Archiv der Kategorie: Philipper

Philipper 4

4 Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!
5 Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald!
6 Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!
7 Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.
8 Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.

Philipper 4, Verse 4-8

Freu Dich! Freu Dich! Freu Dich! Wenn Du zu Jesus Christus gehörst, hast Du jeden Tag mindestens 1 Grund zur Freude. Jeden Tag, den ganzen Tag.

Heute wollen wir uns mal mit Vers 8 beschäftigen:

Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.

Philipper 4, Vers 8

Ich war früher so unterwegs, dass ich mich auf meine Sünden konzentriert hab. Nach dem Motto: Bloß nicht wieder tun. Das ist so was von kontraproduktiv. Das ergibt absolut keinen Sinn. Mein Gehirn und Dein Gehirn funktionieren so nicht. Als Faustregel kannst Du mitnehmen:

Das Wort „Nicht“ existiert im Gehirn vor allem beim Denken nicht. Also je mehr Du denkst: Das will ich nicht mehr tun. Desto mehr zieht es Dich genau dahin. Bei Kindern machst Du es meist instinktiv richtig: Du lässt sie gar nicht auf bestimmte Gedanken kommen. Du lenkst sie ab. Genau das Gleiche musst Du auch bei Gedanken an Sünde tun. Du bringst sie vors Kreuz und dann hakst Du sie ab. Besinne Dich darauf, wie groß die Gnade ist. Glaubst Du, dass Gott viel über die Sünde nachdenkt? Über Deine, über meine? Ganz sicher nicht. Gott hat die Lösung für dieses Problem schon vorbereitet, da warst Du noch lange nicht geboren. Damals gab es noch nicht mal Adam und Eva, da war der Plan schon in trockenen Tüchern.

Gott nimmt Sünde nicht mehr als Problem wahr. Er hat’s doch gelöst. Er hat einen Wahnsinns-Preis bezahlt, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Wenn Du noch Probleme mit Sünde hast, dann hast Du in Wirklichkeit keine Probleme mit Sünde, sondern ein Problem mit der Gnade. Beschäftige Dich mit Jesus, der die Gnade perfekt verkörpert. Was ist wahrhaftig, vorbildlich und gerecht? Was ist redlich und liebenswert und hat einen guten Ruf? Wenn diese Dinge in Deinem Kopf, in Deinen Gedanken Platz finden, dann ist es das, worauf Du hinsteuerst. Deine Gedanken sind wie die Zieleingabe beim Navi. Du musst etwas Konkretes eingeben. Niemand gibt in seinem Navi ein, wo er nicht hin will, weil wohin führt es Dich dann? Siehst Du, das ergibt absolut keinen Sinn. Deswegen heißt es immer wieder: Fokus auf Jesus Christus.

Philipper 3

1 Was auch immer geschehen mag, meine lieben Brüder und Schwestern: Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört! Ich werde nicht müde, euch immer wieder dasselbe zu sagen; weiß ich doch, dass es euch Gewissheit gibt.
2 Hütet euch aber vor allen, die versuchen, eure Gemeinde zu zerstören! Sie sind wie bösartige Hunde, diese falschen Lehrer, die euch einreden wollen, dass ihr euch beschneiden lassen müsst, um zu Gottes Volk zu gehören. Dann können sie euch auch gleich verstümmeln!
3 Denn die wahre Beschneidung findet nicht am Körper statt, sondern besteht darin, dass Gott uns seinen Geist geschenkt hat und wir ihm dienen. Wir sind stolz, zu Jesus Christus zu gehören, und verlassen uns nicht länger auf das, was wir selbst tun können.

Philipper 3, Verse 1-3

Paulus schreibt an die wiedergeborenen Christen in Philippi. Du kannst aber auch gerne Deine Stadt einsetzen. Egal, was passiert: Freu Dich. Feier es: Du gehörst zu Gott. Jeder, der versucht, Dir einzureden: Das reicht nicht. Dass Du erst noch bestimmte Dinge tun musst, bevor Du wirklich zu Gott gehörst. Jeder, der das tut, versucht die Gemeinde zu zerstören. Paulus warnt vor solchen Menschen und betont es: Wir verlassen uns nicht länger auf das, was wir selbst tun können.

Und Paulus kannte sich sehr gut damit aus, sich auf sich selber zu verlassen:

4 Ich selbst könnte mich mit größerem Recht als manch anderer auf diese Vorzüge berufen, wenn es wirklich darauf ankäme:
5 Ich wurde am achten Tag nach meiner Geburt beschnitten, wie es das Gesetz vorschreibt. Ich stamme aus dem Volk Israel und sogar aus dem Stamm Benjamin. Von Geburt an bin ich Hebräer wie schon alle meine Vorfahren. Außerdem gehörte ich zu den Pharisäern, der Gruppe, die am strengsten darauf achtet, dass Gottes Gesetz eingehalten wird.
6 Ich setzte mich mit großem Eifer für Gott ein und verfolgte deshalb sogar die christliche Gemeinde. Die Regeln des Gesetzes erfüllte ich bis in alle Einzelheiten, so dass niemand mir etwas vorwerfen konnte.

Philipper 3, Verse 4-6

7 Aber seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe.
8 Denn das ist mir klar geworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Um seinetwillen habe ich das alles hinter mir gelassen; es ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe.
9 Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein. Deshalb versuche ich jetzt nicht mehr, durch meine eigene Leistung und durch das genaue Befolgen des Gesetzes vor Gott zu bestehen. Was zählt, ist, dass ich durch den Glauben an Christus von Gott angenommen werde. Darauf will ich vertrauen.
10 Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen: Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat.
11 Dann werde ich auch mit allen, die an Christus glauben, von den Toten auferstehen.

Philipper 3, Verse 7-11

Diese Begeisterung von Jesus Christus ist phänomenal. Ich glaube, wir müssen uns viel mehr mit dieser Person beschäftigen. Niemand hat mehr bewirkt auf dieser Erde und dabei dauerte sein öffentliches Wirken nur 3 Jahre. Kein anderer Mensch hat so eine Auswirkung auf die gesamte Menschheit gehabt. Ich denke, Paulus war begeistert, weil er sich intensivst mit Jesus Christus auseinandersetzte. Er war ja bereits ein studierter Mann und kannte sich aus. Er hatte im Prinzip alles über ihn gelernt, was es in den Schriften über ihn zu lernen gab. Auf dem Weg nach Damaskus begegnete Jesus ihm und ich weiß nicht, wie lange es dauerte. Aber Paulus erkannte: Wow, alles was ich gelernt habe über den Messias, trifft auf Jesus zu. Er ist es. Eine Begegenung mit Jesus und alles andere wird wertlos. Das ist sensationell. Jesus macht das ohne Manipulation. Ohne irgendwelche Tricks. Eine Begegnung reicht und Paulus ändert sein Leben für den Rest seines Lebens und feiert diese Umwandlung ebenfalls für den Rest seines Lebens.

Ich bin überzeugt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. Der Messias, der die Menschheit rettete. Der jeden Einzelnen rettet, wenn er oder sie die Rettung annimmt. Aber ich glaube meine Begeisterung dafür hat noch Potential nach oben. Und ich denke die Beschäftigung mit ihm leistet einen guten Beitrag dazu. Wobei ich auch hier sagen muss: Gott lebt in mir und er bewirkt das in mir und auch in Dir. Das ist das geniale. Wir müssen Jesu Leben nicht ohne ihn studieren. Du kannst es Dir so vorstellen, als würdest Du alle Informationen für eine Biographie zusammen suchen. Über eine Person, die Du kennst. Mit der Du sogar befreundet bist. Und mit der Du jederzeit sprechen kannst. Viel Spaß und viele Erkenntnisse beim Studieren, damit wir immer begeisterter werden von IHM.

Philipper 2

12 Was schließen wir daraus, liebe Freunde? Ihr habt immer befolgt, was ich euch weitergegeben habe. Hört aber nicht nur auf mich, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht während meiner Abwesenheit. Arbeitet mit Furcht und Zittern an eurer Rettung.
13 Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.
14 Bei allem, was ihr tut, hütet euch vor Nörgeleien und Rechthaberei.
15 Denn euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht.
16 Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt. Wenn Jesus Christus dann kommt, kann ich stolz auf euch sein, dass ich nicht umsonst bei euch gewesen bin und mich nicht vergeblich um euch gemüht habe.

Philipper 2, Verse 12-16

Mit Furcht und Zittern. Ich kann den Vers 12 lesen und mir denken: „Aha, hier steht es doch. Ich muss Angst haben und zittern. Werd ich es schaffen, passend für den Himmel zu sein oder nicht?“

Oder ich lese den 13ten Vers auch noch und da steht: Gott bewirkt beides in mir. Sodass ich es will und auch kann. Und dann gibt es noch andere Übersetzungen, die helfen ein stimmiges Bild zu erzeugen.

NGÜ 2011:

12 Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit.
13 Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.

Philipper 2, Verse 12-13

Ehrfurcht ist auch Furcht. Nur hat sie nichts mit Angst zu tun. Paulus schreibt den Pilippern, dass sie ihren Einsatz bringen sollen. Gott lebt in Dir und bewirkt all das Gute und doch sagt Gott: „Ich hab Dich nicht als Roboter erschaffen und ich werde Dich auch nicht wie einen Roboter behandeln.“ Es gibt zum einen die Rettung, die Jesus am Kreuz vollbracht hat und es gibt die Auswirkungen davon. Wie krass lässt Du Jesu Erlösungswerk in Deinem Leben wirken? Welchen Einfluss hat dieses Werk auf Dein Leben? Bekommt es immer mehr Einfluss? Bekommt Er immer mehr Einfluss?

Paulus freut sich über die Philipper. Er spricht davon, dass sie Gott gehorsam waren. Der Heilige Geist konnte sie leiten und großen Einfluss nehmen. Und er macht sozusagen Werbung dafür, diesen Lebensstil weiter zu erhalten und auszubauen. An der krassesten Stelle, wo wir uns als „guter Christ“ selber auf die Schultern klopfen wollen, weil es kommt ja schon auf mich an. Da nimmt Paulus den Wind aus den Segeln und sagt: Gott ist am Werk.

Also darfst Du an den Auswirkungen mitarbeiten. Nicht direkt am Erlösungswerk selber. Das ist bereits seit ca. 2000 Jahren geschehen. Was sind denn zum Besipiel Auswirkungen, an denen wir mitarbeiten können?

14 Bei allem, was ihr tut, hütet euch vor Nörgeleien und Rechthaberei.
15 Denn euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht.
16 Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt. Wenn Jesus Christus dann kommt, kann ich stolz auf euch sein, dass ich nicht umsonst bei euch gewesen bin und mich nicht vergeblich um euch gemüht habe.

Philipper 2, Verse 14-16

Stimmst Du in das Klagelied Deiner Arbeitskollegen ein? Musst Du immer Recht haben? Unterscheidet sich Dein Leben von Menschen, die Gott nicht kennen?

Wir können Wegweiser sein oder weg-Weiser. Hilft Dein Leben anderen Menschen Gott zu erkennen oder hilft es anderen Menschen „gute“ Entschuldigungen zu finden, warum Gott wohl doch nicht die Lösung ist?

Philipper 1

9 Ich bete darum, dass eure Liebe immer reicher und tiefer wird und dass ihr immer mehr Einsicht und Verständnis erlangt.
10 So lernt ihr entscheiden, wie ihr leben sollt, um an dem Tag, an dem Jesus Christus Gericht hält, untadelig und ohne Schuld vor euren Richter treten zu können.
11 Alles Gute, was Christus in einem von Schuld befreiten Leben schafft, wird dann bei euch zu finden sein. Und das alles zu Gottes Ehre und zu seinem Lob!

Philipper 1, Verse 9-11

Paulus betet auch für die Philipper. Und auch hier wieder um Liebe. Dass diese mehr Tiefe gewinnt. Und dass die Philipper immer mehr Einsicht und Verständnis bekommen. Wofür das Ganze?

Um gute Entscheidungen zu treffen. Damit sie untadelig und ohne Schuld vortreten können, wenn es einmal so weit ist. Wenn alle Menschen vor Jesus Christus erscheinen müssen.

Der Eindruck könnte hier entstehen, dass wir etwas zu unserer Erlösung beisteuern müssten. Schaut man in die Schlachter oder Luther-Übersetzung, stehen dort Worte wie unanstößig bzw. ohne Anstoß. Es geht nicht darum, dass Du durch Dein vorbildliches Leben gerettet wirst. Sondern dass es offensichtlich wird: So wie der Typ lebt, das kann kein Mensch. Jesus Christus ist in diesem Leben am Werk.

Weil alles Gute und auch Deine guten Entscheidungen ganz klar nicht von Dir kommen. Damit dient Dein Leben dazu, Gott anzuerkennen. Ihn zu feiern. Am Ende geht es immer darum Gott zu loben und ihn zu ehren. Und der Weg dahin führt über Liebe. Je mehr Du lieben kannst, ohne irgendwelche Erwartungen und Bedingungen, desto klarer wird es. Gott lebt in Dir.