Archiv des Autors: Tobi

5. Mose 3

21 Zu Josua sagte ich damals: »Du hast mit eigenen Augen gesehen, wie der Herr, euer Gott, die beiden Könige Sihon und Og vernichtet hat. Dasselbe wird mit allen Königreichen geschehen, in die ihr kommt.
22 Habt keine Angst! Der Herr, euer Gott, kämpft für euch!«

5. Mose 3, Verse 21-22

Der Herr, euer Gott, kämpft für euch. Der Allmächtige kämpft für Dich. Dann muss es doch ein Spaziergang werden. Ja und nein. Wir müssen schon auch kämpfen. Aber wir wissen, dass das Ergebnis schon feststeht. Wir kämpfen mit der Sicherheit, dass wir schon gewonnen haben.

23 In dieser Zeit flehte ich den Herrn an:
24 »Herr, mein Gott, dem ich diene! Du hast gerade erst begonnen, mir deine Größe und Macht zu zeigen! Wo ist ein Gott im Himmel oder auf der Erde, der solche Werke vollbringen kann und der mit so starker Hand eingreift wie du?
25 Ich bitte dich: Lass mich mit hinübergehen und das gute Land jenseits des Jordan sehen, das schöne Bergland und den Libanon.«
26 Aber der Herr war euretwegen zornig auf mich und erfüllte meine Bitte nicht. Er sagte zu mir: »Genug damit! Ich will von dieser Sache nichts mehr hören!
27 Steig auf den Gipfel des Berges Pisga und schau dich nach allen Seiten um! Sieh dir das Land von dort oben aus an! Aber den Jordan wirst du nicht überschreiten.
28 Josua wird die Israeliten hinüberbringen und das Land unter ihnen aufteilen. Sag ihm, was er tun soll, stärke und ermutige ihn!«

5. Mose 3, Verse 23-28

Mose will so gerne ins verheißene Land und sich alles aus nächster Nähe ansehen. Ich bin mir sicher, dass er sein Anliegen öfter vor Gott brachte. Je näher sie dem Jordan kamen, desto eindringlicher wurde höchstwahrscheinlich auch Moses Gebet. Ich denke wir können auch das von Mose lernen: Dran zu bleiben und sich nach dem ausstrecken, was Gott verheißen hat.

Manchmal verbauen wir uns aber selber den Weg und Ungehorsam hindert uns daran manchen Segen nicht zu empfangen. So war es selbst bei Mose, dem demütigsten Menschen auf der Erde. Mose darf auf den Gipfel des Berges Pisga und von dort das Land betrachten.

Aber die Grenze zieht Gott beim Jordan. Du wirst da nicht rüber kommen. Deine Zeit läuft ab. Josua wird das weiterführen, was Du begonnen hast. Es wird Zeit, dass Du nach Hause kommst. Mose sieht seinem Ende entgegen, seinem Ende auf dieser Erde und gleichzeitig dem Start seines ewigen Lebens bei Gott.

Für seine letzten Tage bekommt er noch einen Auftrag: Ermutigung. Josua wird bald übernehmen und darauf darf Mose ihn vorbereiten. Und die beste Vorbereitung ist, so wie für Josua damals auch heute für Dich und mich: Zu verstehen, wer eigentlich Gott ist und dass Er für mich kämpft.

5. Mose 2

1 Wir machten kehrt und zogen wieder in die Wüste in Richtung Rotes Meer, wie der Herr es mir befohlen hatte. Lange Zeit wanderten wir in der Gegend des Gebirges Seïr umher.
2 Schließlich sprach der Herr zu mir:
3 »Ihr seid nun lange genug hier umhergezogen. Geht jetzt nach Norden,
4 und durchquert das Gebirge Seïr, das Gebiet der Edomiter! Sie sind euer Brudervolk, weil sie von Esau abstammen. Sie haben zwar Angst vor euch,
5 aber hütet euch davor, gegen sie Krieg zu führen! Ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben, denn das Gebirge Seïr gehört ihnen. Sie haben es von mir bekommen.
6 Wenn ihr von ihnen etwas zu essen und zu trinken wollt, dann nehmt es euch nicht, ohne dafür zu bezahlen!«

5. Mose 2, Verse 1-6

Gott ist König. Von außen betrachtet vertreiben sich die Völker gegenseitig. Fakt ist: Gott verteilt das Land. Und er kann auch umverteilen. Die Edomiter waren die Nachkommen Esaus, das Brudervolk von Israel. Israel bekommt die klare Anweisung, ihre Rechnungen in dem Land zu bezahlen und friedlich durchzureisen.

Aber zwischen dem verheißenen Land und den Israeliten liegen noch mehr Gebiete dazwischen. Eins davon steht unter der Herrschaft von König Sihon.

26 Da sandte ich von der Wüste Kedemot aus Boten zu König Sihon nach Heschbon. Sie sollten ihn freundlich bitten,
27 uns durch sein Land ziehen zu lassen. Wir versprachen ihm: »Wir werden immer auf der Straße bleiben und sie nirgends verlassen.
28 Was wir von euch zu essen und zu trinken bekommen, werden wir bezahlen. Wir wollen nur euer Land durchqueren,
29 so wie wir es bei den Edomitern im Gebirge Seïr und bei den Moabitern im Land Ar durften. Wir möchten auf die andere Seite des Jordan. Dort liegt das Land, das der Herr, unser Gott, uns schenken will.«

5. Mose 2, Verse 26-29

Er bekommt das gleiche Angebot, wie die Edomiter und Moabiter, obwohl Gott sagte, sie sollen angreifen und das Land erobern. Das ist der Vorteil, wenn Gott auf Deiner Seite ist, er weiß genau was passiert. Für uns liegt es in der Zukunft, für Gott ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einfach ein Konzept. Wir Menschen brauchen die Zeit, um uns bewegen zu können. Gott ist mächtiger als die Zeit.

30 Aber König Sihon von Heschbon weigerte sich, uns durchzulassen. Der Herr, euer Gott, ließ ihn hart und unnachgiebig bleiben, denn er wollte ihn in unsere Gewalt geben. So geschah es dann auch.
31 Der Herr sprach zu mir: »Heute beginne ich damit, euch Sihon und sein Land auszuliefern. Zieht los, erobert sein Gebiet und nehmt es in Besitz!«
32 Sihon kam uns mit seinem ganzen Heer entgegen, um bei Jahaz mit uns zu kämpfen.
33 Aber der Herr ließ uns siegen. Wir töteten Sihon, seine Söhne und seine Soldaten.
34 Damals eroberten wir alle seine Städte und vollstreckten an ihnen Gottes Urteil. Wir töteten die ganze Bevölkerung, Männer, Frauen und Kinder, niemanden ließen wir am Leben.
35 Als Beute behielten wir nur das Vieh und alles Wertvolle aus den Städten.

5. Mose 2, Verse 30-35

König Sihon wusste nicht, wer wirklich König ist. Niemand würde auf die Idee kommen, gegen Gott zu kämpfen, wenn er wüsste, wer Gott ist. Ok, Wahnsinnige sind auch da nicht zu stoppen. Wir lesen: Gott ließ ihn hart und unnachgiebig bleiben. Was hier nicht steht: Wie oft hatte Gott ihm die Möglichkeit gegeben ihn zu erkennen.

Heute führen wir keine Kriege mehr gegen Menschen. Heute sind es Kriege gegen Denkmuster. Wir kämpfen gegen Systeme, die mit dem Weltbild eines uns liebenden Gottes konkurrieren. Die Art und Weise zu denken, bestimmt unser Leben. Dabei haben wir die Möglichkeit unser Denken von der Wahrheit abzuleiten oder wir glauben Lügen. Bei letzterem zeigt sich das Ergebnis auf ähnliche Weise wie beim König Sihon. Da bleibt nichts mehr übrig. Das totale Scheitern.

5. Mose 1

6 Am Berg Horeb hat der Herr zu uns gesprochen. Er sagte: »Jetzt seid ihr lange genug hier gewesen.
7 Brecht eure Zelte ab und macht euch auf den Weg ins Land Kanaan: zu den Amoritern im Bergland und zu ihren Nachbarvölkern im Jordantal, in den Bergen, im Südland, im westlichen Hügelland, an der Mittelmeerküste und im Libanongebirge bis zum Euphrat!
8 Dieses ganze Land gebe ich euch. Ihr werdet sehen: Es liegt offen vor euch. Ihr braucht nur hineinzugehen und es einzunehmen. Euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob habe ich Kanaan versprochen, ihnen und ihren Nachkommen.«

5. Mose 1, Verse 6-8

Wenn Gott sagt, das war genug Vorbereitung, dann war es auch genug. Spannend finde ich, wie er die Kämpfe und Kriege beschreibt, die unmittelbar vor seinem Volk liegen. „Es liegt offen vor euch. Ihr braucht nur hineinzugehen und es einzunehmen.“

Ich hab das Bild vor Augen, wie so ein ganzes Volk in ein neues Land zieht und den Bewohnern sagt: „Ok, jetzt wohnen wir hier. Sucht auch was Neues!“ Für uns sieht es eher aus wie ein langer harter Krieg. Gott sieht einen Spaziergang. Warum geht die Wahrnehmung so krass auseinander? Weil Gott zu 100% weiß, wie einfach alles wird, wenn wir ihm komplett vertrauen. Weil Gott ganz genau weiß, dass er zu seinen Menschen, seinem Volk hält. Gottes Versprechen sind die einzigen Versicherungen, die absolut ausfallsicher sind.

Wir sehen die Dinge oft so schwierig, weil wir auf unsere Kraft und unsere Möglichkeiten schauen. Wenn ich Gott nicht im Blick habe und nicht mit seiner Power rechne, dann ist alles ein K(r)ampf. „Geht einfach rein und nehmt es ein.“ Allein für diese Aussage müssen wir Gott schon feiern. Weil dann hat Gott uns bereits vorbereitet, dass wir es tun können.

4. Mose 36

8 Wenn eine Frau Land erbt, soll sie einen Mann aus ihrem eigenen Stamm heiraten, damit ihr Grundstück im Stammesbesitz bleibt.
9 Grundstücke dürfen nicht das Eigentum eines anderen Stammes werden.«
10-11 Die Töchter Zelofhads, Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noa, taten, was der Herr zu Mose gesagt hatte. Sie heirateten ihre Vettern,
12 die ebenfalls zum Stamm Manasse gehörten. So blieb ihr Grundbesitz beim Stamm ihres Vaters.
13 Diese Gesetze und Vorschriften gab der Herr den Israeliten durch Mose, als sie in der moabitischen Steppe östlich des Jordan, gegenüber von Jericho, lagerten.

4. Mose 36, Verse 8-13

Das 4. Buch Mose endet hoffnungsvoll. Gott segnet sein Volk und sorgt dafür, dass niemand zu kurz kommt. Der Segen für jeden einzelnen Stamm soll nicht geklaut werden. Dafür sorgt Gott mit Anweisungen. Die führenden Männer der Sippe Gilead kamen zu Mose und den Stammesführern mit einer bestimmten Frage. Sie hatten über Gottes Anweisung nachgedacht und daraufhin brannte ihnen eine Frage unter den Fingernägeln. Und Gott gibt ihnen die Antwort.

Wir finden zu allen relevanten Fragen, Antworten in der Bibel. Die Frage ist: Lesen wir überhaupt so, schauen wir so genau hin, dass wir die Fragen erkennen und dann auch die passenden Antworten finden.

Diese Gesetze und Vorschriften gab der Herr den Israeliten durch Mose, als sie in der moabitischen Steppe östlich des Jordan, gegenüber von Jericho, lagerten.

4. Mose 36, Vers 13

Am Ende ist es Gottes Wort. Und sein Wort hat Power. Auch wenn Mose die Gesetze verkündet, Gott steht dahinter. Wenn wir aus Gottes Wort lesen, dann steht Gott dahinter. Die Power, die mich, Dich, die Erde, das Sonnensystem, das Universum geschaffen hat und in Gang hält, hat uns etwas zu sagen. Aus dieser Sicht betrachtet, ist es völlig logisch, dass es nichts Wichtigeres gibt, als dieses Buch zu studieren.

4. Mose 35

25 Wird der Angeklagte freigesprochen, dann sollt ihr ihn vor der Rache schützen und in die Zufluchtsstadt zurückbringen, in die er geflohen war. Dort muss er bleiben, bis der Hohepriester stirbt, der gerade im Amt ist.
26 Wenn der Totschläger aber die Stadt verlassen sollte, in die er geflohen ist, verliert er seinen Schutz.
27 Trifft der Bluträcher ihn außerhalb der Stadt an und tötet ihn, dann macht er sich nicht schuldig. 28 Denn der Totschläger soll bis zum Tod des Hohenpriesters an seinem Zufluchtsort bleiben. Erst danach kann er nach Hause zu seinem Grund und Boden zurückkehren.
29 Dieses Gesetz gilt für euch und eure Nachkommen überall, wo ihr lebt.
30 Ein Mörder muss zum Tod verurteilt werden, aber nur dann, wenn mindestens zwei Zeugen gegen ihn aussagen. Eine einzelne Zeugenaussage reicht dazu nicht aus.
31 Ein Mörder kann sich nicht freikaufen. Ihr dürft kein Geld von ihm annehmen, sondern müsst ihn auf jeden Fall töten.
32 Nehmt auch kein Geld von einem Totschläger an! Er darf sich nicht das Recht erkaufen, seine Zufluchtsstadt zu verlassen und nach Hause zurückzukehren, bevor der Hohepriester gestorben ist.
33 Ihr sollt das Land, in dem ihr lebt, nicht entweihen. Entweiht wird es, wenn jemand darin einen anderen Menschen ermordet. Es kann nur dadurch wieder rein werden, dass der Mörder selbst sein Leben lässt.
34 Euer Land soll rein sein, denn ich, der Herr, wohne mitten unter euch Israeliten!«

4. Mose 35, Verse 25-34

Hier geht’s um Mord und Totschlag. Bei Mord muss der Täter sterben. Bei einem Versehen hat er die Möglichkeit in eine Freistadt zu fliehen. Dann wird es nochmal geprüft und bei Mord wird er ausgeliefert und wenn es tatsächlich ein Versehen ist, darf er bleiben.

Aber er hat keine Möglichkeit aus dieser Stadt rauszukommen, bevor nicht der amtierende Hohepriester gestorben ist. Ansonsten riskiert er doch noch getötet zu werden, wobei den Bluträcher keine Schuld treffen würde. Niemand durfte Geld von einem Totschläger annehmen. Es gab für ihn keine andere Möglichkeit, als dass der Hohepriester starb.

Für uns gibt es auch keine andere Möglichkeit. Jesus Christus musste sterben und wenn wir das für uns annehmen, sind wir frei. Keine Tricksereien, keinen anderen Ausweg, nur Jesus.

Gott regelt so viele Dinge für sein Volk und immer wieder scheint sein Plan für die ganze Menschheit durch. Gott, der Vater sieht immer seinen eingeborenen Sohn vor sich. Ich hab den Eindruck, dass der Vater seinen Sohn mehr feiert, als wir Menschen Gott feiern. Die Möglichkeit für die Menschen frei zu sein, war und ist Gott so wichtig, dass er in seinem Sohn selber kommt und stirbt.

Gott braucht nichts um zu leben. Wir brauchen Gott um zu leben. Als Menschen profitieren wir viel mehr davon, dass Gott da ist. Als umgekehrt. Trotzdem will Gott Deine und meine Liebe zu ihm und er zahlt den krassesten Preis. Wir dürfen einfach erkennen, wie stark seine Liebe ist, wenn wir Gott in seiner Größe und Herrlichkeit betrachten und dann wie sehr er sich um jeden Einzelnen von uns bemüht.

4. Mose 34

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Erkläre den Israeliten, wie die Grenzen des Landes Kanaan verlaufen sollen, das ich ihnen geben will.
3-4 Die Südgrenze beginnt am Toten Meer und führt zunächst am Gebiet Edoms entlang. Südlich des Skorpionensteigs wendet sie sich nach Westen zur Wüste Zin. Hier verläuft sie südlich von Kadesch-Barnea nach Hazar-Addar und weiter nach Azmon.
5 Sie erreicht den ägyptischen Grenzfluss und folgt ihm bis zum Mittelmeer.
6 Die Mittelmeerküste bildet die Westgrenze.
7 Die Nordgrenze führt vom Meer zum Berg Hor,
8 kreuzt die Straße von Hamat und geht durch Zedad
9 und Sifron nach Hazar-Enan.
10 Hier beginnt die Ostgrenze. Sie verläuft über Schefam
11 nach Ribla, das im Osten von Ajin liegt. Dann führt sie an den Berghängen östlich vom See Genezareth entlang,
12 geht hinab zum Jordan und folgt ihm bis zum Toten Meer. Das ganze Land, das in diesen Grenzen liegt, soll euch gehören.«

4. Mose 34, Verse 1-12

Gott setzt die Grenzen fest. Innerhalb dieser Grenzen gibt es Überfluss und Segen. Alles was außerhalb davon liegt, willst Du gar nicht haben, weil es Dir nichts Gutes bringt. Eigentlich hatte Gott Abraham ein größeres Gebiet versprochen, aber die beiden Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse wollten sich ihr Erbe selber aussuchen. Wie viel Platz lassen wir für Gott? Wie viel Raum geben wir Ihm, um uns zu beschenken?

16 Dann sprach der Herr zu Mose:
17 »Folgende Männer sollen das Land verteilen:
der Priester Eleasar, Josua, der Sohn von Nun,
18 dazu je ein führender Mann aus jedem Stamm,
19 nämlich Kaleb, der Sohn von Jefunne aus dem Stamm Juda,
20 Schemuël, der Sohn von Ammihud aus dem Stamm Simeon,

29 Diesen Männern gab der Herr den Auftrag, das Land Kanaan unter den Israeliten aufzuteilen.

4. Mose 34, Verse 16-29

Wir können das Land heute genauso verteilen. In dem Sinne, dass wir studieren, wie wir uns für Gott und seinen Segen öffnen. Um dann selber davon zu profitieren und um dann diese Infos weiterzugeben, damit auch die Menschen in unserer Umgebung Gott feiern.

4. Mose 33

1-2 Mose hatte auf Anweisung des Herrn alle Lagerplätze der Israeliten aufgeschrieben, seit sie unter seiner und Aarons Führung von Ägypten aufgebrochen waren. An folgenden Orten hatten sie, nach Heeresverbänden geordnet, das Lager aufgeschlagen:
3 Am 15. Tag des 1. Monats, am Morgen nach der Passahfeier, zogen die Israeliten von Ramses los. Die Ägypter mussten zusehen, wie das Volk voller Zuversicht das Land verließ.
4 Der Herr hatte sein Urteil an den ägyptischen Göttern vollstreckt und die erstgeborenen Söhne der Ägypter umgebracht. Während man die Toten begrub,
5 zogen die Israeliten von Ramses nach Sukkot. Hier schlugen sie ihr erstes Lager auf.
6 Dann ging es weiter nach Etam am Rand der Wüste.

4. Mose 33, Verse 1-6

Und dann gibt es eine Aufzählung von verschiedenen Orten, wo sie sich gelagert hatten und wieder weiterzogen. Der Eindruck entsteht hier, als wäre das komplett reibungslos verlaufen. Kein Wort vom Murren, nichts deutet auf das fehlende Gottvertrauen hin. Von Sünde ist hier nicht die Rede. Wenn Gott in der Rückschau sein Volk Israel so sieht, obwohl er hart ins Gericht mit ihnen ging, sogar von Auslöschung war die Rede. Welchen Grund haben wir beim Rückblick unserer Reise mit Gott, wo wir uns an den Weg mit Ihm erinnern, an fehlendes Vertrauen, Sünde und an das Schlechte zu denken? Gott sieht uns als gerecht an. Dafür ist Jesus gestorben. Wenn wir uns erinnern, dann an Gottes Verheißungen, seine Gnade und Liebe zu uns. Daran, dass wir so gerecht vor ihm dastehen, als würde Jesus vor dem Vater stehen.

Am Ende zählt nicht, wie Du dich selber siehst, sondern wie Gott Dich sieht. Das ist die einzige Realität, die übrig bleibt. Menschen, die sein Erlösungswerk nicht angenommen haben, werden vielleicht eine gute Meinung von sich haben, aber die wird nicht zählen. Menschen, die sich Ihrer Fehler und Schwächen bewusst sind, aber Ihr Vertrauen ganz auf Jesus Christus gesetzt haben, deren Sünden werden nicht zählen. Weil sie gesühnt wurden.

Ich denke, wir dürfen lernen, uns genauso zu sehen wie Gott uns sieht. Weil alles andere ganz einfach gelogen ist. Es gibt nur eine wahre Ansicht. Und das ist die, welche Gott hat.

4. Mose 32

1 Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie das gute Weideland der Gebiete Jaser und Gilead östlich des Jordan sahen,
2 kamen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den führenden Männern des Volkes und sagten: 3-4 »Das Land, das der Herr uns erobern ließ, hat gute Weidegebiete: Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Wir können es gut gebrauchen, denn wir haben viel Vieh. 5 Wenn ihr es erlaubt, würden wir dieses Land gern in Besitz nehmen und nicht mit über den Jordan ziehen.«
6 Mose erwiderte: »Ihr wollt hierbleiben und eure Brüder allein kämpfen lassen?
7 Wenn ihr das tut, wird bald kein Israelit mehr in das Land wollen, das der Herr ihnen versprochen hat!

4. Mose 32, Verse 1-7


Die Stämme Ruben und Gad wollten nicht über den Jordan. Sie wollten das versprochene Land nicht in Besitz nehmen. Ein echt krasses Bild, was auch heutzutage oft auf uns Christen zutrifft. Es ist doch schön hier. Uns geht’s doch gut. Die Gedanken drehen sich um das, was wir hier bereits zu besitzen meinen. Segen und Wohlstand hier auf der Erde sind super, solange ich weiß, dass mich noch so viel mehr erwartet. Wenn ich mich aber nicht mehr danach ausstrecke, was Gott für mich in der Ewigkeit vorbereitet hat, dann lasse ich mich blenden und ablenken. Dann freuen wir uns nicht auf den Himmel und die Gedanken kreisen um die etwa 80 Jahre hier, nämlich dem Rauch, der eine kurze Zeit bleibt und so schnell verschwindet, wie er gekommen ist.

16 Die Männer von Ruben und Gad wandten sich erneut an Mose und sagten: »Wir wollen doch nur Zäune für unsere Herden aufstellen und einige der zerstörten Orte wieder aufbauen, in denen wir unsere Familien zurücklassen können.
17 Das wird schnell gehen. Dann werden wir Männer uns zum Kampf rüsten. Wir werden an der Spitze des Heeres in den Krieg ziehen und die Israeliten in ihr Land bringen. Aber unsere Familien möchten wir in befestigten Städten zurücklassen, die vor den Bewohnern des Landes Schutz bieten.

4. Mose 32, Verse 16-17

Am Ende hat so ein Leben auch Auswirkungen auf Dein Umfeld. Du zeigst mit Deinem Leben, worauf es Dir wirklich ankommt und das färbt auf Deine Frau/Deinen Mann ab. Deine Kinder orientieren sich nicht in erster Linie an das, was Du sagst, sondern an dem, wie Du lebst.

4. Mose 31

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Räche dich an den Midianitern für das, was sie euch Israeliten angetan haben! Danach wirst du sterben und im Tod mit deinen Vorfahren vereint.«
3 Mose rief das Volk zusammen und sagte: »Rüstet eure Truppen zum Kampf! Wir greifen die Midianiter an! Jetzt bekommen sie vom Herrn, was sie verdienen.
4 Jeder Stamm soll 1000 Soldaten bereitstellen.«
5 Da wählten die israelitischen Stämme insgesamt 12.000 Männer aus.
6 Mose sandte sie unter der Führung von Pinhas los, dem Sohn des Priesters Eleasar. Er hatte Gegenstände aus dem Heiligtum und die Signaltrompeten bei sich.
7 Wie der Herr es befohlen hatte, kämpften die Israeliten gegen die Midianiter und töteten alle Männer,
8 darunter auch die fünf midianitischen Könige Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba. Außerdem brachten sie Bileam, den Sohn von Beor, mit dem Schwert um.

4. Mose 31, Verse 1-8

Die Midianiter hatten Israel verführt, dem „Götzen Peor“ zu dienen. Auch wenn sie ihnen dafür die Freundschaft anbieten, ist das ein massiver Angriff gegen Gottes Volk und somit auch gegen Gott. Auch vermeintliche Freundschaft kann ein brutaler Angriff sein. Wenn sie dazu dient, Dich von Gott wegzubringen. Israel hat es nicht gesehen oder wollte es nicht sehen, was da passiert. Manchen scheint es sogar komplett egal gewesen zu sein.

Gott befiehlt den Israeliten aufzuräumen. In Vers 8 wird dann erwähnt, dass auch Bileam getötet wird. Übertragen auf uns heute: Wir können falsche Lehren nicht einfach so stehen lassen, wenn sie sich in der Gemeinde Platz verschaffen wollen. Dabei kämpfen nicht wir dagegen an, sondern Gott tut es, auch wenn er uns dabei gebraucht.

Menschen, die definitiv keine Christen sind, wollen vielleicht unsere Freunde sein und laden uns ein bei ihren Aktivitäten mitzumachen. Das ist erstmal nicht schlecht. Die Frage ist: Gebraucht der Teufel sie, um Dich von Gott wegzubringen oder sind sie tatsächlich an Deiner Freundschaft interessiert. Den Midianitern war klar, dass sie bei einem offensichtlichen Kampf das Nachsehen hätten und so hörten sie auf den hinterlistigen Plan Bileams.

Um die Lage richtig einzuschätzen, brauchen wir nichts mehr als die Beziehung zu unserem himmlischen Vater. Das zu schützen, ist die wichtigste Aufgabe und ich bin froh, dass selbst das nicht von mir abhängt. Gottes Gnade ist der krasseste Schutz.

4. Mose 30

2 Danach gab Mose den Oberhäuptern der Stämme Israels erneut eine Weisung vom Herrn weiter:
3 »Wenn jemand dem Herrn etwas verspricht oder sich mit einem Eid verpflichtet, auf irgendetwas zu verzichten, darf er sein Wort nicht brechen. Er muss alles tun, was er gesagt hat.
4 Gibt eine junge Frau, die noch bei ihren Eltern lebt, dem Herrn ein Versprechen
5 und ihr Vater lässt sie gewähren, so hat sie sich daran zu halten.
6 Erhebt aber ihr Vater am selben Tag, an dem er davon hört, Einwände gegen ihr Gelübde, wird es ungültig. Dann wird der Herr ihr verzeihen, dass sie es nicht einhält.
7 Wenn eine Frau sich vor ihrer Heirat durch ein Gelübde oder ein leichtfertiges Versprechen zu irgendetwas verpflichtet hat 8und ihr Mann dazu schweigt, muss sie ihr Wort halten.

4. Mose 30, Verse 2-7

Das ist ja voll die Bevormundung. Als ob die Frau weniger zu sagen hat, als der Mann. Wenn wir etwas tiefer tauchen, merken wir, dass es eigentlich Gnade ist. Israel hatte auch Versprechen abgegeben, dass sie sich an Gottes Wort halten würden. Und Gott hatte das Gelübde nicht für ungültig erklärt. Die Israeliten mussten sich an ihr Gelübde halten, schafften es aber nicht.

Jesus greift das Thema Eide, Gelübde und Schwören auf und bringt Klarheit hinein:

33 »Ihr wisst auch, dass unseren Vorfahren gesagt wurde: ›Du sollst keinen Eid brechen und alles halten, was du dem Herrn geschworen hast.‹
34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht! Schwört weder beim Himmel – denn er ist Gottes Thron –
35 noch bei der Erde – denn sie ist der Schemel, auf dem seine Füße ruhen – noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt Gottes, des großen Königs.
36 Verbürge dich auch nicht mit deinem Kopf für etwas, denn du kannst ja nicht einmal ein einziges Haar darauf weiß oder schwarz werden lassen.
37 Sag einfach ›Ja‹ oder ›Nein‹. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.«

Matthäus 5, Verse 33-37

Hey, Du kannst nichts. Du willst mit Deinem Kopf bürgen, obwohl Du nicht mal Einfluss auf ein einzelnes Haar hast. Wie oft hast Du etwas versprochen, das Du nachher doch nicht einhalten konntest? Das Einzige, das Du mit ruhigem Gewissen versprechen kannst, sind Gottes Versprechungen. Dabei erzählst Du aber nichts Neues, was Du tun wirst, sondern dabei geht’s darum, was Gott tun wird. Gott schwört doch auch nicht. Sein Wort gilt einfach. Aber er hat auch die Macht sein Wort zu erfüllen. Wenn wir etwas ankündigen, was wir machen werden, dann schwingt immer dieser Satz mit: „So Gott will und wir leben.“ Alles andere ist Selbstüberschätzung und krasser Realitätsverlust.