Römer 14

3 Niemand sollte deswegen auf die verächtlich herabschauen, die bestimmte Speisen meiden. Diese wiederum dürfen niemanden verurteilen, weil er alles isst. Denn Gott hat jeden Einzelnen von ihnen in seine Gemeinschaft aufgenommen.
4 Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.
5 Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.
6 Wer nämlich bestimmte Tage als heilig achtet, der will damit Gott, den Herrn, ehren. Und wer alles ohne Unterschied isst, der ehrt Gott auch, denn im Gebet dankt er ihm für das Essen. Meidet aber jemand bestimmte Speisen, dann tut er es aus Liebe zu Gott, und auch er dankt Gott im Gebet und erweist ihm dadurch die Ehre.
7 Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.
8 Leben wir, dann leben wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn.
9 Denn Christus ist gestorben und zu neuem Leben auferstanden, um der Herr der Toten und der Lebenden zu sein.
10 Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen Christen? Und warum schaust du auf ihn herab, nur weil er sich anders verhält? Wir werden alle einmal vor Gott stehen, und er wird über uns urteilen.

Römer 14, Verse 3-10

Was macht Paulus hier? Es geht darum, dass manche Christen meinten bestimmte Speisevorschriften erfüllen zu müssen. Dabei spielte die Prägung und die Tradition eine große Rolle. Wir können es vielleicht damit vergleichen, wenn Du immer wieder zu hören bekommst, dass Filme schauen per se Sünde ist (abgesehen davon gibt es da wirklich viel Mist, den man sich als Christ nicht geben muss) oder dass Hosen für Frauen nicht okay sind, dann prägt das Dich. Das Gewissen ist formbar und jahrelange Wiederholung haben gewaltige Auswirkungen, die sich nicht einfach so abschütteln lassen.

Vers 4 und 5 stechen für mich hervor:

4 Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.
5 Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.

Römer 14, Verse 4 und 5

Dein Job ist nicht zu verurteilen. Krass finde ich, mit welcher Überzeugung Paulus diesen Satz raushaut: Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn. Wie kann Paulus das sagen? Er wird im Glauben festbleiben. Weil er sich nicht den Christen anschaut. Nicht auf den Menschen baut, sondern auf Gott. Der Herr hält ihn.

Worum geht’s? Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.

21 Deswegen isst du besser kein Fleisch, trinkst keinen Wein und vermeidest überhaupt alles, was einen anderen Christen zu Fall bringt.
22 Wovon du persönlich überzeugt bist, das ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich schätzen kann sich, wer so handelt, wie es seiner Überzeugung entspricht, und sich nicht selbst verurteilen muss.
23 Wer aber beim Essen zweifelt, ob es richtig ist, was er tut, der ist schon verurteilt. Denn er handelt nicht im Vertrauen auf Christus. Alles aber, was wir nicht in diesem Vertrauen tun, ist Sünde.

Römer 14, Verse 21-23

Vers 21 ist kein generelles Verbot von Fleisch und Wein. Du sollst auf Deinen Nächsten achten und ihn nicht zu Fall bringen. Manchmal ist es einfach nicht richtig, zu diskutieren ob das in Ordnung ist oder nicht. Das Ziel ist niemanden auf diesem Weg zum Himmel abzuhängen, nur weil er/sie bestimmte Ansichten hat und dass niemand Gewissensprobleme bekommt, aufgrund unseres Verhaltens. Manchmal ist vielleicht auch nicht genügend Zeit da, um das ausführlich zu besprechen und dem Gegenüber die Möglichkeit zu geben in diesem Punkt zu wachsen.

Den 23ten Vers finde ich krass. Wir können etwas erkannt haben, wo wir wissen: Das ist definitiv keine Sünde und nichts Verwerfliches dabei, aber ein anderer hat damit Probleme. Dann ist es für ihn Sünde, obwohl es per se nicht schlecht ist. Weil alles, was wir nicht im Vertrauen auf Christus tun, Sünde ist. Und da schließt sich der Kreis. Hör auf andere zu verurteilen.

  1. Nicht verurteilen
  2. Gott hält nicht nur Dich, sondern jeden wiedergeborenen Christen.
  3. Lebe nach Deinen Überzeugungen, die Du mit der Bibel begründen kannst.

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