2. Korinther 11

Irrlehren über Jesus gab es schon damals. Falsche Apostel, die etwas anderes predigten, als das was Paulus erzählte. Und das hält Paulus den Korinthern vor:

Ihr lasst euch nämlich leicht verführen. Wenn jemand daherkommt und etwas ganz anderes über Jesus sagt, als wir euch gelehrt haben, dann schenkt ihr ihm bereitwillig Glauben. Ihr empfangt bedenkenlos einen anderen Geist als den Geist Gottes und nehmt eine andere Botschaft an als die, die wir euch gebracht haben.

2. Korinther 11, Vers 4

Heute haben wir die komplette Bibel und sind in der Lage zu prüfen, wie die Predigt mit Gottes Wort übereinstimmt. Das ist der Job, den wir haben, wenn wir auf den Kirchenstühlen sitzen. Das verlangt natürlich Vorarbeit. Deine Portion „geistliche Speise“ kannst Du dir dann nicht nur am Sonntag abholen. Du musst jeden Tag „essen“, aber genauso gerne wie wir leckere Dinge futtern, so wird uns auch das Bibelstudium zum Genuss.

Im Verlauf des Kapitels merken wir, Sarkasmus und Ironie. Das hatte Paulus auch drauf.

16 Ich sage es noch einmal: Niemand soll mich für einen Narren halten. Wenn ihr es aber doch tut, dann lasst mich auch den Narren spielen, damit ich ein wenig prahlen kann wie ihr.
17 Was ich jetzt sage, ist allerdings nicht im Sinn unseres Herrn. Ich bin mir bewusst, dass ich damit wie ein Narr rede. Aber ich sage es trotzdem, wenn wir schon einmal beim Prahlen sind.
18 Wie die anderen dauernd ihre Vorzüge herausstellen, will ich es auch einmal tun.
19 Ihr seid ja so klug, dass ihr bereitwillig hinter den Narren herlauft.
20 Und ihr habt nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch hereinlegt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt.
21 Zu meiner Schande muss ich gestehen: Im Vergleich zu diesen großartigen Aposteln waren wir geradezu Schwächlinge! Aber da ich mich nun einmal entschlossen habe, wie ein Narr zu reden: Womit diese Leute sich brüsten, damit kann ich schon lange dienen.
22 Sie sind Hebräer? Das bin ich auch! Sie sind Israeliten? Das bin ich auch! Sie sind Nachkommen von Abraham? Ich etwa nicht?
23 Sie sind Diener von Christus? Was ich jetzt entgegne, kann wirklich nur noch ein Narr sagen: Ich habe Christus weit mehr gedient und viel mehr auf mich genommen als sie. Ich bin öfter im Gefängnis gewesen und häufiger ausgepeitscht worden. Viele Male hatte ich den Tod vor Augen.
24 Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten.
25 Dreimal wurde ich von den Römern mit Stöcken geschlagen, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer.
26 Auf meinen vielen Reisen bin ich immer wieder in Gefahr geraten durch reißende Flüsse und durch Räuber. Ich wurde von meinem eigenen Volk bedroht ebenso wie von den Nichtjuden. In den Städten wurde ich verfolgt, in der Wüste und auf dem Meer bangte ich um mein Leben. Und wie oft wollten mich Leute verraten, die sich als Christen ausgaben!
27 Mein Leben war voller Mühe und Plage, oftmals habe ich Nächte durchwacht. Ich kenne Hunger und Durst. Ich musste häufig ohne Essen auskommen und war schutzlos der Kälte ausgesetzt.
28 Aber das ist noch längst nicht alles. Tag für Tag lässt mich die Sorge um alle Gemeinden nicht los.
29 Wenn einer schwach ist, dann trage ich ihn mit; wird jemand zum Bösen verführt, quält mich brennender Schmerz.
30 Wenn ich mich also schon selbst loben muss, dann will ich mit den Dingen prahlen, an denen man meine Schwachheit erkennen kann.
31 Gott weiß, dass dies alles wahr ist. Ihm, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit.

Korinther 11, Verse 16-31

Paulus zeigt einmal, was er alles ertragen hat, nur um das Anliegen, das Gott ihm ins Herz gelegt hatte, voranzutreiben. Die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten. Mehrere Male macht er deutlich, so würde nur ein Narr sprechen um sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

Wenn ich das so lese:

  • 5 mal von den Juden 39 Schläge bekommen
  • 3 mal von den Römern mit Stöcken geschlagen
  • 1 mal gesteinigt
  • 3 mal Schiffbruch erlitten
  • einen Tag und eine Nacht auf dem offenen Meer getrieben
  • ständig Gefahren und Verfolgungen ausgesetzt
  • viele Nächte durchwacht
  • Hunger und Durst
  • schutzlos der Kälte ausgesetzt
  • Sorge um die Gemeinden

Der Mann hatte eine Mission und ein Ziel. Und das war nicht von Eigennutz bestimmt. In seinem Leben ging es nicht um ihn, sondern um Jesus. Und Vers 31 rundet das dann ab:

Gott weiß, dass dies alles wahr ist. Ihm, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit.

Korinther 11, Vers 31

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