Archiv der Kategorie: Jakobus

Jakobus 5

1 Nun zu euch, ihr Reichen! Weint und klagt über all das Elend, das über euch hereinbrechen wird! 2 Euer Reichtum verrottet, und die Motten zerfressen eure kostbaren Kleider.
3 Euer Gold und Silber verrostet, und ihr Rost wird euch anklagen. Ja, ihr werdet selbst vergehen wie euer Reichtum. Warum habt ihr euch – jetzt, wo die letzten Tage dieser Welt angebrochen sind – bloß Schätze angehäuft?
4 Der Herr, der allmächtige Gott, hat den Schrei eurer Erntearbeiter gehört, die ihr um ihren verdienten Lohn betrogen habt.
5 Euch dagegen ist es auf dieser Erde gut ergangen, ihr habt in Saus und Braus gelebt und euch gemästet, obwohl euer Schlachttag doch längst vor der Tür stand.
6 Unschuldige habt ihr verurteilt und umgebracht, und sie haben sich nicht gegen euch gewehrt.

Jakobus 5, Verse 1-6

Es gibt viel Ungerechtigkeit. Wenn Du mit offenen Augen durch die Welt läufst, siehst Du: Vieles läuft falsch. Auch wenn wir mal wütend sind auf all die Menschen, die Andere ausbeuten. Es kommt der Tag, wo wieder Gerechtigkeit herrschen wird und wo sich böse Menschen für ihre Taten verantworten müssen.

Wir leben in der Endzeit. Den letzten Tagen dieser Welt. Wo liegt Dein Fokus? Auf der restlichen Zeit, die Du hier auf der Erde hast oder auf der Ewigkeit? Schätze sammeln ist gut. Aber wo sammel ich die Schätze? Das Problem, wenn ich sie hier auf der Erde anhäufe, ist: Ich kann sie kaum genießen. Gott ist nicht gegen Reichtum. Es gibt niemanden, der reicher ist. Aber Gott ist gegen Dummheit.

Hier ein passendes Zitat dazu:

„Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.“

Jim Elliot

Jakobus 4

1 Wieso gibt es denn bei euch so viel Kämpfe und Streitigkeiten? Kommt nicht alles daher, dass in euch die Leidenschaften und Triebe um die Vorherrschaft kämpfen?
2 Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass; doch gewinnen werdet ihr dadurch nichts. Eure Streitigkeiten und Kämpfe nützen euch gar nichts. Solange ihr nicht Gott bittet, werdet ihr nichts empfangen.
3 Und wenn ihr ihn bittet, wird er euch doch nichts geben. Denn ihr verfolgt üble Absichten: Es geht euch nur darum, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen.
4 Ihr Treulosen! Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wer also ein Freund dieser Welt sein will, der wird zum Feind Gottes.
5 Oder meint ihr, die Heilige Schrift sagt ohne jeden Grund: »Leidenschaftlich wünscht sich Gott, dass der Lebensgeist, den er in uns wohnen lässt, ganz ihm gehört«?
6 Aber was Gott uns schenken will, ist noch viel mehr. Darum heißt es auch: »Die Hochmütigen weist Gott von sich; aber er wendet denen seine Liebe zu, die wissen, dass sie ihn brauchen.«
7 Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen.

Jakobus 4, Verse 1-7

Gott wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Du ihm ganz gehörst. Dass Du und ich unser Leben ganz bewusst leben. Bewusst in dem Sinne: Gott, ich brauche Dich.

Ich kann mich an den Vers 7 erinnern, aber in meinen Ohren klang er immer so:

Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!

Wer hat aufgepasst, wo ist da ein Unterschied? Abgesehen von der Übersetzung. Worauf liegt hier der Fokus. Ich muss widerstehen. Dann flieht er von mir, (weil er Angst vor mir hat.)

So, jetzt nochmal den Vers in der HFA:

Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen.

Jakobus 4, Vers 7

Unterstell Dich Gott. Das ist der Schlüssel, wie du dem Teufel widerstehst. Du kannst nicht alleine gegen den Fürsten dieser Welt antreten und gewinnen.

Seine Erfahrung schlägt deine um Längen. Bei Adam und Eva hatte er schon seinen ersten verheerenden Erfolg und über diese zig Jahre, hat er sehr viele Menschen zu Fall gebracht.

Ordne dich Gott unter. Ganz bewusst, Gott die Führung zu überlassen. Auch wenn du denkst: Hey, ich will das jetzt aber so und so. Wer kennt das? Du kannst dich trotzdem unter seine Herrschaft stellen, weil Gott gut ist. Nicht irgendwie gut. Nicht meistens gut. Sondern vollkommen gut. Und wenn du das tust. Dann kannst du auch dem Teufel widerstehen. Er muss von euch fliehen, heißt es.

Und das ist der Punkt: Wenn Du dich unter Gottes perfekten Willen stellst, jeden Tag neu, immer wieder, ist Dein Sieg vorprogrammiert. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist…

Jakobus 3

1 Liebe Brüder und Schwestern! Es sollten sich nicht so viele in der Gemeinde um die Aufgabe drängen, andere im Glauben zu unterweisen. Denn ihr wisst ja: Wir, die andere lehren, werden von Gott einmal nach besonders strengen Maßstäben beurteilt.
2 Und machen wir nicht alle immer wieder Fehler? Wem es freilich gelingt, nie ein verkehrtes Wort zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen. Denn wer seine Zunge im Zaum hält, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen.
3 So legen wir zum Beispiel den Pferden das Zaumzeug ins Maul. Damit beherrschen wir sie und können das ganze Tier lenken.
4 Und selbst bei den Schiffen, die nur von starken Winden vorangetrieben werden können, bestimmt der Steuermann die Richtung mit einem kleinen Ruder.
5 Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand.
6 Mit einem solchen Feuer lässt sich auch die Zunge vergleichen. Sie kann eine ganze Welt voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein. Sie vergiftet uns und unser Leben, sie steckt unsere ganze Umgebung in Brand, und sie selbst ist vom Feuer der Hölle entzündet.
7 Die Menschen haben es gelernt, wilde Tiere, Vögel, Schlangen und Fische zu zähmen und unter ihre Gewalt zu bringen.
8 Aber seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift.
9 Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.
10 Segen und Fluch kommen aus ein und demselben Mund. Aber genau das, meine lieben Brüder und Schwestern, darf nicht sein!
11 Fließt denn aus einer Quelle gleichzeitig frisches und ungenießbares Wasser?
12 Kann man Oliven von Feigenbäumen pflücken oder Feigen vom Weinstock? Ebenso wenig kann man aus einer salzigen Quelle frisches Wasser schöpfen.

Jakobus 3, Verse 1-12

Vom Feuer der Hölle entzündet!?! Wow. Jakobus zeichnet hier ein überwiegend negatives Bild von der Zunge. Sie wird mit einem Funken verglichen, der einen ganzen Wald in Brand steckt. Ungebändigt verbreitet sie tödliches Gift in jeder Umgebung. Vers 9 verdeutlicht das Besondere an unserer Zunge. Eigentlich gibt es so etwas in der Natur gar nicht:

Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.

Jakobus 3, Vers 9

Wie viele Beziehungen und Freundschaften sind an bösen Worten kaputt gegangen? Wo Menschen es gerne ungeschehen machen würden, aber die Worte wurden ausgesprochen und haben den Gegenüber schwer verletzt. Welchen Zweck verfolgen wir mit unserem Reden?

Gott groß machen und ihn verherrlichen. Alle anderen Ziele sind dem unterstellt. Und trotzdem rutscht uns immer wieder mal ein Wort raus, das Potential hat ganze Wälder abzufackeln. 2 Dinge nehme ich hier mit:

  1. Auch mein Reden ist der Ehre Gottes unterstellt. Wenn ich was erzählen will, dass in die andere Richtung geht, darf ich nochmal drüber nachdenken und mir rechtzeitig auf die Zunge beißen…
  2. Nicht nur ich hab Schwierigkeiten mit den richtigen Worten. Auch alle Menschen um mich herum. Wenn deren Worte mich kränken, beleidigen oder mir sonst wie Schaden zufügen, dann kann es sein, dass dies gar nicht beabsichtigt war. Aber wenn Menschen mich beleidigen, dann weil ich mich beleidigen lasse. Ich bin zwar nicht verantwortlich, was Menschen sagen, aber ich darf eine Entscheidung treffen, wie ich darauf reagieren möchte. Und die beste Entscheidung treffe ich, wenn ich weiß, wer in mir wohnt.

Jakobus 2

14 Liebe Brüder und Schwestern! Welchen Wert hat es, wenn jemand behauptet, an Christus zu glauben, aber an seinen Taten ist das nicht zu erkennen? Kann ihn ein solcher Glaube vor Gottes Urteil retten?
15 Stellt euch vor, in eurer Gemeinde sind einige in Not. Sie haben weder etwas anzuziehen noch genug zu essen.
16 Wenn nun einer von euch zu ihnen sagt: »Ich wünsche euch alles Gute! Hoffentlich bekommt ihr warme Kleider und könnt euch satt essen!«, was nützt ihnen das, wenn ihr ihnen nicht gebt, was sie zum Leben brauchen?
17 Genauso nutzlos ist ein Glaube, der nicht in die Tat umgesetzt wird: Er ist tot.
18 Nun könnte jemand sagen: »Der eine glaubt, und der andere tut Gutes.« Ihm müsste ich antworten: »Zeig doch einmal deinen Glauben her, der keine guten Taten hervorbringt! Meinen Glauben kann ich dir zeigen. Du brauchst dir nur anzusehen, was ich tue.«
19 Du glaubst, dass es nur einen einzigen Gott gibt? Schön und gut. Aber das glauben sogar die Dämonen – und zittern vor Angst.
20 Wann endlich wirst du törichter Mensch einsehen, dass der Glaube nichts wert ist, wenn wir nicht auch tun, was Gott von uns will?
21 Erinnert euch an Abraham, unseren Stammvater! Auch er fand vor Gott Anerkennung, weil er dessen Willen tat: Er legte seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar.
22 Hier wird ganz deutlich: Bei ihm gehörten Glaube und Tun zusammen; und erst durch sein Handeln wurde sein Glaube vollkommen.

Jakobus 2, Verse 14-22

Paulus sagt: Allein der Glaube rettet. Jakobus sagt: Der Glaube allein genügt nicht. Das ist doch absurd. Das ist doch widersprüchlich. Was stimmt denn jetzt? Was wir verstehen müssen, ist, dass Jakobus den Glauben aufteilt in 2 Bereiche:

  1. Glaube: Das intellektuelle Verstehen und Fürwahrhalten
  2. Werke: Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben für mein Handeln, Denken, Leben

Paulus fasst das Alles in dem Begriff Glauben zusammen. Mit dem Beispiel der Dämonen bringt Jakobus dazu ein sehr interessantes Beispiel, dass er hier nur das Fürwahrhalten meint.

Was Beide sagen: Glaube wirkt. Und wenn der Glaube nicht wirkt, dann dürfen wir nochmal genauer hinschauen, ob es wirklich Glaube ist. Manchmal sitzen wir vielleicht in der Kirche oder zuhause und hören eine Predigt. Und wir nicken schön fleißig dazu. Alles, was in der Bibel steht ist wahr. Aber dann gehen wir in den Alltag und machen uns wieder eine Unmenge an Sorgen, haben Angst und sind nicht von Freude erfüllt.

Jakobus setzt den Schwerpunkt genau wie Paulus auf den Glauben, aber er stellt klar, dass der Glaube ohne Auswirkungen kein Glaube ist. Intellektuell zu verstehen, dass Jesus Christus alles getan hat, um uns zu retten. Das ist wunderbar und gut. Aber ohne Deine Annahme, dass dies auch für Dich gilt und dass Du gerettet bist, wird es Dir nichts bringen.

Jakobus 1

2 Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird.
3 Ihr wisst doch, dass er durch solche Bewährungsproben fest und unerschütterlich wird.
4 Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt.
5 Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem sein Unvermögen vorwirft und dass er jeden reich beschenkt.

Jakobus 1, Verse 2-5

Ziemlich herausfordernd: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie groß ist Deine Freude, wenn Dein Glaube hart auf die Probe gestellt wird? Ich muss zugeben, bei mir hält sich die Freude in Grenzen, wenn man überhaupt von Freude sprechen kann. Das Ziel ist zu reifen und tadellosen Christen zu werden, denen es an nichts mehr fehlt. Wie sehr bin ich mir bewusst, dass ich in Christus schon alles habe, was ich mir von Herzen wünsche?

Vers 5 finde ich extrem mutmachend und habe es auch schon oft erlebt: Gott um Weisheit zu bitten, ist das Beste, was Du tun kannst, wenn Du kein Plan hast. Aber auch mit Plan darfst Du dich auf Gottes Weisheit verlassen.

26 Wer sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht zügeln kann, der macht sich selbst etwas vor. Seine Frömmigkeit ist nichts wert.
27 Witwen und Waisen in ihrer Not zu helfen und sich vom gottlosen Treiben dieser Welt nicht verführen zu lassen – das ist wirkliche Frömmigkeit, mit der man Gott, dem Vater, dient.

Jakobus 1, Verse 26-27

Jakobus ist ziemlich praktisch veranlagt. Du machst Dir selbst was vor, wenn Du dich für fromm hältst, aber Deine Zunge nicht im Griff hast. Hilf Menschen in Not und lass Dich nicht blenden, von dem was in der Welt vor sich geht. Nimm Dir kein Beispiel daran, wie Gottlose leben. Du kennst Gott und bist befreit zu einem neuen Leben.