Römer 13

13

1 Jeder soll sich den Behörden und Amtsträgern des Staates unterordnen. Denn es gibt keine staatliche Macht, die nicht von Gott kommt; jede ist von Gott eingesetzt.
2 Wer sich also den Regierenden widersetzt, handelt gegen die von Gott gegebene Ordnung und wird dafür von ihm verurteilt werden.
3 Wer gut und richtig handelt, braucht die staatliche Macht ohnehin nicht zu fürchten; das muss nur, wer Böses tut. Wollt ihr also ohne Angst vor Bestrafung leben, dann tut, was richtig und gut ist, und euer Verhalten wird Anerkennung finden.
4 Die Staatsgewalt steht im Dienst Gottes zum Nutzen jedes Einzelnen. Wer aber Unrecht tut, muss sie fürchten, denn Gott hat ihr nicht ohne Grund die Macht übertragen, Strafen zu verhängen. Sie handelt im Auftrag Gottes, wenn sie unbestechlich alle bestraft, die Böses tun.
5 Es sind also zwei Gründe, weshalb ihr euch der staatlichen Macht unterordnen müsst: zum einen, weil euch sonst das Urteil Gottes droht, zum andern, weil schon euer Gewissen euch dazu auffordert.
6 Die Vertreter des Staates üben ihren Dienst im Auftrag Gottes aus, deshalb zahlt ihr ja auch Steuern.
7 Gebt also jedem, was ihr ihm schuldig seid. Zahlt die Steuern, die man von euch verlangt, ebenso den Zoll. Unterstellt euch der staatlichen Macht und erweist denen, die Anspruch darauf haben, den notwendigen Respekt.

Römer 13, Verse 1-7

Gott setzt Könige ein und auch wieder ab, heißt es an einer anderen Stelle in der Bibel. Grundsätzlich handelt die Regierung in Gottes Auftrag. Aber das ist kein Freibrief dafür, dass sie alles tun dürfen. Wir brauchen nur ein paar Jahrzente zurückgehen. Und unsere Großeltern fragen. Hitler, Stalin. Wer dort der Regierung total ergeben war, handelte gegen Gottes Gebote. Es ist auch nicht unbedingt immer ganz leicht bei gottlosen Regierungen die Grenzen zu sehen, ab wann es noch meine Pflicht ist das zu tun, was sie verlangen und ab wann Du gegen Gottes Gebote verstößt. Gott hat dafür ja auch kein Katalog erstellt, was mir auch wieder zeigt: Gott will immer in direktem Gespräch mit Dir und mir sein, sodass ich nicht nach einem Katalog suche, sondern mich mit ihm unterhalte.

8 Bleibt keinem etwas schuldig! Was ihr einander allerdings immer schuldet, ist Liebe. Wer nämlich seine Mitmenschen liebt, der hat Gottes Gesetz erfüllt.
9 Die Gebote: »Du sollst nicht die Ehe brechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; begehre nicht, was anderen gehört« und alle anderen Gebote sind in einem Satz zusammengefasst: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«
10 Denn wer seinen Mitmenschen liebt, tut ihm nichts Böses. So wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.

Römer 13, Verse 8-10

Genial. Einfach genial. Alle Gebote Gottes erfüllst Du, indem Du liebst. Mich erinnert das an dieses Bibelzitat:

18 Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen.
19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.

1. Johannes 4, Vers 18 und 19

Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Du kannst nur lieben, wenn Du Gottes Liebe erfahren hast. Wieder kommt es auf die richtige Reihenfolge an.

Liebe als Gebot zu verstehen: „So, jetzt lieb mich. Du musst.“ Das ist eine Qual und hat mit Liebe nichts zu tun. Aber wenn wir mit Gottes Liebe erfüllt werden, weil wir erkennen, wie gewaltig groß seine Liebe zu uns ist, dann wird es uns zu einem Anliegen: Alle Menschen sollen diese wunderbare Liebe erfahren und genau das erreicht Gott dann durch Dich.

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