. Nicht nur Menschen brauchen Pause, auch das Land. Und Gott regelt das. Was für eine krasse Regel. Du sammelst nur das ein, was von selber wächst. Den Grund gibt Gott auch an: Das Land ist mir geweiht. Stell Dir vor: Du machst jedes siebte Jahr ein Jahr Urlaub. Und Gott verspricht Dir, sich um alle Deine Bedürfnisse zu kümmern. Ich denke für den Einen ist es eine Glaubensprobe und der Andere genießt die Ruhe, die Gott ihm schenkt.

Nach 49 Jahren kommt dann das 50ste, wo es einen Neustart gibt. Sklaven werden wieder frei. Jeder bekommt seinen Grundbesitz zurück. Quasi ein Schuldenschnitt, der fest eingeplant ist. Armut war kein endgültiges Urteil für alle nachfolgenden Generationen. Es gab immer wieder die Möglichkeit des Neuanfangs.

14 Betrügt einander nicht beim Kauf oder Verkauf von Land!
15 Weil im Erlassjahr jedes Stück Land wieder dem alten Besitzer zufällt, soll beim Kaufpreis berücksichtigt werden, wie viele Jahre der Käufer das Land noch bewirtschaften kann:
16 Je höher die Anzahl der Ertragsjahre ist, desto höher ist auch der Kaufpreis. Umgekehrt mindert sich der Preis umso mehr, je näher das Erlassjahr kommt. Der Preis des Landes hängt ab von der Zahl der Ernten bis zum nächsten Erlassjahr.
17 Betrügt einander nicht! Habt Ehrfurcht vor mir, denn ich bin der Herr, euer Gott!

3. Mose 25, Verse 14-17

Die Bibel ist absolut realistisch und Gott kennt sich mit Ökonomie besser aus, als jeder Wirtschaftsprofessor und auch jeder krasse Unternehmer. Es soll schon gerecht zugehen. Plant dieses Jahr in eure Kalkulation ein. Berücksichtigt das auch für die Preise.

39 »Wenn ein Israelit aus deiner Nachbarschaft in Armut gerät und sich dir als Sklave verkauft, dann sollst du ihn keine Sklavenarbeit verrichten lassen!
40 Behandle ihn wie einen Lohnarbeiter oder wie einen Fremden, der vorübergehend bei dir lebt. Er darf höchstens bis zum nächsten Erlassjahr für dich arbeiten.
41 Dann sind er und seine Kinder wieder frei! Lass sie zu ihrer Sippe und ihrem Land zurückkehren, das sie von ihren Vorfahren geerbt haben.
42 Denn die Israeliten sind mein Eigentum, ich habe sie aus Ägypten herausgeführt. Ist einer von ihnen dein Sklave geworden, dann darfst du ihn nicht verkaufen!
43 Du sollst ihn auch nicht schlecht behandeln oder ihm Gewalt antun. Hab Ehrfurcht vor mir, deinem Gott!

3. Mose 25, Verse 39-43

Sklaverei war damals ganz normal und irgendwo auch eine Möglichkeit am Leben zu bleiben, wenn die eigene wirtschaftliche Lage am Boden zerstört liegt. Hier erfahren wir, welche Bedeutung es hat, Gott geweiht zu sein. In erster Linie gehörst Du immer Gott. Egal, wer noch alles Anspruch auf Dich hat. In letzter Konsequenz gehörst Du Gott und Er kümmert sich um sein Eigentum.

Was kann ich davon praktisch für mich mitnehmen? ALLES gehört Gott. Mein kompletter Besitz, meine Kohle, mein Auto, mein Haus. Dann auch meine Zeit und meine Energie. Und dabei geht es nicht darum, dass ich Angst haben muss, mies behandelt zu werden. Sondern, dass der Fokus darauf liegt, Gott versorgt mich. In welchen Situationen vergesse ich das? Wann würde es mir helfen, mich wieder daran zu erinnern? Welche Ressourcen behandle ich so, als würden sie nur mir gehören?

3. Mose 24

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Sag den Israeliten, sie sollen dir reines Olivenöl von bester Qualität für den Leuchter bringen, damit die Lampen ständig brennen.
3 Aaron soll den Leuchter im heiligen Zelt aufstellen – vor dem Vorhang zum Allerheiligsten, in dem die Bundeslade steht. Vom Abend bis zum Morgen soll das Licht brennen und mein Heiligtum erhellen. Diese Weisung gilt für euch und alle kommenden Generationen.
4 Aaron muss dafür sorgen, dass die Lampen auf dem goldenen Leuchter im Heiligtum nicht verlöschen!

3. Mose 24, Verse 1-4

Das Volk Gottes diente Gott zu bestimmten vorgeschriebenen Zeitpunkten. Aber der Hohepriester Jesus Christus dient Gott ununterbrochen für das Volk. Wir sind nicht immer voll bei der Sache. Wir verlieren ihn aus den Augen und denken nicht an ihn. Aber er denkt die ganze Zeit an uns und steht für uns ein.

Gott ist für uns, wer will gegen uns sein? Nur unfassbare Dummheit, Unwissenheit und/oder Ignoranz lassen Dich in einen Krieg ziehen bei dem Du drauf gehst und nicht den Hauch einer Chance hast wenigstens irgendetwas zu gewinnen.

10-11 Im Lager der Israeliten lebte ein Mann, der eine israelitische Mutter und einen ägyptischen Vater hatte. Seine Mutter hieß Schelomit, sie war eine Tochter Dibris und gehörte zum Stamm Dan. Dieser Mann geriet eines Tages mit einem Israeliten in Streit. Dabei fluchte er und verhöhnte den Herrn. Man brachte ihn zu Mose
12 und nahm ihn dann in Gewahrsam, um auf eine Weisung des Herrn zu warten.
13 Der Herr sprach zu Mose:
14 »Führe den Mann, der mich verhöhnt hat, aus dem Lager hinaus! Alle Zeugen, die sein Fluchen gehört haben, sollen ihm die Hand auf den Kopf legen. Dann müssen alle Versammelten ihn steinigen.
15 Sag den Israeliten: Jeder, der seinen Gott verflucht, muss die Folgen seiner Sünde tragen.
16 Wer den Namen des Herrn verhöhnt, muss mit dem Tod bestraft werden. Die ganze Gemeinschaft der Israeliten soll ihn steinigen, ganz gleich ob er ein Fremder oder ein Einheimischer ist!

3. Mose 24, Verse 10-16

Sich gegen Gottes Wesen zu stellen, ist als würdest Du dich gegen das Leben stellen. Welche Chance gibt es für Dich noch? Sobald Du dich gegen Gott stellst, machst Du Dein Kreuzchen bei Tod. Wenn man es aus dieser Sicht betrachtet, bekommt der Mann einfach nur seinen eigenen Willen, als er gesteinigt wird.

Deswegen ist es wichtig zu verstehen, wer Gott ist und wer ich bin. Wenn ich da was durcheinander bringe und vertausche, komme ich auf die blödesten Ideen. Dass heute Menschen, die Gott verspotten, nicht sofort tot umfallen, ist nur Gnade. Ich weiß nicht, ob dieser Mann aus dem Stamm Dan noch die Chance hatte, zur Besinnung zu kommen und zu erkennen, wer Gott wirklich ist. Aber solange Du Deine miese Entscheidung nicht einzementiert hast und noch lebst, darfst Du sie korrigieren, wenn Gott Dich vor die Wahl stellt: Leben oder Tod.

3. Mose 23

1 Der Herr befahl Mose,
2 den Israeliten Folgendes weiterzusagen: »Dies sind die heiligen Feste, an denen sich das ganze Volk zu meiner Ehre versammeln soll.
3 Sechs Tage sollt ihr arbeiten, aber der siebte Tag ist ein ganz besonderer Ruhetag. Dann sollt ihr euch zum Gottesdienst versammeln. Es ist der Sabbat, der mir, dem Herrn, geweiht ist. An diesem Tag dürft ihr keinerlei Arbeit verrichten, wo immer ihr auch wohnt.«

3. Mose 23, Verse 1-3

Mose bekommt Anweisungen von Gott, welche Feste wann gefeiert werden sollen. Es geht mit dem Sabbat los. Und dann folgt das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote:

7 Am ersten dieser sieben Tage sollt ihr nicht eure alltäglichen Arbeiten verrichten, sondern euch versammeln und gemeinsam mich, den Herrn, anbeten.
8 Bringt mir sieben Tage lang Opfer dar! Am letzten Tag sollt ihr euch wieder zum Gottesdienst versammeln; auch dann dürft ihr nicht wie sonst arbeiten.«

3. Mose 23, Verse 7-8

Das Fest der ersten Garbe:

11 Dieser schwingt sie am Tag nach dem folgenden Sabbat vor dem heiligen Zelt hin und her. So weiht er eure Garbe mir, dem Herrn, und ich werde sie gnädig annehmen.
12 Am selben Tag müsst ihr mir ein fehlerloses einjähriges Lamm als Brandopfer darbringen,
13 dazu als Speiseopfer zweieinhalb Kilogramm feines Weizenmehl, mit Öl vermengt. Verbrennt alles für mich auf dem Altar, denn solche wohlriechenden Opfer gefallen mir gut. Gebt als Trankopfer noch einen Liter Wein dazu.

3. Mose 23, Verse 11-13

Da kommen noch einige weitere Feste, die an bestimmten Tagen gefeiert werden sollten. Das Wochenfest, das Neujahrsfest, der große Versöhnungstag und das Laubhüttenfest. 2 Feste gehen sogar eine komplette Woche lang.

41 Jedes Jahr sollt ihr im siebten Monat eine Woche lang feiern! Diese Ordnung gilt für alle Generationen, wo auch immer ihr lebt.
42 Während der Festwoche sollt ihr in Laubhütten wohnen; das gilt für alle Israeliten im Land.
43 So behalten eure Nachkommen für alle Zeiten im Gedächtnis, dass ich euch Israeliten in Laubhütten wohnen ließ, als ich euch aus Ägypten führte. Ich bin der Herr, euer Gott!«
44 Mose gab den Israeliten alle Anweisungen für die jährlichen Feste weiter, die zur Ehre des Herrn gefeiert werden sollten.

3. Mose 23, Verse 41-44

Gott sagt seinem Volk: Ihr sollt feiern. Nicht weil es Wochenende ist und ihr euch besaufen könnt, um nicht mehr an die Sinnlosigkeit eures Lebens denken zu müssen. Am Sabbat feiert ihr mich, so wie auch an allen anderen Festen. Ich geb den Festen den Sinn, genauso wie eurem ganzen Leben.

Das ganze Leben ist ein Feiern Gottes. An manchen Tagen denken wir nur viel bewusster daran und feiern es besonders. Ich bin gespannt, ob Weihnachten und Ostern auf der neuen Erde noch gefeiert werden. Ob es da noch spezielle Tage geben wird, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass jeder Tag dort speziell wird. Ich bin mir sicher, dass die Ewigkeit ein einziges Fest wird. Eine Feier, die nie zuende geht.

Mose gab den Israeliten alle Anweisungen für die jährlichen Feste weiter, die zur Ehre des Herrn gefeiert werden sollten.

3. Mose 23, Vers 44

Zur Ehre des Herrn werden die Feste gefeiert. Auf dieser Erde kümmern wir uns um viele Dinge und ich kann nur von mir sprechen: Ich lasse mich oft ablenken und Gott ist in meinem Denken oft nicht so präsent. Aber was ist, wenn Gott die ganze Zeit da ist. Mitten unter uns lebt. Wenn alles spürbar und sichtbar von Ihm erfüllt ist. Deswegen denke ich, dass dort Feiern zum Tagesprogramm gehört, weil Du keinen Moment mehr nicht feiern kannst. Egal, was Du da machst, Du feierst auch immer. Weil Gott immer im Bewusstsein ist und bleibt.

3. Mose 22

29 Wenn ihr mir, dem Herrn, aus Dankbarkeit ein Friedensopfer darbringen wollt, dann tut es so, dass ich es gnädig annehmen kann:
30 Das Fleisch muss noch am selben Tag gegessen werden, nichts darf bis zum nächsten Morgen übrig bleiben. Das befehle ich, der Herr.
31 Haltet meine Gebote, lebt danach, denn ich bin der Herr!
32 Entweiht nicht meinen heiligen Namen! Alle Israeliten sollen mich als ihren heiligen Gott verehren. Ich bin der Herr, und ich habe euch als mein Volk ausgesondert.
33 Aus Ägypten habe ich euch befreit, um euer Gott zu sein, ich, der Herr!«

3. Mose 22, Verse 29-33

Wenn wir Gott anbeten, Jesus dafür danken, wer er ist und was er getan hat, dann loben wir Gott nicht nur. Wir verleiben uns diese Tatsachen ein. Wir essen das Opferfleisch direkt auf ohne an Morgen zu denken und etwas davon übrig zu lassen. Übertragen ist das Nahrung für unser geistliches Leben. Damit stärken wir unseren Glauben.

Etwas davon über zu lassen, wäre dann so etwas wie: Wow, wie groß Gott ist. Ich feier ihn dafür, wie herrlich und gut Er ist. Ok, jetzt mach ich einen Schnitt. Morgen werde ich wieder genau hier ansetzen und Gott weiter dafür loben. Jetzt ist es erstmal genug. Wie viel kann man loben? Ich hab zwar noch Hunger und ich bräuchte das eigentlich noch, um keine Kraft zu verlieren, aber ich esse erst morgen wieder.

Das ergibt gar keinen Sinn.

Erstens kannst Du Gott nicht zu viel bringen. Du bringst nur das, was Du von Ihm bekommen hast. Außerdem hast Du immer nur diesen aktuellen Moment. Was im nächsten Augenblick passiert, liegt nicht in Deiner Hand, geschweige denn was morgen passiert. Zweitens geht es beim Leben mit Gott darum, dass es immer frisch ist. Leb jeden Tag mit Gott. Du kannst Dich erinnern, was Du mit Gott erlebt hast, aber das ist kein Grund, keine weiteren Erinnerungen zu schaffen.

Das muss nicht immer etwas SUPERKRASSES sein, wie die unglaubliche Bewahrung vor dem Unfall. Was ist heftiger? Beinahe in einen Unfall gekommen und gerade noch so die Kurve gekratzt. Oder einen ruhigen Tag gehabt zu haben ohne dass Du Dein Leben in wenigen Sekunden an Dir vorbeiziehen siehst. Wenn Du wirklich drüber nachdenkst, dürftest Du nichts anderes mehr machen, als dankbar an Gott zu denken und ihn zu feiern. Ich glaube, dass Gott genau daran arbeitet, das in Deinem und meinem Leben zu integrieren. Damit es für uns so natürlich wird, wie das Atmen.

3. Mose 21

1 Der Herr befahl Mose, folgende Anweisungen den Priestern, den Nachkommen Aarons, weiterzugeben:
»Ein Priester darf sich nicht verunreinigen, indem er mit einer Leiche in Berührung kommt.
2-3 Er darf sich nur unrein machen, wenn jemand von seinen engsten Familienangehörigen stirbt – der Vater, die Mutter, ein Sohn, eine Tochter, ein Bruder oder eine unverheiratete Schwester, die in seinem Haus gewohnt hat.
4 War seine Schwester aber verheiratet, darf er ihre Leiche nicht berühren, denn er würde sich sonst verunreinigen.
5 Kein Priester darf sich bei einem Trauerfall den Kopf kahl scheren, den Bart stutzen oder sich die Haut einritzen.
6 Ein Priester soll heilig sein und mir allein dienen. Meinen Namen darf er nicht entweihen, denn er bringt mir, dem Herrn, seinem Gott, die Opfer dar. Sie sind meine Speise, darum muss er darauf achten, dass er sich nicht verunreinigt.

3. Mose 21, Verse 1-6

Wir sind Priester, aber gehören auch zum Volk Gottes. Wir leben in der Welt und haben auch viele Berührungspunkte mit ihr. Ob beim Rausgehen, Einkaufen, auf Arbeit. Und das ist auch gut so.

Wichtig ist, dass ich weiß, wer ich bin. So viele Dinge tun wir anders als Menschen um uns herum. Weil wir voll und ganz Gott geweiht sind und ihm gehören. Trauer sind menschliche Gefühle. Und sie haben auch ihre Zeit. Jesus weinte ebenfalls am Grab von Lazarus. Er konnte perfekt mitfühlen, weil Er sich besser als jeder andere in uns hineinversetzen kann. Weil er weiß, was in uns vorgeht.

Ich bin mir absolut sicher, dass Gott die Verzweiflung von Menschen spüren kann und mitfühlt. Aber er selber ist nie verzweifelt. Er ist Gott. Und wir gehören zu Gott. Als Priester, die ihm dienen. Und dann sogar als Kinder. Wir haben den mächtigsten Vater. Alleine aus dem Grund ist Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit keine Option mehr. Wenn ein Kind Gottes diese Erde verlässt, dann um ewig zu leben. Der Tod ist nur eine kurze Zwischenstation. Danach geht’s nach Hause. Das ist auch der Grund, warum wir nach der Trauer wieder feiern können.

3. Mose 19

1 Der Herr befahl Mose,
2 der ganzen Gemeinschaft der Israeliten dies mitzuteilen:
»Ihr sollt heilig sein, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig!
3 Jeder von euch soll seine Mutter und seinen Vater achten und den Sabbat als Ruhetag einhalten. Ich bin der Herr, euer Gott!
4 Ihr sollt euch nicht mit anderen Göttern einlassen und euch keine Götzenstatuen anfertigen, denn ich bin der Herr, euer Gott!
10 Auch in euren Weinbergen soll es keine Nachlese geben. Sammelt die Trauben am Boden nicht ein, sondern überlasst sie den Armen und Fremden! Ich bin der Herr, euer Gott.
12 Wenn ihr bei meinem Namen schwört, sollt ihr ihn nicht durch einen Meineid entweihen. Ich bin der Herr, euer Gott.
14 Sagt nichts Böses über einen Tauben, und legt einem Blinden kein Hindernis in den Weg! Begegnet mir, eurem Gott, mit Ehrfurcht, denn ich bin der Herr.
16 Verleumdet einander nicht, und tut nichts, was das Leben anderer gefährdet! Ich bin der Herr.
18 Räche dich nicht und sei nicht nachtragend! Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Ich bin der Herr.
25 Vom fünften Jahr an dürft ihr die Früchte essen. Wenn ihr euch daran haltet, wird eure Ernte umso reicher sein. Ich bin der Herr, euer Gott.
27-28 Wenn ihr um einen Toten trauert, dann schneidet euch deswegen nicht die Haare rund um die Schläfen ab; stutzt auch nicht eure Bärte, ritzt euch nicht in die Haut und macht euch keine Tätowierungen! Ich bin der Herr.
30 Haltet den Sabbat als Ruhetag ein, und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum! Ich bin der Herr.
31 Sucht niemals Hilfe bei Totenbeschwörern und Wahrsagern, denn sonst seid ihr in meinen Augen unrein. Ich bin der Herr, euer Gott.
32 Steht in Gegenwart alter Menschen auf und begegnet ihnen mit Respekt. Habt Ehrfurcht vor mir, dem Herrn, eurem Gott!
33 Unterdrückt die Fremden nicht, die bei euch leben,
34 sondern behandelt sie wie euresgleichen. Liebt sie wie euch selbst, denn auch ihr seid Fremde in Ägypten gewesen! Ich bin der Herr, euer Gott.
35 Beugt nicht das Recht, betrügt nicht mit falschen Maßen und Gewichtsangaben,
36 sondern verwendet genaue Waagen und richtige Gewichtssteine! Eure Hohlmaße für Getreide und Flüssigkeiten dürfen nicht gefälscht sein. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat.
37 Lebt nach allen meinen Ordnungen und Geboten und befolgt sie! Ich bin der Herr.«

3. Mose 19

Es gibt nur wenige Verse in diesem Kapitel, die nicht mit dieser Aussage enden:
„Ich bin der Herr“ oder „Ich bin der Herr, euer Gott“

In diesem Kapitel werden Spielregeln für ein gutes Leben beschrieben. Und nach fast jeder Regel wird der Autor genannt. Das fällt hier sehr krass auf. Es lohnt sich hier besonders aufzupassen. Wir kriegen im Leben viele gut gemeinte Ratschläge. Manche sind super, manche sind echt für die Tonne. Die Frage, die wir uns immer stellen dürfen, oder auch den Ratgebern, die uns ungefragt einen Rat geben: „Wer sagt das?“

Wichtiger als das, was jemand sagt ist oft wer etwas sagt. Wenn der Erschaffer des Universums, der Erschaffer der Welt, der Erschaffer allen Lebens dir Regeln mitgibt, dann hörst du besser zu. Mehr Gewicht kann keine Aussage bekommen, als wenn Gott etwas sagt. Egal, wer jetzt noch kommt und meinetwegen genau das Gleiche sagt, die Bedeutung davon kann nicht mehr erhöht werden und sie wird auch nicht geschmälert.

Der zweite Gedanke ist: Was denke ich, während ich lebe? Tue ich die Dinge, weil Gott mein Gott ist? Wie präsent ist Er in meinem Denken? Ich bekomme die besten Regeln, wie Leben funktioniert. Kann ich das wertschätzen oder versuche ich noch meine eigene Philosophie mit reinzubringen? Dinge ändern sich, Menschen ändern sich, nichts bleibt wie es war und zwischendurch fragen wir uns: Ok, worauf kommt es wirklich an? Was hat wirklich einen Wert? Etwas, das nicht schwankt. Etwas, das mein ganzes Leben lang relevant ist. Vielleicht sogar etwas, das auch noch in 100 Jahren Bedeutung hat. Etwas, das auch noch in 1000 Jahren wichtig ist. Gibt es etwas, das auch noch in Millionen, Milliarden, … Jahren wertvoll ist?

Es gibt Jemanden. Gott. Er war, ist und bleibt. Ob es uns bewusst ist oder nicht. Wir leben vor ihm. Es ist Gottes Welt, die wir uns untertan gemacht haben. Selbst das war nicht unsere Idee, sondern seine. Wie wir’s drehen und wenden: Wir leben vor Gott. Und im Idealfall hören wir auf ihn, lassen uns adoptieren und leben auch für ihn.

3. Mose 18

1 Der Herr befahl Mose,
2 den Israeliten dies weiterzusagen: »Ich bin der Herr, euer Gott.
3 Lebt nicht nach den Sitten der Ägypter, in deren Land ihr gewohnt habt! Richtet euch auch nicht nach den Bräuchen der Bewohner Kanaans, wohin ich euch bringen werde! Nehmt sie nicht zum Vorbild!
4 Handelt nach meinen Weisungen, lebt nach meinen Ordnungen! Ich bin der Herr, euer Gott.
5 Richtet euch nach meinen Geboten! Jedem, der sie erfüllt, bringen sie Leben. Ich bin der Herr.

3. Mose 18, Verse 1-5

Das ist der Grund, warum Gottes Wort wichtig ist. Jedem, der sich danach richtet, bringt es Leben. Du willst leben? Gut, dann sorg dafür, dass Gottes Wort den größten Einfluss auf Dein Denken bekommt. Alles andere wird daraus folgen. Und das Ergebnis ist Leben.

Im Endeffekt ist das der einzige Lebensstil, der Sinn ergibt. Du fragst doch immer im Idealfall den Produzenten von einem Gerät, wie es zu bedienen ist, oder was man damit macht. Wenn Gott der Erschaffer der Welt ist mit der ganzen wunderbaren Natur. Wo auch der Mensch dazuzählt. Dann fragst Du doch nicht einen anderen Menschen, wie wir funktionieren, sondern Gott, der Dir zu 100% sagen kann, was Sache ist.

Ab Vers 6 geht es dann nur darum, mit wem Du nicht schlafen solltest. Da findet eine richtige Aufzählung statt: Mutter, andere Frau deines Vater (Mehrehe war damals normal), Schwester, Halbschwester, Enkelin, Tante, Schwiegertochter, Schwägerin, Schwester deiner Frau. Alles mögliche wird aufgelistet.

20 Schlafe nicht mit der Frau eines anderen Mannes, sonst machst du dich selbst unrein!
21 Lass keines deiner Kinder für den Götzen Moloch als Opfer verbrennen, denn damit entweihst du meinen Namen! Ich bin der Herr, dein Gott.
22 Ein Mann darf nicht mit einem anderen Mann schlafen, denn das verabscheue ich.
23 Kein Mann und keine Frau darf mit einem Tier verkehren. Wer es tut, macht sich unrein und lädt große Schande auf sich.
24 Macht euch nicht unrein, indem ihr gegen diese Gebote verstoßt! Denn so haben sich die Völker Kanaans verunreinigt. Darum werde ich sie vertreiben und euch das Land geben.

3. Mose 18, Verse 20-24

Wir denken manchmal, dass die Welt niemals schlimmer war als heute. Vielleicht ist es tatsächlich so und mit Sicherheit werden die krassesten widerlichsten Dinge von der Masse abgeschirmt. Aber verdorben war die Welt schon sehr viel früher.

Mit Jesus und dem Christentum erlebte die Welt einen Aufstieg der Werte. Aber wie viel ist davon noch übrig? Wenn Du die Bibel nicht dafür nutzt, wie sie gedacht wurde, kommt sowas dabei heraus. Und in einem gewissen Stadium bleibt nur noch der Untergang. Die Ägypter mussten das erleben und auch die Kanaaniter. Du kannst die von Gott vermittelten Ordnungen annehmen und in dein Leben integrieren, oder Du hast bald kein Leben mehr, in das Du irgendwas integrieren kannst.

Ist das nicht Zwang? Ja, wenn es noch eine andere Möglichkeit des Lebens geben würde. Aber, die gibt es nicht. Und ja, wenn die Bibel Dir nicht auch die Möglichkeit für den ewigen Tod geben würde.

2 Möglichkeiten: Leben oder Tod. Dass Du dich überhaupt entscheiden kannst, hast Du nur Jesus zu verdanken. Ohne ihn gäbe es gar keine Entscheidungsmöglichkeit. Da wäre die einzige Option immer nur: Tod. Nur weil Dein Schöpfer Dich liebt, hast Du jetzt die Wahl, Dich für das Leben entscheiden zu können. Nur ein kurzer Gedanke daran, wie es wäre, wenn Gott nicht gut wär und Du bist von jetzt auf gleich dankbar.

3. Mose 17

1 Der Herr befahl Mose:
2 »Gib die folgenden Anweisungen an Aaron, seine Söhne und das ganze Volk weiter:
3-4 Jeder Israelit, der mir, dem Herrn, ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege als Gabe darbringen möchte, soll das Tier am Eingang des heiligen Zeltes schlachten. Wer es stattdessen irgendwo innerhalb oder außerhalb des Lagers tut, der ist nicht besser als ein Mörder und lädt große Schuld auf sich. Er hat unerlaubt Blut vergossen und darum sein Leben verwirkt. Er muss aus dem Volk ausgeschlossen werden.
5 Diese Weisung dient dazu, dass die Israeliten ihre Opfertiere, die sie bis jetzt auf freiem Feld geschlachtet haben, von nun an mir, dem Herrn, darbringen. Sie sollen die Tiere zu meiner Ehre am Eingang des heiligen Zeltes dem Priester übergeben und sie dann als Friedensopfer für mich schlachten.

3. Mose 17, Verse 1-5

Nur am Eingang des heiligen Zeltes durften Tiere für Gott geschlachtet werden. Das lief wohl irgendwie aus dem Ruder, dass jeder dort schlachtete, wo er gerade war und Gott nicht mit einbezogen wurde. Am Ende geht es nicht um einen speziellen Ort des Opferns. Der Ort der Anbetung ist im neuen Vertrag ziemlich irrelevant geworden. Es geht um die Geisteshaltung. Bei der Frage des richtigen Ortes für die Anbetung sagt Jesus folgendes:

23 Doch es kommt die Zeit – ja, sie ist schon da –, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.
24 Denn Gott ist Geist. Und wer Gott anbeten will, muss von seinem Geist erfüllt sein und in seiner Wahrheit leben.

Johannes 4, Verse 23-24

Vers 5 macht auch die Reihenfolge deutlich, worum es geht und was der Zweck der Anbetung ist: Sie sollen die Tiere zu meiner Ehre am Eingang des heiligen Zeltes dem Priester übergeben und sie dann als Friedensopfer für mich schlachten.

Gottes Ehre ist oberste Priorität. Sowie die Israeliten sich ganz offensichtlich vor der Stiftshütte, also vor Gott versammelten, genauso ist es, wenn wir uns gegenseitig besuchen. Jeder wiedergeborene Christ hat den Heiligen Geist und dieser zeigt uns, wer im Mittelpunkt steht. Wir leben in erster Linie vor Gott und für Gott. Dann kommen wir in den Genuss, dies gemeinsam mit allen anderen Menschen, die zu Gottes Volk gehören, zu feiern. Also mit anderen Christen.

Ganz ehrlich: Für mich klingt das nicht immer nach dem Alltag, den ich erlebe. Es hat irgendwie was Künstliches, etwas Aufgesetztes, wenn Teile wie Spiel und Spaß getrennt werden vom „Geistlichen Teil“. So nach dem Motto. Wir sind jetzt zusammen gekommen. Wir müssen jetzt unbedingt geistliche Gemeinschaft haben. Wir beginnen mit Gebet und schließen mit Gebet. Was davor ist, zählt nicht und was danach kommt, auch nicht. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck. Worauf ich eigentlich hinaus will. Die Trennung in geistliche und ungeistliche Teile passt nicht in den neuen Vertrag. Was ich für mich mitnehme aus diesem Kapitel:

Ich lebe die ganze Zeit vor Gott und es geht die ganze Zeit um seine Ehre und darum, das „Leben mit dem besten, mächtigsten und fantastischsten, dem einzig wahren Gott“ zu feiern. Und das zusammen mit seinen Kindern (also meinen Geschwistern).