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1. Korinther 16

Seid wachsam und steht fest im Glauben! Seid entschlossen und stark!
Bei allem, was ihr tut, lasst euch von der Liebe leiten.

1. Korinther 16, Verse 13 und 14

Vers 14 ist der Weg zur Vollkommenheit. Paulus hat die Gabe, Dinge auf den Punkt zu bringen. Stell Dir einmal vor: Alle Menschen, jeder Einzelne würde zu jederzeit bedingungslos lieben. Das wäre der Himmel auf Erden. Was meinst Du, wieso die Menschen Jesus nachliefen und in seiner Nähe sein wollten? Sicherlich waren es auch die Wunder, aber ich glaube, dass sie merkten: Hier ist einer, der ist nicht von dieser Welt. So wie er uns liebt, das ist eigentlich nicht möglich.

Ich glaube auch wir werden Wunder erleben, wenn wir uns von der Liebe leiten lassen. Von der Liebe, die bereits in uns wohnt. Durch den Heiligen Geist ist diese Liebe schon da. Wir müssen sie nicht erzeugen. Dein und mein Job ist es, den Diktator und Unterdrücker ruhig zu stellen, sodass die Liebe wirklich wirksam werden kann.

21 Und hier noch mein Gruß an euch, den ich, Paulus, mit eigener Hand schreibe.
22 Wer den Herrn nicht liebt, den soll Gottes Urteil treffen! Unser Herr, komm!
23 Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit euch!
24 Meine Liebe gilt euch allen. Ich bin durch Jesus Christus mit euch verbunden.

1. Korinther 16, Verse 21-24

Andere Übersetzungen erwähnen in Vers 23 den aramäischern Ausruf: Maranatha. Manche lesen: „Unser Herr ist gekommen“ Manche deuten es auch als „Unser Herr kommt“

Fakt ist, die ersten Christen waren sich extrem stark bewusst, was ihr Ziel ist. Durch diesen Fokus waren sie quasi immer in Feierlaune. Wenn Du als Christ ständig in dieser Erwartung bist: Ok, es könnte gleich soweit sein. So wie im vorigen Kapitel erwähnt. Von einem auf den anderen Moment verändert sich alles und Du weißt: Das bleibt so und wird nur noch besser !!! Die Vorfreude, die sich entwickelt, ist phänomenal. Das können wir uns auf jeden Fall von den Urchristen abschauen. Ich mag das Wort „müssen“ ja nicht, aber das hier ist echt ein „Muss“. Ich formulier es nochmal um: Du musst es, weil Du es willst!

1. Korinther 15

Alles, was ich jetzt bin, bin ich allein durch Gottes Gnade. Und seine Gnade hat er mir nicht vergeblich geschenkt. Ich habe mich mehr als alle anderen Apostel eingesetzt, aber was ich erreicht habe, war nicht meine eigene Leistung, sondern Gott selbst hat das alles in seiner Gnade bewirkt.

1. Korinther 15, Vers 10

Paulus, der sich wie kein Zweiter, für die Verbreitung des Christentums einsetzte, bildet sich nichts darauf ein und erkennt, dass alles davon Gnade ist. Gott ist der Handelnde und Gott ist es auch, dem wir unsere tollen Ergebnisse zu verdanken haben.

Wenn Du merkst, wie groß die Gnade Gottes ist und wie stark sie auch in Deinem Leben am Werk ist, dann vergeht aller Stolz und Dankbarkeit beherrscht Deine Emotionen.

51 Ich möchte euch aber ein Geheimnis anvertrauen: Wir werden nicht alle sterben, aber Gott wird uns alle verwandeln.
52 Das wird ganz plötzlich geschehen, von einem Augenblick zum anderen, wenn die Posaune das Ende ankündigt. Auf ihr Zeichen hin werden die Toten auferweckt und bekommen einen unvergänglichen Körper, und auch wir Lebenden werden verwandelt.

53 Denn das Vergängliche muss mit Unvergänglichkeit und das Sterbliche mit Unsterblichkeit überkleidet werden.
54 Wenn aber dieser vergängliche und sterbliche Körper unvergänglich und unsterblich geworden ist, dann erfüllt sich, was die Heilige Schrift vorausgesagt hat: »Das Leben hat den Tod überwunden!
55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt nun deine Macht?«
56 Die Sünde ist wie ein Stachel, der tödliches Gift in sich trägt. Durch sie hat der Tod seine Macht, und die Sünde hat ihre Kraft durch das Gesetz.
57 Aber Dank sei Gott! Er schenkt uns den Sieg durch Jesus Christus, unseren Herrn!
58 Bleibt daher fest und unerschütterlich in eurem Glauben, meine lieben Brüder und Schwestern! Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut.

1. Korinther 15, Verse 51-58

Dieser Augenblick, wenn die Posaune das Ende ankündigt. Wenn Menschen, die zu Gott gehören, verwandelt werden. Stell Dir vor, es passiert. Von jetzt auf gleich, Dein Körper, der dem Verfall ausgeliefert ist, wird plötzlich neu. So richtig neu, nicht Botox-Neu, nicht Fett-Absaugen-Neu. Oder die gesündere Variante: Hartes-Training-Neu. Dein Körper wird richtig neu und zwar Unvergänglichkeits-Neu. Ewigkeits-Neu. Neu in einer völlig anderen Dimension. Auf einem ganz anderen Level.

Darauf freue ich mich. Das wird genial. Von einem auf den anderen Augenblick ändert sich ALLES. Sünde und Tod endgültig besiegt. Gott schenkt uns durch Jesus Christus den Sieg. Und diese Perspektive dürfen wir uns abschauen von Paulus und den letzten Vers als Ermutigung mitnehmen:

Bleibt daher fest und unerschütterlich in eurem Glauben, meine lieben Brüder und Schwestern! Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut.

1. Korinther 15, Vers 58

Kombiniert mit dem Vers 10 bedeutet es, Gottes Gnade zu feiern. Gott schenkt uns den Sieg. Deswegen haben wir gar keinen Grund, uns vom Glauben abzuwenden. Der Sieg ist ja schon da. Wir haben bereits gewonnen. Und dann der letzte Satz, der die Frage beantwortet, was wir denn dann noch hier auf der Erde machen: Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut. Leb Dein Leben für Gott!

1. Korinther 14

1 Die Liebe soll also euer höchstes Ziel sein. Strebt aber auch nach den Gaben, die der Geist Gottes gibt; vor allem danach, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden.
2 Wenn nämlich jemand in unbekannten Sprachen redet, dann spricht er nicht zu Menschen, denn niemand versteht ihn. Er spricht zu Gott, und was er durch Gottes Geist redet, bleibt ein Geheimnis. 3 Wer aber eine prophetische Botschaft von Gott empfängt, kann sie an andere Menschen weitergeben. Er hilft ihnen, er tröstet und ermutigt sie.
4 Wer in unbekannten Sprachen redet, stärkt seinen persönlichen Glauben. Wer aber in Gottes Auftrag prophetisch spricht, stärkt die ganze Gemeinde.
5 Ich will schon, dass ihr alle in unbekannten Sprachen redet. Aber noch besser wäre, ihr könntet alle in Gottes Auftrag prophetisch sprechen. Das ist wichtiger, als in unbekannten Sprachen zu reden, es sei denn, das Gesprochene wird übersetzt, damit die ganze Gemeinde einen Gewinn davon hat.

1. Korinther 14, Verse 1-5

Die Korinther strebten besonders danach in fremden Sprachen zu reden. Zungenreden nennen das andere Übersetzungen. Ich selber kenne das kaum, ich hab’s vielleicht 2-3 mal gehört, wie jemand beim Gottesdienst so gebetet hat. Es war schon befremdlich und ich kann Paulus Argumentation absolut nachvollziehen. Für die ganze Gemeinde ist der Nutzen einer klaren Botschaft wesentlich größer als unverständlich aneinander gereihte Laute.

Zungenreden ist in unsere Gemeinde kein wirkliches Thema und ich kenne Niemanden, der unbedingt nach dieser Gabe strebt. Aber es existiert vermutlich in Deinem Kopf und bei mir weiß ich’s ganz sicher: Da ist eine bestimmte Rangfolge von Gaben. Wir schätzen die eine Gabe mehr als eine Andere. Auch wenn wir die Gaben nicht in einer klaren Raeihenfolge auflisten können, sobald wir sie vergleichen wird klar, was wir priorisieren und mehr wertschätzen.

Mich erinnert das an Kapitel 13:

Liebe…

  • ist nicht verbissen bzw. kennt keinen Neid
  • schaut nicht auf andere herab

Paulus sagt auch, dass Gaben umso erstrebenswerter sind, desto mehr sie der ganzen Gemeinde dienen. Wir sollten sie einfach nicht gegeneinander ausspielen. Worum es wirklich geht, ist dass die Gemeinde aufgebaut wird. Und das geht nur mit Liebe. Ich finde es grandios, wie oft der Anfang und das Ende eines Kapitels dem Inhalt einen Rahmen gibt und sehr treffend zusammenfasst:

1 Die Liebe soll also euer höchstes Ziel sein. Strebt aber auch nach den Gaben, die der Geist Gottes gibt; vor allem danach, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden.

26 Was bedeutet das nun für euch, liebe Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas beizutragen: Einige singen ein Loblied, andere unterweisen die Gemeinde im Glauben. Einige geben weiter, was Gott ihnen offenbart hat, andere reden in unbekannten Sprachen, und wieder andere übersetzen das Gesprochene für alle. Wichtig ist, dass alles die Gemeinde aufbaut.

1. Korinther 14, Vers 1 und 26

1. Korinther 13

1 Wenn ich in den unterschiedlichsten Sprachen der Welt, ja, sogar in der Sprache der Engel reden kann, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nur wie ein dröhnender Gong oder ein lärmendes Becken.
2 Wenn ich in Gottes Auftrag prophetisch reden kann, alle Geheimnisse Gottes weiß, seine Gedanken erkennen kann und einen Glauben habe, der Berge versetzt, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts.
3 Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenke und für meinen Glauben das Leben opfere, aber ich habe keine Liebe, dann nützt es mir gar nichts.
4 Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab.
5 Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend.
6 Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
7 Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.
8 Die Liebe wird niemals vergehen. Einmal wird es keine Prophetien mehr geben, das Reden in unbekannten Sprachen wird aufhören, und auch die Gabe, Gottes Gedanken zu erkennen, wird nicht mehr nötig sein.
9 Denn diese Erkenntnis ist bruchstückhaft, ebenso wie unser prophetisches Reden.
10 Wenn aber das Vollkommene da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein.
11 Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind. Doch als Erwachsener habe ich das kindliche Wesen abgelegt.
12 Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.
13 Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte.

1. Korinther 13

Das ist ein Kapitel, das Du Dir einrahmen lassen musst um es an jede freie Wand zu hängen. Daran wird Dein Leben wirklich gemessen. An Liebe. Ob Du etwas Großartiges geleistet hast, spielt keine Rolle ohne Liebe. Wenn Du mit Deinem Glauben Berge versetzt. Ohne Liebe ist das völlig uninteressant. Du spendest alles, was Du hast. Bringt Dir gar nichts ohne Liebe. Zieh Dir mal die folgenden Eigenschaften rein:

  • geduldig
  • freundlich
  • nicht verbissen bzw. kennt keinen Neid
  • prahlt nicht
  • schaut nicht auf andere herab
  • verletzt nicht den Anstand
  • sucht nicht den eigenen Vorteil
  • lässt sich nicht reizen
  • ist nicht nachtragend
  • freut sich nicht am Unrecht
  • freut sich, wenn die Wahrheit siegt
  • nimmt alles auf sich
  • verliert nie den Glauben
  • verliert nie die Hoffnung
  • hält bis zum Ende durchfällt
  • wird niemals vergehen

Wenn andere Menschen Dich beschreiben müssten, würden sie das über Dich sagen können?

Theoretisch sollten sie das, aber wer ist denn den ganzen Tag voller Liebe? Nicht irgendeiner Liebe, sondern der göttlichen Liebe. Voll mit bedingungsloser Liebe.

So kann doch nur Gott sein! Jaaa, …

… und die Menschen, in denen er wohnt. Als wiedergeborener Christ trifft das auf Dich zu. Die Frage ist: Suchst Du nach Ausreden, warum Du diesem Bild nicht entsprechen kannst? oder Feierst Du, dass Gott mit seiner bedingungslosen Liebe in Dir lebt und wohnt und diese Eigenschaften in Dir kultiviert und zum Ausdruck bringt.

Du hast immer 2 Möglichkeiten:

  1. Depressiv zu werden, indem Du auf Dich schaust
  2. Zu feiern, indem Du auf Gott schaust

Versuch einfach Dich öfter fürs Feiern zu entscheiden. Bedingungslose Liebe kannst Du nicht produzieren. Du musst sie Dir jeden Tag neu von Gott schenken lassen. Werd Dir auch bewusst, dass Gott sie Dir den ganzen Tag schenkt. Er wohnt in Dir. Sein Heiliger Geist wohnt in Dir. Die Quelle der bedingungslosen Liebe ist Dir näher als irgendetwas Anderes. Werd Dir darüber bewusst und lass sie sprudeln.

1. Korinther 12

In der Gemeinde gibt es ganz unterschiedliche Menschen mit vielen verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen. Paulus benutzt das Bild eines Körpers mit seinen einzelnen Gliedern, um die Wichtigkeit der Vielfalt herauszustellen.

Erst das Zusammenspiel von allen Gliedern. Wenn das Auge die Bilder ans Hirn sendet, wir somit das Kind sehen, das plötlich über die Straße rennt, das Hirn wiederum durch den ganzen Körper bis zu den Händen und Füßen die richtigen Signale sendet. Dann können wir mit dem Auto noch ausweichen oder rechtzeitig bremsen. Dieses Zusammenspiel ist extrem wichtig. Genauso ist es in der Gemeinde, alle Gaben sind wichtig und kommen von Gott. Das fasst Paulus dann am Ende des Kapitels auch nochmal zusammen:

28 Jedem hat Gott seine ganz bestimmte Aufgabe in der Gemeinde zugeteilt. Da sind zunächst die Apostel, dann die Propheten, die verkünden, was Gott ihnen eingibt, und drittens diejenigen, die andere im Glauben unterweisen. Dann gibt es Christen, die Wunder tun, und solche, die Kranke heilen oder Bedürftigen helfen. Einige übernehmen leitende Aufgaben in der Gemeinde, andere reden in unbekannten Sprachen.
29 Sind sie nun etwa alle Apostel, Propheten oder Lehrer? Oder kann jeder von uns Wunder tun?
30 Kann jeder Kranke heilen, in unbekannten Sprachen reden oder das Gesagte übersetzen? Natürlich nicht.
31 Aber jeder Einzelne soll sich um die Gaben bemühen, die der Gemeinde am meisten nützen. Und jetzt zeige ich euch den einzigartigen Weg dahin.

1. Korinther 12, Verse 28-31

Schau, dass Du Deine Gaben so gut wie möglich einsetzt, damit die Gemeinde so viel wie möglich davon profitiert. Wie das wirklich am Besten funktioniert, schauen wir uns im nächsten Kapitel an.

1. Korinther 11

23 Denn Folgendes habe ich vom Herrn empfangen und euch überliefert: In der Nacht, in der unser Herr Jesus verraten wurde, nahm er ein Brot,
24 dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sprach: »Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder und denkt daran, was ich für euch getan habe, sooft ihr dieses Brot esst!«
25 Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch mit Wein, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: »Dieser Kelch ist der neue Bund zwischen Gott und euch, der durch mein Blut besiegelt wird. Sooft ihr aus diesem Kelch trinkt, denkt an mich und an das, was ich für euch getan habe!«
26 Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr, was der Herr durch seinen Tod für uns getan hat, bis er kommt.
27 Darum wird jeder, der gedankenlos und leichtfertig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, schuldig am Leib und am Blut unseres Herrn.
28 Jeder soll sich also prüfen und erst dann von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
29 Denn wer davon nimmt, ohne zu bedenken, dass es hier um den Leib von Christus geht, der liefert sich selbst dem Gericht Gottes aus.
30 Deshalb sind so viele von euch schwach und krank, und nicht wenige sind schon gestorben.
31 Würden wir uns selbst prüfen, dann müsste Gott uns nicht auf diese Weise bestrafen.
32 Straft uns aber der Herr, so will er uns erziehen, damit wir nicht zusammen mit der gottlosen Welt verurteilt werden.

1. Korinther 11, Verse 23-32

Das ist der Text, der sehr oft beim Abendmahl vorgelesen wird und vielleicht kannst Du ihn mit mitaufsagen, wenn’s wieder so weit ist. Einen Gedanken möchte ich teilen. Paulus bemängelt bei den Korinthern, wie sie das Abendmahl feiern. Der Eine betrinkt sich und haut sich die „Wampe“ voll und der Andere kriegt gar nichts. Und genau das ist es, worauf er sich in den Versen 27-29 bezieht:

27 Darum wird jeder, der gedankenlos und leichtfertig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, schuldig am Leib und am Blut unseres Herrn.
28 Jeder soll sich also prüfen und erst dann von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
29 Denn wer davon nimmt, ohne zu bedenken, dass es hier um den Leib von Christus geht, der liefert sich selbst dem Gericht Gottes aus.

1. Korinther 11, Verse 27-29

In anderen Übersetzungen heißt es z. B. Wer nun unwürdig von dem Brot ist…“

Jeder soll sich prüfen und wenn er durchfällt, dann lieber nicht am Abendmahl teilnehmen. Ich find die Übersetzung „Hoffnung für Alle“ bisher am Besten und Einfachsten zu verstehen. Weil genau das steht da nicht. Gedankenlosigkeit und Leichtfertigkeit ist das, was Paulus beklagen muss. Jeder soll sich prüfen und erst nach der Prüfung essen und trinken. Wenn wir das Abendmahl nehmen, geht es nicht darum, wie würdig ich mich fühle. Es geht nicht um meine Performance als Christ, sondern darum, was Jesus Christus für mich getan hat und mit diesem von Dank und Liebe erfülltem Herzen esse ich von dem Brot und trinke aus dem Kelch. Du nimmst an keinem Würdigkeitswettbewerb teil, sondern prüfst Dich, ob Du gerade dabei bist gedankenlos das Abendmahl zu nehmen und dann besinnst Du Dich auf das, was Jesus für Dich getan hat.

1. Korinther 10

2 Gedanken möchte ich teilen. Den Ersten finden wir in Vers 13:

Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.

1. Korinther 10, Vers 13

Eine wunderbare Ermutigung. Egal in welcher Lage Du steckst, egal wie groß die Prüfung oder wie schwer, Gott hat es abgecheckt, ob Du bereit dafür bist. Auch wenn Du Dich nicht so fühlst, vertrau Gottes Wort. Er sagt Dir: „Wir schaffen das!“ Jedes Mal, wenn Du in einer Versuchung bist, darfst Du an diesen Vers denken und dann die Stimme Gottes hören, wie er zu Dir sagt: „Wir schaffen das! Glaub mir.“

Der zweite Gedanke schlägt in die gleiche Kerbe, wie die beiden Kapitel davor:

23 Ihr lebt nach dem Grundsatz: »Alles ist erlaubt!« Ich antworte darauf: Aber nicht alles, was erlaubt ist, ist auch gut. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut die Gemeinde auf.
24 Denkt bei dem, was ihr tut, nicht nur an euch. Denkt vor allem an die anderen und daran, was für sie gut ist.

1. Korinther 10, Verse 23 und 24

Bei den Korinthern ging es um das Fleisch essen von kultischen Opfern. Paulus gibt ein Beispiel: Du wirst eingeladen von einem Nichtchristen, dann sollst Du nicht nachfragen, woher das Fleisch kommt. Aber wenn er Dir sagt, dass es Götzenopferfleisch ist, dann iss es nicht. Und dann kommt die Erklärung:

29 Es geht dabei nicht um euer eigenes Gewissen, sondern um das des anderen. Nun mag jemand einwenden: »Weshalb soll ich denn meine persönliche Freiheit vom Gewissen eines anderen einengen lassen?
30 Wenn ich an einem Festmahl teilnehme und Gott für das Essen danke, warum wird mir mein Verhalten dann zum Vorwurf gemacht? Schließlich habe ich Gott doch für die Speise gedankt!«
31 Darauf will ich antworten: Ob ihr esst oder trinkt oder was immer ihr sonst tut – alles soll zur Ehre Gottes geschehen.
32 Seid für niemanden ein Hindernis zum Glauben, weder für die Juden noch für die Nichtjuden und auch nicht für die Mitchristen in Gottes Gemeinde.
33 Das ist auch mein Grundsatz. Ich versuche, auf alle in jeder Beziehung Rücksicht zu nehmen. Dabei geht es nicht um mich und meinen Vorteil, sondern darum, dass möglichst viele Menschen gerettet werden.

1. Korinther 10, Verse 29-33

Bin ich auf meinen eigenen Vorteil bedacht? Es ist doch erlaubt. Also alles in Ordnung. Oder liegt mein Fokus darauf, was für meinen Nächsten gut ist und was ihm dient? Im Prinzip geht’s hier um die Entscheidung, was für mich eine höhere Priorität hat: Mein Ego oder Gemeindebau? Ich finde das ziemlich krass, bei meinen Entscheidungen das Gewissen von anderen Menschen zu berücksichtigen. Dabei geht’s nicht um die Menschen, die stark im Glauben sind, sondern um Nichtchristen bzw. Christen, die noch „schwach im Glauben sind“. Weil es im Endeffekt darauf ankommt, dass möglichst viele Menschen gerettet werden.

1. Korinther 9

Paulus beschrieb im vorigen Kapitel, wie wir unsere Freiheit in Christus nutzen sollten, wenn ein Mitchrist bestimmte Freiheiten noch nicht erkannt hat. Und in Kapitel 9 erzählt er, wie er es selber macht. Eigentlich könnte er Versorgung und Verpflegung erwarten und in Anspruch nehmen, wie auch die anderen Apostel, aber er verzichtet, um der Botschaft von Jesus Christus keine Steine in den Weg zu legen.

Ihr unterstützt doch auch noch andere Prediger, und das ist richtig so. Aber hätten wir nicht ein größeres Anrecht darauf? Dennoch haben wir von diesem Recht nie Gebrauch gemacht. Wir haben auf alle Ansprüche verzichtet, um der Botschaft von Jesus Christus keine Steine in den Weg zu legen.

1. Korinther 9, Vers 12

Und im letzten Abschnitt zeigt er noch einmal mehr, wie sehr er für diese Botschaft brennt:

19 Ich bin also frei und von niemandem abhängig. Aber um möglichst viele für Christus zu gewinnen, habe ich mich zum Sklaven aller Menschen gemacht.
20 Damit ich die Juden für Christus gewinne, lebe ich wie ein Jude: Wo man alle Vorschriften des jüdischen Gesetzes genau befolgt, lebe ich auch danach, obwohl ich nicht mehr an sie gebunden bin. Denn ich möchte auch die Leute gewinnen, die sich dem Gesetz unterstellt haben.
21 Bin ich aber bei Menschen, die dieses Gesetz nicht haben, dann passe ich mich ihnen genauso an, um sie für Christus zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich gegen Gottes Gebote stelle. Ich befolge das Gesetz, das Christus uns gegeben hat.
22 Wenn ich mit Menschen zu tun habe, die arm und rechtlos sind, dann begebe ich mich mit ihnen auf eine Stufe, um sie für Christus zu gewinnen. Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten.
23 Dies alles tue ich für die rettende Botschaft, damit auch ich Anteil an dem Segen erhalte, den sie verspricht.
24 Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!
25 Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis.
26 Ich weiß genau, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Ich laufe und habe dabei das Ziel klar vor Augen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere.
27 Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst als untauglich ausscheiden.

Korinther 9, Verse 19-27

Er vergleicht unser Leben mit einem Wettlauf und Wettkampf. Damals gab es auch Athleten, die sich eingesetzt und auf Vieles verzichtet haben, um den Siegeskranz zu bekommen, der doch relativ schnell wieder verwelkt ist. Und dann kommt die Wahrheit, die ich mir immer wieder vor Augen halten will: „Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis.“

Das was wir hier aus Liebe für Gott tun, entscheidet über den Lohn, den Gott uns geben wird. Aber oft bleibt das für mich nur Theorie. Paulus hat es vorgemacht und ich glaube diese Wahrheit war für sein hingegebenes Leben eine der größten Motivatoren. Zu schnell nicke ich biblische Wahrheiten ab und beschäftige mich wieder mit dem Alltag, der sich fast nur um Dinge von dieser Welt dreht. Was bleibt übrig, wenn ich diese Welt verlasse? Eine Frage, die das Zeug hat mein und Dein Leben revolutionär zu verändern!

1. Korinther 8

1 Nun zu der Frage, ob wir das Opferfleisch essen dürfen, das den Göttern geweiht wurde. Ihr behauptet: »Wir haben doch alle die Fähigkeit zu erkennen, was richtig ist!« Das stimmt. Aber die richtige Erkenntnis allein führt nur zu Hochmut; Liebe dagegen baut die Gemeinde auf.
2 Wenn sich einer also etwas auf sein Wissen einbildet, so weiß er gerade nicht, worauf es ankommt.
3 Wer aber Gott liebt, dem wendet sich Gott in Liebe zu.
4 Dürfen wir also Opferfleisch essen oder nicht? Ihr habt recht, wenn ihr sagt: »Es gibt außer dem einen Gott gar keine anderen Götter.«
5 Und wenn es auch sogenannte Götter im Himmel und auf der Erde gibt – und es gibt ja tatsächlich viele Mächte und Gewalten –,
6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, der alles erschaffen hat und für den wir leben. Und wir haben auch nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles geschaffen wurde. Durch ihn haben wir das Leben empfangen.
7 Einige Christen haben das aber noch nicht erkannt. Bisher waren sie davon überzeugt, dass es wirklich Götter gibt. Wenn sie nun vom Opferfleisch essen, fürchten sie, damit die Götter anzuerkennen, und bekommen ein schlechtes Gewissen.

1. Korinther 8, Verse 1-7

Liebe baut die Gemeinde auf. Nur die Erkenntnis ohne Liebe führt zu Hochmut.

Wenn sich einer also etwas auf sein Wissen einbildet, so weiß er gerade nicht, worauf es ankommt. Wer aber Gott liebt, dem wendet sich Gott in Liebe zu.

1. Korinther 8, Verse 2 und 3

Bei Vers 2 muss ich an Klugsch****er denken. Immer was zu sagen. Egal zu welchem Thema: „Ich weiß Bescheid.“ Es ist gut, wenn Du Ahnung hast von vielen Sachen. Die Frage ist, bildest Du dir darauf was ein. Weil dann läufst Du am Leben vorbei. In diesen Momenten vergisst Du, worauf es ankommt. Es geht immer um Liebe. Und in allererster Linie um Liebe zu Gott. Vers 3:

Wer aber Gott liebt. Das aber zeigt, dass Einbildung auf sein eigenes Wissen nicht damit vereinbar ist, Gott zu lieben.

In Vers 13 fasst Paulus zusammen, wie er mit dem Thema umgeht. Und hier findest Du nicht einfach nur Erkenntnis, sondern Erkenntnis gepaart mit Liebe.

Darum: Wenn ich befürchten muss, dass mein Bruder zur Sünde verführt wird, weil ich bedenkenlos Opferfleisch esse, dann will ich lieber mein Leben lang überhaupt kein Fleisch mehr essen, als ihm das anzutun!

1. Korinther 8, Vers 13

Bei uns gibt es kein Opferfleisch, aber es gibt bestimmt Dinge, die vergleichbar damit sind. Ein Besipiel, das mir einfällt: Da ist jemand, der keine guten Erfahrungen mit Alkohol gemacht hat. Er hat sich bekehrt und sitzt mit Dir am gleichen Tisch im Restaurant. Bestellst Du dir jetzt ein Bier oder nicht? Aus Sicht der Bibel grundsätzlich gar kein Problem. Wenn er gerade frisch bekehrt ist, dann sollte man’s besser lassen, es sei denn, Du weißt, dass er wirklich damit klar kommt. Vielleicht nimmst Du das sogar zum Anlass, um über 1. Korinther 8 mit ihm zu sprechen. Auf jeden Fall kommt es auf die Situation an.

1. Korinther 7

25 Für die Unverheirateten hat mir der Herr keine ausdrückliche Anweisung gegeben. Aber weil der Herr mich in seiner Gnade zum Dienst berufen hat, sind meine Worte vertrauenswürdig. Darum möchte ich euch meine Meinung sagen.
26 Wenn ich daran denke, in welcher schweren Zeit wir leben, scheint es mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt.
27 Hast du dich allerdings schon an eine Frau gebunden, dann sollst du diese Bindung nicht lösen. Bist du aber noch frei, dann suche nicht nach einer Frau.
28 Wenn du heiratest, begehst du jedoch keine Sünde. Das gilt für Männer wie für Frauen. Nur werdet ihr als Verheiratete besonderen Belastungen ausgesetzt sein, und das würde ich euch gern ersparen.
29 Denn eins steht fest, Brüder und Schwestern: Wir haben nicht mehr viel Zeit. Deshalb soll von nun an für die Verheirateten ihr Partner nicht das Wichtigste im Leben sein.
30 Wer weint, soll sich von seiner Trauer nicht gefangen nehmen lassen, und wer sich freut, lasse sich dadurch nicht vom Wesentlichen abbringen. Wenn ihr etwas kauft, betrachtet es so, als könntet ihr es nicht behalten.
31 Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt. Denn diese Welt mit allem, was sie zu bieten hat, wird bald vergehen.

1. Korinther 7, Verse 25-31

Paulus redet hier über Ehe und Ehelosigkeit. Er macht im Grunde genommen Werbung für seinen Lebensstil und er hat absolut Recht. Wenn Du dich für die Ehe entscheidest, dann wirst Du Dich ziemlich stark um „Irdische Dinge“ kümmern. Du musst Dich als Mann um Deine Frau bzw. als Frau um Deinen Mann kümmern. Ich glaube Paulus hat den Vergleich gezogen und sich angeschaut wie Ehepaare zusammen leben und dann überlegt, dass er sich mit einer Frau niemals so für Gott ins Zeug legen könnte, bzw. nicht diese Arbeit machen könnte, die er tut.

Aber jedes Leben ist individuell. Und nicht alle sind für den gleichen Job bestimmt. Im christlichen Jargon ausgedrückt: Jeder sollte dem Herrn dort dienen, wo dieser ihn hingestellt hat.

Am Ende geht es Paulus um das Wesentliche. Darum, dass jeder Christ sein Ziel im Auge behält:

Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt. Denn diese Welt mit allem, was sie zu bieten hat, wird bald vergehen.

1. Korinther 7, Vers 31