Archiv des Autors: Tobi

1. Mose 25

5 Abraham vermachte Isaak seinen ganzen Besitz;
6 den anderen Söhnen, die er von den Nebenfrauen hatte, gab er Geschenke und schickte sie noch zu seinen Lebzeiten in den Osten, damit sie sich nicht in Isaaks Nähe ansiedelten.

1. Mose 25, Verse 5-6

Abraham hatte die Information, dass Gott seine Verheißungen durch Isaak erfüllen würde. Und ein großes Volk braucht auch viel Platz. Ich finde es bemerkenswert wie weit in die Zukunft Abraham schon dachte. Abraham hatte den Fokus auf Gottes Verheißungen und als er mögliche Hindernisse in der Zukunft sah, wollte er sie aus dem Weg räumen. Wieso eigentlich? So oder so, wird sich Gottes Plan doch eh erfüllen. Oder nicht? Grundsätzlich ja. Die Frage ist: Stehe ich im Weg oder helfe ich den Weg frei zu machen? Bin ich das Werkzeug, womit Gott richtig gut arbeiten kann, oder eher das Werkzeug, das irgendwelche Faxen macht und mal zur Wartung muss? Fakt ist: Als Christen sind wir Gottes Werkzeuge.

Vorausschauend zu leben lohnt sich. Im gleichen Kapitel haben wir auch das Negativ-Beispiel, nämlich was ohne Weitsicht passieren kann:

29 Eines Tages – Jakob hatte gerade ein Linsengericht gekocht – kam Esau erschöpft von der Jagd nach Hause.
30 »Lass mich schnell etwas von der roten Mahlzeit da essen, ich bin ganz erschöpft!«, rief er. Darum bekam er auch den Beinamen Edom (»Roter«).
31 »Nur wenn du mir dafür das Vorrecht überlässt, das dir als dem ältesten Sohn zusteht!«, forderte Jakob.
32 »Was nützt mir mein Vorrecht als ältester Sohn, wenn ich am Verhungern bin!«, rief Esau.
33 Jakob ließ nicht locker. »Schwöre erst!«, sagte er. Esau schwor es ihm und verkaufte damit sein Recht, den größten Teil des Erbes zu bekommen, an seinen jüngeren Bruder.
34 Jakob gab ihm das Brot und die Linsensuppe. Esau schlang es hinunter, trank noch etwas und ging wieder weg. So gleichgültig war ihm sein Erstgeburtsrecht.

1. Mose 25, Verse 29-34

Wenn er das Essen wenigstens genossen hätte. Er haut sich das einfach rein und geht. In der Mittagspause mal eben die Zukunft verzockt. Naja, vielleicht lebte der einfach mehr im „Hier und Jetzt“. Nein, denn dann wäre es ihm bewusst was er da macht. Ich glaube, dass die große Mehrheit der Menschen auch heute so lebt. Unbewusst verzocken die ihre Zukunft. Das Problem beim Unbewussten ist, dass ich es gar nicht merke bzw. zu spät merke. Was setze ich heute evtl. auf’s Spiel, dessen Auswirkungen ich erst in 10 Jahren oder noch besser in 100 Jahren spüren werde?

1. Mose 24

Abraham war schon ziemlich alt und plante schon mal die Hochzeit für seinen Sohn. Er schickt seinen Hausverwalter los um eine Frau zu finden und lässt ihn sogar schwören, dass er Isaak auf keinen Fall eine Kanaanitern heiraten lässt. „Geh in meine Heimat und such in meiner Verwandtschaft eine Frau für ihn aus.“ Das sind die Worte, die der Hausverwalter hört. Und er packt ein Haufen Geschenke ein und zieht los. Er kommt dort an und macht an einem Brunnen kurz vor der Stadt eine Pause.

12 »Ach, Herr, du Gott meines Herrn Abraham«, betete er, »sei gut zu meinem Herrn und erfülle seinen Wunsch! Bitte lass doch meinen Plan gelingen!
13 Ich stehe hier am Brunnen, und gleich kommen die Mädchen aus der Stadt, um Wasser zu holen.
14 Ich werde eine von ihnen fragen, ob sie mir zu trinken gibt. Wenn sie dann antwortet: ›Natürlich, trink nur; ich will auch deinen Kamelen Wasser geben!‹, dann bin ich überzeugt, dass sie es ist, die du für Isaak ausgesucht hast! So weiß ich, dass du den Wunsch meines Herrn erfüllt hast.«
15-16 Kaum hatte er das Gebet zu Ende gesprochen, da kam auch schon ein Mädchen aus der Stadt mit einem Wasserkrug auf der Schulter und füllte ihn am Brunnen. Es war Rebekka, die Tochter Betuëls und Enkelin Milkas, der Frau von Abrahams Bruder Nahor. Sie war sehr schön und unverheiratet; noch hatte kein Mann sie berührt. Als sie die Stufen am Brunnen wieder heraufstieg,
17 ging der Knecht rasch auf sie zu und bat sie um einen Schluck Wasser.
18 »Natürlich, Herr!«, antwortete sie, nahm sofort den Krug von der Schulter und gab ihm zu trinken.
19 Dann sagte sie: »Ich will auch deinen Kamelen Wasser geben, bis sie sich satt getrunken haben.«

1. Mose 24, Verse 12-19

Jeder, der mal zur Kinderstunde ging, hat diese Geschichte schon gehört. Sie ist doch ziemlich bekannt. Ein Gedanke sticht für mich besonders heraus. Etwas, wo ich noch dran zu knabbern habe. Eine Sache, die ich noch zu lernen habe. Und damit meine ich nicht, mir einen Hausverwalter zu zulegen mit dem Auftrag mir eine Frau zu besorgen. Das waren wirklich andere Zeiten. 😉

Abrahams Knecht betet extrem konkret. Und Gott antwortet so schnell. Wenn ich dabei wäre, würde ich wahrscheinlich Gänsehaut bekommen. Wir dürfen Gott bei jeder Aufgabe um Hilfe bitten. Ganz konkret. Seit der Bekehrung ist Gott in Form des Heiligen Geistes sowieso immer bei uns. Die Aufgaben sind zwar nicht immer so heraufordernd, aber Gott hat an allem in Deinem Leben Interesse.

Jakobus schreibt in seinem Brief: „Solange ihr nicht Gott bittet, werdet ihr nichts empfangen.“ Dein erster Lebenszweck ist mit Gott in Kontakt zu bleiben. Mit Gott kannst Du Dinge besprechen, die Du mit niemand Anderem teilen würdest. Aber auch scheinbar banale Dinge gehören dazu, ganz konkrete alltägliche Dinge, wie Arbeiten im Haushalt, in der Firma …

Wenn Dir etwas nicht gelingt, dann schau mal inwiefern Du Gott noch an Deinem Leben teilnehmen lässt. Niemand ist mehr daran interessiert, dass Dein Leben einen Sinn ergibt und Du ein Segen bist. Gott hat kein Problem mit Deinen selbstsüchtigen Wünschen. Ich bin mir sicher, dass Er uns zeigen wird, wo wir den Fokus verlieren. Wichtig ist, nach der Lebensregel Nr. 1 zu leben: Gemeinschaft mit Gott

1. Mose 23

1-2 Als Sara 127 Jahre alt war, starb sie in Hebron, das damals Kirjat-Arba hieß, im Land Kanaan. Abraham trauerte um sie und weinte an ihrem Totenbett.
3 Dann ging er zu den Hetitern und bat sie:
4 »Ich bin nur ein Fremder bei euch und besitze kein eigenes Land. Überlasst mir ein kleines Grundstück für ein Familiengrab, ich will es euch bezahlen!«
5 »Natürlich«, antworteten die Hetiter,
6 »du bist ein Mann, vor dem wir Achtung haben, denn Gott ist mit dir, und er hat dich reich und mächtig gemacht. Darum ist es für uns alle eine Ehre, wenn du dir das beste unserer Gräber aussuchst und dort deine Frau beerdigst!«

1. Mose 23, Verse 1-6

Mir ist erst nach wiederholtem Lesen aufgefallen, wie krass das klingt. Sara stirbt. Abraham trauerte und weinte. Und dann ging er zu den Hetitern … Nach diesen 2 kurzen Versen dreht sich das ganze Kapitel um die Verhandlung und den Erwerb eines Grundstücks.

Trauer und weinen ist ganz natürlich, wenn eine geliebte Person stirbt. Aber die Zeit der Trauer ist begrenzt. Sie hat auf der Erde keinen Job mehr zu erfüllen. Aber wenn Du noch lebst, gibt es auch noch eine Aufgabe für Dich. Also nach der Trauer heißt es „Back to Business“. Und Abraham nutzte die Gelegenheit das erste Grundstück im verheißenen Land zu kaufen. Gott hat ihm das Land versprochen und Abraham setzt seinen Fuß in die Tür.

Das ganze Kapitel und die Verhandlung zeigt, dass Abraham hier rechtmäßig Land erwarb. Hier geht es nicht um Sara und ihren Tod. Der Fokus liegt auf Gottes Plan. Ich denke, wir können lernen, dass es in unserem Leben nicht in erster Linie um mich geht, sondern um Gottes Plan. Die Trauer hat ihren Platz, aber sie ist begrenzt. Die Freude an Gott überwiegt alles und übernimmt nach kurzer Zeit wieder die volle Kontrolle.

Das Problem, das Menschen mit dem Tod haben, dass sie ihm eine Bedeutung geben, die Gott nie so vorgesehen hat. Das Problem ist, dass sie sich nicht von Gott erklären lassen, was der Tod wirklich bedeutet. Jesus Christus hat den Tod besiegt. Der Tod ist für alle, die das größte Geschenk der Vergebung angenommen haben, nur noch eine Zwischenstation auf dem Weg zur größten epischsten Party des Universums.

1. Mose 22

1 Einige Zeit später stellte Gott Abraham auf die Probe. »Abraham!«, rief er. »Ja, Herr?«
2 »Geh mit deinem einzigen Sohn Isaak, den du so sehr liebst, in die Gegend von Morija. Dort zeige ich dir einen Berg. Auf ihm sollst du deinen Sohn Isaak töten und als Opfer für mich verbrennen!«

1. Mose 22, Verse 1-2

What? Whaaaat? Das ist der Sohn, den Du mir versprochen hast! Aus ihm wird ein ganzes Volk entstehen!!! Das wäre doch eine angemessene Reaktion. Wenn ich etwas nicht verstehe, dann reagiere ich so. Abraham denkt sich: Alles kar, dann spalte ich morgen erstmal direkt das Holz.

3 Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf und spaltete Holz für das Opferfeuer. Dann belud er seinen Esel und nahm seinen Sohn Isaak und zwei seiner Knechte mit. Gemeinsam zogen sie los zu dem Gebirge, das Gott Abraham genannt hatte.
4 Nach drei Tagereisen war es in der Ferne zu sehen.
5 »Ihr bleibt hier und passt auf den Esel auf!«, sagte Abraham zu den beiden Knechten. »Der Junge und ich gehen auf den Berg, um Gott anzubeten; wir sind bald wieder zurück.«

1. Mose 22, Verse 3-5

Ich wüsste nur zu gern, was im Kopf bei Abraham vorging. Ob er schon ahnte, dass Gott ihn prüfen wollte. Auf jeden Fall sagt er niemandem etwas und zieht es durch. Die beiden Knechte haben keine Ahnung, sein Sohn Isaak hat keine Ahnung. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass auch Sara keine Ahnung hatte. Sie hätte vermutlich etwas dagegen gehabt.

Abraham geht mit seinem Sohn opfern. Das waren bestimmt sehr verrückte 3 Tage. Wir lesen zwar nichts davon, was in Abrahams Kopf vorging. Aber als sie in die Gegend von Morija kommen, lässt er seine beiden Knechte warten um ein Stück weiter seinen Sohn zu opfern. Und er lässt nichts davon durchsickern. Er will danach wieder mit seinem Sohn zu seinen Knechten stoßen und dann gehen sie wieder nach Hause.

Gott hat mehr Möglichkeiten, als Du Dir auch nur im Ansatz vorstellen kannst. Die Geschichten die Abraham zuvor mit Gott erlebt hatte, hatten die Wirkung wohl nicht verfehlt. Vielleicht war Abraham auch einfach gespannt, wie Gott dieses Dilemma lösen wird. Weil aus einem toten Isaak kann kein Volk entstehen. Vielleicht dachte er: Ok, Gott. Du hast bisher immer Auswege gehabt, auch wenn ich sie nicht sehen konnte. Vielleicht erweckst Du ihn wieder zum Leben.

Wir wissen, wie es weiterging. Gott stoppt ihn kurz davor. Er hat schon das Messer in der Hand. Gott greift ein. Nicht eine Sekunde zu früh. Aber auch nicht eine Sekunde zu spät. Just in time. Wir werden alle unruhig, wenn eine Situation eskaliert und alles auf ein bestimmtes Ende hinweist. Solange ich mit meinen Möglichkeiten rechne, habe ich auch allen Grund dazu. Aber Gott ist nicht begrenzt. Und wenn ich mit ihm rechne und seinen Möglichkeiten, dann bin ich wie ein kleines Kind, das einfach seinem Papa vertraut.

1. Mose 21

1 Der Herr wandte sich Sara zu und machte sein Versprechen wahr, das er ihr gegeben hatte:
2 Sie wurde schwanger und brachte einen Jungen zur Welt. Abraham wurde trotz seines hohen Alters noch einmal Vater, genau zu der Zeit, die Gott angegeben hatte.
3 So kam es, dass Abraham und Sara endlich einen gemeinsamen Sohn hatten. Abraham gab ihm den Namen Isaak (»Gelächter«).
4 Als Isaak acht Tage alt war, beschnitt Abraham ihn, so wie Gott es ihm aufgetragen hatte.
5 Er war zur Zeit der Geburt 100 Jahre alt.
6 Sara rief: »Gott lässt mich wieder lachen! Jeder, der das erfährt, wird mit mir lachen!
7 Denn wer hätte gedacht, dass ich in meinem Alter noch Mutter werde? Abraham hat Jahrzehnte darauf warten müssen, aber jetzt habe ich ihm einen Sohn geboren!«
8 Isaak wuchs heran, und als Sara aufhörte, ihn zu stillen, feierte Abraham mit seinen Leuten ein großes Fest.

1. Mose 21, Verse 1-8

Abraham und Sara bekommen einen Sohn. Und zwar zu genau der Zeit, die Gott angegeben hatte. Niemand hätte das gedacht, dass ein 100-jähriger Mann mit seiner 90-jährigen Frau noch ein Kind bekommt. Wie oft kommt so etwas vor? Nie? Kennst Du jemanden, der in dem Alter noch ein Kind bekam? Ausgenommen die Menschen, die vor der Sintflut lebten. Das ergibt doch keinen Sinn. Wieso sollen ausgerechnet Abraham und Sara noch einen Sohn bekommen? Wieso sollen gerade die eine Ausnahme sein?

Weil Gott es gesagt hat. Für alle, die Gott erlebt haben und ein wenig kennengelernt haben, reicht diese Antwort aus. Für alle, die Gott für ein Märchen halten, ist das absolut unverständlich. Wenn ich nicht so viel wissen würde, was in der Bibel steht, würde ich die Leute auch für verrückt halten. Die Leute, die glauben: Jesus holt sie ab in den Wolken. Bevor dann die schrecklichste Zeit der Menschheitsgeschichte beginnt. Die sind ja mal crazy drauf. Zu viele Fantasy-Filme geguckt oder einfach eine krasse Massenhypnose? Was ist da los?

Dabei ist die Lösung so einfach, wie wenn eine 90-jährige Frau ein Kind zur Welt bringt. Gott hat es gesagt und wenn der Erschaffer von Raum und Zeit etwas über die Zukunft sagt, dann wird es so sein. Nur weil es für mich in der Zukunft liegt, bedeutet das nicht, dass es für Gott in der Zukunft liegt. Nur weil ich auf die Zukunft warten muss, bedeutet das nicht, dass auch Gott nicht weiß, was geschieht.

Häh, aber die Zeit läuft doch vorwärts. Ja, für Dich und für mich. Wie Gott die Zeit sieht? Ich hab keine Ahnung und wenn ich mir ohne die Bibel Gedanken dazu mache, komme ich evtl. schnell auf einen Irrweg. Fakt ist, am Anfang schafft Gott Himmel und Erde. Also gibt es einen Startpunkt. Wie Gott die Zeit sieht, darüber lässt sich nur spekulieren? Genauso wie, was hat Gott vor der Erschaffung der Welt gemacht? Wie kann es sein, dass jemand keinen Anfang hat und schon immer da ist? Das sind keine Fragen, auf die ich ernsthaft eine Antwort erwarte. Nicht mit dem Hirn, das ich jetzt habe. In der Bibel steht 1 Tag ist für Gott wie 1000 Jahre und umgekehrt. Aber was bedeutet das? Wir brauchen die Zeit und den Raum, um agieren zu können. Wir brauchen diesen Rahmen, diese Rahmenbedingungen. Aber wie ist es, wenn man selber der Rahmen ist und es selber festlegt?

Es macht schon Spaß darüber nachzudenken und immer wieder zum Ergebnis zu kommen: Gott ist unfassbar viel größer als meine Vorstellungskraft. Unendlich. Ohne Ende und ohne Anfang. Das Beste, was mir an Gott gefällt: Gott ist gut. Und Er will Zeit mit mir verbringen. Die ganze Zeit. 24 Stunden/7 Tage die Woche. Mein komplettes Leben. Nicht nur die Trainingszeit hier auf der Erde. Er will einfach für immer mit mir zusammen sein. Dafür schenkt er mir ewiges Leben.

1. Mose 20

1 Abraham zog südwärts in die Wüste Negev und wohnte eine Zeit lang zwischen Kadesch und Schur. Danach ließ er sich in der Stadt Gerar nieder.
2 Dort gab er seine Frau als seine Schwester aus.
Abimelech, der König von Gerar, fand Gefallen an Sara und ließ sie in sein Haus holen.
3 In der Nacht erschien Gott Abimelech im Traum und sagte: »Du musst sterben! Denn die Frau, die du dir genommen hast, ist mit einem anderen verheiratet!«
4 Abimelech aber hatte noch nicht mit Sara geschlafen. Er entgegnete: »Herr, willst du mich und mein Volk wirklich töten? Wir haben doch nichts Unrechtes getan!
5 Abraham hat zu mir gesagt, sie sei seine Schwester, und sie hat es bestätigt. Also habe ich es nicht anders wissen können, ich bin unschuldig!«
6 »Ja, ich weiß«, antwortete Gott, »deshalb habe ich dich auch davor zurückgehalten, an mir schuldig zu werden. Ich habe dafür gesorgt, dass du keine Gelegenheit hattest, mit ihr zu schlafen.
7 Und nun gib sie ihrem Mann zurück! Er ist ein Prophet; er soll für dich beten, dann wirst du am Leben bleiben. Wenn du sie ihm aber nicht zurückgibst, musst du auf jeden Fall sterben, und alle, die zu dir gehören, werden auch umkommen.«

1. Mose 20, Verse 1-7

Abraham zieht das gleiche nochmal ab, wie beim Pharao. Abraham gibt Sara als seine Schwester aus und Sara bestätigt dies. Obwohl dies stimmte, verheimlichte er den wichtigsten Fakt, nämlich dass sie auch seine Frau ist.

Schon krass. Wenn Du nicht gerade König warst, war es ziemlich gefährlich eine hübsche Frau zu haben. Abraham hatte zwar erlebt, dass Gott ihn beschützt und er wusste, was Gott ihm versprochen hatte. Aber die Angst kommt doch immer wieder durch. Und Abraham erinnert sich vielleicht noch an die Geschichte mit dem Pharao und denkt sich: Das mach ich jetzt wieder so.

8 Am nächsten Morgen stand Abimelech früh auf, rief alle seine Untergebenen zusammen und erzählte ihnen, was vorgefallen war. Die Männer bekamen große Angst.
9 Dann rief er Abraham zu sich und stellte ihn zur Rede: »Warum hast du uns das angetan? Was haben wir verbrochen, dass du mich und mein Volk in solch große Schuld hineinziehst? Wie du dich mir gegenüber verhalten hast, ist wirklich unerhört!
10 Was hast du dir nur dabei gedacht?«
11 Abraham erwiderte: »Ich glaubte, die Leute in dieser Stadt hätten keine Ehrfurcht vor Gott und kümmerten sich nicht um Gut und Böse. Ich dachte: ›Sie wollen bestimmt meine Frau haben und werden mich deshalb töten!‹
12 Außerdem ist sie wirklich meine Schwester: Wir haben nämlich beide denselben Vater, nur nicht dieselbe Mutter. Später ist sie dann meine Frau geworden.
13 Als Gott mir befahl, meine Heimat zu verlassen, sagte ich zu ihr: ›Tu mir den Gefallen und gib dich überall als meine Schwester aus!‹«

1. Mose 20, Verse 8-13

Abraham versucht sich wieder herauszureden und kommt scheinbar auch damit durch. Abraham fehlte der Mut und trotzdem steht Gott zu ihm und verhindert das Schlimmste. Am Ende betet Abraham für Abimelech und Gott hebt die Strafe der Unfruchtbarkeit für Abimelechs Frau und Sklavinnen wieder auf. Ich denke, für Abraham war es eine Erinnerung, dass er ein Segen sein soll.

Ich nehme 3 Punkte für mich mit:

  1. Ich bin in der Lage ängstlich zu sein, obwohl ich bereits viel mit Gott erlebt habe.
  2. Gott steht trotzdem zu mir und biegt oft Dinge wieder gerade, wo ich selber gar nicht sehe, was ich verbockt habe. Einfach weil ich zu krass mit meinen eigenen Sorgen zu kämpfen habe, die ich eigentlich bei Gott abgeben könnte.
  3. Gott erinnert mich immer wieder dran, dass es nicht mein Job ist, ein Urteil über meine Mitmenschen zu fällen, sondern ein Segen zu sein. Statt abzustempeln, viel mehr für sie zu beten.

1. Mose 19

1 Am Abend kamen die beiden Boten Gottes nach Sodom. Lot saß gerade beim Stadttor. Als er sie sah, ging er ihnen entgegen, verneigte sich tief und sagte:
2 »Meine Herren, ich bin euch gerne zu Diensten! Kommt doch mit in mein Haus, um euch die Füße zu waschen und über Nacht meine Gäste zu sein! Morgen könnt ihr dann eure Reise fortsetzen.« »Nein danke, wir werden einfach hier draußen auf dem Platz übernachten«, antworteten die beiden.
3 Aber Lot drängte sie, mitzukommen, bis sie schließlich einwilligten. Zu Hause brachte er ihnen ein gutes Essen und frisches Brot.
4 Danach wollten sie sich schlafen legen, doch in der Zwischenzeit waren alle Männer Sodoms, junge und alte, herbeigelaufen und hatten Lots Haus umstellt.
5 Sie brüllten: »Lot, wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Gib sie raus, wir wollen unseren Spaß mit ihnen haben!«
6 Lot zwängte sich durch die Tür nach draußen und schloss sofort wieder hinter sich zu.
7 »Freunde, ich bitte euch, begeht doch nicht so ein Verbrechen!«, rief er.
8 »Hier, ich habe zwei Töchter, die noch kein Mann berührt hat. Die gebe ich euch heraus. Ihr könnt mit ihnen machen, was ihr wollt! Nur lasst die Männer in Ruhe, sie stehen unter meinem Schutz, denn sie sind meine Gäste!«
9 »Hau ab!«, schrien sie. »Von einem dahergelaufenen Ausländer lassen wir uns doch keine Vorschriften machen! Pass bloß auf, mit dir werden wir es noch schlimmer treiben als mit den beiden anderen!« Sie überwältigten Lot und wollten gerade die Tür aufbrechen,
10 da streckten die beiden Männer die Hand aus, zogen Lot ins Haus und verschlossen die Tür.
11 Sie schlugen alle Leute, die draußen standen, mit Blindheit, so dass sie die Tür nicht mehr finden konnten.
12 Zu Lot sagten sie: »Hast du irgendwelche Verwandte hier in der Stadt? Seien es Schwiegersöhne, Söhne, Töchter oder sonst jemand von deiner Familie – bring sie alle von hier fort!
13 Der Herr hat uns nämlich geschickt, die Stadt zu vernichten; er hat von dem abscheulichen Verhalten der Einwohner Sodoms gehört. Deshalb werden wir diese Stadt zerstören.«

1. Mose 19, Verse 1-13

Das ist eine echt heftige Geschichte. Du kannst beim Lesen eigentlich nur die ganze Zeit mit dem Kopf schütteln. Was ist los mit denen? Was ist los mit Lot? Er will seine beiden Töchter hergeben, damit die Meute ihren Spaß haben kann? Klar, dass die beiden Boten Gottes lieber draußen übernachten wollten. Wenn die ganze Stadt so drauf war, ist auch klar warum da nur noch Vernichtung hilft. Wie kann es sein, dass so etwas passiert? Mit einem Wort zusammengefasst: Gottlos.

Lot war nicht wirklich happy, dass er jetzt aus der Stadt raus musste. Irgendwie hat er sich daran gewöhnt und sich mit der Gottlosigkeit arrangiert. Ich weiß es nicht, was ihn an diesem Ort festhielt. Die Einwohner nannten ihn einen „dahergelaufenen Ausländer“. Vielleicht war es einfach die Familie. Seine beiden Töchter hatten sich nämlich verlobt. Auf jeden Fall war es nicht gesund für ihn, dort zu bleiben. Weder geistig noch körperlich.

Ich glaube heute ist es ziemlich ähnlich. Die Regierungen dieser Welt distanzieren sich immer mehr von Gott. Ungerechtigkeit wird immer mehr zur Tagesordnung. Und für unsere geistige Gesundheit wird es immer wichtiger diese Dinge nicht zur Normalität zu erklären und uns damit zu arrangieren. Ich kann nicht in ein Raumschiff einsteigen und die Erde verlassen. Aber das muss ich auch nicht. Es beginnt damit, was ich mir den ganzen Tag anschaue. Input -> Verarbeitung -> Output
Womit füttere ich mein Hirn -> Damit beschäftige ich mich und das prägt meine Gedanken -> Am Ende heißt es dann: Was des Herz voll ist, geht der Mund über. Wenn ich am Anfang guten Input habe, dann spreche ich automatisch über Gott und es wirkt sich in meinem Leben aus.

Auch für unsere körperliche Gesundheit wird es immer enger. Ich denke da vor allem an das größte Medizin-Experiment der Geschichte, das uns als heilbringende „Impfung“ verkauft wird. Ich denke wir können aus der Geschichte mit Lot lernen und mal rauszoomen. Den Blick für das große Ganze bekommen und auch behalten. Gott rettet uns bevor das Gericht über diese Welt hereinbricht. Gott hat mich bereits gerettet. Ich warte, bis es sich auch in „meiner Welt“ endgültig manifestiert. Und bis dahin darf ich auf Ihn verweisen, der die Rettung für alle Menschen sein will.

1. Mose 18

10 Da sagte einer der Männer: »Glaub mir, nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu euch, und dann wird Sara einen Sohn haben.« Sara stand hinter ihnen im Zelteingang und lauschte.
11-12 Sie lachte heimlich. Denn Abraham und sie waren beide hochbetagt, und Sara konnte gar keine Kinder mehr bekommen. Darum dachte sie: »Ich bin alt und verbraucht, und meinem Mann geht es genauso. Wir werden uns wohl nie mehr über ein Kind freuen können. Nein, die Zeiten sind längst vorbei!«
13 Da sagte der Herr zu Abraham: »Warum lacht Sara? Warum zweifelt sie an meinen Worten, dass sie noch ein Kind bekommen wird?
14 Für mich ist nichts unmöglich! Nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu euch – dann wird Sara einen Sohn haben.«
15 Sara fürchtete sich und log: »Ich habe nicht gelacht!« Aber Gott erwiderte ihr: »Doch, du hast gelacht!«

1. Mose 18, Verse 10-15

Im letzten Kapitel lachte Abraham, hier lacht jetzt auch Sara. Noch ein Grund mehr den Sohn Isaak (Gelächter) zu nennen. Vers 15 erinnert mich irgendwie an Gespräche, die Eltern mit ihren Kindern haben. „Ich hab das nicht gemacht.“ „Doch, hast du.“ „Nein …“ „Ich hab das doch gesehn.“

Sara fürchtete sich und log. Habe ich auch manchmal Angst vor Gott und versuche ihn anzulügen. Vielleicht übersieht Gott ja, was ich gerade gemacht habe. Ja, sicher. Der Erschaffer von Raum und Zeit, der Allmächtige, absolut Gerechte guckt einfach weg. Träum weiter. Oder besser, wach endlich auf.

Sara fürchtete sich, weil sie sich ertappt fühlte bei Ihrem fehlenden Gottvertrauen. Warum ist das schlimm? Warum empfindet Sara dies als schlimm? Ich hätte es besser wissen können, wenn ich mich mehr mit Gott unterhalten würde. Ich hätte in meinem bisherigen Leben die Prioritäten etwas anders setzen können, dann würde ich jetzt nicht vor dem Problem „Fehlendes Gottvertrauen“ stehen. Ich hätte mehr mit Gott erleben können.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Gott macht Sara darauf aufmerksam und Sara versucht sich aus der Situation herauszuwinden. Die Erkenntnis, das Leben zu einem großen Teil verschwendet zu haben, weil ich mich immer nur am Rande mit Gott beschäftigt habe. Alles andere war ja auch immer so extrem wichtig und dringend. Diese Erkenntnis tut weh und am Besten ich vergesse diesen Gedanken ganz schnell und mach so weiter wie bisher.

Und Gott sagt: „Echt, jetzt?“ Die letzten 10, 20, 30 Jahre hast Du einen Fehler gemacht und konsequent durchgezogen. Jetzt, wo Du das im Ansatz erkennst, willst Du das schnell wieder vergessen und die nächsten 10 Jahre durchziehen. Um dann am gleichen Punkt wie heute zu stehen? Gott hat kein Zeitdruck. Er hat alle Zeit der Welt. Aber Deine und meine Zeit hier ist begrenzt. Du kannst aus jedem Gespräch mit Gott nur profitieren. Die liebevollste Person im ganzen Universum will sich mit Dir unterhalten. Und diese Person weiß alles über Dich. Nicht weil sie Dich stalkt, sondern weil diese Person Gott ist.

Mach es zu Deiner Priorität Nr. 1 Gott jeden Tag zu erleben. Mindestens einmal geflasht zu sein von seinem Wort. Du bittest Gott, dass er sich Dir offenbart und dann liest du die Bibel. Dann denkst du so lange darüber nach, bis Du etwas von Gott über Gott gelernt hast. Wenn Du das 10 Jahre durchziehst, ach quatsch alleine wenn Du das 1 Jahr, ich glaube wenn Du das nur 1 Monat durchziehst, wird Dir bewusst, was Du die ganze Zeit verpasst hast. Aber stell Dir mal vor, Du machst es 10 Jahre. An welchem Punkt bist Du dann?

Meine Vermutung: Du feierst Gott und sein Wort bis zum geht nicht mehr. Ich wollte übertrieben schreiben, aber sich übertrieben an Gott zu freuen ist gar nicht möglich. Das bedeutet die Steigerung Deiner Freude kennt keine Grenzen. Deine Feierlaune wächst und wächst…

1. Mose 17

1 Als Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sagte zu ihm: »Ich bin der allmächtige Gott. Geh deinen Weg mit mir und lebe so, wie es in meinen Augen recht ist.
2 Ich will zu meinem Bund mit dir stehen und dir unzählbar viele Nachkommen schenken.«
3 Da warf sich Abram zu Boden, und Gott sprach weiter zu ihm:
4-5 »Ich verspreche dir: Du wirst zum Stammvater vieler Völker werden. Darum sollst du von nun an nicht mehr Abram (›erhabener Vater‹) heißen, sondern Abraham (›Vater der Völkermenge‹).
6 Ich werde dir so viele Nachkommen geben, dass zahlreiche Völker daraus entstehen – sogar Könige sollen von dir abstammen!
7 Dieser Bund gilt für alle Zeiten, für dich und für deine Nachkommen. Es ist ein Versprechen, das niemals gebrochen wird: Ich bin dein Gott und der Gott deiner Nachkommen,
8 und ich gebe euch das ganze Land Kanaan, wo ihr bisher nur Fremde seid. Ihr werdet es für immer besitzen, und ich werde euer Gott sein.

1. Mose 17, Verse 1-8

15 Dann sagte Gott: »Auch deine Frau soll einen anderen Namen erhalten: Nenne sie nicht mehr Sarai, denn von nun an heißt sie Sara (›Fürstin‹).
16 Ich werde sie reich beschenken; auch sie wird einen Sohn von dir empfangen. Mein Segen bedeutet noch mehr: Sie soll die Stammmutter zahlreicher Völker werden, und Könige werden von ihr abstammen!«
17 Da warf Abraham sich erneut zu Boden – aber im Stillen lachte er in sich hinein. Er dachte: »Wie kann ich mit 100 Jahren noch einen Sohn zeugen? Und Sara ist schon 90, wie kann sie da noch Mutter werden?«
18 Laut sagte er dann zu Gott: »Wenn nur Ismael am Leben bleibt! Lass doch ihn deinen Segen erfahren!«
19 »Nein, so habe ich es nicht gemeint«, entgegnete Gott, »sondern deine Frau Sara wird einen Sohn bekommen! Gib ihm den Namen Isaak (›Gelächter‹)! Mit ihm werde ich meinen Bund aufrechterhalten, und für seine Nachkommen wird der Bund ebenfalls gelten. In alle Ewigkeit bleibt er bestehen.

1. Mose 17, Verse 15-19

Gott hat Humor. Abram verschafft sich durch Sarais Magd einen Sohn und Gott sagt ihm. Nein, ihm gilt meine Verheißung nicht. Sarai wird Dir einen Sohn gebären. Abram ist fast 100 Jahre alt und Sarai 90. Und Gott benennt Abram um in Abraham. Bei uns legen wir vielleicht nicht so großen Wert auf Namen. Sie sollen schön klingen, aber über die Bedeutung machen wir uns ziemlich wenig Gedanken. Damals war das anders. Der Name sagte etwas aus. Von „erhabener Vater“ wechselte er nun zu „Vater der Völkermenge“. Ich weiß nicht wie die Leute reagiert haben, als Abram seinen neuen Namen „Abraham“ verkündete. Erhabener Vater ging grad noch klar. Er hatte ja einen Sohn. Auch wenn nur mit der Magd. Naja „erhaben“ ist vielleicht auch schon ein bisschen zu viel. Aber „Vater der Völkermenge“ mit 99 Jahren, das setzt dem Ganzen die Krone auf.

Als Abraham dann still in sich hineinlacht, scheint Gott dies aufzugreifen und sagt Dein Sohn wird Isaak, also „Gelächter“ heißen.

Hier mal der Wikipedia-Eintrag dazu:

Isaak (hebr.: יִצְחָק yiṣḥāq, „Gott hat gelacht/gescherzt“ oder „Gott hat (jemanden) zum Lachen gebracht“[1]) ist ein hebräischer männlicher Vorname, der auch als Familienname gebräuchlich ist.

Der Name stammt aus der Bibel und bezeichnet dort Isaak, Sohn Abrahams und Vater Jakobs, also den zweiten der drei Stammväter der Israeliten. Der hebräische Name (Jitzchaq) wurde über das Griechische und Lateinische zu Isaak transkribiert. Außerbiblisch ist der Name nicht belegt. Er enthält den hebräischen Wortstamm „lachen“ und bedeutet wörtlich „er lacht“. Als Subjekt ist wohl El für „Gott“ zu ergänzen. Demnach handelt es sich um einen Satznamen, der wahrscheinlich so viel wie „Gott hat gelacht“ oder „Gott lächelt (dem Kind zu)“ bedeutet.[2] Durch Judentum, Christentum und Islam wurde der Name verbreitet.

Wikipedia-Eintrag zu „Isaak (Name)“

Ich hab mir bisher kaum Gedanken darüber gemacht, ob Gott wohl lacht oder mal selber Scherze macht. In dieser Situation kann ich mir vorstellen, wie Gott Abraham einfach auf die Schippe nimmt. „Du lachst jetzt, weil Du nicht wirklich dran glaubst. Aber Du wirst bald vor Freude lachen. Vielleicht werden die Leute über Deinen neuen Namen lachen. Aber am Ende lache ich und mit mir alle, die ich segne.“

Wenn ich an das „Hochzeitsmahl des Lammes“ denke, dann denke ich nicht an die Stimmung einer Beerdigung, sondern einer Hochzeit. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Feiern eine neue Qualität bekommt. Wir lachen zwar nicht mehr über irgendwelche dreckigen Witze, weil niemand sie erzählt und auch niemand sie lustig finden würde. Aber ich glaube, Gott wird uns die ganze Zeit zum Lachen bringen. Ich bin Mega gespannt auf Gottes Humor. Ich glaube, wenn Gott anfängt zu lachen, dann wird es das ansteckendste Lachen aller Zeiten sein.

1. Mose 16

1-2 Abram und Sarai konnten keine Kinder bekommen, da Sarai unfruchtbar war. Eines Tages schlug sie ihrem Mann vor: »Du weißt, dass der Herr mir Kinder versagt hat. Aber nach den geltenden Gesetzen kannst du mir durch eine Sklavin Kinder schenken. Darum überlasse ich dir meine ägyptische Magd Hagar. Vielleicht werde ich durch sie doch noch Nachwuchs bekommen!«
Abram war einverstanden,
3 und Sarai gab ihm die Ägypterin Hagar zur Nebenfrau, die ihr als Sklavin diente. Sie lebten zu der Zeit schon zehn Jahre im Land Kanaan.
4 Abram schlief mit Hagar, und sie wurde schwanger. Als Hagar wusste, dass sie ein Kind erwartete, sah sie auf ihre Herrin herab.
5 Da beklagte Sarai sich bei Abram: »Jetzt, wo Hagar weiß, dass sie schwanger ist, verachtet sie mich – dabei war ich es, die sie dir überlassen hat! Du bist schuld, dass ich jetzt so gedemütigt werde! Der Herr soll entscheiden, wer von uns beiden im Recht ist!«

1. Mose 16, Verse 1-5

Geduld ist eine Ressource. Geduld ist eine Fähigkeit. Geduld ist Vertrauen. Geduld in diesem Fall, ist das vertrauensvolle Warten, dass das was bereits in Gottes Welt eingetreten ist, sich auch bald in meinem Leben zeigen wird. Sarai fehlte die Geduld. Abram ließ sich von ihr bereden und so versuchten beide, das was defintiv schon da war, auf anderem Wege schneller zu bekommen. Wieso glauben wir, dass wir keine Zeit mehr haben. Warum müssen wir Dinge beschleunigen, die Gott uns sowieso versprochen hat.

Wenn Gott sagt, Du hast die Zeit. Dann hast Du Zeit. Gott herrscht über die Zeit. Und wenn wir aufmerksam die Bibel lesen, dann wissen wir, dass Gott uns unendlich viel Zeit schenken wird. Das ist sicher. Genau darauf steuern wir zu. Auf den Startpunkt der Ewigkeit. Ungeduld bedeutet somit auch: Unzufrieden mit Gottes Plan zu sein. Als hätten wir einen besseren Durchblick als der Erschaffer der Zeit. Wenn wir einfach nur etwas weiter über Gott nachdenken, kommen wir immer zu dem gleichen Ergebnis: Sünde ist Dummheit. Ungeduld ist Dummheit. Und wenn es nicht Dummheit ist, dann ist es doch Unwissenheit oder Unbewusstsein, wer Gott ist und wer ich bin.

6 »Sie ist dein Eigentum«, erwiderte Abram, »ich lasse dir freie Hand – mach mit ihr, was du willst!« In der folgenden Zeit behandelte Sarai Hagar so schlecht, dass sie davonlief.
7 Der Engel des Herrn fand sie an einer Wasserstelle in der Wüste auf dem Weg nach Schur
8 und fragte sie: »Hagar, du Sklavin von Sarai, woher kommst du und wohin gehst du?« »Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai«, antwortete sie.
9 Da sagte der Engel des Herrn zu ihr: »Geh zu ihr zurück. Bleib ihre Sklavin und ordne dich ihr unter!
10 Ich werde dir so viele Nachkommen schenken, dass man sie nicht mehr zählen kann!
11 Du bist schwanger und wirst bald einen Sohn bekommen. Nenne ihn Ismael (›Gott hört‹), denn der Herr hat gehört, wie du gelitten hast.

1. Mose 16, Verse 6-11

Mit solchen Aktionen vermiesen wir unser Leben. Wie viel Leid entsteht durch Ungeduld? Wie viel Leid ist durch die Aktion von Abram und Sarai entstanden? Das ist wirklich nicht zu unterschätzen. Aus Ismael kam letztendlich der Islam und wie viel Krieg und Terror kam dadurch? Vor allem für Israel, mit dem Land, das Gott sein Eigentum nennt und Geschichte schreibt.

Geduld üben ist nicht leicht. Aber deswegen übst Du es ja auch, damit es leichter wird. Gott zu vertrauen bringt Dir Geduld. Und Gott kennenzulernen bringt Dir Vertrauen. Also fängt auch Geduld beim Bibelstudium an. Wie Du es wendest oder drehst: Je mehr Du Gott kennenlernst, desto besser für Dich. Du musst keine komplizierten Übungen machen oder brauchst einen hohen IQ. Die Beschäftigung mit der interessantesten Person des Universums, reicht aus, um Dein Leben zu transformieren. Das ist definitv ein Grund zum Feiern. Du beschäftigst Dich mit dem Interessantesten, das es gibt und dafür bekommst Du einfach alles andere mit dazu.