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Römer 16

17 Zum Schluss, meine lieben Brüder und Schwestern, muss ich euch noch vor Leuten warnen, die eure Gemeinde spalten und durcheinanderbringen. Sie verbreiten eine andere Lehre und widersprechen dem, was ihr gelernt habt. Mit solchen Leuten sollt ihr nichts zu tun haben.
18 Denn sie dienen nicht Christus, unserem Herrn. Es geht ihnen nur um die Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche und Begierden. Mit schönen Worten und Schmeicheleien verführen sie ihre arglosen Zuhörer.
19 Von euch allerdings hört man nur Gutes. Jeder weiß, dass ihr tut, was Gott von euch möchte. Darüber freue ich mich. Ich wünsche, dass ihr auch in Zukunft voller Weisheit beim Guten bleibt und euch nicht vom Bösen beeinflussen lasst.
20 Denn Gott, von dem aller Friede kommt, wird bei euch den Satan bald endgültig besiegen und euch über ihn triumphieren lassen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!

Römer 16, Verse 17-20

Am Ende des Römerbriefes tritt wieder die Einstellung und das Vertrauen in Gott zutage. Wir könnten sagen, dass Paulus oft mit erhobenem Zeigefinger die Menschen ermahnt, aber wenn wir uns anschauen, wie er nach der „Ermahnung“ den Fokus auf Gott lenkt und davon spricht, was Gott tun wird und tut, dann wird aus „Ermahnung mit dem erhobenem Zeigefinger“ ganz schnell „Ermutigung mit erwartungsvollem und vertrauendem Blick zu Gott“.

Im letzten Kapitel grüßt Paulus die Gemeinde und viele Menschen, die er persönlich kennt. Auf deinem Lebensweg gibt es viele Menschen, die Dir helfen. Viele, die ebenfalls Gottes Reich bauen. Wir sind nicht alleine, auch wenn es manchmal so scheint. Andere Mitchristen beten für uns, unterstützen uns und genau das tun wir auch für sie. In Gottes Familie lebt keiner nur für sich selbst. Weil wir wissen, dass es um mehr geht. Und das ist dann auch der endgültige Abschluss dieses Briefes, wo Paulus wieder zum Ursprung und Grund seiner Arbeit geht.

25 Gott sei gelobt! Er gibt euch Kraft und Stärke durch die rettende Botschaft von Jesus Christus. Durch meine Predigt habt ihr davon gehört, und nun lässt diese Botschaft euch erkennen, was seit ewigen Zeiten verborgen war.
26 Schon die Propheten haben in den Heiligen Schriften davon gesprochen, und nach dem Willen des ewigen Gottes sollen nun Menschen aus allen Völkern die rettende Botschaft hören, Gott vertrauen und tun, was ihm gefällt.
27 Dem allein weisen Gott, den wir durch Jesus Christus kennen, ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit. Amen!

Römer 16, Verse 25-27

Römer 15

1 Wir, die einen starken Glauben haben, sind dazu verpflichtet, auf die Schwachheit der anderen Rücksicht zu nehmen und nicht an uns selbst zu denken.
2 Jeder von uns soll das Wohl des anderen im Blick haben und so leben, dass er ihn zum Guten ermutigt und im Glauben stärkt.
3 Auch Christus lebte nicht für sich selbst. Von ihm heißt es in der Schrift: »Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.«
4 Was in der Heiligen Schrift vor langer Zeit aufgeschrieben wurde, gilt uns, wir sollen daraus lernen. Es ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf Gottes Zusagen setzen und daran festhalten.
5 Gott aber ist es, der uns immer wieder neuen Mut und Trost schenkt, um standhaft zu bleiben. Er helfe euch, einmütig zu sein, so wie es euch Jesus Christus gezeigt hat.
6 Dann könnt ihr alle wie aus einem Mund Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, loben und preisen.
7 Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt.
8 Christus kam doch in diese Welt, um seinem Volk Israel zu dienen. Er erfüllte die Zusagen, die Gott ihren Vorfahren gegeben hatte. So zeigte er ihnen, dass Gott treu zu seinem Wort steht.

Römer 15, Verse 1-8

Unser Job als Christen ist es gläubige Mitchristen als Brüder und Schwestern anzunehmen, wie sie sind. Sie nicht zu verurteilen, sondern nach Möglichkeiten suchen, um ihnen zu helfen und sie zu unterstützen. Die Frage ist, wenn Dein Bruder oder Deine Schwester Dich besucht und dann nach Hause geht: Geht es ihm/ihr besser oder schlechter? Ist das Vertrauen auf Gott gestiegen oder gefallen? Liegt der Fokus auf Sünde oder auf den Retter? Steht Gott im Mittelpunkt oder der Mensch?

Das sind ein paar Fragen, die Dir zeigen, welchen Einfluss Du auf Menschen nimmst. Und hier kommt eine richtig krasse Botschaft:

Auch Christus lebte nicht für sich selbst. Von ihm heißt es in der Schrift: »Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.«

Römer 15, Vers 3

Du repräsentierst Gott. Deswegen gibt es Menschen, die feiern Dich bzw. freuen sich über Dich, wenn Du da bist und dann gibt es Andere, die können Deine Nähe nicht ertragen.

Du bist zwar nicht Gott, aber Du tust sein Werk. Menschen erkennen ihn, wenn sie Dich anschauen. Ja, das ist eine krasse Verantwortung und nein, sie lastet nicht auf Dir. Vorausgesetzt Du weißt, wer Du in Christus bist und dass der Heilige Geist es ist, der durch Dich wirkt.

Römer 14

3 Niemand sollte deswegen auf die verächtlich herabschauen, die bestimmte Speisen meiden. Diese wiederum dürfen niemanden verurteilen, weil er alles isst. Denn Gott hat jeden Einzelnen von ihnen in seine Gemeinschaft aufgenommen.
4 Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.
5 Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.
6 Wer nämlich bestimmte Tage als heilig achtet, der will damit Gott, den Herrn, ehren. Und wer alles ohne Unterschied isst, der ehrt Gott auch, denn im Gebet dankt er ihm für das Essen. Meidet aber jemand bestimmte Speisen, dann tut er es aus Liebe zu Gott, und auch er dankt Gott im Gebet und erweist ihm dadurch die Ehre.
7 Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.
8 Leben wir, dann leben wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn.
9 Denn Christus ist gestorben und zu neuem Leben auferstanden, um der Herr der Toten und der Lebenden zu sein.
10 Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen Christen? Und warum schaust du auf ihn herab, nur weil er sich anders verhält? Wir werden alle einmal vor Gott stehen, und er wird über uns urteilen.

Römer 14, Verse 3-10

Was macht Paulus hier? Es geht darum, dass manche Christen meinten bestimmte Speisevorschriften erfüllen zu müssen. Dabei spielte die Prägung und die Tradition eine große Rolle. Wir können es vielleicht damit vergleichen, wenn Du immer wieder zu hören bekommst, dass Filme schauen per se Sünde ist (abgesehen davon gibt es da wirklich viel Mist, den man sich als Christ nicht geben muss) oder dass Hosen für Frauen nicht okay sind, dann prägt das Dich. Das Gewissen ist formbar und jahrelange Wiederholung haben gewaltige Auswirkungen, die sich nicht einfach so abschütteln lassen.

Vers 4 und 5 stechen für mich hervor:

4 Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.
5 Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.

Römer 14, Verse 4 und 5

Dein Job ist nicht zu verurteilen. Krass finde ich, mit welcher Überzeugung Paulus diesen Satz raushaut: Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn. Wie kann Paulus das sagen? Er wird im Glauben festbleiben. Weil er sich nicht den Christen anschaut. Nicht auf den Menschen baut, sondern auf Gott. Der Herr hält ihn.

Worum geht’s? Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.

21 Deswegen isst du besser kein Fleisch, trinkst keinen Wein und vermeidest überhaupt alles, was einen anderen Christen zu Fall bringt.
22 Wovon du persönlich überzeugt bist, das ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich schätzen kann sich, wer so handelt, wie es seiner Überzeugung entspricht, und sich nicht selbst verurteilen muss.
23 Wer aber beim Essen zweifelt, ob es richtig ist, was er tut, der ist schon verurteilt. Denn er handelt nicht im Vertrauen auf Christus. Alles aber, was wir nicht in diesem Vertrauen tun, ist Sünde.

Römer 14, Verse 21-23

Vers 21 ist kein generelles Verbot von Fleisch und Wein. Du sollst auf Deinen Nächsten achten und ihn nicht zu Fall bringen. Manchmal ist es einfach nicht richtig, zu diskutieren ob das in Ordnung ist oder nicht. Das Ziel ist niemanden auf diesem Weg zum Himmel abzuhängen, nur weil er/sie bestimmte Ansichten hat und dass niemand Gewissensprobleme bekommt, aufgrund unseres Verhaltens. Manchmal ist vielleicht auch nicht genügend Zeit da, um das ausführlich zu besprechen und dem Gegenüber die Möglichkeit zu geben in diesem Punkt zu wachsen.

Den 23ten Vers finde ich krass. Wir können etwas erkannt haben, wo wir wissen: Das ist definitiv keine Sünde und nichts Verwerfliches dabei, aber ein anderer hat damit Probleme. Dann ist es für ihn Sünde, obwohl es per se nicht schlecht ist. Weil alles, was wir nicht im Vertrauen auf Christus tun, Sünde ist. Und da schließt sich der Kreis. Hör auf andere zu verurteilen.

  1. Nicht verurteilen
  2. Gott hält nicht nur Dich, sondern jeden wiedergeborenen Christen.
  3. Lebe nach Deinen Überzeugungen, die Du mit der Bibel begründen kannst.

Römer 13

13

1 Jeder soll sich den Behörden und Amtsträgern des Staates unterordnen. Denn es gibt keine staatliche Macht, die nicht von Gott kommt; jede ist von Gott eingesetzt.
2 Wer sich also den Regierenden widersetzt, handelt gegen die von Gott gegebene Ordnung und wird dafür von ihm verurteilt werden.
3 Wer gut und richtig handelt, braucht die staatliche Macht ohnehin nicht zu fürchten; das muss nur, wer Böses tut. Wollt ihr also ohne Angst vor Bestrafung leben, dann tut, was richtig und gut ist, und euer Verhalten wird Anerkennung finden.
4 Die Staatsgewalt steht im Dienst Gottes zum Nutzen jedes Einzelnen. Wer aber Unrecht tut, muss sie fürchten, denn Gott hat ihr nicht ohne Grund die Macht übertragen, Strafen zu verhängen. Sie handelt im Auftrag Gottes, wenn sie unbestechlich alle bestraft, die Böses tun.
5 Es sind also zwei Gründe, weshalb ihr euch der staatlichen Macht unterordnen müsst: zum einen, weil euch sonst das Urteil Gottes droht, zum andern, weil schon euer Gewissen euch dazu auffordert.
6 Die Vertreter des Staates üben ihren Dienst im Auftrag Gottes aus, deshalb zahlt ihr ja auch Steuern.
7 Gebt also jedem, was ihr ihm schuldig seid. Zahlt die Steuern, die man von euch verlangt, ebenso den Zoll. Unterstellt euch der staatlichen Macht und erweist denen, die Anspruch darauf haben, den notwendigen Respekt.

Römer 13, Verse 1-7

Gott setzt Könige ein und auch wieder ab, heißt es an einer anderen Stelle in der Bibel. Grundsätzlich handelt die Regierung in Gottes Auftrag. Aber das ist kein Freibrief dafür, dass sie alles tun dürfen. Wir brauchen nur ein paar Jahrzente zurückgehen. Und unsere Großeltern fragen. Hitler, Stalin. Wer dort der Regierung total ergeben war, handelte gegen Gottes Gebote. Es ist auch nicht unbedingt immer ganz leicht bei gottlosen Regierungen die Grenzen zu sehen, ab wann es noch meine Pflicht ist das zu tun, was sie verlangen und ab wann Du gegen Gottes Gebote verstößt. Gott hat dafür ja auch kein Katalog erstellt, was mir auch wieder zeigt: Gott will immer in direktem Gespräch mit Dir und mir sein, sodass ich nicht nach einem Katalog suche, sondern mich mit ihm unterhalte.

8 Bleibt keinem etwas schuldig! Was ihr einander allerdings immer schuldet, ist Liebe. Wer nämlich seine Mitmenschen liebt, der hat Gottes Gesetz erfüllt.
9 Die Gebote: »Du sollst nicht die Ehe brechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; begehre nicht, was anderen gehört« und alle anderen Gebote sind in einem Satz zusammengefasst: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«
10 Denn wer seinen Mitmenschen liebt, tut ihm nichts Böses. So wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.

Römer 13, Verse 8-10

Genial. Einfach genial. Alle Gebote Gottes erfüllst Du, indem Du liebst. Mich erinnert das an dieses Bibelzitat:

18 Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen.
19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.

1. Johannes 4, Vers 18 und 19

Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Du kannst nur lieben, wenn Du Gottes Liebe erfahren hast. Wieder kommt es auf die richtige Reihenfolge an.

Liebe als Gebot zu verstehen: „So, jetzt lieb mich. Du musst.“ Das ist eine Qual und hat mit Liebe nichts zu tun. Aber wenn wir mit Gottes Liebe erfüllt werden, weil wir erkennen, wie gewaltig groß seine Liebe zu uns ist, dann wird es uns zu einem Anliegen: Alle Menschen sollen diese wunderbare Liebe erfahren und genau das erreicht Gott dann durch Dich.

Römer 12

1 Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.
2 Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Römer 12, Verse 1 und 2

Wie wirkt dieser Text auf Dich? Was sticht für Dich heraus? Welche Aussagen fallen Dir sofort ins Auge? Du kannst den Text nicht lesen ohne ihn direkt zu interpretieren. Mit allem, was du bis heute gelernt hast.

Eins kann ich Dir auf jeden Fall sagen: Wenn „Du musst“ oder „Du sollst“ die Überschrift ist, die Du siehst, dann stampfst Du den Text so krass ein, dass daraus eine Fälschung wird. Eine Fälschung, in dem Sinne, dass Du viele wertvolle Aussagen gar nicht mehr wahrnimmst und das bedeutet Du kannst den Bibeltext lesen, aber die Erbauung, wofür der Text geschrieben wurde, kommt nicht bei Dir an.

Paulus fordert uns auf uns mit unserem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Darüber kannst Du jetzt eine Predigt halten, ganz nach dem Motto: „Du musst“

Oder Du nimmst auch den Teil davor mit rein: Weil Gott so barmherzig mit uns war und immer noch ist und immer bleiben wird. Weil Gott uns derart liebt, dass unser Verstand explodieren würde, wenn wir versuchen das in unser Hirn zu drücken. Weil Du und ich genau das erfahren haben und immer noch erfahren, was liegt näher, als diesem Gott zu vertrauen, dass er sich auch um unser ganzes Leben auf der Erde kümmert. Und was würde mehr Vertrauen ausdrücken, als das wir unser Leben diesem Gott widmen. Wenn wir hier das Motto finden sollten, dann wäre es: „Du darfst“ und „Du willst“

Zwei völlig verschiedene Ansätze mit Gottes Wort umzugehen und zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse. Bei dem einen kommt Schwere und Lustlosigkeit ins Leben und bei dem anderen fängst Du an zu feiern.

Ganz ehrlich, ich glaube Gott ist ein Gott des Feierns. Gott feiert das Leben und ich glaube Gott sagt sich nie: Oh, ich muss noch das und das machen.

Mit diesen Gedanken lass auch den nächsten Vers auf Dich wirken:

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Römer 12, Vers 2

Gott will, dass Du nach seinen Maßstäben lebst. Dein Denken soll nicht versklavt sein, wie das Denken der Menschen, die Gott nicht kennen. Es geht um Gottes Willen. Und Gottes Wille ist, dass Du lebst und das Leben genauso feierst, wie er selber. Und das bedeutet, dass Du Gott feierst.

Wenn Du Dir von Gott erklären lässt, wie seine Welt wirklich funktioniert, dann erst verstehst Du, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Das Kapitel geht weiter und Paulus wird sehr praktisch in seinen Erklärungen. Zwei Verse stechen dabei für mich noch heraus, die das Kapitel meiner Meinung nach gut zusammenfassen:

Seid fröhlich in der Hoffnung darauf, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Bleibt standhaft, wenn ihr verfolgt werdet. Und lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.

Römer 12, Vers 12

Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute.

Römer 12, Vers 21

Römer 11

Paulus nutzt in diesem Kapitel das Bild von einem Ölbaum und das Einpfropfen von anderen Zweigen und erklärt, dass Israel immer Gottes auserwählte Volk bleiben wird. Dass alle anderen Völker aber Anteil bekommen können durch den Glauben.

Wir haben keinen Grund uns für was Besseres zu halten, weil die Juden noch nicht glauben wollen. Gottes Plan mit Israel und der Welt ist noch nicht komplett fertig. Es geht weiter und bald wird sich auch Israel wieder Gott zuwenden.

Das Ende des Kapitels finde ich wunderbar:

33 Wie groß ist doch Gott! Wie unendlich sein Reichtum, seine Weisheit, wie tief seine Gedanken! Wie unbegreiflich für uns seine Entscheidungen und wie undurchdringlich seine Pläne!
34 Denn »wer kann Gottes Absichten erkennen? Oder wer hat ihn je beraten?«
35 »Wer hat Gott jemals etwas gegeben, das er nun von ihm zurückfordern könnte?«
36 Denn alles kommt von ihm, alles lebt durch ihn, alles vollendet sich in ihm. Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit! Amen.

Römer 11, Verse 33-36

Es gibt niemanden auf dieser Erde, der keine Beratung braucht. Wir kennen sie doch alle. Menschen, die denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefr***en. Klugsch****er! Wenn wir es professioneller und höflicher ausdrücken, sagen wir „Beratungsresistent“. Gott ist der Einzige, wo beratungsresistent eine neue Bedeutung bekommt. Gott braucht keinen Rat, weil er ALLES BESSER WEISS. Nicht übermütig und herablassend, so nach dem Motto: „Was willst Du denn?“ Sondern ganz einfach als nüchterne Fakten.

Gottes Größe ist so gewaltig, dass wir keine guten Metaphern dafür finden können. Weil alles zu billig ist und Gottes Herrlichkeit nicht mal im Ansatz entsprechen kann. Manchmal denken wir: Ok, das ist jetzt aber ein guter Vergleich. Aber denk noch 2 Sekunden länger nach, dann merkst Du das reicht nicht mal im Ansatz an Gott heran.

Römer 10

1 Liebe Brüder und Schwestern, ich wünsche mir sehnlichst und bitte Gott inständig, dass auch mein Volk gerettet wird.
2 Denn ich kann bezeugen, dass die Israeliten Gott dienen wollen, mit viel Eifer, aber ohne Einsicht.
3 Sie haben nämlich nicht erkannt, wie sie Gottes Anerkennung finden können, und versuchen immer noch, durch ihre eigenen Bemühungen vor ihm zu bestehen. Deshalb lehnen sie ab, was Gott ihnen schenken will.
4 Dabei hat Christus das Gesetz doch erfüllt, und somit ist es nicht mehr der Weg, um Annahme bei Gott zu finden. Wer Christus vertraut, wird von aller Schuld freigesprochen.
5 Wer dennoch durch das Gesetz vor Gott bestehen will, für den gilt, was Mose geschrieben hat: »Wer alle Forderungen des Gesetzes erfüllt, wird dadurch leben.«

Römer 10, Verse 1-5

Wieso reitet Paulus so lange auf diesem Thema herum. So oft wie er sich wiederholt, müsste es doch jetzt jeder verstanden haben. Gottes Anerkennung und Annahme geschieht nur durch Jesus Christus. Selbst wir, die wir keine Juden sind, übertragen das System dieser Welt auf Gott. Ich muss was leisten. Dann kann Gott erst mit mir zufrieden sein.

Jetzt schau Dir Vers 4 an:

Dabei hat Christus das Gesetz doch erfüllt, und somit ist es nicht mehr der Weg, um Annahme bei Gott zu finden. Wer Christus vertraut, wird von aller Schuld freigesprochen.

Römer 10, Vers 4

Es ist nicht mehr der Weg. Jahrhundertelang über viele Generationen hinweg galt das Gesetz und genau danach hatte sich ein frommer Jude zu halten, wenn er Gottes Anerkennung wollte. So viele Tiere wurden geopfert, um Schuld zuzudecken.

Mit Jesus wird plötzlich alles anders. Das Gesetz steht nicht mehr an vorderster Front. Die Qual des Versagens, des Opferns und des Wiederaufraffens „Jetzt mache ich es aber besser“ sind vorbei. Die angestrengten Versuche Gottes Gebote zu erfüllen sind für immer in der Vergangenheit versunken.

Jesus hat das Gesetz erfüllt und indem ich das anerkenne. Anerkenne dass er das für mich getan hat. So als hätte ich das Gesetz erfüllt. Dann verstehen wir die frohe Botschaft der Bibel. Dann fängt das Feiern an.

Und jetzt denke ich haben wir auch Verständnis für die Juden. Geht’s uns nicht selber oft auch so. Hey, ich racker mir hier einen ab und DER (Such Dir jemanden aus) bekommt das einfach so ohne Mühe und Anstrengung. Das ist nicht fair. Die Frage ist: In welcher Welt willst Du leben? In Gottes Welt, wo seine Spielregeln gelten (Überall Geschenke) oder in der Welt, wo alles von Dir abhängt und Leistung das große Mantra ist.

Die wirkliche Schwierigkeit ist, dass wir meist irgendwo zwischen diesen Welten stecken. Aber wenn es um Deine Erlösung geht, musst Du absolut verstehen, dass deine Leistung dort NICHTS bewirken kann.

Römer 9

30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus.
31 Israel aber, das sich so sehr bemühte, Gottes Gebote zu erfüllen, um dadurch vor Gott bestehen zu können, hat das Ziel des Gesetzes gerade nicht erreicht.
32 Warum eigentlich nicht? Weil die Israeliten nicht durch den Glauben an Christus, sondern durch ihre eigenen Leistungen Anerkennung bei Gott finden wollten. Deshalb wurde ihnen Christus zum Stein des Anstoßes.
33 So steht es schon in der Heiligen Schrift: »Seht, ich lege in Jerusalem einen Stein, über den man stolpern wird, und einen Fels, über den sie stürzen werden. Wer aber an ihn glaubt, steht fest und sicher.«

Römer 9, Verse 30-33

Es kommt nicht darauf an, so gut es geht die Gebote zu erfüllen. Sondern in der Beziehung zu Jesus Christus zu leben. In so einem Leben erfahren wir Erfüllung und dadurch halten wir die Gebote automatisch ein. Diese Prioritäten kannst Du auch vertauschen, aber dann verlierst Du die Freude. Dann macht das alles keinen Spaß mehr. Wenn Gebote erfüllen an erster Stelle steht, wird es zur Qual.

Denk mal drüber nach: Es gibt so viele verschiedene Predigten. Welche von denen haben Dich aufgebaut und welche waren eher deprimierend. Spoiler-Alarm: Wenn der Fokus durch die Predigt auf Dich verlagert wird, dann bist Du nachher geknickt und freust Dich, wenn der Prediger endlich Amen sagt. Aber wenn es um Jesus Christus geht, dann kannst Du den Vers 33 so richtig feiern:

So steht es schon in der Heiligen Schrift: »Seht, ich lege in Jerusalem einen Stein, über den man stolpern wird, und einen Fels, über den sie stürzen werden. Wer aber an ihn glaubt, steht fest und sicher.«

Römer 9, Vers 33

Die Sicherheit und den festen Stand wirst Du nur haben, wenn Du an IHN glaubst, nicht an DICH. Selbstvertrauen ist sicherlich wichtig, aber woher kommt es? Aus dem Wissen WER Du bist, weil Du an Jesus Christus glaubst.

Römer 8

4 So kann sich in unserem Leben der Wille Gottes erfüllen, wie es das Gesetz schon immer verlangt hat; denn jetzt bestimmt Gottes Geist und nicht mehr die sündige menschliche Natur unser Leben.
5 Wer von seiner sündigen Natur bestimmt ist, der folgt seinen selbstsüchtigen Wünschen. Wenn aber Gottes Geist uns leitet, richten wir uns nach seinem Willen aus.
6 Wozu uns die alte, sündige Natur treibt, das bringt den Tod. Folgen wir aber dem, was Gottes Geist will, so bringt das Frieden und Leben.
7 Wenn wir uns von unserer sündigen Natur bestimmen lassen, leben wir in Auflehnung gegenüber Gott. Denn die alte Natur ist nicht bereit, sich Gottes Gesetz unterzuordnen. Ja, sie kann das gar nicht.
8 Deshalb kann Gott an solchen Menschen kein Gefallen finden.
9 Nun aber seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben – schließlich wohnt er ja in euch! Seid euch darüber im Klaren: Wer den Geist von Jesus Christus nicht hat, der gehört auch nicht zu ihm.
10 Wenn Christus in euch lebt, dann ist zwar euer Körper wegen der Sünde noch dem Tod ausgeliefert. Doch Gottes Geist schenkt euch ein neues Leben, weil Gott euch angenommen hat.
11 Ist der Geist Gottes in euch, so wird Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, auch euren vergänglichen Körper lebendig machen; sein Geist wohnt ja in euch.
12 Darum, liebe Brüder und Schwestern, sind wir nicht mehr unserer alten menschlichen Natur verpflichtet und müssen nicht länger ihren Wünschen und ihrem Verlangen folgen.
13 Denn wer ihr folgt, muss sterben. Wenn ihr aber mit der Kraft des Geistes euer selbstsüchtiges Verhalten tötet, werdet ihr leben.
14 Alle, die sich von Gottes Geist regieren lassen, sind Kinder Gottes.
15 Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!«
16 Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind.
17 Als seine Kinder aber sind wir – gemeinsam mit Christus – auch seine Erben. Und leiden wir jetzt mit Christus, werden wir einmal auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen.

Römer 8, Verse 4-17

Es gibt zwei Kräfte, zwei Mächte in uns, die über unser Leben bestimmen wollen. Bis zur Bekehrung und Wiedergeburt gab es nur die „Alte Natur“, die komplett unter dem Gesetz der Sünde stand und auf jeden Fall sündigen musste. Aber ab dem Zeitpunkt, wo wir Gott in unser Leben lassen, regiert Gottes Geist. Aber nicht alleine. Er regiert mit Dir zusammen, ansonsten hätte Gott tatsächlich über den Umweg Menschen Roboter geschaffen.

Im Grunde genommen lernen wir als Kinder Gottes, dass Gottes Wille immer und überall das Beste ist, was uns passieren kann. Schritt-für-Schritt. Und das führt in ein bedingungsloses Vertrauen, wo der Heilige Geist uns immer mehr beeinflussen darf.

31 Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?
32 Gott hat sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?
33 Wer könnte es wagen, die von Gott Auserwählten anzuklagen? Niemand, denn Gott selbst spricht sie von aller Schuld frei.
34 Wer wollte es wagen, sie zu verurteilen? Keiner, denn Jesus Christus ist für sie gestorben, ja, mehr noch: Er ist vom Tod auferweckt worden und hat seinen Platz an Gottes rechter Seite eingenommen. Dort tritt er jetzt vor Gott für uns ein.

Römer 8, Verse 31-34

Einer meiner Lieblingsverse in der Bibel:

Gott hat sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?

Römer 8, Vers 32

Für mich rückt es mein Gottesbild immer wieder zurecht. Ich vergesse öfter, wie sehr Gott mich liebt, weil ich der Idee glaube, dass meine Performance mit Gottes Liebe verknüpft ist. Dieser Vers befreit mich von diesem Irrglauben und lässt mich feiern.

Römer 7

18 Ich weiß wohl, dass in mir nichts Gutes wohnt. Zwar habe ich durchaus den Wunsch, das Gute zu tun, aber es fehlt mir die Kraft dazu.
19 Ich will eigentlich Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch.
20 Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar: Nicht ich selbst bin es, der über mich bestimmt, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse.
22 Ich stimme Gottes Gesetz aus tiefster Überzeugung und mit Freude zu.
23 Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieses Gesetz kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe, und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist das Gesetz der Sünde, das mein Handeln bestimmt.
24 Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser tödlichen Gefangenschaft befreien?
25 Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. So befinde ich mich in einem Zwiespalt: Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde.

Römer 7, Verse 18-25

Ich glaube jeder Christ macht in seinem Leben an einem bestimmten Punkt im Leben diese Erfahrung. Selbst Paulus, der wie kein zweiter für die Verbreitung des Evangeliums lebte, sagt:

Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser tödlichen Gefangenschaft befreien?

Römer 7, Vers 24

Das ist die Frage, die ich mir stelle und die Du dir stellst, wenn wir merken: Es klappt nicht. Ich will das Gute tun, baue aber wieder Sc***sse.

Das phänomenale ist hier, was Paulus im nächsten Vers schreibt:

Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit. So befinde ich mich in einem Zwiespalt: Mit meinem Denken und Sehnen folge ich zwar dem Gesetz Gottes, mit meinen Taten aber dem Gesetz der Sünde.

Römer 7, Vers 25

Als wiedergeborener Christ muss Dich niemand mehr befreien. Du bist befreit. Im nächsten Kapitel geht Paulus näher darauf ein, wie dieser Zwiespalt kleiner wird.