Archiv der Kategorie: 2. Korinther

2. Korinther 13

10 Ich habe euch das alles aus der Ferne geschrieben, ehe ich zu euch komme, damit ich nicht zu streng mit euch sein muss, wenn ich bei euch bin. Denn Gott hat mir seine Vollmacht gegeben, um euch aufzubauen, nicht um euch zu zerstören.

2. Korinther 13, Vers 10

Paulus schreibt im letzten Kapitel seines Briefes noch einmal, dass die Korinther sich prüfen sollen und dass er wenn’s nötig sein sollte, „hart durchgreifen“ würde. Man merkt, wie er absolut keine Lust hat auf Strenge und eigentlich nur möchte, dass sie in Frieden und Freude zusammenleben. Dass sie mit Gott in ihrer Mitte ihr Leben gestalten.

Gott möchte Dich nie zerstören. Er verpasst Dir nicht einfach mal ne Schelle, weil Du so viel Mist baust. Das ist ziemlich menschliches Denken. Manchmal muss er alte unpassende Dinge entfernen, aber Gottes Anliegen am Ende ist Freude. Gottes Anliegen ist, dass Du lebst und feierst.

2. Korinther 12

9 Aber er hat zu mir gesagt: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.« Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft von Christus an mir.
10 Und so trage ich für Christus alles mit Freude – die Schwachheiten, Misshandlungen und Entbehrungen, die Verfolgungen und Ängste. Denn ich weiß: Gerade wenn ich schwach bin, bin ich stark.

2. Korinther 12, Vers 9 und 10

Paulus drückt es so aus:

7 Gott selbst hat dafür gesorgt, dass ich mir auf die unbeschreiblichen Offenbarungen, die ich empfangen habe, nichts einbilde. Deshalb hat er mir ein quälendes Leiden auferlegt. Ein Engel des Satans darf mich mit Fäusten schlagen, damit ich nicht überheblich werde.
8 Dreimal schon habe ich den Herrn angefleht, mich davon zu befreien.

Korinther 12, Vers 7 und 8

Ob es jetzt persönliche Anfeindungen waren oder ein körperliches Leiden. Paulus hat die Erkenntnis, dass es dazu dient, damit er sich nichts einbildet und nicht überheblich wird. Was tut Gott in Deinem Leben, um Dich vor Hochmut zu bewahren? Was tut er in Deinem Leben, damit Du den Fokus aufs Feiern behältst? Damit Dein Fokus auf Ihn, das wahre Leben gerichtet bleibt?

Was muss noch geschehen, damit Du Dich komplett auf Gott verlässt? Damit Er Alles in Deinem Leben wird und Du seine Gnade über Deinem gesamten Leben siehst? Wir können die Punkte erst in der Rückschau verbinden und verstehen die Dinge erst, wenn sie bereits geschehen sind. Unser Leben geht aber vorwärts und dafür brauchen wir Vertrauen. Hol Dir dieses Vertrauen, indem Du in Dein bisheriges Leben schaust und Dir bewusst machst, wie aktiv Gott in Deinem Leben war und was Du Ihm zu verdanken hast.

Und dann fang an zu feiern, wie Paulus. Selbst Deine Schwachheit wird zu einem Grund des Feierns, weil Gott dann besonders in Dir wirken kann.

2. Korinther 11

Irrlehren über Jesus gab es schon damals. Falsche Apostel, die etwas anderes predigten, als das was Paulus erzählte. Und das hält Paulus den Korinthern vor:

Ihr lasst euch nämlich leicht verführen. Wenn jemand daherkommt und etwas ganz anderes über Jesus sagt, als wir euch gelehrt haben, dann schenkt ihr ihm bereitwillig Glauben. Ihr empfangt bedenkenlos einen anderen Geist als den Geist Gottes und nehmt eine andere Botschaft an als die, die wir euch gebracht haben.

2. Korinther 11, Vers 4

Heute haben wir die komplette Bibel und sind in der Lage zu prüfen, wie die Predigt mit Gottes Wort übereinstimmt. Das ist der Job, den wir haben, wenn wir auf den Kirchenstühlen sitzen. Das verlangt natürlich Vorarbeit. Deine Portion „geistliche Speise“ kannst Du dir dann nicht nur am Sonntag abholen. Du musst jeden Tag „essen“, aber genauso gerne wie wir leckere Dinge futtern, so wird uns auch das Bibelstudium zum Genuss.

Im Verlauf des Kapitels merken wir, Sarkasmus und Ironie. Das hatte Paulus auch drauf.

16 Ich sage es noch einmal: Niemand soll mich für einen Narren halten. Wenn ihr es aber doch tut, dann lasst mich auch den Narren spielen, damit ich ein wenig prahlen kann wie ihr.
17 Was ich jetzt sage, ist allerdings nicht im Sinn unseres Herrn. Ich bin mir bewusst, dass ich damit wie ein Narr rede. Aber ich sage es trotzdem, wenn wir schon einmal beim Prahlen sind.
18 Wie die anderen dauernd ihre Vorzüge herausstellen, will ich es auch einmal tun.
19 Ihr seid ja so klug, dass ihr bereitwillig hinter den Narren herlauft.
20 Und ihr habt nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch hereinlegt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt.
21 Zu meiner Schande muss ich gestehen: Im Vergleich zu diesen großartigen Aposteln waren wir geradezu Schwächlinge! Aber da ich mich nun einmal entschlossen habe, wie ein Narr zu reden: Womit diese Leute sich brüsten, damit kann ich schon lange dienen.
22 Sie sind Hebräer? Das bin ich auch! Sie sind Israeliten? Das bin ich auch! Sie sind Nachkommen von Abraham? Ich etwa nicht?
23 Sie sind Diener von Christus? Was ich jetzt entgegne, kann wirklich nur noch ein Narr sagen: Ich habe Christus weit mehr gedient und viel mehr auf mich genommen als sie. Ich bin öfter im Gefängnis gewesen und häufiger ausgepeitscht worden. Viele Male hatte ich den Tod vor Augen.
24 Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten.
25 Dreimal wurde ich von den Römern mit Stöcken geschlagen, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer.
26 Auf meinen vielen Reisen bin ich immer wieder in Gefahr geraten durch reißende Flüsse und durch Räuber. Ich wurde von meinem eigenen Volk bedroht ebenso wie von den Nichtjuden. In den Städten wurde ich verfolgt, in der Wüste und auf dem Meer bangte ich um mein Leben. Und wie oft wollten mich Leute verraten, die sich als Christen ausgaben!
27 Mein Leben war voller Mühe und Plage, oftmals habe ich Nächte durchwacht. Ich kenne Hunger und Durst. Ich musste häufig ohne Essen auskommen und war schutzlos der Kälte ausgesetzt.
28 Aber das ist noch längst nicht alles. Tag für Tag lässt mich die Sorge um alle Gemeinden nicht los.
29 Wenn einer schwach ist, dann trage ich ihn mit; wird jemand zum Bösen verführt, quält mich brennender Schmerz.
30 Wenn ich mich also schon selbst loben muss, dann will ich mit den Dingen prahlen, an denen man meine Schwachheit erkennen kann.
31 Gott weiß, dass dies alles wahr ist. Ihm, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit.

Korinther 11, Verse 16-31

Paulus zeigt einmal, was er alles ertragen hat, nur um das Anliegen, das Gott ihm ins Herz gelegt hatte, voranzutreiben. Die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten. Mehrere Male macht er deutlich, so würde nur ein Narr sprechen um sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

Wenn ich das so lese:

  • 5 mal von den Juden 39 Schläge bekommen
  • 3 mal von den Römern mit Stöcken geschlagen
  • 1 mal gesteinigt
  • 3 mal Schiffbruch erlitten
  • einen Tag und eine Nacht auf dem offenen Meer getrieben
  • ständig Gefahren und Verfolgungen ausgesetzt
  • viele Nächte durchwacht
  • Hunger und Durst
  • schutzlos der Kälte ausgesetzt
  • Sorge um die Gemeinden

Der Mann hatte eine Mission und ein Ziel. Und das war nicht von Eigennutz bestimmt. In seinem Leben ging es nicht um ihn, sondern um Jesus. Und Vers 31 rundet das dann ab:

Gott weiß, dass dies alles wahr ist. Ihm, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit.

Korinther 11, Vers 31

2. Korinther 10

17 Es heißt doch: »Wenn jemand auf etwas stolz sein will, soll er auf das stolz sein, was Gott für ihn getan hat!«
18 Niemand ist schon deshalb ein bewährter Diener Gottes, weil er sich selbst empfiehlt. Entscheidend ist, dass Gott ihm ein gutes Zeugnis ausstellt.

2. Korinther 10, Verse 17 und 18

Ich hab mal Stolz gegoogelt und 2 Definitionen gefunden.

  1. ausgeprägtes Selbstwertgefühl [das sich in Überheblichkeit, Eingebildetheit o. Ä. äußert]
  2. berechtigte, selbstbewusste Freude (besonders über etwas, was man als besondere Leistung o. Ä. ansieht)

Ich denke, wir sind uns einig, dass Stolz der ersten Definition absolut unpassend ist für jeden Menschen. Wer mag schon Leute, die ganz und gar von sich eingenommen sind. Mit Eingebildeten kommt man oft nicht so wirklich klar. Du darfst ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben, aber worauf gründet es sich? Auf Dich selber. Ok, Du weißt ja wohin das langfristig führt, weil Du hast immer 2 Möglichkeiten: Depressiv zu werden, indem Du auf Dich schaust. Oder zu feiern, indem Du auf Gott schaust.

Dieses Gefühl, das sich einstellt, wenn man was geleistet hat. Eine Prüfung mit sehr gut bestanden. Eine Arbeit richtig sauber abgeliefert. Wenn man einfach wieder mal ne richtig gute Performance hingelegt hat. Dieser Stolz, diese Freude über eine Leistung gilt vor allem Gott und das, was er geschafft hat.

Entscheidend dafür, ob Du ein guter Diener Gottes bist, ist, was Gott über Dich sagt.

Wir würden es natürlich niemals wagen, uns mit denen zu vergleichen, die sich überall selbst empfehlen, oder uns gar auf eine Stufe mit ihnen zu stellen. Wie unverständig sie doch sind! Sie richten ihre eigenen Maßstäbe auf, um sich dann selbst daran zu messen.

2. Korinther 10, Vers 12

Welche Maßstäbe setzt Du für Dein Leben? Stell Dir vor, Du bist ein Lehrer und bereitest eine Prüfung vor. Als Du fertig bist, setzt Du dich ebenfalls mit Deinen Schülern in eine Reihe und schreibst genau diese Prüfung. Dann sammelst Du die Arbeiten ein und gehst wieder an den Lehrerpult. Und dann bewertest Du Deine eigene Prüfung und auch die von Deinen Schülern.

Wenn Du nicht merkst, dass Du Blödsinn machst, dann wirst Du stolz. „Krass, wie gut ich diese Prüfung gemeistert habe. Das kann keiner so gut wie ich.“

Entscheidend dafür, ob Du ein guter Diener Gottes bist, ist, was Gott über Dich sagt. Deine eigene Meinung tut hier nichts zur Sache.

2. Korinther 9

Paulus hatte die Korinther vor Anderen in höchsten Tönen gelobt, was die Spendenbereitschaft anging. Nun schickt er vorab einige Brüder, die das Geld schonmal einsammeln sollte, sodass er und auch die Korinther sich am Ende nicht vielleicht doch schämen müssten.

6 Denkt daran: Wer wenig sät, wird auch wenig ernten. Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
7 Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden. Gott liebt den, der fröhlich gibt.
8 Er hat die Macht, euch mit all seiner Gnade zu überschütten, damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles habt, was ihr zum Leben braucht, und damit ihr sogar noch auf die verschiedenste Weise Gutes tun könnt.

2. Korinther 9, Verse 6-8

Hier kommt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenig Saat, wenig Ernte. Viel Saat. Viel Ernte. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Höhe der Summe, wieviel Du spendest, sondern ob Du es gerne machst. Gib nur das, was Du gerne gibst. Und an Deinen Spendenbeiträgen kannst Du sehen, wie sehr Du mit dem „Hier und Jetzt“ und der Erde verheiratet bist.

9 In der Schrift heißt es ja ´von dem, der in Ehrfurcht vor Gott lebt`:
»Er teilt mit vollen Händen aus und beschenkt die Bedürftigen;
das Gute, das er tut, hat für immer Bestand.«
10 Derselbe ´Gott`, der dafür sorgt, dass es dem Bauern nicht an Saat zum Aussäen fehlt und dass es Brot zu essen gibt, der wird auch euch mit Samen für die Aussaat versehen und dafür sorgen, dass sich die ausgestreute Saat vermehrt und dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt.
11 Er wird euch in jeder Hinsicht so reich beschenken, dass ihr jederzeit großzügig und uneigennützig geben könnt. Und wenn wir dann eure Spende überbringen, werden die, die sie empfangen, Gott danken.

2. Korinther 9, Verse 9-11

Am Ende geht es darum, dass Menschen Gott danken. Ihn preisen und einfach feiern. Ich bin ganz ehrlich: Ich freue mich sehr, wenn Menschen durch meine Spenden geholfen wird, aber Markus 10, 29 und 30 macht es für mich auch irgendwie zu einem Investment. Dieses Gefühl schwingt irgendwie immer mit: Ich helfe jetzt, aber das kommt zigfach zurück. Gott ist wirklich fantastisch.

Jesus antwortete: »Ich versichere euch: Jeder, der sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Kinder oder seinen Besitz zurücklässt, um mir zu folgen und die rettende Botschaft von Gott weiterzusagen, der wird schon hier auf dieser Erde alles hundertfach zurückerhalten: Häuser, Geschwister, Mütter, Kinder und Besitz. All dies wird ihm – wenn auch mitten unter Verfolgungen – gehören und außerdem in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

Markus 10, Vers 29 und 30

2. Korinther 8

9 Ihr wisst ja, woran sich die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn, gezeigt hat: Er, der reich war, wurde arm, damit ihr durch seine Armut reich werdet.
10 Ich will euch also in dieser Sache ´lediglich` einen Rat geben, und das in eurem eigenen Interesse. Schließlich wart ihr im vorigen Jahr nicht nur die ersten, die Geld zusammenlegten; ihr wart sogar die ersten, die den Wunsch hatten, sich an der Sammlung zu beteiligen.
11 Bringt dieses Unternehmen nun auch zum Abschluss; sorgt dafür, dass die Durchführung nicht hinter der ursprünglichen Bereitwilligkeit zurückbleibt. Gebt entsprechend dem, was ihr habt!
12 Denn eine bereitwillig gegebene Gabe ist Gott willkommen, und ihr Wert bemisst sich nach dem, was der Geber besitzt, nicht nach dem, was er nicht besitzt.
13 Schließlich soll es nicht dahin kommen, dass ihr anderen aus ihrer Not helft und dadurch selbst in Not geratet. Es geht vielmehr darum, einen Ausgleich zu schaffen.
14 Zum jetzigen Zeitpunkt hilft euer Überfluss ihrem Mangel ab, damit dann ein anderes Mal ihr Überfluss eurem Mangel abhilft, und auf diese Weise kommt es zu einem Ausgleich.

2. Korinther 8, Vers 9-14

Die Korinther wollten gerne spenden für die Jerusalemer Gemeinde. Und Paulus erinnert sie hier daran, tatsächlich Taten folgen zu lassen. Und für uns kann das eine gute Richtlinie sein, wie wir geben sollten.

  1. Entsprechend, dem was ihr habt. Je nachdem, wie viel Du hast, gibst Du. Also Deinen Verstand darfst Du weiter gebrauchen. Es geht nicht einfach ums Geben, je mehr desto besser. Du hilfst mit Deiner Gabe. Das Ziel ist zu helfen. Den Mangel auszuräumen. Finanzielle Not zu lindern oder komplett aus der Welt zu schaffen. Da ergibt es keinen Sinn, wenn Du nach Deiner Gabe selber in finanzielle Engpässe gelangst.
  2. Gib es gerne. Freu Dich, dass Du soviel hast, dass Du damit Anderen helfen kannst. Und dann tu es.

2. Korinther 7

Paulus musste streng sein zu den Korinthern, weil dort etwas lief, was gar nicht okay war. Dieses Kapitel berichtet davon, dass Titus bei den Korinthern war und die Umkehr gesehen und miterlebt hatte und gestärkt wieder zu Paulus kam.

Denn die von Gott bewirkte Traurigkeit führt zur Umkehr und bringt Rettung. Und wer sollte das jemals bereuen! Nur die Traurigkeit, die rein menschlicher Art ist, bewirkt den Tod.

2. Korinther 7, Vers 10

Niemand möchte traurig sein und als Christen haben wir jeden Grund zur Freude. Dauerhaft traurig oder depressiv zu sein, schadet extrem. Ich sage immer: Du hast zu jeder Zeit 2 Optionen: Feiern, indem Du auf Gott schaust. Depressiv sein, indem Du auf Dich schaust. Somit ist Traurigkeit und Depression ein Ego-Trip, bzw. der mangelnde Fokus auf Gott.

Aber es gibt auch Zeiten, da macht Gott uns traurig. Da ist nichts mit Feiern, zumindest erstmal nicht. Aber Paulus schreibt diese Traurigkeit hat ein Ziel. Wenn Du und ich mal wieder Mist bauen, dann stimmt uns das traurig. Wenn wir Sünde in unserem Leben zulassen, dann bewirkt Gott, der in uns wohnt, Traurigkeit. Als seine Kinder erzieht er uns. Damit wir uns wieder darauf besinnen, wer Gott ist und wer wir sind. Was er für uns getan hat und dass für den Mist, den wir verzapfen, hat er die Rechnung längst bezahlt. Dann dürfen wir wieder zu ihm kommen und erleben seine Gnade. Und richtig, wir fangen wieder an zu feiern.

2. Korinther 6

3 Im Übrigen bemühen wir uns, ´so zu leben,` dass wir niemand auch nur das geringste Hindernis ´für den Glauben` in den Weg legen; denn der Dienst, ´den Gott uns übertragen hat,` darf auf keinen Fall in Verruf geraten.
4 In allem empfehlen wir uns als Diener Gottes: wenn unbeirrte Standhaftigkeit gefordert ist, wenn wir in Nöte, Bedrängnisse und ausweglose Lagen geraten,
5 wenn wir ausgepeitscht werden, wenn man uns ins Gefängnis wirft, wenn wir uns einer aufgehetzten Menge gegenüber sehen, wenn wir bis zur Erschöpfung arbeiten und wenn wir ohne Schlaf und ohne Essen auskommen müssen.
6 Wir empfehlen uns durch ein geheiligtes Leben, durch ´geistliche` Erkenntnis, durch Geduld und durch Freundlichkeit. Wir empfehlen uns dadurch, dass der Heilige Geist durch uns wirkt, dass unsere Liebe frei ist von jeder Heuchelei,
7 dass wir die Botschaft der Wahrheit verkünden, dass wir ´unseren Auftrag` in Gottes Kraft ausführen und dass wir für Angriff und Verteidigung von den Waffen Gebrauch machen, die im Dienst der Gerechtigkeit stehen.

2. Korinther 6, Verse 3-7

Warum schreibt Paulus diesen Text? Will er sich selber loben? Ich glaube, dass dieser Text ein Beispiel ist, worauf es beim Dienst für Gott ankommt. Niemand soll wenn er in mein Leben schaut, einen Grund bzw. eine Ausrede dafür finden, warum er nicht an Gott glaubt.

Paulus hat sich seinen Dienst auch wirklich etwas kosten lassen. Mit seinen Begleitern hat er viele Sachen durchgemacht. Ausgepeitscht, ins Gefängins geworfen, Auge in Auge mit einem wütenden Mob, bis zur Erschöpfung gearbeitet, ohne Schlaf und Essen ausgekommen.

Seine Bereitschaft für Jesus Christus und seine Botschaft zu leiden war phänomenal. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. In Vers 6 und 7 finden wir die Erklärung dafür, wie so etwas möglich ist:

  • geheiligtes Leben
  • geistliche Erkenntnis
  • Geduld
  • Freundlichkeit
  • der Heilige Geist wirkt durch uns
  • Liebe ist frei von jeder Heuchelei
  • Botschaft der Wahrheit verkünden
  • Auftrag in Gottes Kraft ausführen
  • Gebrauch der kompletten „Waffenrüstung“

Diese Bereitschaft sich für die Sache Gottes einzusetzen und seine Botschaft zu verbreiten, kommt dadurch zustande, dass wir den Heiligen Geist wirken lassen, dass wir den Auftrag in Gottes Kraft ausführen. Nur seine Liebe, die er uns schenkt, ist echt ohne irgendeine Täuschung. Und nur durch ihn werden wir zu etwas Besonderem und können ein besonderes (geheiligtes) Leben führen. Erkenntnis, vor allem geistliche, kommt nicht von unserer Intelligenz. Geduld und Freundlichkeit sind auch Fähigkeiten, die der Heilige Geist in uns kultivieren möchte.

Das Geniale bei Paulus ist der klare Blick auf die Realität. Bei all seinen Erlebnissen, bei all seinen Leiden, vergisst er nicht, worum es wirklich geht und was tatsächlich die Wahrheit ist. Das Leben als Diener Gottes kann paradox sein. Und er erzählt aus seinen eigenen Erfahrungen:

8´Wir erweisen uns als Gottes Diener,` ob wir nun geehrt oder geschmäht werden, ob man Schlechtes über uns redet oder Gutes. Wir werden als Betrüger angesehen, aber wir halten uns an die Wahrheit.
9 Wir werden nicht beachtet und sind doch anerkannt. Ständig sind wir vom Tod bedroht, und doch sind wir – wie ihr seht – immer noch am Leben. Wir werden schwer geplagt und kommen doch nicht um.
10 Wir erleben Dinge, die uns traurig machen, und sind doch immer voll Freude. Wir sind arm und machen doch viele reich. Wir besitzen nichts, und doch gehört uns alles.

2. Korinther 6, Verse 8-10

Vers 10 finde ich richtig krass. Inmitten von traurigen Erlebnissen voller Freude sein. Das geht nur, wenn die Freude in Dir wohnt. Arm zu sein und doch viele reich zu machen. Ja, das geht, wenn Reichtum in Dir wohnt. Nichts zu besitzen und doch gehört Dir alles. Das kann nur Realität sein, wenn Gott in Dir wohnt.

Ich bin froh, dass wir in Zeiten des Wohlstands leben und Armut eher ein Fremdwort für uns ist. Wichtig ist, dass wir das Feiern nicht vergessen. Das Feiern von Gottes Kraft. Das Feiern, dass Gottes Geist in Dir wohnt. Möglicherweise verwechseln wir manchmal, was wirklich feierbar ist. Was feierst Du? Dein Haus? Dein Auto? Gutes Essen? Wohlstand? Weißt Du was, ich feier mit! Und ich bin mir sicher, dass wir uns daran erfreuen sollen! Wenn Du Dich daran erfreust, solltest Du nur nicht vergessen, wer es Dir geschenkt hat und dass das ein „Witz“ ist verglichen zu dem, was Er noch für Dich vorbereitet hat. Ich glaube Gott wird uns noch auf ein völlig neues Level des Feierns bringen.

Das was Du hier offensichtlich genießen darfst, ist nichts im Vergleich zu der Tatsache, dass Gott in Dir wohnt. Das ist DER Grund für’s Feiern. Und der wird immer bleiben. Je mehr Du das feierst, desto mehr wächst die Bereitschaft Dinge auf Dich zu nehmen und zu ertragen um die beste Botschaft der Welt zu verbreiten. Es geht nicht darum, Paulus und seine Leidenschaft zu bewundern und zu überlegen, ob man das selber auch könnte. Es geht darum, zu erkennen, wie reich Gott mich beschenkt hat und Ihn zu feiern. Daraus folgt meine und Deine Leidenschaft.

2. Korinther 5

4 Ja, solange wir noch in unserem irdischen Zelt wohnen, wo so vieles uns bedrückt, seufzen wir ´voll Sehnsucht`, denn wir möchten ´den jetzigen Körper am liebsten` gar nicht erst ablegen müssen, sondern ´den künftigen` unmittelbar darüber anziehen. Auf diese Weise würde das, was sterblich ist, sozusagen vom Leben verschlungen.
5 Gott selbst hat uns auf dieses ´neue Leben` vorbereitet, indem er uns seinen Geist als Unterpfand und Anzahlung gegeben hat.
6 Deshalb kann nichts und niemand uns unsere Zuversicht nehmen. Wir wissen zwar: Solange dieser Körper noch unser Zuhause ist, sind wir fern vom Herrn,
7 denn unser Leben ´hier auf der Erde` ist ein Leben des Glaubens, noch nicht ein Leben des Schauens.
8 Und doch sind wir voll Zuversicht, und unser größter Wunsch ist, das Zuhause unseres ´irdischen` Körpers verlassen zu dürfen und ´für immer` daheim beim Herrn zu sein.
9 Daher haben wir auch nur ein Ziel: so zu leben, dass er Freude an uns hat – ganz gleich, ob wir ´schon bei ihm` zu Hause oder ´noch hier` in der Fremde sind.
10 Denn wir alle müssen einmal vor dem Richterstuhl von Christus erscheinen, wo alles offengelegt wird, und dann wird jeder den Lohn für das erhalten, was er während seines Lebens in diesem Körper getan hat, ob es nun gut war oder böse.

2. Korinther 5, Verse 4-10

Paulus spricht das aus, was auch ich heute denke. Am Liebsten einfach entrückt werden und plötzlich hast Du den neuen Körper. Ohne Tod, ohne Beerdigung. Und wenn ich mir anschaue, was in der Welt vor sich geht, finde ich es gar nicht so unwahrscheinlich, dass wir das tatsächlich erleben werden. Ich fänd es großartig.

Gott hat uns auf dieses neue Leben vorbereitet, indem er uns seinen Geist gegeben hat. Als Unterpfand, so steht’s in Vers 5. Ein Pfand, eine Anzahlung. Quasi die Versicherung für uns, dass der neue Körper und das neue ewige Leben noch kommt. Mit absoluter Sicherheit. Weil, wenn Gott Dir als Versicherung seinen Geist gibt, dann kannst Du Dir sicher sein, das wird definitiv zur Realität. Du kannst dann zwar immer noch zweifeln. Aber dann setzt Du Dich besser hin und liest in der Bibel und bittest Gott, dass er sich Dir offenbart und Dir zeigt, wie vertrauenswürdig er wirklich ist.

Weiter im Text: Weil unser größter Wunsch, unser stärkstes Verlangen dahin geht, diesen irdischen Körper zu verlassen, um für immer bei dem zu sein, der uns über alle Maßen liebt. Bei ihm zu sein, der das komplette Universum geschaffen hat und sich doch nicht zu schade war, für sein Geschöpf Leiden und den Tod auf sich zu nehmen. Bei dem ewigen, allmächtigen Gott zu sein, der all das für Dich und mich getan hat. Deswegen haben wir nur ein Ziel: So zu leben, dass er Freude an uns hat.

Jedesmal wenn das nicht unser Ziel ist, dann ist uns das Bewusstsein seiner Liebe und das Bewusstsein, dass er in uns lebt abhanden gekommen. Dann ist es nicht unser größtes Verlangen, dann ist es nicht unser größter Wunsch die Herrlichkeit Gottes in aller Pracht und Schönheit zu erleben. Dann sind wir mit unseren Gedanken mehr damit beschäftigt, uns ein gutes Leben hier auf der Erde aufzubauen oder kämpfen mit Schwierigkeiten, die wir einige Zeit später lächerlich finden werden.

Für mich ist das eine tiefergehende Erklärung für das, was Paulus den Korinthern 2 Kapitel vorher schreibt:

Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.

2. Korinther 3, Vers 18

Indem ich Jesus anschaue, verändere ich mein Wesen. Und das tu ich nicht selber, sondern Gottes Geist, der in mir wohnt. Ich schau Jesus an. Damit kommt das Bewusstsein für seine Liebe. Daraus wächt der Wunsch endlich bei ihm zu sein. Und das führt zu meinem Ziel: So zu leben, dass er Freude an mir hat.

14´Bei allem` ist das, was uns antreibt, die Liebe von Christus. Wir sind nämlich überzeugt: Wenn einer für alle gestorben ist, dann sind alle gestorben.
15 Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und zu neuem Leben erweckt worden ist.
16 Daher beurteilen wir jetzt niemand mehr nach rein menschlichen Maßstäben. Früher haben wir sogar Christus so beurteilt – heute tun wir das nicht mehr.
17 Vielmehr ´wissen wir`: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

2. Korinther 5, Verse 14-17

Als wiedergeborene Christen sind wir eine neue Schöpfung. Das alte Leben hat keine Bedeutung mehr. Es ist vergangen. Wir sind gestorben für das Alte. Und leben jetzt für den, der das möglich gemacht hat. Gott hat das nicht möglich gemacht, damit er sich unser Leben krallen konnte. Er hat es getan, damit Du überhaupt Leben bekommst. Und jetzt, wo Du das Leben bekommen hast, darfst Du so leben, dass er Freude an Dir hat.

18 Das alles ist Gottes Werk. Er hat uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen.
19 Ja, in ´der Person von` Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, sodass er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnet; und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden.
20 Deshalb treten wir im Auftrag von Christus als seine Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns ´zur Umkehr` ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!
21 Den, der ohne jede Sünde war, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen können.

2. Korinther 5, Verse 18-21

Botschafter zu sein, mit dem Ziel Menschen mit Gott zu versöhnen. Das Leben, dass Du bekommen hast, überfließen zu lassen. Gott ruft die Menschen zu sich und das tut er durch mich und Dich.

2. Korinther 4

7 Wir allerdings sind für diesen kostbaren Schatz, der uns anvertraut ist, nur wie zerbrechliche Gefäße, denn ´es soll deutlich werden, dass` die alles überragende Kraft, ´die in unserem Leben wirksam ist,` Gottes Kraft ist und nicht aus uns selbst kommt.
8 Von allen Seiten dringen Schwierigkeiten auf uns ein, und doch werden wir nicht erdrückt. ´Oft` wissen wir nicht mehr weiter, und doch verzweifeln wir nicht.
9 Wir werden verfolgt und sind doch nicht verlassen; wir werden zu Boden geworfen und kommen doch nicht um.
10 Auf Schritt und Tritt erfahren wir am eigenen Leib, was es heißt, am Sterben Jesu teilzuhaben. Aber gerade auf diese Weise soll auch sichtbar werden, dass wir schon jetzt, in unserem irdischen Dasein, am Leben des auferstandenen Jesus teilhaben.
11 Ja, mitten im Leben sind wir um Jesu willen ständig dem Tod ausgeliefert, und eben dadurch soll sich in unserem sterblichen Dasein zeigen, dass wir auch am Leben von Jesus Anteil haben.
12 ´Unser Dienst bringt es also mit sich,` dass an uns der Tod zur Auswirkung kommt; aber ´er führt auch dazu,` dass an euch das Leben wirksam ist.

2. Korinther 4, Verse 7-12

Paulus wiederholt sich und gebraucht das Bild von zerbrechlichen Gefäßen. Er schreibt diesen Brief nicht alleine, sondern mit Timotheus. Deswegen auch ständig das „Wir“. Er vergleicht sich und Timotheus mit zerbrechlichen Gefäßen, denen ein kostbarer Schatz anvertraut ist. Und für die Leiden, die er erwähnt, hat er eine einfache Erklärung:

„Es soll deutlich werden, dass die alles überragende Kraft in ihrem Leben wirksam ist. Gottes Kraft bringt all das zustande, mit menschlicher Power ist da nichts zu machen.“

Schwierigkeiten ohne Ende und von allen Seiten – Trotzdem werden sie nicht erdrückt

Kein Plan, wie es weitergeht – Trotzdem keine Verzweiflung

Verfolgt – Und doch nicht verlassen

zu Boden geworfen – aber nicht umgekommen

Das alles als ein Mensch zu erleben ohne DEN Schatz in sich zu tragen, ergibt keinen Sinn. So ein Durchhaltevermögen kommt aus der Klarheit, wer ich bin und was mein Ziel ist.

Paulus sagt, dass wir Anteil haben am Sterben und am Leben Jesu. Und dann beschämt er die Korinther. An Paulus und Timotheus zeigen sich die Auswirkungen des „Sterbens“ und an den Korinthern sieht man das „Leben“. Paulus hat viel durchgemacht für die Verbreitung der besten Nachricht. Seine Missionsreisen waren keine Wellness-Auszeiten.

Dem Empfänger der Botschaft geht es besser als dem Botschafter selber. Als Botschafter kannst Du das nur durchziehen, wenn die Liebe Gottes in Dir wohnt. Wenn Du weißt, worum es geht. Das ewige Leben sollen so viele Menschen bekommen, wie nur irgend möglich.

Am Ende lesen wir dann von Paulus Motiviation und von dem, was ihn inspirierte:

16 Das sind also die Gründe, weshalb wir uns nicht entmutigen lassen. Mögen auch die Kräfte unseres äußeren Menschen aufgerieben werden – unser innerer Mensch wird Tag für Tag erneuert.
17 Denn die Nöte, die wir jetzt durchmachen, sind nur eine kleine Last und gehen bald vorüber, und sie bringen uns etwas, was von unvergleichlich viel größerem Gewicht ist: eine unvorstellbare und alles überragende Herrlichkeit, die nie vergeht.
18 Wir richten unseren Blick nämlich nicht auf das, was wir sehen, sondern auf das, was ´jetzt noch` unsichtbar ist. Denn das Sichtbare ist vergänglich, aber das Unsichtbare ist ewig.

2. Korinther 4, Verse 16-18