2. Korinther 3

Als Paulus lebte und das Christentum verbreitete, gab es auch viele andere, die auch auf Mission waren, und es war üblich für die Missionare Empfehlungsbriefe von anderen Gemeinden mitzunehmen, sodass sie an ihrem Bestimmungsort wohlwollend aufgenommen wurden. Paulus brauchte für die Korinther kein Empfehlungsschreiben. Die Gemeinde wurde von ihm gegründet und das war Empfehlung genug.

4 Wenn wir mit solchem Selbstbewusstsein von unserem Dienst sprechen, gründet sich das auf Christus und geschieht im Vertrauen auf Gott
5 Aus eigener Kraft sind wir dieser Aufgabe nicht gewachsen; es gibt nichts, was wir uns als Verdienst anrechnen könnten. Nein, unsere Befähigung verdanken wir Gott.
6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des neuen Bundes zu sein – eines Bundes, der sich nicht mehr auf das schriftlich niedergelegte Gesetz gründet, sondern auf das Wirken von Gottes Geist. Denn das Gesetz bringt den Tod, aber der Geist ´Gottes` macht lebendig.

2. Korinther 3, Verse 4-6

Paulus war selbstbewusst. Aber sowas von. Sein Geheimnis, das eigentlich gar keins ist: Sein Selbstbewusstsein war auf Christus gegründet und kam aus seinem Vertrauen auf Gott. Das ist so genial. Vers 5: Aus eigener Kraft geht gar nichts. Alles was ich kann, kommt von Gott. Für mich war Selbstbewusstsein immer so ein bisschen mit Stolz verbunden. Mit dem eigenen Ego verknüpft. Hatte immer und hat auch jetzt noch so einen „Touch“ von Überheblichkeit oder Hochmut.

Paulus definiert hier Selbstbewusstsein neu: Das Vertrauen auf Gott und auf Jesus Christus. Das Vertrauen auf den Heiligen Geist. Das Vertrauen auf den dreieinigen Gott, dass er mir alles schenkt, gibt mir auch das Vertrauen, dass ich alles schaffen kann. Nicht aus mir heraus, sondern weil ich weiß, wer in mir wohnt. Ich vertraue nicht mir, sondern dem, der in mir wohnt. An diesem Selbstbewusstsein dürfen wir arbeiten. Und je mehr wir uns dieser Definition bewusst werden, desto weniger ist es von meinem eigenen Ego angehaucht und desto seltener neige ich zur Überheblichkeit.

17 Dieser Herr aber ist der Geist, ´von dem wir gesprochen haben`. Und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
18 Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.

2. Korinther Verse 17 und 18

Indem wir Jesus anschauen, verändern wir unser Wesen. Und das tu ich nicht selber, sondern Gottes Geist, der in mir wohnt. Es ist so einfach und doch oft so schwer. Wie oft will ich mich mit Gott und seinem Wort beschäftigen und dann kommt eine Ablenkung nach der anderen und plötzlich ist der Tag um. Mir hilft es am Abend zu reflektieren, ob ich mich mit Gottes Wort beschäftigt habe. Dafür gibt es Punkte. Ich sammle Punkte. Nicht um der Punkte willen, sondern weil ich weiß, wie wichtig Gottes Wort ist und wie viel Segen darauf liegt, wenn ich mich damit beschäftige und nicht nur drüber weglese. Extrem hilfreich finde ich das Aufschreiben meiner Gedanken und so kann ich das Ganze später nochmal anschauen. Früher war ich zu faul und wollte die Arbeit und die Zeit nicht reinstecken, aber je öfter ich das tue, um so mehr profitiere ich davon.

Ganz ehrlich: Was ist das Wichtigste in Deinem Leben? Die Beziehung zu Gott? Und die Gemeinschaft mit ihm? Schau in Dein Leben. Und ich schau in meins. Und dann denke ich: Das gute Bild, das ich von mir hab, das passt ja mal gar nicht. Das Dilemma mit Theorie und Praxis. Wo das eine mit dem anderen nicht zusammenpasst und keine Einheit ergibt.

Ich weiß nicht, ob jeder der Typ ist, seine Gedanken bei der Bibellese schriftlich festzuhalten, aber für mich ist es definitv ein guter Weg mich intensiver mit Gottes Wort zu beschäftigen und ich glaube, dass Du solange suchen solltest, bis Du einen Weg gefunden hast, Deine Gemeinschaft mit Gott zu intensivieren. In der Zwischenzeit könntest Du es ja mal mit Schreiben versuchen. 😉

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