2. Korinther 5

4 Ja, solange wir noch in unserem irdischen Zelt wohnen, wo so vieles uns bedrückt, seufzen wir ´voll Sehnsucht`, denn wir möchten ´den jetzigen Körper am liebsten` gar nicht erst ablegen müssen, sondern ´den künftigen` unmittelbar darüber anziehen. Auf diese Weise würde das, was sterblich ist, sozusagen vom Leben verschlungen.
5 Gott selbst hat uns auf dieses ´neue Leben` vorbereitet, indem er uns seinen Geist als Unterpfand und Anzahlung gegeben hat.
6 Deshalb kann nichts und niemand uns unsere Zuversicht nehmen. Wir wissen zwar: Solange dieser Körper noch unser Zuhause ist, sind wir fern vom Herrn,
7 denn unser Leben ´hier auf der Erde` ist ein Leben des Glaubens, noch nicht ein Leben des Schauens.
8 Und doch sind wir voll Zuversicht, und unser größter Wunsch ist, das Zuhause unseres ´irdischen` Körpers verlassen zu dürfen und ´für immer` daheim beim Herrn zu sein.
9 Daher haben wir auch nur ein Ziel: so zu leben, dass er Freude an uns hat – ganz gleich, ob wir ´schon bei ihm` zu Hause oder ´noch hier` in der Fremde sind.
10 Denn wir alle müssen einmal vor dem Richterstuhl von Christus erscheinen, wo alles offengelegt wird, und dann wird jeder den Lohn für das erhalten, was er während seines Lebens in diesem Körper getan hat, ob es nun gut war oder böse.

2. Korinther 5, Verse 4-10

Paulus spricht das aus, was auch ich heute denke. Am Liebsten einfach entrückt werden und plötzlich hast Du den neuen Körper. Ohne Tod, ohne Beerdigung. Und wenn ich mir anschaue, was in der Welt vor sich geht, finde ich es gar nicht so unwahrscheinlich, dass wir das tatsächlich erleben werden. Ich fänd es großartig.

Gott hat uns auf dieses neue Leben vorbereitet, indem er uns seinen Geist gegeben hat. Als Unterpfand, so steht’s in Vers 5. Ein Pfand, eine Anzahlung. Quasi die Versicherung für uns, dass der neue Körper und das neue ewige Leben noch kommt. Mit absoluter Sicherheit. Weil, wenn Gott Dir als Versicherung seinen Geist gibt, dann kannst Du Dir sicher sein, das wird definitiv zur Realität. Du kannst dann zwar immer noch zweifeln. Aber dann setzt Du Dich besser hin und liest in der Bibel und bittest Gott, dass er sich Dir offenbart und Dir zeigt, wie vertrauenswürdig er wirklich ist.

Weiter im Text: Weil unser größter Wunsch, unser stärkstes Verlangen dahin geht, diesen irdischen Körper zu verlassen, um für immer bei dem zu sein, der uns über alle Maßen liebt. Bei ihm zu sein, der das komplette Universum geschaffen hat und sich doch nicht zu schade war, für sein Geschöpf Leiden und den Tod auf sich zu nehmen. Bei dem ewigen, allmächtigen Gott zu sein, der all das für Dich und mich getan hat. Deswegen haben wir nur ein Ziel: So zu leben, dass er Freude an uns hat.

Jedesmal wenn das nicht unser Ziel ist, dann ist uns das Bewusstsein seiner Liebe und das Bewusstsein, dass er in uns lebt abhanden gekommen. Dann ist es nicht unser größtes Verlangen, dann ist es nicht unser größter Wunsch die Herrlichkeit Gottes in aller Pracht und Schönheit zu erleben. Dann sind wir mit unseren Gedanken mehr damit beschäftigt, uns ein gutes Leben hier auf der Erde aufzubauen oder kämpfen mit Schwierigkeiten, die wir einige Zeit später lächerlich finden werden.

Für mich ist das eine tiefergehende Erklärung für das, was Paulus den Korinthern 2 Kapitel vorher schreibt:

Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.

2. Korinther 3, Vers 18

Indem ich Jesus anschaue, verändere ich mein Wesen. Und das tu ich nicht selber, sondern Gottes Geist, der in mir wohnt. Ich schau Jesus an. Damit kommt das Bewusstsein für seine Liebe. Daraus wächt der Wunsch endlich bei ihm zu sein. Und das führt zu meinem Ziel: So zu leben, dass er Freude an mir hat.

14´Bei allem` ist das, was uns antreibt, die Liebe von Christus. Wir sind nämlich überzeugt: Wenn einer für alle gestorben ist, dann sind alle gestorben.
15 Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und zu neuem Leben erweckt worden ist.
16 Daher beurteilen wir jetzt niemand mehr nach rein menschlichen Maßstäben. Früher haben wir sogar Christus so beurteilt – heute tun wir das nicht mehr.
17 Vielmehr ´wissen wir`: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

2. Korinther 5, Verse 14-17

Als wiedergeborene Christen sind wir eine neue Schöpfung. Das alte Leben hat keine Bedeutung mehr. Es ist vergangen. Wir sind gestorben für das Alte. Und leben jetzt für den, der das möglich gemacht hat. Gott hat das nicht möglich gemacht, damit er sich unser Leben krallen konnte. Er hat es getan, damit Du überhaupt Leben bekommst. Und jetzt, wo Du das Leben bekommen hast, darfst Du so leben, dass er Freude an Dir hat.

18 Das alles ist Gottes Werk. Er hat uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen.
19 Ja, in ´der Person von` Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, sodass er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnet; und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden.
20 Deshalb treten wir im Auftrag von Christus als seine Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns ´zur Umkehr` ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!
21 Den, der ohne jede Sünde war, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen können.

2. Korinther 5, Verse 18-21

Botschafter zu sein, mit dem Ziel Menschen mit Gott zu versöhnen. Das Leben, dass Du bekommen hast, überfließen zu lassen. Gott ruft die Menschen zu sich und das tut er durch mich und Dich.

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