Archiv des Autors: Amado Vera

Kolosser 3

1 Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite.
2 Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht.
3 Denn für sie seid ihr gestorben, aber Gott hat euch mit Christus zu neuem Leben auferweckt, auch wenn das jetzt noch verborgen ist.
4 Doch wenn Christus, euer Leben, erscheinen wird, dann wird jeder sehen, dass ihr an seiner Herrlichkeit Anteil habt.

Kolosser 3, Verse 1-4

Jeder Mensch braucht Orientierung in seinem Leben, wenn es nicht im Chaos enden soll. Viel zu viele Menschen sind verwirrt. Ohne Klarheit und Ordnung leben sie ihr Leben wie ein Spieler im Casino. Hab ich heute Glück oder hält die Pechsträhne noch an?

Es gibt aber eine Möglichkeit das Leben zu leben, wo Du nicht mehr verlieren kannst. Die Spielregel lautet: Lenke Deine Gedanken auf Gottes himmlische Welt. Schau dahin, wo Jesus Christus jetzt ist. Sitzend an Gottes rechter Seite. Auf dem Ehrenplatz. Das ist Deine und meine Zukunft. Wenn die paar Jährchen hier auf der Erde zuende sind.

5 Also trennt euch ganz entschieden von einem Lebensstil, wie er für diese Welt kennzeichnend ist! Trennt euch von sexueller Unmoral und Ausschweifungen, von Leidenschaften und Lastern, aber auch von der Habgier, die den Besitz für das Wichtigste hält und ihn zu ihrem Gott macht!
6 Gerade mit einem solchen Verhalten ziehen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, seinen Zorn auf sich.
7 Auch ihr habt früher so gelebt und habt euch von diesen Dingen beherrschen lassen.
8 Aber jetzt ist es Zeit, das alles abzulegen. Lasst euch nicht mehr zum Zorn und zu Wutausbrüchen hinreißen. Schluss mit aller Bosheit! Redet nicht schlecht übereinander und beleidigt niemanden!
9 Hört auf, euch gegenseitig zu belügen. Ihr habt doch euer altes Leben mit allem, was dazugehörte, wie alte Kleider abgelegt.
10 Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott ist beständig in euch am Werk, damit ihr immer mehr seinem Ebenbild entsprecht, nach dem er euch geschaffen hat. So habt ihr Gemeinschaft mit Gott und versteht immer besser, was ihm gefällt.
11 Dann ist unwichtig, ob einer Grieche oder Jude ist, beschnitten oder unbeschnitten, ob er aus einem anderen Kulturkreis oder aus einem Nomadenvolk stammt, ob er ein Sklave oder Herr ist. Wichtig ist einzig und allein Christus, der in allen lebt.

Kolosser 3, Verse 5-11

Paulus schreibt, das wir unseren alten Lebensstil, der charakteristisch für die Welt ist, ablegen sollen. So wie alte Klamotten. Die passen einfach nicht mehr. Da juckt der Kragen. Der Stoff piekst und hinterlässt ziemlich unangenehme Flecken auf der Haut. Diese Sachen kannst Du einfach nicht mehr tragen. Allein bei den Gedanke an diese Klamotten, zieht sich Dein Körper zusammen. Bleib mir bloß weg mit dem Zeug.

Zu dem neuen Menschen, den Gott aus Dir gemacht hat, gehören auch neue Klamotten. Richtig angenehme Sachen. Du ziehst sie an und denkst Dir: „Ein Traum!“ Und diese neuen Sachen stehen für die Gemeinschaft mit Gott. Und je mehr Du in dieser Gemeinschaft lebst, desto mehr wird Dir klar: „Das Einzige das wirklich von Bedeutung ist: Jesus Christus lebt in mir!“ Diese neuen Sachen zieh ich nicht mehr aus!

12 Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld.
13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn jemand euch Unrecht getan hat. Denn auch Christus hat euch vergeben.
14 Wichtiger als alles andere ist die Liebe. Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. Sie ist das Band, das euch verbindet.
15 Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus. Dankt Gott dafür!
16 Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren!
17 All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.

Kolosser 3, Verse 12-17

Zum Schluss beschreibt Paulus, dann die Auswirkungen von dieser herrlich passenden Kleidung. Dieser himmlischen Garderobe. Dem göttlichen Outfit. Herzliches Mitgefühl, Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld bestimmen Dein Leben. Einander ertragen und gegenseitige Vergebung ist ein Standard. Liebe verbindet und macht das Leben zu einem reichen Leben ohne Mangel. Die genialste Botschaft der Welt ist allgegenwärtig und bewirkt in Dir eine überströmende Freude. Eine Freude, die Dich singen, tanzen und feiern lässt.

Kolosser 2

Ich nehme ja sonst immer ein Ausschnitt, einige Verse die mich besonders ansprechen und teile meine Gedanken dazu. Heute spricht mich das gesamte Kapitel an. Die Dinge, die ich besonders interessant finde, markiere ich fett.

1 Ihr sollt wissen, wie sehr ich um euch kämpfe, auch um die Gemeinde in Laodizea und um all die anderen, die mich persönlich noch gar nicht kennen.
2 Ja, ich setze mich dafür ein, dass Gott euch allen Mut und Kraft gibt und euch in seiner Liebe zusammenhält. Er schenke euch tiefes Verstehen, damit ihr die ganze Größe seines Geheimnisses erkennt. Dieses Geheimnis ist Christus.
3 In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.
4 Ich sage das, damit ihr euch von niemandem durch wohlklingende Worte auf einen falschen Weg bringen lasst.
5 Zwar bin ich weit von euch entfernt, aber im Geist bin ich mit euch allen verbunden. Ich bin glücklich, wenn ich sehe, wie fest ihr zusammensteht und wie unerschütterlich ihr an Christus glaubt.
6 Ihr habt Jesus Christus als euren Herrn angenommen; nun lebt auch in der Gemeinschaft mit ihm. 7 Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben, und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Haltet fest an dem Glauben, den man euch lehrte. Für das, was Gott euch geschenkt hat, könnt ihr ihm gar nicht genug danken.
8 Passt auf, dass ihr nicht auf Weltanschauungen und Hirngespinste hereinfallt. All das haben sich Menschen ausgedacht; aber hinter ihren Gedanken stehen dunkle Mächte und nicht Christus.
9 Nur in Christus ist Gott wirklich zu finden, denn in ihm lebt er in seiner ganzen Fülle.
10 Deshalb lebt Gott auch in euch, wenn ihr mit Christus verbunden seid. Er ist der Herr über alle Mächte und Gewalten.
11 Durch euren Glauben an Christus habt ihr euer altes, sündiges Leben aufgegeben. Nun seid auch ihr Beschnittene – nicht durch eine äußerliche Beschneidung, wie Menschen sie vornehmen, sondern durch die Beschneidung, wie ihr sie durch Christus erfahren habt.
12 Damit meine ich die Taufe, die euer altes Leben beendet hat; durch sie wurdet ihr mit Christus begraben. Ebenso seid ihr auch mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferstehen ließ.
13 Früher wart ihr gewissermaßen unbeschnitten, denn ihr habt euch von eurer sündigen Natur bestimmen lassen und wart durch eure Schuld von Gott getrennt. In seinen Augen wart ihr tot, aber er hat euch mit Christus lebendig gemacht und alle Schuld vergeben.
14 Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, für ungültig erklärt. Ja, er hat ihn zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt und somit auf ewig vernichtet.
15 Auf diese Weise wurden die Mächte und Gewalten entwaffnet und in ihrer Ohnmacht bloßgestellt, als Christus über sie am Kreuz triumphierte.
16 Darum lasst euch keine Vorschriften machen über eure Ess- und Trinkgewohnheiten oder bestimmte Feiertage, über den Neumondtag und über das, was man am Sabbat tun darf oder nicht.
17 Das alles sind nur schwache Abbilder, ein Schatten von dem, was in Christus Wirklichkeit geworden ist.
18 Lasst eure Rettung deshalb von niemandem in Frage stellen. Schon gar nicht von solchen Leuten, die sich in falsch verstandener Demut gefallen, Engel zu verehren, und sich dabei stolz auf ihre Visionen berufen! Diese Menschen haben nicht den geringsten Grund, sich derart aufzuspielen. Sie drehen sich ja doch nur um sich selbst
19 und halten sich nicht mehr an Christus, der doch das Haupt der Gemeinde ist. Denn nur von ihm her kann die Gemeinde als sein Leib zusammengehalten werden und – gestützt durch die verschiedenen Gelenke und Bänder – so wachsen, wie Gott es will.
20 Wenn ihr nun mit Christus gestorben seid, dann seid ihr auch von den Mächten und Zwängen dieser Welt befreit. Weshalb unterwerft ihr euch dann von neuem ihren Forderungen und lebt so, als wäre diese Welt für euch maßgebend?
21 Weshalb lasst ihr euch vorschreiben: »Du darfst dieses nicht anfassen, jenes nicht essen und musst dich von ganz bestimmten Dingen fernhalten«?
22 Sie alle sind doch dazu da, dass man sie für sich nutzt und verzehrt. Warum also lasst ihr euch noch Vorschriften von Menschen machen?
23 Möglich, dass manche, die danach leben, den Anschein von Weisheit erwecken. Schließlich glänzen sie mit ihrer selbst erdachten Frömmigkeit, geben sich dabei auch noch bescheiden und schonen bei asketischen Übungen ihren Körper nicht. Doch das alles bringt uns Gott nicht näher, sondern es dient ausschließlich menschlichem Ehrgeiz und menschlicher Eitelkeit.

Kolosser 2

Herrlich, wie Paulus alle auseinander nimmt, die sich nicht zu 100 % auf Jesus Christus verlassen. Einfach fantastisch, wie nach dem Lesen, das eigene ICH verschwindet und Christus in den Vordergrund rückt. Es ist so erfrischend und befreiend, zu erkennen, wie groß Jesus ist und wie überragend sein Erlösungswerk ist. Ich habe öfter das Gefühl, dass wir als Christen den neuen Bund in Christus nur so halb angenommen haben. Wir freuen uns, dass wir keine Tiere mehr opfern müssen, weil Jesus die endgültige Erlösung geschaffen hat. Aber so ein bisschen was müssen wir doch auch tun und damit versuchen wir noch so halb im Alten Bund zu leben, wo es darauf ankommt, wie ich performe und wie gut ich die Gesetze einhalten kann. Gewissermaßen ein Mix aus beiden Verträgen.

Vielleicht hast Du, obwohl Du Christ bist, auch noch Probleme, Gottes Gnade für Dich in Anspruch zu nehmen. Dann denke mal über diese Fragen nach:

Warum lebst du so, wie du lebst? Weil du die Eintrittskarte für den Himmel bekommen bzw. nicht verlieren willst? Oder weil Du die Eintrittskarte für den Himmel bereits bekommen hast?

Falls du ganz pfiffig bist und sagst: Weil ich sie bekommen hab und nicht verlieren will. Dann hier die nächste Frage: Was davon motiviert Dich mehr? Angst oder Liebe? Und was lehrt die Bibel? Was soll Dein Leben bestimmen? Angst oder Liebe?

Kolosser 1

Wenn man die Briefe des Paulus so nacheinander liest, denkt man: „Warte mal, das kommt mir bekannt vor.“ Paulus und Timotheus schreiben auch an die Kolosser, dass sie für sie danken, jedes mal wenn sie für sie beten. Für ihren Glauben und die Liebe durch die sie mit allen Christen verbunden sind. Paulus feiert auch in diesem Brief Jesus. Für das was er getan hat und für das was er ist.

15 Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Als sein Sohn steht er über der ganzen Schöpfung und war selbst schon längst vor ihr da.
16 Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist: Sichtbares und Unsichtbares, Königreiche und Mächte, Herrscher und Gewalten. Ja, alles ist durch ihn geschaffen und vollendet sich schließlich in ihm.
17 Denn Christus war vor allem anderen; und alles hat nur durch ihn Bestand.
18 Er ist das Haupt der Gemeinde, die sein Leib ist. Er ist der Ursprung allen Lebens und zugleich der Erste, der vom Tod zu einem unvergänglichen Leben auferstand. So sollte er in jeder Hinsicht an erster Stelle stehen.
19 Denn Gott hat beschlossen, mit seiner ganzen Fülle in ihm zu wohnen
20 und alles im Himmel und auf der Erde durch ihn mit sich zu versöhnen. Ja, Gott hat Frieden gestiftet, als Jesus am Kreuz sein Blut vergoss.

Kolosser 1, Verse 15 – 20

Alles ist durch Jesus Christus erschaffen. Alles hat nur durch ihn Bestand. Er ist der Ursprung allen Lebens.

26 Ihr habt erfahren, was von Anfang der Welt, ja, was der gesamten Menschheit vor euch verborgen war: ein Geheimnis, das jetzt allen Christen enthüllt worden ist.
27 Dabei geht es um ein unbegreifliches Wunder, das Gott für alle Menschen auf dieser Erde bereithält. Ihr, die ihr zu Gott gehört, dürft dieses Geheimnis verstehen. Es lautet: Christus lebt in euch! Und damit habt ihr die feste Hoffnung, dass Gott euch Anteil an seiner Herrlichkeit gibt.
28 Diesen Christus verkünden wir. Mit aller Weisheit, die Gott mir gegeben hat, ermahne ich die Menschen und unterweise sie im Glauben, damit jeder Einzelne durch die Verbindung mit Christus reif und mündig wird.

Kolosser 1, Verse 26 – 28

Du bist Christ? Dann ist das Dein Geheimnis. Das ist die Wahrheit, die Dein Leben bestimmt. Jesus Christus lebt in Dir. Das ist Deine Hoffnung. Deine feste Hoffnung. Also nicht so, wie wir das Wort „hoffentlich“ benutzen. Sondern Jesus ist Deine unerschütterliche Gewissheit, dass Gott Dich in seiner Herrlichkeit willkommen heißt. Mit Jesus hast Du Anteil bekommen an Gottes Herrlichkeit. Jesus Christus, der alles erschaffen hat. Durch den alles zusammengehalten wird. Er, der der Ursprung allen Lebens ist, lebt in Dir. Wenn das keine Botschaft ist, bei der Du aufspringen willst und anfängst zu Feiern, dann … … lies es einfach wieder und wieder …

Philipper 4

4 Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!
5 Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald!
6 Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!
7 Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.
8 Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.

Philipper 4, Verse 4-8

Freu Dich! Freu Dich! Freu Dich! Wenn Du zu Jesus Christus gehörst, hast Du jeden Tag mindestens 1 Grund zur Freude. Jeden Tag, den ganzen Tag.

Heute wollen wir uns mal mit Vers 8 beschäftigen:

Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.

Philipper 4, Vers 8

Ich war früher so unterwegs, dass ich mich auf meine Sünden konzentriert hab. Nach dem Motto: Bloß nicht wieder tun. Das ist so was von kontraproduktiv. Das ergibt absolut keinen Sinn. Mein Gehirn und Dein Gehirn funktionieren so nicht. Als Faustregel kannst Du mitnehmen:

Das Wort „Nicht“ existiert im Gehirn vor allem beim Denken nicht. Also je mehr Du denkst: Das will ich nicht mehr tun. Desto mehr zieht es Dich genau dahin. Bei Kindern machst Du es meist instinktiv richtig: Du lässt sie gar nicht auf bestimmte Gedanken kommen. Du lenkst sie ab. Genau das Gleiche musst Du auch bei Gedanken an Sünde tun. Du bringst sie vors Kreuz und dann hakst Du sie ab. Besinne Dich darauf, wie groß die Gnade ist. Glaubst Du, dass Gott viel über die Sünde nachdenkt? Über Deine, über meine? Ganz sicher nicht. Gott hat die Lösung für dieses Problem schon vorbereitet, da warst Du noch lange nicht geboren. Damals gab es noch nicht mal Adam und Eva, da war der Plan schon in trockenen Tüchern.

Gott nimmt Sünde nicht mehr als Problem wahr. Er hat’s doch gelöst. Er hat einen Wahnsinns-Preis bezahlt, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Wenn Du noch Probleme mit Sünde hast, dann hast Du in Wirklichkeit keine Probleme mit Sünde, sondern ein Problem mit der Gnade. Beschäftige Dich mit Jesus, der die Gnade perfekt verkörpert. Was ist wahrhaftig, vorbildlich und gerecht? Was ist redlich und liebenswert und hat einen guten Ruf? Wenn diese Dinge in Deinem Kopf, in Deinen Gedanken Platz finden, dann ist es das, worauf Du hinsteuerst. Deine Gedanken sind wie die Zieleingabe beim Navi. Du musst etwas Konkretes eingeben. Niemand gibt in seinem Navi ein, wo er nicht hin will, weil wohin führt es Dich dann? Siehst Du, das ergibt absolut keinen Sinn. Deswegen heißt es immer wieder: Fokus auf Jesus Christus.

Philipper 3

1 Was auch immer geschehen mag, meine lieben Brüder und Schwestern: Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört! Ich werde nicht müde, euch immer wieder dasselbe zu sagen; weiß ich doch, dass es euch Gewissheit gibt.
2 Hütet euch aber vor allen, die versuchen, eure Gemeinde zu zerstören! Sie sind wie bösartige Hunde, diese falschen Lehrer, die euch einreden wollen, dass ihr euch beschneiden lassen müsst, um zu Gottes Volk zu gehören. Dann können sie euch auch gleich verstümmeln!
3 Denn die wahre Beschneidung findet nicht am Körper statt, sondern besteht darin, dass Gott uns seinen Geist geschenkt hat und wir ihm dienen. Wir sind stolz, zu Jesus Christus zu gehören, und verlassen uns nicht länger auf das, was wir selbst tun können.

Philipper 3, Verse 1-3

Paulus schreibt an die wiedergeborenen Christen in Philippi. Du kannst aber auch gerne Deine Stadt einsetzen. Egal, was passiert: Freu Dich. Feier es: Du gehörst zu Gott. Jeder, der versucht, Dir einzureden: Das reicht nicht. Dass Du erst noch bestimmte Dinge tun musst, bevor Du wirklich zu Gott gehörst. Jeder, der das tut, versucht die Gemeinde zu zerstören. Paulus warnt vor solchen Menschen und betont es: Wir verlassen uns nicht länger auf das, was wir selbst tun können.

Und Paulus kannte sich sehr gut damit aus, sich auf sich selber zu verlassen:

4 Ich selbst könnte mich mit größerem Recht als manch anderer auf diese Vorzüge berufen, wenn es wirklich darauf ankäme:
5 Ich wurde am achten Tag nach meiner Geburt beschnitten, wie es das Gesetz vorschreibt. Ich stamme aus dem Volk Israel und sogar aus dem Stamm Benjamin. Von Geburt an bin ich Hebräer wie schon alle meine Vorfahren. Außerdem gehörte ich zu den Pharisäern, der Gruppe, die am strengsten darauf achtet, dass Gottes Gesetz eingehalten wird.
6 Ich setzte mich mit großem Eifer für Gott ein und verfolgte deshalb sogar die christliche Gemeinde. Die Regeln des Gesetzes erfüllte ich bis in alle Einzelheiten, so dass niemand mir etwas vorwerfen konnte.

Philipper 3, Verse 4-6

7 Aber seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe.
8 Denn das ist mir klar geworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Um seinetwillen habe ich das alles hinter mir gelassen; es ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe.
9 Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein. Deshalb versuche ich jetzt nicht mehr, durch meine eigene Leistung und durch das genaue Befolgen des Gesetzes vor Gott zu bestehen. Was zählt, ist, dass ich durch den Glauben an Christus von Gott angenommen werde. Darauf will ich vertrauen.
10 Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen: Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat.
11 Dann werde ich auch mit allen, die an Christus glauben, von den Toten auferstehen.

Philipper 3, Verse 7-11

Diese Begeisterung von Jesus Christus ist phänomenal. Ich glaube, wir müssen uns viel mehr mit dieser Person beschäftigen. Niemand hat mehr bewirkt auf dieser Erde und dabei dauerte sein öffentliches Wirken nur 3 Jahre. Kein anderer Mensch hat so eine Auswirkung auf die gesamte Menschheit gehabt. Ich denke, Paulus war begeistert, weil er sich intensivst mit Jesus Christus auseinandersetzte. Er war ja bereits ein studierter Mann und kannte sich aus. Er hatte im Prinzip alles über ihn gelernt, was es in den Schriften über ihn zu lernen gab. Auf dem Weg nach Damaskus begegnete Jesus ihm und ich weiß nicht, wie lange es dauerte. Aber Paulus erkannte: Wow, alles was ich gelernt habe über den Messias, trifft auf Jesus zu. Er ist es. Eine Begegenung mit Jesus und alles andere wird wertlos. Das ist sensationell. Jesus macht das ohne Manipulation. Ohne irgendwelche Tricks. Eine Begegnung reicht und Paulus ändert sein Leben für den Rest seines Lebens und feiert diese Umwandlung ebenfalls für den Rest seines Lebens.

Ich bin überzeugt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. Der Messias, der die Menschheit rettete. Der jeden Einzelnen rettet, wenn er oder sie die Rettung annimmt. Aber ich glaube meine Begeisterung dafür hat noch Potential nach oben. Und ich denke die Beschäftigung mit ihm leistet einen guten Beitrag dazu. Wobei ich auch hier sagen muss: Gott lebt in mir und er bewirkt das in mir und auch in Dir. Das ist das geniale. Wir müssen Jesu Leben nicht ohne ihn studieren. Du kannst es Dir so vorstellen, als würdest Du alle Informationen für eine Biographie zusammen suchen. Über eine Person, die Du kennst. Mit der Du sogar befreundet bist. Und mit der Du jederzeit sprechen kannst. Viel Spaß und viele Erkenntnisse beim Studieren, damit wir immer begeisterter werden von IHM.

Philipper 2

12 Was schließen wir daraus, liebe Freunde? Ihr habt immer befolgt, was ich euch weitergegeben habe. Hört aber nicht nur auf mich, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht während meiner Abwesenheit. Arbeitet mit Furcht und Zittern an eurer Rettung.
13 Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.
14 Bei allem, was ihr tut, hütet euch vor Nörgeleien und Rechthaberei.
15 Denn euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht.
16 Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt. Wenn Jesus Christus dann kommt, kann ich stolz auf euch sein, dass ich nicht umsonst bei euch gewesen bin und mich nicht vergeblich um euch gemüht habe.

Philipper 2, Verse 12-16

Mit Furcht und Zittern. Ich kann den Vers 12 lesen und mir denken: „Aha, hier steht es doch. Ich muss Angst haben und zittern. Werd ich es schaffen, passend für den Himmel zu sein oder nicht?“

Oder ich lese den 13ten Vers auch noch und da steht: Gott bewirkt beides in mir. Sodass ich es will und auch kann. Und dann gibt es noch andere Übersetzungen, die helfen ein stimmiges Bild zu erzeugen.

NGÜ 2011:

12 Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit.
13 Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.

Philipper 2, Verse 12-13

Ehrfurcht ist auch Furcht. Nur hat sie nichts mit Angst zu tun. Paulus schreibt den Pilippern, dass sie ihren Einsatz bringen sollen. Gott lebt in Dir und bewirkt all das Gute und doch sagt Gott: „Ich hab Dich nicht als Roboter erschaffen und ich werde Dich auch nicht wie einen Roboter behandeln.“ Es gibt zum einen die Rettung, die Jesus am Kreuz vollbracht hat und es gibt die Auswirkungen davon. Wie krass lässt Du Jesu Erlösungswerk in Deinem Leben wirken? Welchen Einfluss hat dieses Werk auf Dein Leben? Bekommt es immer mehr Einfluss? Bekommt Er immer mehr Einfluss?

Paulus freut sich über die Philipper. Er spricht davon, dass sie Gott gehorsam waren. Der Heilige Geist konnte sie leiten und großen Einfluss nehmen. Und er macht sozusagen Werbung dafür, diesen Lebensstil weiter zu erhalten und auszubauen. An der krassesten Stelle, wo wir uns als „guter Christ“ selber auf die Schultern klopfen wollen, weil es kommt ja schon auf mich an. Da nimmt Paulus den Wind aus den Segeln und sagt: Gott ist am Werk.

Also darfst Du an den Auswirkungen mitarbeiten. Nicht direkt am Erlösungswerk selber. Das ist bereits seit ca. 2000 Jahren geschehen. Was sind denn zum Besipiel Auswirkungen, an denen wir mitarbeiten können?

14 Bei allem, was ihr tut, hütet euch vor Nörgeleien und Rechthaberei.
15 Denn euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht.
16 Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt. Wenn Jesus Christus dann kommt, kann ich stolz auf euch sein, dass ich nicht umsonst bei euch gewesen bin und mich nicht vergeblich um euch gemüht habe.

Philipper 2, Verse 14-16

Stimmst Du in das Klagelied Deiner Arbeitskollegen ein? Musst Du immer Recht haben? Unterscheidet sich Dein Leben von Menschen, die Gott nicht kennen?

Wir können Wegweiser sein oder weg-Weiser. Hilft Dein Leben anderen Menschen Gott zu erkennen oder hilft es anderen Menschen „gute“ Entschuldigungen zu finden, warum Gott wohl doch nicht die Lösung ist?

Philipper 1

9 Ich bete darum, dass eure Liebe immer reicher und tiefer wird und dass ihr immer mehr Einsicht und Verständnis erlangt.
10 So lernt ihr entscheiden, wie ihr leben sollt, um an dem Tag, an dem Jesus Christus Gericht hält, untadelig und ohne Schuld vor euren Richter treten zu können.
11 Alles Gute, was Christus in einem von Schuld befreiten Leben schafft, wird dann bei euch zu finden sein. Und das alles zu Gottes Ehre und zu seinem Lob!

Philipper 1, Verse 9-11

Paulus betet auch für die Philipper. Und auch hier wieder um Liebe. Dass diese mehr Tiefe gewinnt. Und dass die Philipper immer mehr Einsicht und Verständnis bekommen. Wofür das Ganze?

Um gute Entscheidungen zu treffen. Damit sie untadelig und ohne Schuld vortreten können, wenn es einmal so weit ist. Wenn alle Menschen vor Jesus Christus erscheinen müssen.

Der Eindruck könnte hier entstehen, dass wir etwas zu unserer Erlösung beisteuern müssten. Schaut man in die Schlachter oder Luther-Übersetzung, stehen dort Worte wie unanstößig bzw. ohne Anstoß. Es geht nicht darum, dass Du durch Dein vorbildliches Leben gerettet wirst. Sondern dass es offensichtlich wird: So wie der Typ lebt, das kann kein Mensch. Jesus Christus ist in diesem Leben am Werk.

Weil alles Gute und auch Deine guten Entscheidungen ganz klar nicht von Dir kommen. Damit dient Dein Leben dazu, Gott anzuerkennen. Ihn zu feiern. Am Ende geht es immer darum Gott zu loben und ihn zu ehren. Und der Weg dahin führt über Liebe. Je mehr Du lieben kannst, ohne irgendwelche Erwartungen und Bedingungen, desto klarer wird es. Gott lebt in Dir.

Epheser 6

10 Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen!
11 Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.
12 Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.
13 Darum nehmt all die Waffen, die Gott euch gibt! Nur gut gerüstet könnt ihr den Mächten des Bösen widerstehen, wenn es zum Kampf kommt. Nur so könnt ihr das Feld behaupten und den Sieg erringen.
14 Bleibt standhaft! Die Wahrheit ist euer Gürtel und Gerechtigkeit euer Brustpanzer.
15 Macht euch bereit, die rettende Botschaft zu verkünden, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat. Wörtlich: Habt an den Füßen die Schuhe der Bereitschaft angezogen, das Evangelium des Friedens (zu verkünden).
16 Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Teufels wirkungslos abprallen.
17 Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt. Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch sein Geist gibt.
18 Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.

Epheser 6, Verse 10-18

Ich denke, über die Waffenrüstung wurde schon so manche Predigt gehalten. Worauf ich heute aufmerksam geworden bin: Du brauchst das Komplett-Paket. Ich brauche das Komplett-Paket. Wir sind in einem Krieg. Lass den Helm weg und Dir wird in den Kopf geschossen. Lass den Brustpanzer weg, geht der Pfeil direkt in Dein Herz. Lass das Schwert weg und Du läufst als Zielscheibe durch Dein Leben ohne die Möglichkeit den Feind in die Flucht zu schlagen. Ohne Gürtel stehst Du schnell nackt auf dem Schlachtfeld. Ohne Dein Schild bist Du extrem angreifbar und ziemlich ungeschützt. Ein feuriger Pfeil in der Hand oder im Hals schränkt Dich schnell ein. Und ohne Schuhe kannst Du Deinen Job nicht erfüllen. Möglicherweise läufst Du dann herum, wie jemand der ganz dringend auf Toilette muss.

Das sind krasse Bilder. Lies Dir den Bibeltext nochmal durch und verinnerliche diese Bilder.

Helm – Gewissheit, dass Jesus Christus Dich gerettet hat.
Lass den Helm weg und Dir wird in den Kopf geschossen.

Brustpanzer – Gerechtigkeit
Lass den Brustpanzer weg, geht der Pfeil direkt in Dein Herz.

Schwert – Gottes Wort
Lass das Schwert weg und Du läufst als Zielscheibe durch Dein Leben ohne die Möglichkeit den Feind in die Flucht zu schlagen.

Gürtel – Wahrheit
Ohne Gürtel stehst Du schnell nackt auf dem Schlachtfeld.

Schild – Glauben
Ohne Dein Schild bist Du extrem angreifbar und ziemlich ungeschützt. Ein feuriger Pfeil in der Hand oder im Hals schränkt Dich schnell ein.

Schuhe – Bereitschaft, die rettende Botschaft zu verkünden, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat.
Und ohne Schuhe kannst Du Deinen Job nicht erfüllen. Möglicherweise läufst Du dann herum, wie jemand der ganz dringend auf Toilette muss.

Genial finde ich wieder, wie einfach die Lösung ist. Und sie liegt nicht darin penibel darauf zu achten: Sitzt der Helm noch? Wo hab ich denn mein Schild abgestellt? Bloß nicht den Gürtel verlieren…

Die Lösung ist wie immer im Bibeltext. Der Rahmen zeigt Dir die Lösung.
Vers 10 und 18:

Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen!

Epheser 6, Vers 10

Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.

Epheser 6, Vers 18

Überraschung: Es geht wieder nicht um Dich und auch nicht um Deine Waffenrüstung. Es ist Gottes Waffenrüstung. Du musst nur mit ihm verbunden sein. Das macht Dich stark. Nicht Du rüstest Dich für den Krieg. Sondern du lässt Dich mit seiner Macht und Stärke erfüllen. Das tust Du, indem Du mit Gott im Gespräch bleibst. Hör nie auf zu beten.

Epheser 5

1 Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen.
2 Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben, und dies war für Gott wie ein wohlriechendes Opfer, an dem er Freude hat.
3 Ihr gehört nun zu Gott. Da passt es selbstverständlich nicht mehr, sich sexuell unmoralisch zu verhalten, ausschweifend zu leben oder alles haben zu wollen. Über so etwas sollt ihr nicht einmal reden!
4 Genauso wenig ist Platz für Beleidigungen, Sticheleien oder zweideutiges Gerede. Vielmehr sollt ihr Gott danken und ihn loben.
5 Denn eins ist klar: Wer ein sexuell unmoralisches, schamloses Leben führt, für den ist kein Platz in dem Reich, in dem Gott und Christus herrschen. Das gilt auch für alle, die habgierig sind; denn Habgier ist nichts anderes als Götzendienst.
6 Lasst euch von niemandem verführen, der euch durch sein leeres Geschwätz einreden will, dass dies alles harmlos sei. Gerade mit einem solchen Verhalten ziehen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, seinen Zorn auf sich.

Epheser 5, Verse 1-6

Paulus erzählt viel von Gnade und weil das so ist, schimmert sie immer irgendwie durch, bei allem was er sagt und schreibt. An dieser Stelle zeigt er, für welche Dinge Du und ich keinen Platz mehr in unserem Leben haben, wenn die Liebe Gottes uns zu seinen Kindern gemacht hat. Gott lebt in Dir und damit repräsentierst Du ihn. Andere Menschen schauen auf Dich und können Gott sehen. Egal, was Du tust, es hat immer eine Relevanz. Alles, was Du tust, ist bedeutend, vor allem wenn Du Gott repräsentierst. Wenn Dir jemand was Anderes erzählt, dann ist das eine Lüge.

15 Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen.
16 Nutzt die Zeit, so gut ihr könnt, denn wir leben in einer schlimmen Zeit.
17 Seid nicht verbohrt; sondern begreift, was der Herr von euch will!
18 Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben. Lasst euch vielmehr von Gottes Geist erfüllen.
19 Ermutigt einander durch Psalmen, Lobgesänge und Lieder, wie sie euch Gottes Geist schenkt. Singt für den Herrn und jubelt aus vollem Herzen!
20 Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles!

Epheser 5, Verse 15-20

Vers 18 zeigt, wie es geht: Statt Dich zu besaufen, lass Dich mit Gotter Geist erfüllen. Anstatt den Fokus auf diese Welt zu richten, erinnere Dich an die Zukunft und an die Welt, in der Du ewig leben wirst. Das ist der Schlüssel. Und der führt uns zu den nächsten beiden Versen:

Ermutigt einander durch Psalmen, Lobgesänge und Lieder, wie sie euch Gottes Geist schenkt. Singt für den Herrn und jubelt aus vollem Herzen!
Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles!

Epheser 5, Verse 19-20

In anderen Worten: Behalte den Fokus auf den Ewigen. Und Du hast immer einen Grund zum Feiern.

Epheser 4

In diesem Kapitel hebt Paulus die Einheit in Christus hervor. Nachdem er dies getan hat, schreibt er wie unser Leben als Christ aussehen soll.

17 Darum fordere ich euch im Namen des Herrn eindringlich auf: Lebt nicht länger wie Menschen, die Gott nicht kennen! Ihr Denken ist verkehrt und führt ins Leere,
18 ihr Verstand ist verdunkelt. Sie wissen nicht, was es bedeutet, mit Gott zu leben, und ihre Herzen sind hart und gleichgültig.
19 Ihr Gewissen ist abgestumpft, deshalb leben sie ihre Leidenschaften aus. Sie sind zügellos und in ihrer Habgier unersättlich.
20 Aber ihr habt gelernt, dass ein solches Leben mit Christus nichts zu tun hat.

Epheser 4, Verse 17-20

Wenn Du Gott kennst, dann tu nicht so, als ob das nicht stimmen würde. Lebe authentisch. Sei Dir bewusst, wer in Dir lebt und dann sei ganz Du selbst. Diesen Rat hört man ja öfter: „Hör auf Dein Herz. Sei einfach Du selbst.“ Und ich muss sagen. Tu das. Eine Voraussetzung musst Du allerdings mitbringen:

Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht. Ihr seid nun zu neuen Menschen geworden, die Gott selbst nach seinem Bild geschaffen hat. Jeder soll erkennen, dass ihr jetzt zu Gott gehört und so lebt, wie es ihm gefällt.

Epheser 4, Vers 24

Wenn Du Gott kennst und liebst, dann tu das, was Er in Dir bewirkt. In diesem Sinne sei ganz Du selbst. Wenn Du das nicht zusammenbekommst und das irgendwie nicht stimmig klingt, dann vielleicht, weil Du so drauf bist wie ich. Ich sehe mich noch die meiste Zeit getrennt von Gott. Aber das ist nicht die Wahrheit. Er lebt in mir. Mit seiner ganzen Fülle.

25 Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde von Jesus.
26 Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.
27 Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften.

Epheser 4, Verse 25-27

Ich bin in der Lage dem Teufel die Grundlage zu entziehen. Das ist interessant. Seine Arbeit besteht zu großen Teilen darin: Streit und Feindseligkeit zu liefern. Wenn es wieder klingelt und der Teufel steht mit einem großen Paket „Krach und Zoff“ da und ein paar kleineren Päckchen „Missmut und Uneinigkeiten“. Dann verweigere die Annahme. Zieh ab, das hab ich nicht bestellt. Vers 26, und auch 31 und 32 zeigen Dir, wie Du das machen kannst.

31 Mit Bitterkeit, Wutausbrüchen und Zorn sollt ihr nichts mehr zu tun haben. Schreit einander nicht an, redet nicht schlecht über andere und vermeidet jede Feindseligkeit.
32 Seid vielmehr freundlich und barmherzig und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.

Epheser 4, Verse 31-32

Lass die bedingunglose Liebe Gottes aus Dir sprechen und vergib. Damit lässt Du den Teufel verdattert zurück und er bleibt chancenlos.