Archiv der Kategorie: Was ist Wahrheit

3. Mose 4

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Richte den Israeliten aus: Wenn jemand unabsichtlich gegen eines meiner Gebote verstößt, dann muss ein Opfer dargebracht werden.«
3 »Wenn der Hohepriester gegen mich sündigt und so Schuld über das ganze Volk bringt, dann muss er einen jungen, fehlerlosen Stier als Opfer für seine Sünde darbringen.

3. Mose 4, Verse 1-3

27 »Wenn sonst jemand unabsichtlich gegen eines meiner Gebote verstößt und so Schuld auf sich lädt,
28 dann soll er, sobald er seine Sünde erkannt hat, eine fehlerlose Ziege als Opfer für seine Sünde darbringen.
29 Er legt seine Hand auf den Kopf der Ziege und schlachtet sie vor dem heiligen Zelt, wo auch die Tiere für das Brandopfer geschlachtet werden.
30 Wieder taucht der Priester seinen Finger in das Blut und streicht es an die Hörner des Brandopferaltars, das restliche Blut gießt er an den Fuß des Altars.
31 Dann löst er alles Fett des Tieres ab – genau wie beim Friedensopfer – und verbrennt es auf dem Brandopferaltar. Solch ein wohlriechendes Opfer gefällt mir gut. Der Priester versöhnt dadurch den Schuldigen mit mir, dem Herrn, und ich werde ihm vergeben.

3. Mose 4, Verse 27-31

Das Sündopfer ist das Opfer, was wir am Öftesten mit dem Opfer Jesu Christi am Kreuz verbinden. Und es ist auch die absolute Grundlage von allen anderen Opfern. Erst mit dem Verstehen und der Annahme, dass Gott alles aus dem Weg geräumt hat, um Gemeinschaft wieder möglich zu machen, können wir diese genießen und in die Nähe Gottes kommen. Erst dann sind Brandopfer möglich und auch Friedensopfer, wenn wir das mit anderen Christen feiern. Und erst dann können wir unser Leben hingeben als Speiseopfer, um Gott zu gefallen. Das Sündopfer ist nicht freiwillig, sondern ein absolutes Muss.

Interessant finde ich, dass beim Priester nicht die Rede vom Erkennen der Sünde ist und das Opfertier mit dem Stier wesentlich größer ausfällt, als bei dem normalen Volk. Wenn sie ihre Sünde erkannten, dann mussten sie eine fehlerlose Ziege oder ein Schaf opfern. Und es geht die ganze Zeit um ein unabsichtliches Verstoßen gegen die Gebote Gottes.

Übertragen auf uns heute: Das gewöhnliche Volk fällt weg. Als wiedergeborene Christen sind wir Priester und es ist die Regel, dass uns der Heilige Geist direkt zeigt, wenn etwas zwischen Gott und uns getreten ist. Genau wie damals viele Sündopfer geopfert wurden, müssen wir uns auch heute bei begangenen Sünden damit beschäftigen, was Jesus es gekostet hat, um auch diese Sünde aus der Welt zu schaffen. Immer wieder werde ich mit meinem „alten Adam“ konfrontiert und treffe daraufhin auf die unfassbare Gnade Gottes. Das bringt Demut und befreit von Stolz, wenn ich immer wieder sehe, zu was ich selbst mit den besten Absichten fähig bin.

Das Sündopfer ist alternativlos. Die Sünde müssen wir vor Gott bringen. Aber das ist nicht die Endstation. Abladen und schnell wieder weg? In irgendeine Ecke verkriechen? Dann hast Du Dich nicht wirklich auseinandergesetzt mit Jesus Christus als das perfekte Opfer. Egal, wie unwürdig Du dich fühlst, lass Dich von deinen Sünden nicht in eine Abwärtsspirale drängen. Das Sündopfer ist genau dafür da, damit wir nicht in Depressionen fallen, sondern hoffen dürfen. Bleib aber auch nicht beim Sündopfer hängen. Feier die Auswirkungen davon. Dafür hat Gott Dich geschaffen. Nämlich für die Ewigkeit in vollkommener Gemeinschaft mit ihm. Sünde wird in der Ewigkeit kein Thema mehr sein. Dafür steht das Sündopfer wirklich.

3. Mose 3

1 »Will jemand mir, dem Herrn, ein Friedensopfer darbringen und wählt er ein Rind dafür aus, so muss es ein fehlerloses Tier sein, männlich oder weiblich. Er soll es zum heiligen Zelt bringen,
2 seine Hand auf den Kopf des Tieres legen und es am Zelteingang schlachten. Die Priester, die Nachkommen Aarons, sprengen das Blut ringsum an den Altar.
3 Zum Anteil, der mir als Opfer dargebracht wird, gehört alles Fett an und über den Eingeweiden,
4 die beiden Nieren mit dem Fett, das sie bedeckt, sowie der Fettlappen an der Leber.
5 Die Priester sollen es zum Altar bringen und auf das Brandopfer ins Feuer legen. Dies ist ein wohlriechendes Opfer, das mir, dem Herrn, gefällt.

Ein Friedensopfer wird auf das Brandopfer gelegt. Es hängt also sehr stark mit diesem zusammen. In Kapitel 7 heißt es, dass alle Beteiligten etwas von diesem Opfer bekamen. Das Fett und die Eingeweide gingen an Gott. Und das Bruststück und die rechte hintere Keule bekamen die Priester. Und jeder der rein war, durfte von dem restlichen Fleisch essen.

Beim Brandopfer war es eine persönliche Sache zwischen Dir und Gott und beim Friedensopfer ging es darum in Gemeinschaft Gott zu feiern. Die Voraussetzung sich gemeinsam mit anderen Menschen über Jesus zu freuen und seine Gemeinschaft zu feiern, ist die eigene Beziehung zu Gott.

Dinge zu genießen macht zusammen wesentlich mehr Spaß. Alleine zu essen sättigt auch, aber so richtige Feierlaune kommt erst auf, wenn mehr Menschen dabei sind, die das genauso wertschätzen.

3. Mose 2

1 »Wenn jemand mir, dem Herrn, ein Speiseopfer darbringen will, dann soll er feines Weizenmehl nehmen, Olivenöl darübergießen und auch etwas Weihrauch bereithalten.
2 Er bringt es den Priestern, den Nachkommen Aarons. Einer von ihnen nimmt eine Handvoll Mehl und Öl sowie den ganzen Weihrauch. Dieser Teil gehört mir, und der Priester verbrennt ihn zu meinem Gedenken auf dem Altar. Solch ein wohlriechendes Opfer gefällt mir, dem Herrn, gut.
3 Das restliche Mehl und Öl steht Aaron und seinen Nachkommen zu, die den Priesterdienst versehen. Auch ihr Anteil ist besonders heilig, denn er gehört zum Opfer, das mir dargebracht wurde.
4 Will jemand ein Speiseopfer darbringen, das im Ofen gebacken wird, dann soll es aus feinem Weizenmehl zubereitet sein: mit Olivenöl gebackene Kuchen oder mit Olivenöl bestrichenes Fladenbrot. Dabei dürft ihr keinen Sauerteig verwenden.

3. Mose 2, Verse 1-4

Das Speiseopfer bestand aus feinem Weizenmehl, Olivenöl und Weihrauch. Wie das Brandopfer deutet auch das Speiseopfer auf Jesus Christus. Er wurde auch zermahlen und zermürbt. Und trotzdem blieb er ohne Sauerteig. Vollkommen in dem was Er tat und auch was er war, ist und immer bleibt. Die Vorstellung, dass ein Mensch auf der Erde leben kann ohne irgendeinen Fehler, ist völlig absurd. Im Denken, im Handeln vollkommen zu sein ist doch unmenschlich. Es braucht Gott, der in seinem ganzen Sein vollkommen ist. Nur Gott selber kann seinem Anspruch genügen und in Jesus ist Er das perfekte Opfer geworden.

Interessant finde ich, dass auch das Mehl und Öl, das die Priester bekamen und das nicht auf dem Altar geopfert wurde, trotzdem heilig ist, weil es zum Opfer dazugehört. Auch die Dinge, die wir nicht so offensichtlich für Gott geben oder tun, können und sollten zum Opfer dazu gehören. Im Endeffekt ist unser Leben seit der Bekehrung ein einziges Speiseopfer. Der Sauerteig (die Sünde) in uns vermiest es zwar immer wieder und hier kommt wieder Jesus Christus, das perfekte Opfer zum Tragen. Er ist nicht nur für uns gestorben. Er hat auch für uns gelebt. Gott sieht uns so an, als wären wir ebenfalls wie Jesus ohne Sünde. Er sieht uns durch ihn an.

Den Sauerteig, die Sünde haben wir in uns. Aber Gott sieht uns so an, als wäre es nicht so. Wir versuchen nicht, den Sauerteig zu unterdrücken und nicht zur Geltung kommen zu lassen, um Gottes Anspruch zu genügen. Sondern Jesus genügt bereits vollkommen Gottes Ansprüchen und das rechnet Gott uns an. Die Sünde zu vermeiden ist nicht das Ziel, sondern das perfekte Opfer wertzuschätzen. Zu verstehen, dass ich durch Jesus bereits als vollkommen angesehen werde. Die Wertschätzung für Jesu Opfer ist die Basis, um ihm nachzueifern und es so gut wie möglich nachzumachen. Wir strengen uns nicht mehr an, um etwas zu schaffen. Weil alles, was zu schaffen war, Jesus bereits erledigt hat. Wir strengen uns an, weil wir ihn lieben und ihm gefallen wollen.

Wie das Öl unbedingt zum Speiseopfer gehört, brauchen wir den Heiligen Geist, der in uns wirkt und auch immer wieder daran erinnert, warum wir tun, was wir tun und welchen Sinn unser Leben hat.

3. Mose 1

1 Der Herr rief Mose zum heiligen Zelt und sprach dort mit ihm.
2 Er befahl ihm, den Israeliten diese Botschaft auszurichten: »Wenn jemand von euch mir, dem Herrn, ein Opfer darbringen will, dann soll er dafür ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege aussuchen.
3 Wählt er ein Rind für ein Brandopfer, muss er ein männliches, fehlerloses Tier nehmen, damit mir seine Gabe gefällt. Er soll es zum Eingang des heiligen Zeltes bringen
4 und dort seine Hand auf den Kopf des Tieres legen. Dann werde ich seine Gabe annehmen und ihm seine Schuld vergeben.
5 Vor meinem Heiligtum muss er das Rind schlachten. Die Priester, die Nachkommen Aarons, sollen das Blut auffangen und ringsum an den Altar sprengen, der am Eingang zum heiligen Zelt steht.
6 Der Israelit, der das Tier gebracht hat, zieht ihm dann das Fell ab und zerlegt es.
7 Die Priester zünden auf dem Altar ein Feuer an und schichten Holz darüber.
8 Dann legen sie die Fleischstücke, den Kopf und das Fett des Tieres auf den brennenden Holzstoß.
9 Die Eingeweide und die Unterschenkel muss der Opfernde vorher mit Wasser abwaschen, und der Priester verbrennt das ganze Tier auf dem Altar. Mit solch einem wohlriechenden Opfer erfreut ihr mich, den Herrn.

3. Mose 1, Verse 1-9

Zwischen 4 verschiedenen Arten von Opfern wurde unterschieden. Sündopfer, Speisofer, Friedensopfer und hier im 1. Kapitel beschrieben das Brandopfer. Interessant ist, dass Gott hier mit dem Brandopfer beginnt, obwohl das Sündopfer für uns Menschen am Wichtigsten ist. Eigentlich baut doch alles auf das Sündopfer auf. Ohne Sühne ist Gemeinschaft mit Gott überhaupt nicht möglich. Das ist und bleibt die Grundlage. Daher ist das Sündopfer auch keine Option, sondern absolute Voraussetzung.

Aber das Brandopfer war freiwillig. Hier wird der Mensch aktiv. Das Brandopfer war der Ausdruck seiner Sehnsucht nach Gott. Mit einem solch wohlriechenden Opfer erfreut ihr mich, den Herrn. Alle Opfer weisen auf Jesus Christus hin. Und je mehr Du verstehst, was Gott mit dem perfekten Opfer beabsichtigt hat, desto größer wird der Platz für Brandopfer in deinem Leben. Wenn Du Gemeinschaft mit Gott haben willst, dann bedeutet es sich Zeit zu nehmen für ihn. Außerdem opferst Du Zeit und Energie.

Du machst Dich eins mit der Gabe, wie die Israeliten damals mit dem Handauflegen auf den Kopf des Rindes. Auch musste das Tier fehlerlos sein. Du bringst zwar freiwillig ein Opfer, aber immer nach Gottes Regeln. Der König bestimmt, was ihm gefällt und als Untertane kommst Du nur mit Gaben, die seiner würdig sind. Je mehr wir verstehen, dass wir nicht nur Untertanen sind, sondern auch seine Kinder, haben wir eine ganz andere Qualität der Beziehung.

In Vers 4 heißt es: Dann werde ich seine Gabe annehmen und ihm seine Schuld vergeben. Gott sehnt sich danach, dass der Mensch sich nach ihm sehnt. Gott feiert es, wenn sein perfekter Plan für Dich aufgeht und Du seine Liebe erwiderst, indem Du seine Nähe suchst. Das nimmt er gerne an und vergibt Dir deine Schuld. Als ob Sündenvergebung so nebenbei geschieht. Hier geht es nicht ums Sündopfer, aber im Prinzip ist es so, dass wir ständig etwas tun, was Vergebung benötigt.

Du suchst seine Nähe, Gott freut sich darüber und vergibt Dir. Wenn Du zu Gott kommst mit einem Brandopfer, dann weil Du seine Nähe suchst. Es geht Dir nicht in erster Linie um Sündenvergebung, sondern um das, was dadurch möglich geworden ist. Aus meiner Sicht hatten die Menschen, die damals die meisten Brandopfer brachten, das beste Verständnis von Gott. Das Wichtigste für Gott ist nicht, wie wird das Sündenproblem gelöst. Darum hat er sich vollständig gekümmert. Das Wichtigste ist, wie gut sein Plan aufgeht und ob Du und ich seine Lösung jubelnd annehmen. Wie sehr können wir die Sünde Gott überlassen? Wie stark feiern wir seine Nähe? Wie sehr bestimmt Gottes Gnade mein und Dein Leben? Wo liegt Dein Fokus: Beschwerst Du dich über das Problem, oder feierst Du die absolut geniale Lösung?

Der Sinn des Lebens ist nicht Sündenbewältigung. Der Sinn des Lebens ist und bleibt das Leben selbst. Und das führt uns zu Gott, der das Leben ist. Also feiern wir Gott und die Gemeinschaft mit ihm. Dafür, dass er gut ist und wir immer mehr Details dazu lernen, was seine perfekte Lösung für uns bedeutet.

2. Mose 40

Alle Komponenten für das Zelt sind fertig. Alles ist bereit und Gott gibt das „Go“. Ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten stellt Mose das Zelt auf und weiht alles so ein, wie Gott es ihm sagt.

34-35 Da kam die Wolke auf das heilige Zelt herab, und der Herr in seiner Herrlichkeit erfüllte das Heiligtum, so dass Mose nicht hineingehen konnte.
36 Immer wenn sich die Wolke von Gottes heiliger Wohnung erhob, brachen die Israeliten auf.
37 Erhob sie sich nicht, blieben die Israeliten, wo sie waren, bis die Wolke weiterzog.
38 Tagsüber stand die Wolke über dem heiligen Zelt, und nachts leuchtete sie vor den Augen aller Israeliten wie Feuer. So blieb es während der ganzen Zeit, in der das Volk Israel umherzog.

2. Mose 40, Verse 34-38

Mose konnte nicht ins Heiligtum gehen, weil Gottes Herrlichkeit sie erfüllte. Ich muss da an die Begegnung Gottes auf dem Berg Sinai denken. Und wo Mose Gottes Gesicht nicht sehen durfte, weil er sonst sterben würde.

20 Mose legte die Gesetzestafeln in die Bundeslade, steckte die Tragstangen durch die Ringe und legte die Deckplatte darauf.
21-22 Er ließ die Bundeslade ins Zelt bringen und hängte den Vorhang davor, wie der Herr es angeordnet hatte. An die Nordseite des Zeltes, vor den Vorhang, der die Bundeslade verdeckte, stellte man den Tisch.

2. Mose 40, Verse 20-22

Der Vorhang trennte. Er war nötig zum Schutz. Gottes Nähe ist gefährlich, wenn Sünde nicht gesühnt ist. Wenn Du dein eigener Gott sein willst, dann ist Gottes Nähe extrem gefährlich. Selbst Mose, der als das Vorbild für Demut gilt, bekommt hier wieder eine Grenze aufgezeigt.

Der Vorhang erinnert mich an den Vorhang im Tempel, der beim Tod Jesu zerriss. Wo Gott sagt: Das brauchen wir nicht mehr. Alle Schulden sind bezahlt. Die Wolke und die Feuersäule, die das Volk Israel über Jahrzehnte begleitete, ist heute nicht mehr einfach mitten im Land oder in der Stadt. Gott lebt als Heiliger Geist in Jedem, der ihm glaubt. Was für ein Privileg, in dieser Zeit zu leben, wo Gott uns näher ist, als wir es oft begreifen.

Gott büßt nichts an seiner Gefährlichkeit und Stärke ein. Nichts von seiner Herrlichkeit ist verloren gegangen. Er ist immer noch der Selbe. Deswegen spaltet er die Gesellschaft so stark. Menschen, die die Vergebung annehmen, feiern ihn. Menschen, die das ablehnen und ihr eigener Gott sein wollen, bekommen Angst. Deswegen wollen sie so weit wie möglich weg von Gott. Wenn der echte Gott Dich seine Nähe spüren lässt, dann wird klar was Fake ist. Alle Möchtegern-Götter sind dann ziemlich schnell ziemlich leise.

Ich bin gespannt, wie lange Gott sich das noch anschaut. Die Menschen haben große Teile der Natur zerstört. Aktuell sind sie dabei an der Krone der Schöpfung rumzupfuschen. Eingriffe in die DNA. Medizinexperimente. Der Mensch entfernt sich immer weiter von dem, wie Gott ihn geschaffen hat und auch wozu Gott ihn erschaffen hat. Wenn Du nicht allwissend und allmächtig wie Gott bist, ist es extrem gefährlich und fahrlässig so zu tun als ob. Missbrauch ist dann vorprogrammiert.

Gottes Herrlichkeit erfüllte damals das Heiligtum. Heute dürfen wir feiern, dass seine Herrlichkeit uns erfüllt und wir damit den Zweck unseres Lebens erfüllen.

2. Mose 39

27 Als Nächstes webten die Kunsthandwerker die Leinengewänder für Aaron und seine Söhne,
28 dazu die leinenen Turbane und Hosen
29 und den bunten Gürtel aus feinem Leinen, violetter, purpurroter und karmesinroter Wolle. Alles war so, wie der Herr es Mose befohlen hatte.
30 Dann fertigten sie ein kleines Schild aus reinem Gold an, das heilige Diadem. Auf dieselbe Art, wie man ein Siegel herstellt, gravierten sie darauf die Worte ein: »Dem Herrn geweiht«.
31 Sie befestigten es mit einer Schnur aus violettem Purpur vorne an Aarons Turban, wie der Herr es angeordnet hatte.

2. Mose 39, Verse 27-31

Gott hatte Mose genaue Anweisungen gegeben, wie alles auszusehen hatte, von dem kompletten Zelt bis zur Priesterkleidung. Unter der Leitung des Heiligen Geistes führt Bezalel auch alles so aus. Genauso finden wir in der Bibel Anweisungen für unser Leben. Sie sind ziemlich detailliert, aber wenn wir etwas weiter in die Tiefe gehen und zur Ausführung kommen, dann sehen wir wie viel Spielraum es noch gibt.

Menschen, die Gott noch nicht kennengelernt haben, fühlen sich sehr schnell eingeengt und empfinden das als Bevormundung. Aber im Endeffekt ist es nur der Rahmen, in dem echtes erfüllendes Leben möglich ist. Aaron bekommt hier das Siegel „Dem Herrn geweiht“.

Das ultimative Ziel, das Gott mit jedem Menschen hat. Er hat die Menschen für sich geschaffen. Er hat mich und auch Dich für sich geschaffen. Wenn wir es genau nehmen, haben wir absolut kein Plan vom Leben. Erst mit dem Kennenlernen von Gott und seiner Liebe zu uns, bekommen wir eine Ahnung davon.

Also ist das, was wir Leben nennen, hier nur die Möglichkeit Gott (das echte Leben) kennenzulernen und uns dann dafür zu entscheiden. Alles was wir hier erleben, führt uns zu dieser einen Erkenntnis bzw. vertieft sie oder lenkt uns davon ab.

Das Siegel auf Aarons Turban erinnert mich an Offenbarung:

4 Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen.

Offenbarung 22, Vers 4

Mit anderen Worten: Wir werden endlich leben. Nichts kann uns mehr aus dem perfekten Rahmen zerren, weil es einfach nichts anderes mehr gibt. Weder der Teufel, noch der „alte Adam“. Das Leben selbst setzt die Rahmenbedingungen fest und wird sich in jeder Hinsicht durchsetzen. Das, wonach sich jeder Mensch im tiefsten Innern sehnt, wird endlich Wirklichkeit. Ultimative Freiheit, ultimative Sicherheit und ultimative Herrlichkeit. Einfach Leben.

2. Mose 38

8 Bezalel fertigte auch das Wasserbecken mit seinem Gestell aus Bronze an. Dazu verwendete er die Bronze aus den Spiegeln der Frauen, die am Eingang des heiligen Zeltes ihren Dienst taten.

2. Mose 38, Vers 8

Sehr interessant finde ich die Erwähnung woher die Bronze für das Waschbecken kam. Nämlich aus den Spiegeln der Frauen. Ja, das waren damals andere Spiegel, aber die Funktion war die gleiche. Menschen schauten sich darin an, in diesem Fall die Frauen und sie konnten sich zurecht machen.

Aber sie gaben das auf, damit Bezalel das Waschbecken bauen konnte. Das Waschbecken ist ein Schattenbild auf das Wort Gottes und auf seine reinigende Wirkung. Deswegen ist das Bild ziemlich passend. Du gibst die Meinung, die Du über dich selbst hast auf, ebenso auch die Vorstellung, die dein Umfeld über dich hat. Um dann zu schauen, wie Gott dich sieht und wie Gott dich zurecht macht.

24 Das Gold aus den freiwilligen Opfergaben, das zur Arbeit am Heiligtum verwendet wurde, wog etwa 1000 Kilogramm, nach dem Gewicht, das im Heiligtum gilt.
25 Das verarbeitete Silber stammte aus der Abgabe, die jeder gemusterte Israelit zu entrichten hatte. Es wog rund 3520 Kilogramm, nach dem Gewicht, das im Heiligtum gilt.
26 Alle wehrfähigen Männer, die 20 Jahre und älter waren, mussten ein halbes Silberstück geben; insgesamt waren es 603.550 Männer.
27 Aus dem Silber wurden 100 Sockel für die Wandplatten und für die Pfosten des heiligen Zeltes gegossen, an denen die Vorhänge befestigt wurden; jeder Sockel wog 35 Kilogramm.
28 Aus den restlichen 20 Kilogramm Silber wurden die Haken und Stangen für die Vorhangpfosten des Vorhofs gegossen und die oberen Enden der Pfosten versilbert.
29 Die Bronze, die durch die freiwilligen Gaben zusammenkam, wog etwa 2500 Kilogramm.
30 Daraus ließ Bezalel die Sockel für den Eingang des heiligen Zeltes herstellen, den Brandopferaltar mit seinem Gitterrahmen und den dazugehörigen Gefäßen und Werkzeugen,
31 die Sockel für die Abgrenzung des Vorhofs, die Sockel für den Eingang zum Vorhof sowie alle Pflöcke für das heilige Zelt und für die Vorhänge des Vorhofs.

2. Mose 38, Verse 24-31

Jeder gibt freiwillig, das was er geben möchte. Nur das Silber war eine Pflichtabgabe. Das musste definitiv sein. Krass, dass genau aus dem Silber die Sockel und Füße des Heiligen Zeltes gegossen wurde. Das Fundament ist für alle gleich. Jesus Christus und sein Erlösungswerk ist die absolute Basis, auf der jeder Gläubige sein Leben baut. Was Du dann darauf baust, also auf die Gnade unseres uns unfassbar liebenden Gottes, das wird ebenso gezählt, aber das ist freiwillig.

Nichts, was wir zur Ehre Gottes tun, wird vergessen. Alles wird notiert und in ewigen Lohn umgewandelt. Ich kann kein Geld mehr ausgeben, wenn ich tot bin. Ich hab keine Zeit mehr, etwas zu tun, wenn ich tot bin. Da sprechen wir tatsächlich von Energie- und Antriebslosigkeit.

Aber Jesus schafft mit sich als Fundament, die Basis für mich und dich, damit wir unsere Ressourcen in langfristige Anlagen investieren können. Gott hebt hier langfristige Investitionen auf ein neues Level. Ich darf mich jetzt entscheiden, wie viel ich investieren will? Und jeden Tag entscheide ich neu? Das ist eine ziemlich abgefahrene Investitionsmöglichkeit, die Du nutzen kannst, sobald Du dich für Gott entschieden hast.

2. Mose 37

4 Außerdem fertigte er Tragstangen aus Akazienholz an und überzog sie mit reinem Gold.
5 Sie wurden durch die Ringe an den Längsseiten des Kastens gesteckt, damit man ihn daran tragen konnte.

2. Mose 37, Verse 4-5

14 Er befestigte sie dicht unter der Goldumrandung. Die Ringe sollten die Stangen halten, mit denen man den Tisch trug.

2. Mose 37, Vers 14

Die Geräte und Gegenstände und selbst die Stiftshütte musste transportabel bleiben. Ständig wurde alles auf- und auch wieder abgebaut. Die Bundeslade wurde mit Ringen versehen, ebenfalls der Tisch, damit sie mithilfe der Tragstangen gut transportiert werden konnten.

Genauso dürfen auch wir beweglich bleiben. Gott geht es darum, bei den Menschen zu wohnen. Erst in der Stiftshütte, dann im Tempel und jetzt in jedem Gläubigen. Wir sind hier nur auf Durchreise und beim Durchreisen dürfen andere Menschen Gott durch uns begegnen. Die Stiftshütte wird auch „Zelt der Begegnung“ genannt. Und genau das dürfen wir hier sein, während wir auf dem Weg nach Hause sind.

Es gibt genügend Predigten, dass wir es uns als Christen hier zu gemütlich machen und dass wir nicht so sehr Wert auf Komfort legen sollten und doch viel lieber das und jenes tun sollten…

Ich glaube, hin und wieder aufgeweckt zu werden ist super. Die Frage ist, wodurch werde ich aufgeweckt? Was habe ich vergessen, woran ich unbedingt wieder erinnert werden sollte?

Zielt das Aufrütteln darauf ab, eine bessere Performance zu erzielen? Mehr „hustlen“, sich mehr anstrengen, eine Schippe drauf legen? Wenn die Predigt gut gemacht ist, dann haben wir wieder für die ganzen nächsten 3 Tage Motivation.

Ich glaube, wir müssen viel öfter an die Wahrheit erinnert werden. Das verinnerlichen, was uns geschenkt wurde, wer wir sind und wofür wir leben. Immer wieder die biblischen Wahrheiten lesen, hören und darüber nachdenken. Unser Lebensstil passt sich dem an, was wir wirklich glauben. Bis ich Gott so sehr glaube, dass mein Lebensstil nicht mehr besser werden kann. Und an dem Satz merke ich, wie viel Unglauben und Nicht-Vertrauen noch in mir steckt. Da ist noch sehr viel Glaubenspotential, welches wir Stück für Stück heben dürfen. Durch Verinnerlichen und Übertragen der Wahrheit in die Praxis.

Die Tragestangen erinnern uns daran, dass wir auf einer Reise sind und das wir ein Ziel haben. Schauen wir uns die beschwerliche Reise an, brauchen wir ständig Motivationsreden. Schauen wir uns das grandioseste Ziel an, wo Jesus selbst dafür sorgt, dass du es erreichst, dann bestimmt Inspiration die Tagesordnung. Wir versuchen nicht mit Müh und Not zum Ziel zu kommen, sondern auf dem Weg dahin Gott so zu feiern, dass sich viele Menschen uns begeisternd anschließen.

2. Mose 36

2 Mose rief Bezalel, Oholiab und alle anderen Kunsthandwerker zu sich, denen Gott Weisheit und Geschick gegeben hatte. Sie waren bereit, ans Werk zu gehen,
3 und nahmen von Mose entgegen, was das Volk für den Bau des Heiligtums herbeigebracht hatte. Morgen für Morgen kamen die Israeliten mit weiteren freiwilligen Gaben.
4 Da ließen die Kunsthandwerker, die das Heiligtum errichten sollten, ihre Arbeit liegen,
5 gingen zu Mose und sagten: »Die Leute bringen zu viel! Wir haben mehr als genug Material für die Arbeit, die der Herr uns aufgetragen hat.«
6 Mose ließ im ganzen Lager ausrufen: »Ihr Männer und Frauen, ihr braucht nichts mehr für den Bau des Heiligtums herzubringen!« Da brachten die Israeliten keine weiteren Gaben.
7 Denn es war bereits mehr als genug Material für die Arbeiten vorhanden, die getan werden mussten.

2. Mose 36, Verse 2-7

Das ganze Volk ist an der Stiftshütte beteiligt. Einigen Kunsthandwerkern gab Gott speziell für diese Arbeit Weisheit und Geschick. Aber auch das ganze Volk hatte diese Wohnung, wo Gott ihnen begegnen wollte, zur absoluten Priorität gemacht. So kann ich es zumindest aus diesen Versen rauslesen. Da kam immer noch mehr. Immer weitere Gaben. Und das freiwillig.

Die Künstler mussten Pause machen, um ein Stopp der Lieferungen einzuleiten. Die Israeliten schafften alles herbei, damit die Wohnung und alles was dazu gehört, gebaut werden konnte. Und sie hörten damit nicht auf, bis Mose ausrufen ließ: „Es reicht!“

Höchstwahrscheinlich lässt sich das nicht 1 zu 1 auf unser Leben übertragen. Aber hier sind ein paar Gedanken, die ich teilen möchte. Mit der Bekehrung sind wir ja bereits zu Gottes Wohnung geworden. Aber solange wir noch auf dieser Erde leben, werden wir nicht komplett fertig.

Das Baumaterial möchte ich mit Gottes Wort vergleichen. Und deswegen ruft Mose bei uns keinen endgültigen Stopp aus, so wie bei den Israeliten. Wir brauchen immer wieder Lieferungen, aber es kommt zu kurzen Stopps. Da hörst du auf zu lesen, weil Du so viel Material hast, das Du erstmal verarbeiten musst, bevor es weitergeht.

Materialien lassen sich auch stapeln und in Lagerhallen auftürmen, aber Gott will daraus ein Kunstwerk machen. Deswegen die Verarbeitung. Und so kunstvoll und mit vielen Details die Handwerker webten, nähten, schmiedeten und alles mit Gold überzogen, so arbeitet Gott an Dir und mir. Je mehr wir erkennen, dass Gott ein Kunstwerk aus uns macht, desto mehr dürfen wir ihm vertrauen und das Leben als Prozess sehen auf dem Weg in die „Hall of Fame“.

2. Mose 35

1 Mose versammelte die ganze Gemeinschaft der Israeliten und sagte zu ihnen: »Hört auf das, was der Herr sagt! Denn er hat uns befohlen:
2 Sechs Tage sollt ihr eure Arbeit verrichten, aber den siebten Tag sollt ihr als einen heiligen Tag achten. Er ist der Sabbat, der Ruhetag, der allein dem Herrn geweiht ist. Wer am Sabbat arbeitet, muss sterben!
3 An diesem Tag dürft ihr noch nicht einmal ein Feuer anzünden, wo auch immer ihr lebt!«

2. Mose 35, Verse 1-3

Wenn wir ehrlich sind gehört Gott doch alles. Er hat alles geschaffen und Er ist die absolute Grundlage von allem. Jesus erklärt es später nochmal genauer, weil die Menschen damals aus dem Ruhetag einen Tag der Verbote gemacht haben. Es wurde zur Anstrengung gemacht sich nicht anzustrengen. Aber der Sabbat wurde für den Menschen eingeführt und nicht umgekehrt.

Als Christen sind alle Tage dem Herrn geweiht. Aber Gott ist es völlig klar, dass wir Dinge zu erledigen haben. Irgendetwas fällt immer an und Gott sagt dazu: Arbeitet an 6 Tagen. Einen Tag nimmt euch aber raus aus dem Ganzen. Es ist nur ein Tag. An diesem denkt ihr hauptsächlich an mich. Da beschäftigt ihr euch mit dem, was ich zu sagen habe. Und in erster Linie gehört dazu, dass ihr euch entspannen sollt. Einfach ausruhen.

Der Sabbat wird auch oft mit dem Tausendjährigen Reich verglichen. Und ich finde das Bild richtig genial. Die 6 Tage (ca. 6000 Jahre sind bisher vergangen) hier auf der Erde sind von Arbeit, von Mühe und Anstrengung geprägt. Am Sabbat löst Gott alle vorherigen Weltreiche ab (für 1000 Jahre) und zeigt, wie es ist, wenn Er regiert. Dieser krasse Vergleich zwischen den letzten Jahren, in denen der Teufel regiert. Da wo alles in katastrophaler Zerstörung endet und das Friedensreich, wo es dann tatsächliche Ruhe gibt.

Von den Zeiten her würde es extrem gut passen, wenn Jesus sein Reich bald aufrichtet. Auch die politische Lage und das Bemühen die Menschen noch mehr zu manipulieren und zu kontrollieren passen super ins Bild von den 6 mühvollen Tagen. Alles deutet daraufhin, dass wir bald den perfekten Sabbat feiern. Bis dahin freuen wir uns, dass Gott sich auch um uns kümmert, obwohl die ganze Welt am Rad dreht. Und feiern jetzt schon einen Tag in der Woche, wo es im Besonderen um Gott geht, der ja unsere absolute Grundlage ist.