Archiv des Autors: Amado Vera

Apostelgeschichte 16

16 Auf dem Weg zur Gebetsstätte begegnete uns eines Tages eine Sklavin. Sie war von einem Dämon besessen, der sie wahrsagen ließ. Auf diese Weise brachte sie ihren Besitzern viel Geld ein.
17 Die Frau lief hinter Paulus und uns anderen her und schrie: »Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt!«
18 Das wiederholte sich an mehreren Tagen, bis Paulus es nicht mehr ertragen konnte. Er wandte sich zu der Frau um und sagte zu dem Dämon: »Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir: Verlass diese Frau!« In demselben Augenblick verließ der Dämon die Sklavin.
19 Als aber ihre Besitzer merkten, dass sie mit ihr nichts mehr verdienen konnten, packten sie Paulus und Silas und schleppten die beiden auf den Marktplatz zur Stadtbehörde.
20 »Diese Männer bringen unsere Stadt in Aufruhr«, beschuldigte man sie vor den obersten Beamten der Stadt. »Es sind Juden!
21 Sie wollen hier Sitten einführen, die wir als römische Bürger weder befürworten noch annehmen können!«
22 Da stellte sich die aufgehetzte Menschenmenge drohend gegen Paulus und Silas, und die obersten Beamten der Stadt ließen den beiden die Kleider vom Leib reißen und sie mit Stöcken schlagen.
23 Nachdem sie so misshandelt worden waren, warf man sie ins Gefängnis und gab dem Aufseher die Anweisung, die Gefangenen besonders scharf zu bewachen.
24 Also sperrte er sie in die sicherste Zelle und schloss zusätzlich ihre Füße in einen Holzblock ein.
25 Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott mit Liedern, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu.
26 Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.

Apostelgeschichte 16, Verse 16-26

Eine Geschichte, die schon ziemlich krass ist. Paulus und Silas kommen ins Gefängnis, weil sie einen Dämon aus einer Sklavin vertrieben hatten. Die Besitzer haben damit richtig Asche gemacht. Weil die Frau durch den Dämon wahrsagen konnte.

Nun kommen die beiden ins Gefängnis und ihre Füße werden zusätzlich in einen Holzblock eingeschlossen. Eine Situation, die so gar nicht zu ihrem Auftrag passt, nämlich Das Evangelium zu verkünden, oder? Dunkel, modrig, wahrscheinlich noch feucht, die Füße verdreht. Bewegungsfreiheit? Komplette Fehlanzeige. Einfach alles läuft gegen sie.

Keine Ahnung, was sie bis Mitternacht gemacht haben. Ob sie vielleicht entmutigt waren. Aber was wir wissen, sie beteten und feierten Gott. Sie sangen und die anderen Gefangenen hörten zu. Der Auftrag wird ausgeführt. Das Evangelium wird verkündet. Paulus und Silas bekennen sich klar zu Gott. Ich stelle mir vor, wie Gott sich das angeschaut hat und dieses Vertrauen seiner Kinder und Diener sein Herz jubeln ließ.

Wir kennen Gottes Antwort darauf:

Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.

Apostelgeschichte 16, Vers 26

Für mich nehme ich mit: Situationen und Umstände kommen ins Leben, die manchmal alles andere als rosig sind, aber ich kenne den, der König über jede Situation und jeden Umstand ist.

Apostelgeschichte 15

1 Eines Tages kamen Gläubige aus Judäa in die Gemeinde von Antiochia. Dort lehrten sie: »Wer sich nicht beschneiden lässt, so wie es in Moses Gesetz vorgeschrieben ist, kann nicht gerettet werden.«
2 Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Schließlich beschlossen die Christen in Antiochia, dass Paulus und Barnabas mit einigen anderen aus der Gemeinde zu den Aposteln und Gemeindeleitern nach Jerusalem gehen sollten, um diese Streitfrage zu klären.

Apostelgeschichte 15, Verse 1 und 2

Jeder möchte gerne Anerkennung und Wertschätzung haben. Und das hat auch seinen Platz im Leben, aber wir müssen wissen, wo die Grenzen sind. Alle Dinge haben einen Rahmen, sonst eskaliert es. Im ersten Vers behaupten Gläubige aus Judäa, dass ein äußeres Zeichen aus dem Judentum notwendig sei, um gerettet zu werden. Und das erzählen sie Nichjuden, die sich zu Gott bekehrt hatten.

Schließlich gehen Paulus und Barnabas nach Jerusalem, um diese Frage endgültig zu klären. Damit nie wieder jemand so einen Unsinn verbreitet. Und der Schlüsselvers für mich ist Vers 11. Da sagt Paulus:

Wir glauben doch, dass wir allein durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden. Dasselbe gilt auch für die Nichtjuden.«

Apostelgeschichte 15, Vers 11

Worauf vertraue ich, wenn ich an meine Rettung denke? Noch besser, auf wen vertraue ich? Sobald Jesus Christus als Antwort nicht mehr ausreicht, dann „Gute Nacht“. Ich bin so happy, dass die Antwwort unserer Rettung so einfach ist.

Apostelgeschichte 14

8 In Lystra lebte ein Mann, dessen Füße von Geburt an gelähmt und kraftlos waren. Noch nie hatte er einen Schritt gehen können.
9 Dieser Mann hörte Paulus predigen. Paulus wurde auf ihn aufmerksam und sah, dass der Mann glaubte, er könne geheilt werden.
10 Laut rief er ihm zu: »Steh auf, stell dich auf deine Füße!« Da sprang der Mann auf und konnte gehen.
11 Als die Leute erkannten, was Paulus getan hatte, riefen sie in ihrer Muttersprache: »Die Götter sind als Menschen zu uns herabgekommen!«
12 Sie nannten Barnabas »Zeus« und Paulus »Hermes«, weil er der Wortführer war.
13 Der Priester des Zeustempels vor den Toren der Stadt brachte Stiere und Kränze zum Stadttor, um den Aposteln zusammen mit dem ganzen Volk ein Opfer zu bringen.
14 Als Paulus und Barnabas begriffen, was sie vorhatten, zerrissen sie ihre Kleider, liefen unter die Menge und riefen entsetzt:
15 »Ihr Leute, was macht ihr da? Wir sind nur Menschen aus Fleisch und Blut wie ihr. Wir verkünden euch doch die rettende Botschaft, damit ihr euch von diesen toten Götzen abwendet und an den lebendigen Gott glaubt. Er hat den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin ist, erschaffen!
16 Bisher hat er die nichtjüdischen Völker ihre eigenen Wege gehen lassen.
17 Aber er zeigte ihnen immer wieder, dass er lebt; denn er hat euch viel Gutes getan. Ihm verdankt ihr den Regen und die guten Ernten; er gibt euch zu essen und macht euch glücklich.«
18 Mit diesen Worten konnten Paulus und Barnabas die Leute nur mit Mühe davon abhalten, ihnen zu opfern.
19 Dann aber kamen Juden aus Antiochia und Ikonion. Sie hetzten die Volksmenge gegen die Apostel so sehr auf, dass Paulus gesteinigt wurde.
Weil die Leute Paulus für tot hielten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus.
20 Doch als die Jünger ihn umringten, kam Paulus wieder zu sich, stand auf und ging in die Stadt zurück. Am folgenden Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe.

Apostelgeschichte 14, Verse 8-20

Das war damals eine ganz andere Zeit. Die Menschen glaubten. Sie glaubten an die verschiedensten Götter und als Paulus den Gelähmten heilt, erkennen die Menschen nicht den Gott, den Paulus ihnen predigte, sondern sie hielten Barnabas und Paulus selbst für Götter. Zeus und Hermes. Also holten sie Stiere und Kränze um zu opfern.

Paulus und Barnanbas, zerrissen ihre Kleider und liefen unter die Leute. Checkt ihr nicht, was wir hier machen. Wir wollen euch aus diesem Götzenkult rausholen. Was macht ihr?

2 Verse, die mich erstaunen, wie schnell sich etwas ändern kann:

18 Mit diesen Worten konnten Paulus und Barnabas die Leute nur mit Mühe davon abhalten, ihnen zu opfern.
19 Dann aber kamen Juden aus Antiochia und Ikonion. Sie hetzten die Volksmenge gegen die Apostel so sehr auf, dass Paulus gesteinigt wurde…

Apostelgeschichte 14, Verse 18-19

Wir lesen hier keine Zeitangabe, wie viel Zeit dazwischen verstrich. Aber einen Gedanken kann ich hier auf jeden Fall mitnehmen: Menschen, die sich feiern lassen und gerne Ehre annehmen, auch wenn diese ihnen nicht zusteht. Diese Menschen machen sich das Leben schwer. Sie machen sich abhängig von dem, was die Menschen um sie herum von ihnen denken. Paulus und Barnabas hätten sich als Götter feiern lassen können, aber sie hatten ständig das Ziel vor Augen: Gott groß zu machen.

2 Kapitel vorher gibt es ein eindrückliches Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

König Herodes hielt eine Ansprache von seinem Thron aus:

22 Begeistert jubelte ihm das Volk zu: »So spricht nur ein Gott und kein Mensch!«
23 Im selben Augenblick strafte ein Engel des Herrn den König, weil er sich als Gott verehren ließ, anstatt dem wahren Gott die Ehre zu erweisen. Er wurde von Würmern zerfressen und starb unter Qualen.

Apostelgeschichte 12, Verse 22-23

Lass Dir keinen Bären aufbinden. Gott verdient alle Ehre. Das zu verstehen, bringt Dir die Freiheit zu handeln ohne Menschenfurcht.

Apostelgeschichte 13

48 Als die Nichtjuden das hörten, freuten sie sich sehr und lobten Gott für seine Botschaft. Und alle, die zum ewigen Leben bestimmt waren, begannen zu glauben.
49 So breitete sich die Botschaft Gottes in der ganzen Umgebung aus.
50 Den Juden aber gelang es, angesehene Frauen, die sich zur jüdischen Gemeinde hielten, sowie einflussreiche Männer der Stadt gegen Paulus und Barnabas aufzuhetzen. Sie stifteten sie zum Widerstand gegen die beiden an und erreichten, dass sie aus der Stadt vertrieben wurden.
51 Da schüttelten sie den Staub von ihren Füßen als Zeichen dafür, dass sie die Stadt Gottes Urteil überließen, und reisten weiter nach Ikonion.
52 Die in Antiochia gebliebenen Jünger waren trotz allem voller Freude und wurden immer mehr mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Apostelgeschichte 13, Verse 48-52

Wenn der Heilige Geist in Dein Leben kommt. Wenn Menschen anfangen zu glauben, erleben sie eine Freude. Und selbst wenn dann Widerstand kommt und es nicht so läuft wie erhofft, die Freude bleibt.

Wenn Du Christ bist und depri bist, dann mach dir bewusst, wer in dir wohnt. Diese grundsätzliche Freude, darüber was Jesus getan hat. Diese Grundstimmung, egal was noch passiert, ich habe bereits gewonnen, die bleibt für immer. Das einzige was du dafür tun musst: Vergiss es nicht. Lass Dich immer wieder daran vom Heiligen Geist erinnern.

Apostelgeschichte 12

König Herodes lässt einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern, darunter auch Jakobus den Bruder von Johannes. Er wird enthauptet. Den Juden gefällt das und Herodes lässt auch Petrus gefangen nehmen.

6 In der letzten Nacht vor dem Prozess schlief Petrus zwischen zwei Soldaten und war mit Ketten an sie gefesselt. Die beiden anderen Soldaten hielten vor der Zelle Wache.
7 Plötzlich betrat ein Engel des Herrn die Zelle, und Licht erfüllte den Raum. Der Engel weckte Petrus, indem er ihn anstieß, und sagte zu ihm: »Steh schnell auf!« Sofort fielen Petrus die Ketten von den Handgelenken.
8 »Binde deinen Gürtel um und zieh deine Schuhe an«, befahl ihm der Engel. »Nimm deinen Mantel und folge mir!«
9 Petrus verließ hinter dem Engel die Zelle. Aber die ganze Zeit über war ihm nicht klar, dass all dies wirklich geschah. Er meinte, er hätte eine Vision.
10 Sie gingen am ersten Wachposten vorbei, dann am zweiten und kamen schließlich an das schwere Eisentor, das zur Stadt führte. Es öffnete sich wie von selbst vor ihnen. Nun hatten sie das Gefängnis verlassen und bogen in eine schmale Straße ein. Da verschwand der Engel,
11 und erst jetzt begriff Petrus: »Der Herr hat mir tatsächlich seinen Engel geschickt, um mich aus der Gewalt von Herodes zu retten. Die Juden werden vergeblich auf meine Hinrichtung warten.«

Apostelgeschichte 12, Verse 6-11

Eine ziemlich bekannte Geschichte. Aber immer wieder interessant zu lesen. Petrus schläft so fest, dass der Engel ihn anstoßen musste. Im Angesicht des Todes schläft Petrus. Das konnte er, weil er den kannte, der alles in seiner Hand hat.

Was tut Petrus, als er verstanden hatte, was passiert war?

Als er das begriffen hatte, ging er zu dem Haus, in dem Maria wohnte, die Mutter von Johannes Markus. Dort hatten sich viele Christen aus der Gemeinde zusammengefunden, um zu beten.

Apostelgeschichte 12, Vers 12

Und hier dürfen wir 2 Punkte mitnehmen:

  1. Das ist die wahre Power eines Christen. GEBET. Dadurch öffnen sich Gefängnistüren. Dadurch passieren wundersame Dinge, die nur damit zu erklären sind, dass Gott lebt, immer da ist und Dir und mir zuhört.

  2. Wir müssen diese WAFFE auch nutzen. Die Christen trafen sich in der Nacht. Es gibt keine schlechte Zeit für Gebet. Damals war den Christen klar, wie abhängig sie von Gottes Kraft und seinem Eingreifen waren. Daran hat sich nichts geändert, außer dass wir das oft nicht auf dem Schirm haben.

Apostelgeschichte 11

In diesem Kapitel lernen wir viel über die Anfänge des Christentums. Petrus musste erklären, warum er ins Haus eines Nichtjuden zu Gast war und er erzählt ihnen die Geschichte.

18 Diese Worte überzeugten sie. Sie lobten Gott und sagten: »Gott hat nun also auch den Nichtjuden den Weg zur Umkehr eröffnet, den einzigen Weg, der zum Leben führt.«
19 Fast alle Gläubigen waren wegen der beginnenden Verfolgung nach dem Tod von Stephanus aus Jerusalem geflohen und hatten sich über Judäa und Samarien zerstreut. Manche kamen sogar bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia. Sie erzählten aber nur den Juden von Jesus.
20 Lediglich ein paar von ihnen – Männer aus Zypern und Kyrene, die jetzt in Antiochia lebten – verkündeten auch den Nichtjuden die rettende Botschaft von Jesus, dem Herrn.
21 Der Herr wirkte mächtig durch sie, und so wandten sich ihm viele Menschen zu und glaubten an ihn.
22 Als die Gemeinde in Jerusalem davon erfuhr, schickte sie Barnabas nach Antiochia.
23 Der kam in die Stadt und erkannte voller Freude, was Gott in seiner Gnade getan hatte. Barnabas ermutigte die Gläubigen, fest und entschlossen in ihrem Glauben an den Herrn zu bleiben.
24 Er war ein vorbildlicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und stark im Glauben. So begannen damals viele Menschen Jesus, dem Herrn, zu vertrauen.

Apostelgeschichte 11, Verse 18-24

Ich glaube, dass es gut ist, immer wieder mal zu schauen, wie alles begann. Um sich vor allem daran zu erinnern, worum es geht. 2 Schlüsselverse hab ich mir dabei rausgesucht:

Der Herr wirkte mächtig durch sie, und so wandten sich ihm viele Menschen zu und glaubten an ihn.

Apostelgeschichte 11, Vers 21

So begannen damals viele Menschen Jesus, dem Herrn, zu vertrauen.

Apostelgeschichte 11, Verse 24 zweiter Teil

Gott ist am Zug. Er wirkt. Und zwar mächtig. Gott ist die Ursache. Unser Vertrauen zu ihm ist die Wirkung. Wenn Dein und mein Vertrauen kleiner wird, dann ist das eine Auswirkung von den Fragen, die wir uns stellen.

Frag Dich: Wo ist Gott überall am Werk? Damit kümmerst Du dich am Besten um Deinen Glauben.

Apostelgeschichte 10

Petrus wird nach Cäsarea gerufen. Dort lebt der römische Hauptmann Kornelius, der sich zu Gott bekennt und ihn ehrt. Israel war immer das Volk Gottes und wird es auch immer bleiben, aber Gott wollte niemals nur ein Volk sein Eigen nennen, sondern die ganze Welt sollte in seinem Frieden leben und unter seinem Segen leben.

Petrus geht also zu diesem Hauptmann und verkündet dort die Nachricht, was es mit Jesus auf sich hat. Und dann lesen wir:

44 Petrus hatte seine Rede noch nicht beendet, da kam der Heilige Geist auf alle, die ihm zuhörten. 45 Die jüdischen Christen, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass Gott auch Nichtjuden den Heiligen Geist schenkte.
46 Denn sie hörten, wie die Menschen in fremden Sprachen redeten und Gott lobten. Da wandte sich Petrus an seine Begleiter:
47 »Wer könnte ihnen jetzt noch die Taufe verweigern, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?«
48 Und er ließ alle auf den Namen von Jesus Christus taufen. Danach baten sie Petrus, er möge noch einige Tage bei ihnen bleiben.

Apostelgeschichte 10, Verse 44-48

Die jüdischen Christen konnten es kaum fassen. Das ist auch ein Bild von mir und wahrscheinlich auch von dir. Wir können es kaum fassen, welche großartigen Dinge passieren, wenn wir Gott wirken lassen. Oft bin ich gefangen in meinem Denken und kann mir so Vieles nicht mal vorstellen. Gott ist so viel größer, als ich. Seine Gedanken sind so viel größer als meine. Diese Tatsache kombiniert damit, dass Gott mich liebt, darüber lohnt es sich öfter mal nachzudenken und zu genießen.

Apostelgeschichte 9

Saulus wird auf seiner Reise nach Damaskus aufgehalten. Jesus begegnet ihm. Saulus wird blind und nachdem Hananias den Auftrag bekommt, zu Saulus zu gehen, kann Saulus wieder sehen und lässt sich taufen.

20 Gleich nach seiner Taufe begann er, in den Synagogen zu predigen und zu verkünden, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
21 Seine Zuhörer waren fassungslos. Ungläubig fragten sie: »Ist das nicht der, von dem alle in Jerusalem, die sich zu Jesus bekennen, so erbarmungslos verfolgt wurden? Und ist er nicht hergekommen, um die Anhänger dieses Mannes auch hier in Damaskus zu verhaften und an die obersten Priester in Jerusalem auszuliefern?«
22 Saulus aber konnte immer überzeugender beweisen, dass Jesus der versprochene Retter ist, so dass die Juden in Damaskus dem schließlich nichts mehr entgegenzusetzen hatten.
23 Deshalb beschlossen sie nach einiger Zeit, Saulus zu töten.

Apostelgeschichte 9, Verse 20-23

Gott rekrutiert sich einen Hardcore Gegner der Christen. Innerhalb kürzester Zeit wird der Jäger zum Gejagten. Saulus geht nach Jerusalem und auch dort dauert es nicht lange, bis die Juden ihm nach dem Leben trachten.

Die Fakten der Botschaft von Jesus sind so krass und Saulus kann es derart klar kommunizieren, dass die einzige Option für die Juden darin besteht, es wie immer zu machen. Mord und Totschlag. Statt sich die Ursache anzuschauen und wirklich die Lösung ihres Problems zu finden, konzentrieren sie sich auf die Wirkung. Ganz nach dem Motto: Wenn mir die Botschaft nicht gefällt, dann töte ich eben den Boten.

Ich weiß nicht, was die Juden gedacht haben, aber wirklich intelligent haben sie nicht darüber nachgedacht. Vermutlich war es Stolz. Wie ständen sie dann vor den Menschen da, wenn sie eingestehen würden, dass sie komplett falsch lagen?

Und das ist richtig crazy. Manchmal halten wir lieber an unserer Dummheit fest, nur um diese nicht zugeben zu müssen. Bei der heftigsten Entscheidung, wo es um Leben und Tod geht, machen das besonders viele Menschen.

Stolz ist ein richtige Killer. Lass Stolz und Intelligenz in einen Raum. Am Ende wird nur einer rauskommen. Du entscheidest, WER …

Apostelgeschichte 8

1 Saulus war mit der Steinigung von Stephanus völlig einverstanden. Noch am selben Tag setzte eine schwere Verfolgung der Gemeinde in Jerusalem ein. Alle außer den Aposteln flohen und zerstreuten sich in die Landbezirke von Judäa und Samarien.
2 Stephanus wurde von einigen frommen Männern begraben, die für ihn eine große Totenklage hielten.
3 Saulus aber setzte alles daran, die Gemeinde auszurotten. Er ließ die Häuser durchsuchen, Männer und Frauen fortschleppen und ins Gefängnis werfen.
4 Die aus Jerusalem geflohenen Gläubigen verkündeten überall die rettende Botschaft von Jesus.
5 Einer von ihnen war Philippus. Er kam in eine Stadt in Samarien und verkündete den Menschen dort, dass Jesus der von Gott gesandte Retter ist.

Apostelgeschichte 8, Verse 1-5

Wir kennen Paulus, der viele Briefe des neuen Testaments schrieb. Paulus war es auch, der extrem viel gereist ist und die Botschaft weitergebracht hat. Allgemein bekannt als Missionsreisen.

Was mir heute auffiel, Gott gebrauchte ihn schon, bevor er zu Paulus wurde.

Aber das kann man doch nicht gut heißen, dass er die Christen so stark verfolgte. Er setzte alles daran, die Gemeinde auszurotten und das bedeutete er war ein extrem motivierter Gegner der Christen. Das war alles andere als gut.

Gott lässt jedem Menschen den Raum für Entscheidungen. Du kannst Dich für Gott, und Du kannst Dich auch gegen Gott entscheiden. Wenn Du dich gegen ihn entscheidest und das Gegenteil bewirken willst, was Gott schon längst beschlossen hat, dann kannst Du zwar dagegen arbeiten. Aber die Wirkung und das Ergebnis stehen schon fest.

Die Menschen flohen aus Jerusalem und zerstreuten sich. Und dort wo sie dann waren, verbreiteten sie die Botschaft von Jesus. Diese Verfolgung war ein extremer Booster dafür, dass sich das Christentum so rasant ausbreitete.

Apostelgeschichte 7

Stephanus steht vor dem Sanhedrin und fängt an zu erzählen. Er beginnt bei Abraham und endet bei dem Tempel und dann geht’s weiter bei Vers 51:

51 »Ihr seid wirklich unbelehrbar!«, fuhr Stephanus fort. »Ihr habt eure Ohren für Gottes Botschaft verschlossen, und auch euer Herz gehört ihm nicht. Genau wie eure Vorfahren widersetzt ihr euch ständig dem Heiligen Geist.
52 Nennt mir einen einzigen Propheten, den eure Vorfahren nicht verfolgt haben. Sie haben alle umgebracht, die vom Kommen des Retters sprachen. Und diesen Unschuldigen habt ihr nun verraten und ermordet!
53 Gott hat euch durch seine Engel das Gesetz gegeben, aber ihr habt euch nicht danach gerichtet.«
54 Über diese Worte von Stephanus gerieten die Mitglieder des Hohen Rates in maßlose Wut.
55 Stephanus aber blickte, erfüllt vom Heiligen Geist, fest zum Himmel auf und sah dort Gott in seiner Herrlichkeit und Jesus an seiner rechten Seite.
56 »Ich sehe den Himmel offen«, rief Stephanus, »und Jesus, den Menschensohn, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite stehen!«
57 Jetzt schrien sie ihn nieder, hielten sich die Ohren zu, um seine Worte nicht länger hören zu müssen, und stürzten sich auf ihn.
58 Sie zerrten ihn aus der Stadt und begannen, ihn zu steinigen. Die Zeugen, die daran beteiligt waren, legten ihre Obergewänder ab und gaben sie einem jungen Mann namens Saulus, der sie bewachen sollte.

Apostelgeschichte 7, Verse 51-58

Irgendwann können sie sich das nicht mehr anhören. Schon wieder dieser Jesus. An Gottes Seite soll er stehen. Sie schreien ihn nieder, halten sich die Ohren zu, zerren ihn aus der Stadt und steinigen Stephanus. Sie lehnen Jesus wieder ab.

Was wir daraus lernen können:

  1. Eine schlechte Entscheidung wird nicht besser, wenn wir sie nochmal treffen.

  2. Der Heilige Geist lässt uns so handeln wie Jesus Christus. Und Jesus ist nicht nachtragend und hat absolut keinen Durst nach Rache.

59 Noch während die Steine Stephanus trafen, betete er laut: »Herr Jesus, nimm meinen Geist bei dir auf!«
60 Er sank auf die Knie und rief mit lauter Stimme: »Herr, vergib ihnen diese Schuld!« Mit diesen Worten starb er.

Apostelgeschichte 7, Verse 59-60