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2. Mose 40

Alle Komponenten für das Zelt sind fertig. Alles ist bereit und Gott gibt das „Go“. Ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten stellt Mose das Zelt auf und weiht alles so ein, wie Gott es ihm sagt.

34-35 Da kam die Wolke auf das heilige Zelt herab, und der Herr in seiner Herrlichkeit erfüllte das Heiligtum, so dass Mose nicht hineingehen konnte.
36 Immer wenn sich die Wolke von Gottes heiliger Wohnung erhob, brachen die Israeliten auf.
37 Erhob sie sich nicht, blieben die Israeliten, wo sie waren, bis die Wolke weiterzog.
38 Tagsüber stand die Wolke über dem heiligen Zelt, und nachts leuchtete sie vor den Augen aller Israeliten wie Feuer. So blieb es während der ganzen Zeit, in der das Volk Israel umherzog.

2. Mose 40, Verse 34-38

Mose konnte nicht ins Heiligtum gehen, weil Gottes Herrlichkeit sie erfüllte. Ich muss da an die Begegnung Gottes auf dem Berg Sinai denken. Und wo Mose Gottes Gesicht nicht sehen durfte, weil er sonst sterben würde.

20 Mose legte die Gesetzestafeln in die Bundeslade, steckte die Tragstangen durch die Ringe und legte die Deckplatte darauf.
21-22 Er ließ die Bundeslade ins Zelt bringen und hängte den Vorhang davor, wie der Herr es angeordnet hatte. An die Nordseite des Zeltes, vor den Vorhang, der die Bundeslade verdeckte, stellte man den Tisch.

2. Mose 40, Verse 20-22

Der Vorhang trennte. Er war nötig zum Schutz. Gottes Nähe ist gefährlich, wenn Sünde nicht gesühnt ist. Wenn Du dein eigener Gott sein willst, dann ist Gottes Nähe extrem gefährlich. Selbst Mose, der als das Vorbild für Demut gilt, bekommt hier wieder eine Grenze aufgezeigt.

Der Vorhang erinnert mich an den Vorhang im Tempel, der beim Tod Jesu zerriss. Wo Gott sagt: Das brauchen wir nicht mehr. Alle Schulden sind bezahlt. Die Wolke und die Feuersäule, die das Volk Israel über Jahrzehnte begleitete, ist heute nicht mehr einfach mitten im Land oder in der Stadt. Gott lebt als Heiliger Geist in Jedem, der ihm glaubt. Was für ein Privileg, in dieser Zeit zu leben, wo Gott uns näher ist, als wir es oft begreifen.

Gott büßt nichts an seiner Gefährlichkeit und Stärke ein. Nichts von seiner Herrlichkeit ist verloren gegangen. Er ist immer noch der Selbe. Deswegen spaltet er die Gesellschaft so stark. Menschen, die die Vergebung annehmen, feiern ihn. Menschen, die das ablehnen und ihr eigener Gott sein wollen, bekommen Angst. Deswegen wollen sie so weit wie möglich weg von Gott. Wenn der echte Gott Dich seine Nähe spüren lässt, dann wird klar was Fake ist. Alle Möchtegern-Götter sind dann ziemlich schnell ziemlich leise.

Ich bin gespannt, wie lange Gott sich das noch anschaut. Die Menschen haben große Teile der Natur zerstört. Aktuell sind sie dabei an der Krone der Schöpfung rumzupfuschen. Eingriffe in die DNA. Medizinexperimente. Der Mensch entfernt sich immer weiter von dem, wie Gott ihn geschaffen hat und auch wozu Gott ihn erschaffen hat. Wenn Du nicht allwissend und allmächtig wie Gott bist, ist es extrem gefährlich und fahrlässig so zu tun als ob. Missbrauch ist dann vorprogrammiert.

Gottes Herrlichkeit erfüllte damals das Heiligtum. Heute dürfen wir feiern, dass seine Herrlichkeit uns erfüllt und wir damit den Zweck unseres Lebens erfüllen.

2. Mose 39

27 Als Nächstes webten die Kunsthandwerker die Leinengewänder für Aaron und seine Söhne,
28 dazu die leinenen Turbane und Hosen
29 und den bunten Gürtel aus feinem Leinen, violetter, purpurroter und karmesinroter Wolle. Alles war so, wie der Herr es Mose befohlen hatte.
30 Dann fertigten sie ein kleines Schild aus reinem Gold an, das heilige Diadem. Auf dieselbe Art, wie man ein Siegel herstellt, gravierten sie darauf die Worte ein: »Dem Herrn geweiht«.
31 Sie befestigten es mit einer Schnur aus violettem Purpur vorne an Aarons Turban, wie der Herr es angeordnet hatte.

2. Mose 39, Verse 27-31

Gott hatte Mose genaue Anweisungen gegeben, wie alles auszusehen hatte, von dem kompletten Zelt bis zur Priesterkleidung. Unter der Leitung des Heiligen Geistes führt Bezalel auch alles so aus. Genauso finden wir in der Bibel Anweisungen für unser Leben. Sie sind ziemlich detailliert, aber wenn wir etwas weiter in die Tiefe gehen und zur Ausführung kommen, dann sehen wir wie viel Spielraum es noch gibt.

Menschen, die Gott noch nicht kennengelernt haben, fühlen sich sehr schnell eingeengt und empfinden das als Bevormundung. Aber im Endeffekt ist es nur der Rahmen, in dem echtes erfüllendes Leben möglich ist. Aaron bekommt hier das Siegel „Dem Herrn geweiht“.

Das ultimative Ziel, das Gott mit jedem Menschen hat. Er hat die Menschen für sich geschaffen. Er hat mich und auch Dich für sich geschaffen. Wenn wir es genau nehmen, haben wir absolut kein Plan vom Leben. Erst mit dem Kennenlernen von Gott und seiner Liebe zu uns, bekommen wir eine Ahnung davon.

Also ist das, was wir Leben nennen, hier nur die Möglichkeit Gott (das echte Leben) kennenzulernen und uns dann dafür zu entscheiden. Alles was wir hier erleben, führt uns zu dieser einen Erkenntnis bzw. vertieft sie oder lenkt uns davon ab.

Das Siegel auf Aarons Turban erinnert mich an Offenbarung:

4 Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen.

Offenbarung 22, Vers 4

Mit anderen Worten: Wir werden endlich leben. Nichts kann uns mehr aus dem perfekten Rahmen zerren, weil es einfach nichts anderes mehr gibt. Weder der Teufel, noch der „alte Adam“. Das Leben selbst setzt die Rahmenbedingungen fest und wird sich in jeder Hinsicht durchsetzen. Das, wonach sich jeder Mensch im tiefsten Innern sehnt, wird endlich Wirklichkeit. Ultimative Freiheit, ultimative Sicherheit und ultimative Herrlichkeit. Einfach Leben.

2. Mose 38

8 Bezalel fertigte auch das Wasserbecken mit seinem Gestell aus Bronze an. Dazu verwendete er die Bronze aus den Spiegeln der Frauen, die am Eingang des heiligen Zeltes ihren Dienst taten.

2. Mose 38, Vers 8

Sehr interessant finde ich die Erwähnung woher die Bronze für das Waschbecken kam. Nämlich aus den Spiegeln der Frauen. Ja, das waren damals andere Spiegel, aber die Funktion war die gleiche. Menschen schauten sich darin an, in diesem Fall die Frauen und sie konnten sich zurecht machen.

Aber sie gaben das auf, damit Bezalel das Waschbecken bauen konnte. Das Waschbecken ist ein Schattenbild auf das Wort Gottes und auf seine reinigende Wirkung. Deswegen ist das Bild ziemlich passend. Du gibst die Meinung, die Du über dich selbst hast auf, ebenso auch die Vorstellung, die dein Umfeld über dich hat. Um dann zu schauen, wie Gott dich sieht und wie Gott dich zurecht macht.

24 Das Gold aus den freiwilligen Opfergaben, das zur Arbeit am Heiligtum verwendet wurde, wog etwa 1000 Kilogramm, nach dem Gewicht, das im Heiligtum gilt.
25 Das verarbeitete Silber stammte aus der Abgabe, die jeder gemusterte Israelit zu entrichten hatte. Es wog rund 3520 Kilogramm, nach dem Gewicht, das im Heiligtum gilt.
26 Alle wehrfähigen Männer, die 20 Jahre und älter waren, mussten ein halbes Silberstück geben; insgesamt waren es 603.550 Männer.
27 Aus dem Silber wurden 100 Sockel für die Wandplatten und für die Pfosten des heiligen Zeltes gegossen, an denen die Vorhänge befestigt wurden; jeder Sockel wog 35 Kilogramm.
28 Aus den restlichen 20 Kilogramm Silber wurden die Haken und Stangen für die Vorhangpfosten des Vorhofs gegossen und die oberen Enden der Pfosten versilbert.
29 Die Bronze, die durch die freiwilligen Gaben zusammenkam, wog etwa 2500 Kilogramm.
30 Daraus ließ Bezalel die Sockel für den Eingang des heiligen Zeltes herstellen, den Brandopferaltar mit seinem Gitterrahmen und den dazugehörigen Gefäßen und Werkzeugen,
31 die Sockel für die Abgrenzung des Vorhofs, die Sockel für den Eingang zum Vorhof sowie alle Pflöcke für das heilige Zelt und für die Vorhänge des Vorhofs.

2. Mose 38, Verse 24-31

Jeder gibt freiwillig, das was er geben möchte. Nur das Silber war eine Pflichtabgabe. Das musste definitiv sein. Krass, dass genau aus dem Silber die Sockel und Füße des Heiligen Zeltes gegossen wurde. Das Fundament ist für alle gleich. Jesus Christus und sein Erlösungswerk ist die absolute Basis, auf der jeder Gläubige sein Leben baut. Was Du dann darauf baust, also auf die Gnade unseres uns unfassbar liebenden Gottes, das wird ebenso gezählt, aber das ist freiwillig.

Nichts, was wir zur Ehre Gottes tun, wird vergessen. Alles wird notiert und in ewigen Lohn umgewandelt. Ich kann kein Geld mehr ausgeben, wenn ich tot bin. Ich hab keine Zeit mehr, etwas zu tun, wenn ich tot bin. Da sprechen wir tatsächlich von Energie- und Antriebslosigkeit.

Aber Jesus schafft mit sich als Fundament, die Basis für mich und dich, damit wir unsere Ressourcen in langfristige Anlagen investieren können. Gott hebt hier langfristige Investitionen auf ein neues Level. Ich darf mich jetzt entscheiden, wie viel ich investieren will? Und jeden Tag entscheide ich neu? Das ist eine ziemlich abgefahrene Investitionsmöglichkeit, die Du nutzen kannst, sobald Du dich für Gott entschieden hast.

2. Mose 37

4 Außerdem fertigte er Tragstangen aus Akazienholz an und überzog sie mit reinem Gold.
5 Sie wurden durch die Ringe an den Längsseiten des Kastens gesteckt, damit man ihn daran tragen konnte.

2. Mose 37, Verse 4-5

14 Er befestigte sie dicht unter der Goldumrandung. Die Ringe sollten die Stangen halten, mit denen man den Tisch trug.

2. Mose 37, Vers 14

Die Geräte und Gegenstände und selbst die Stiftshütte musste transportabel bleiben. Ständig wurde alles auf- und auch wieder abgebaut. Die Bundeslade wurde mit Ringen versehen, ebenfalls der Tisch, damit sie mithilfe der Tragstangen gut transportiert werden konnten.

Genauso dürfen auch wir beweglich bleiben. Gott geht es darum, bei den Menschen zu wohnen. Erst in der Stiftshütte, dann im Tempel und jetzt in jedem Gläubigen. Wir sind hier nur auf Durchreise und beim Durchreisen dürfen andere Menschen Gott durch uns begegnen. Die Stiftshütte wird auch „Zelt der Begegnung“ genannt. Und genau das dürfen wir hier sein, während wir auf dem Weg nach Hause sind.

Es gibt genügend Predigten, dass wir es uns als Christen hier zu gemütlich machen und dass wir nicht so sehr Wert auf Komfort legen sollten und doch viel lieber das und jenes tun sollten…

Ich glaube, hin und wieder aufgeweckt zu werden ist super. Die Frage ist, wodurch werde ich aufgeweckt? Was habe ich vergessen, woran ich unbedingt wieder erinnert werden sollte?

Zielt das Aufrütteln darauf ab, eine bessere Performance zu erzielen? Mehr „hustlen“, sich mehr anstrengen, eine Schippe drauf legen? Wenn die Predigt gut gemacht ist, dann haben wir wieder für die ganzen nächsten 3 Tage Motivation.

Ich glaube, wir müssen viel öfter an die Wahrheit erinnert werden. Das verinnerlichen, was uns geschenkt wurde, wer wir sind und wofür wir leben. Immer wieder die biblischen Wahrheiten lesen, hören und darüber nachdenken. Unser Lebensstil passt sich dem an, was wir wirklich glauben. Bis ich Gott so sehr glaube, dass mein Lebensstil nicht mehr besser werden kann. Und an dem Satz merke ich, wie viel Unglauben und Nicht-Vertrauen noch in mir steckt. Da ist noch sehr viel Glaubenspotential, welches wir Stück für Stück heben dürfen. Durch Verinnerlichen und Übertragen der Wahrheit in die Praxis.

Die Tragestangen erinnern uns daran, dass wir auf einer Reise sind und das wir ein Ziel haben. Schauen wir uns die beschwerliche Reise an, brauchen wir ständig Motivationsreden. Schauen wir uns das grandioseste Ziel an, wo Jesus selbst dafür sorgt, dass du es erreichst, dann bestimmt Inspiration die Tagesordnung. Wir versuchen nicht mit Müh und Not zum Ziel zu kommen, sondern auf dem Weg dahin Gott so zu feiern, dass sich viele Menschen uns begeisternd anschließen.

2. Mose 36

2 Mose rief Bezalel, Oholiab und alle anderen Kunsthandwerker zu sich, denen Gott Weisheit und Geschick gegeben hatte. Sie waren bereit, ans Werk zu gehen,
3 und nahmen von Mose entgegen, was das Volk für den Bau des Heiligtums herbeigebracht hatte. Morgen für Morgen kamen die Israeliten mit weiteren freiwilligen Gaben.
4 Da ließen die Kunsthandwerker, die das Heiligtum errichten sollten, ihre Arbeit liegen,
5 gingen zu Mose und sagten: »Die Leute bringen zu viel! Wir haben mehr als genug Material für die Arbeit, die der Herr uns aufgetragen hat.«
6 Mose ließ im ganzen Lager ausrufen: »Ihr Männer und Frauen, ihr braucht nichts mehr für den Bau des Heiligtums herzubringen!« Da brachten die Israeliten keine weiteren Gaben.
7 Denn es war bereits mehr als genug Material für die Arbeiten vorhanden, die getan werden mussten.

2. Mose 36, Verse 2-7

Das ganze Volk ist an der Stiftshütte beteiligt. Einigen Kunsthandwerkern gab Gott speziell für diese Arbeit Weisheit und Geschick. Aber auch das ganze Volk hatte diese Wohnung, wo Gott ihnen begegnen wollte, zur absoluten Priorität gemacht. So kann ich es zumindest aus diesen Versen rauslesen. Da kam immer noch mehr. Immer weitere Gaben. Und das freiwillig.

Die Künstler mussten Pause machen, um ein Stopp der Lieferungen einzuleiten. Die Israeliten schafften alles herbei, damit die Wohnung und alles was dazu gehört, gebaut werden konnte. Und sie hörten damit nicht auf, bis Mose ausrufen ließ: „Es reicht!“

Höchstwahrscheinlich lässt sich das nicht 1 zu 1 auf unser Leben übertragen. Aber hier sind ein paar Gedanken, die ich teilen möchte. Mit der Bekehrung sind wir ja bereits zu Gottes Wohnung geworden. Aber solange wir noch auf dieser Erde leben, werden wir nicht komplett fertig.

Das Baumaterial möchte ich mit Gottes Wort vergleichen. Und deswegen ruft Mose bei uns keinen endgültigen Stopp aus, so wie bei den Israeliten. Wir brauchen immer wieder Lieferungen, aber es kommt zu kurzen Stopps. Da hörst du auf zu lesen, weil Du so viel Material hast, das Du erstmal verarbeiten musst, bevor es weitergeht.

Materialien lassen sich auch stapeln und in Lagerhallen auftürmen, aber Gott will daraus ein Kunstwerk machen. Deswegen die Verarbeitung. Und so kunstvoll und mit vielen Details die Handwerker webten, nähten, schmiedeten und alles mit Gold überzogen, so arbeitet Gott an Dir und mir. Je mehr wir erkennen, dass Gott ein Kunstwerk aus uns macht, desto mehr dürfen wir ihm vertrauen und das Leben als Prozess sehen auf dem Weg in die „Hall of Fame“.

2. Mose 35

1 Mose versammelte die ganze Gemeinschaft der Israeliten und sagte zu ihnen: »Hört auf das, was der Herr sagt! Denn er hat uns befohlen:
2 Sechs Tage sollt ihr eure Arbeit verrichten, aber den siebten Tag sollt ihr als einen heiligen Tag achten. Er ist der Sabbat, der Ruhetag, der allein dem Herrn geweiht ist. Wer am Sabbat arbeitet, muss sterben!
3 An diesem Tag dürft ihr noch nicht einmal ein Feuer anzünden, wo auch immer ihr lebt!«

2. Mose 35, Verse 1-3

Wenn wir ehrlich sind gehört Gott doch alles. Er hat alles geschaffen und Er ist die absolute Grundlage von allem. Jesus erklärt es später nochmal genauer, weil die Menschen damals aus dem Ruhetag einen Tag der Verbote gemacht haben. Es wurde zur Anstrengung gemacht sich nicht anzustrengen. Aber der Sabbat wurde für den Menschen eingeführt und nicht umgekehrt.

Als Christen sind alle Tage dem Herrn geweiht. Aber Gott ist es völlig klar, dass wir Dinge zu erledigen haben. Irgendetwas fällt immer an und Gott sagt dazu: Arbeitet an 6 Tagen. Einen Tag nimmt euch aber raus aus dem Ganzen. Es ist nur ein Tag. An diesem denkt ihr hauptsächlich an mich. Da beschäftigt ihr euch mit dem, was ich zu sagen habe. Und in erster Linie gehört dazu, dass ihr euch entspannen sollt. Einfach ausruhen.

Der Sabbat wird auch oft mit dem Tausendjährigen Reich verglichen. Und ich finde das Bild richtig genial. Die 6 Tage (ca. 6000 Jahre sind bisher vergangen) hier auf der Erde sind von Arbeit, von Mühe und Anstrengung geprägt. Am Sabbat löst Gott alle vorherigen Weltreiche ab (für 1000 Jahre) und zeigt, wie es ist, wenn Er regiert. Dieser krasse Vergleich zwischen den letzten Jahren, in denen der Teufel regiert. Da wo alles in katastrophaler Zerstörung endet und das Friedensreich, wo es dann tatsächliche Ruhe gibt.

Von den Zeiten her würde es extrem gut passen, wenn Jesus sein Reich bald aufrichtet. Auch die politische Lage und das Bemühen die Menschen noch mehr zu manipulieren und zu kontrollieren passen super ins Bild von den 6 mühvollen Tagen. Alles deutet daraufhin, dass wir bald den perfekten Sabbat feiern. Bis dahin freuen wir uns, dass Gott sich auch um uns kümmert, obwohl die ganze Welt am Rad dreht. Und feiern jetzt schon einen Tag in der Woche, wo es im Besonderen um Gott geht, der ja unsere absolute Grundlage ist.

2. Mose 34

Gott erneuert den Bund mit Israel. Mose fertigt neue Steintafeln an, damit Gott die Gebote wieder drauf schreibt, bzw. reinhaut. Passend zu dem damaligen Schreiben nämlich dem Reinschlagen der Zeichen in den Stein, so deutlich lesen wir immer wieder, wovor Gott sein Volk warnt.

12 Auf keinen Fall dürft ihr euch mit den Bewohnern des Landes verbünden, in das ihr kommt! Sonst wird euch das zum Verhängnis.
13 Darum reißt ihre Altäre nieder, zertrümmert ihre heiligen Steinsäulen und schlagt die Pfähle ihrer Göttin Aschera um!
14 Betet keinen anderen Gott an, denn ich, der Herr, dulde keinen neben mir! Ihr sollt mir allein gehören.
15 Schließt niemals einen Bund mit den Bewohnern des Landes! Denn sie haben sich ihren Götzen an den Hals geworfen und bringen ihnen Opfer dar. Sie könnten euch einladen, an ihren Opfermahlzeiten teilzunehmen.
16 Ihr würdet vielleicht eure Söhne mit ihren Töchtern verheiraten, und diese Frauen würden eure Söhne dazu verführen, auch den anderen Göttern nachzulaufen.
17 Gießt euch keine Götterfiguren aus Metall!

2. Mose 34, Verse 12-17

Wie lässt sich das auf unser Leben übertragen? Wir marschieren ja in kein Land ein. Wir sind als Gäste hier, als Botschafter für unser Land. Wohnen tun wir bei Gott.

Dürfen wir keine guten Beziehungen zu Nicht-Christen haben? Sollen wir uns von ihnen abschotten? Auf gar keinen Fall. Gute Beziehungen sind der Schlüssel dafür, um das beste Angebot des Universums an den Mann zu bringen. Mit guten Beziehungen lässt sich der Auftrag des Botschafters erst so richtig gut erfüllen.

Das Ding ist: Inwiefern kann ich mich auf die Menschen einlassen, ohne von ihrer Lebensweise abzukupfern und darüber meinen eigentlichen Job zu vergessen. Die Israeliten sollten sich nicht mit ihnen verbinden, damit ihr Vertrauen auf Gott nicht geschwächt wird. Die Gefahr ist genauso zu leben, wie die Menschen um uns herum und das Vertrauen auf Dinge zu setzen, die dafür sorgen, dass wir definitiv enttäuscht werden.

Ich finde der 17te Vers bringt es super auf den Punkt:

Gießt euch keine Götterfiguren aus Metall!

2. Mose 34, Vers 17

Götterfigur aus Metall vs Gott, der sein Volk aus der Sklaverei befreit mit einem Haufen von Wundern. Die Entscheidung sollte leicht fallen. Und trotzdem lassen auch wir uns oft von unserem Umfeld anstecken und vertrauen auf Sachen, die gar keinen Sinn ergeben. Heute sind es teilweise auch noch Götterfiguren aus Metall: Gold, Silber, dann gibt es auch noch welche aus Papier. Geld regiert die Welt, heißt es. Und es gibt heute so viel Werbung, wo mit Geld gelockt wird. Menschen vertrauen ihrem Vermögen und laufen dem Geld (fremden Göttern) hinterher.

Als Kinder Gottes dürfen wir uns immer wieder mit der Wahrheit beschäftigen um dann mit der klaren Absicht zu leben Gottes Botschafter zu sein.

Und da kommt Vers 29 ins Spiel:

Als Mose mit den beiden Tafeln in der Hand vom Berg Sinai herabstieg, lag ein Glanz auf seinem Gesicht, weil er mit Gott gesprochen hatte; Mose selbst merkte nichts davon.

2. Mose 34, Vers 29

Wir haben das Vorrecht mit Gott zu sprechen. Die Frage ist, wie oft nutzen wir das und lassen uns von Gott einen Glanz auf das Gesicht legen? Einen Glanz, den wir vielleicht gar nicht bemerken, aber die Menschen um uns herum nehmen ihn wahr und dürfen erkennen: „Wow, der kommt nicht von hier.“

2. Mose 33

1 Der Herr befahl Mose: »Zieh nun weiter von hier! Geh mit dem Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe! Damals habe ich ihnen geschworen: ›Euren Nachkommen werde ich das Land geben!‹
2 Und nun will ich einen Engel vor euch hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vertreiben.
3 Ja, zieht nur in das Land, in dem es selbst Milch und Honig im Überfluss gibt! Ich aber werde nicht mit euch kommen, weil ihr ein so starrsinniges Volk seid; ich würde euch sonst unterwegs vernichten!«

2. Mose 33, Verse 1-3

Echt interessant, was Gott hier macht. Gott kommuniziert hier mit Mose und dem Volk auf eine Art, sodass sie es verstehen. Ihr habt wirklich Mist gebaut. Das kann ich mir nicht länger geben. Aber ich hab’s euren Vorfahren versprochen und das werde ich auch einhalten. Also macht weiter. Ein Engel wird euch dabei helfen.

Wir können Gott nicht begreifen und auch nicht mit ihm mithalten. Aber er hat sehr viel von sich in uns hineingelegt. Deswegen wird Kommunikation überhaupt möglich und Gott drückt hier seine Gefühle aus. Es liegt ihm viel an seinem Volk. Er will bei ihnen wohnen, aber so wie sie mit ihm umgehen, funktioniert das nicht.

4 Als die Israeliten diese harten Worte hörten, trauerten sie, und keiner von ihnen legte mehr Schmuck an.
5 Denn der Herr hatte Mose befohlen, ihnen zu sagen: »Ihr seid ein starrsinniges Volk! Wenn ich auch nur einen Augenblick mit euch käme, würde ich euch vernichten! Legt nun euren Schmuck ab, dann will ich entscheiden, was mit euch geschehen soll!«
6 Da legten die Israeliten am Berg Horeb ihren Schmuck ab.

2. Mose 33, Verse 4-6

Die Israeliten reagieren darauf und hören auf mit allem Feiern. Sie trauern. Der ganze Schmuck muss weg. Alles Äußerliche, das gut aussieht, ist irgendwie fehl am Platz. Vor allem wenn das Innere einer dreckigen unaufgeräumten Lagerhalle gleicht. Das weitere Gespräch zwischen Mose und Gott zeigt einmal mehr, wonach Gott sich wirklich sehnt.

12 Mose sagte zum Herrn: »Du befiehlst mir, dieses Volk nach Kanaan zu bringen, aber du hast mir noch nicht gezeigt, wen du mit mir senden willst. Du hast gesagt, dass du mich ganz genau kennst und ich deine Gunst gefunden habe.
13 Wenn du nun wirklich zu mir stehst, dann lass mich deine Pläne erkennen! Ich möchte dich besser verstehen, damit du auch in Zukunft an mir Gefallen hast. Denke doch daran: Dieses Volk ist dein Volk!«
14 Der Herr antwortete: »Ich selbst werde dir vorangehen und dich zur Ruhe kommen lassen!«
15 Mose erwiderte: »Wenn du nicht selbst voranziehst, dann schick uns nicht von hier fort!
16 Woran soll man denn erkennen, dass du zu mir und diesem Volk hältst? Doch nur daran, dass du mit uns gehst! Was sonst sollte uns unterscheiden von allen Völkern auf der Erde?«
17 Der Herr antwortete Mose: »Auch diesen Wunsch, den du gerade ausgesprochen hast, will ich erfüllen, denn ich habe dich gnädig angenommen und kenne dich ganz genau!«
18 Mose bat: »Lass mich dich in deiner Herrlichkeit sehen!«

2. Mose 33, Verse 12-18

Mose spricht das aus, was wirklich Jeder in seinem Leben erkennen darf und was die absolute Grundlage von ALLEM ist. Ohne Gott ergibt nichts einen Sinn. Gott will nicht, dass wir uns mit weniger zufrieden geben, als mit ihm selbst. Dazu hat er uns erschaffen und er gibt Mose die Zusage: Ok, ich komm mit. An diesem Punkt ist doch eigentlich alles wieder im Grünen und die Reise kann weiter gehen. Doch dann kommt Vers 18:

Mose bat: »Lass mich dich in deiner Herrlichkeit sehen!«

2. Mose 33, Vers 18

Je mehr Mose 1 on 1 mit Gott redet, desto interessanter wird er für ihn. Je mehr wir ihn kennenlernen, desto mehr fühlen wir uns von ihm angezogen. Je mehr wir Gott in seiner Genialität und Herrlichkeit erleben, desto mehr erkennen wir, dass wir nur ganz kleine Ausschnitte von Gottes Größe gesehen haben. Da ist noch so viel mehr. Und Mose will mehr von Gott.

19 Der Herr erwiderte: »Ich will an dir vorüberziehen, damit du sehen kannst, wie gütig und barmherzig ich bin. Meinen eigenen Namen ›der Herr‹ werde ich vor dir aussprechen. Ich erweise meine Gnade, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.
20 Mein Gesicht darfst du nicht sehen, denn kein Mensch, der mich gesehen hat, bleibt am Leben! 21 Aber du kannst hier bei mir auf dem Felsen stehen.
22 Wenn ich dann in meiner Herrlichkeit vorüberziehe, stelle ich dich in eine Felsspalte und halte meine Hand schützend über dich, bis ich vorübergegangen bin.
23 Dann ziehe ich meine Hand zurück, und du kannst mir hinterherschauen; mein Gesicht aber darf niemand sehen!«

2. Mose 33, Verse 19-23

Gott geht hier mit Mose an die Grenze. In der damaligen Zeit so viel von Gott gesehen zu haben, kann wahrscheinlich sonst niemand von sich behaupten, aber auch für Mose ist Gottes Gesicht tabu. Das wäre zu viel. Mose könnte es nicht ertragen und würde sterben. Mit diesen Hintergrundinfos bekommt das Erlösungswerk Jesu eine noch krassere Bedeutung.

Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen.

Offenbarung 22, Vers 4

Wir, die Gottes Geschenk angenommen haben, werden Gott ins Gesicht sehen, wissend das Jesus alles zwischen mir und dem Vater geregelt hat. Was werden wir sehen? Die unfassbare Liebe und die alles überragende Herrlichkeit des Allmächtigen. Dieser Moment, wenn wir in seine Augen schauen und erkennen, dass das nun die endgültige Realität ist. Endlich zuhause!!!

2. Mose 32

1 Als Mose so lange Zeit nicht vom Berg herabkam, versammelten sich die Israeliten bei Aaron und forderten ihn auf: »Los, mach uns Götterfiguren! Sie sollen uns voranziehen und den Weg zeigen. Wer weiß, was diesem Mose zugestoßen ist, der uns aus Ägypten herausgeführt hat!«
2 Aaron schlug vor: »Eure Frauen und Kinder sollen ihre goldenen Ohrringe abziehen und zu mir bringen!«
3 Da nahmen alle Israeliten ihre Ohrringe ab und brachten sie Aaron.
4 Er nahm den Schmuck entgegen, schmolz ihn ein und goss daraus ein goldenes Kalb. Anschließend gab er ihm mit dem Meißel die endgültige Form. Als es fertig war, schrien die Israeliten: »Das ist unser Gott, der uns aus Ägypten befreit hat!«
5 Daraufhin errichtete Aaron einen Altar vor der Götterfigur und ließ bekannt geben: »Morgen feiern wir ein Fest zu Ehren des Herrn!«
6 Am nächsten Morgen standen alle früh auf und brachten Brand- und Friedensopfer dar. Danach ließen sie sich nieder, um zu essen und zu trinken. Sie feierten ein rauschendes, ausschweifendes Fest.
7 Da sprach der Herr zu Mose: »Steig schnell hinab, denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat große Schuld auf sich geladen!
8 Wie schnell haben sie sich von meinen Geboten abgewandt! Sie haben sich ein goldenes Kalb gegossen, sie sind vor ihm niedergefallen, haben ihm Opfer dargebracht und gerufen: ›Das ist unser Gott, der uns aus Ägypten befreit hat!‹
9 Ich kenne dieses Volk genau und weiß, wie stur es ist.
10 Versuch mich jetzt nicht aufzuhalten, denn ich will meinem Zorn freien Lauf lassen und sie vernichten! An ihrer Stelle werde ich deine Nachkommen zu einem großen Volk machen.«
11 Doch Mose flehte: »Herr, mein Gott, du hast dein Volk aus Ägypten befreit und dabei deine ganze Macht gezeigt! Warum willst du es jetzt im Zorn vernichten?
12 Sollen die Ägypter etwa sagen: ›Ihr Gott hat die Israeliten nur aus unserem Land geholt, um sie in den Bergen zu töten und vom Erdboden verschwinden zu lassen‹? Sei nicht länger zornig über dein Volk! Lass das Unheil nicht über sie hereinbrechen!
13 Denk daran, dass du deinen Dienern Abraham, Isaak und Jakob bei deinem Namen geschworen hast: ›Ich lasse eure Nachkommen so zahlreich werden wie die Sterne am Himmel. Sie werden das Land, das ich euch versprochen habe, für immer in Besitz nehmen!‹«
14 Da lenkte der Herr ein und ließ das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen.

2. Mose 32, Verse 1-14

Nur wenige Wochen braucht das Volk Israel um vom Beeindrucktsein über Gottes Erscheinung am Berg Sinai zum Wunsch nach einem Götzenbild. Von dieser Erfahrung wie eine dichte Wolke den Berg umhüllt und der Morgen mit Donnern und Blitzen beginnt, von der Erfahrung vor Angst zu zittern und den ganzen Berg ebenfalls beben zu sehen geht es zum Tanzen um ein „goldenes Kalb“.

Wie schnell werden wir gelangweilt oder verlieren die Geduld? Wenn scheinbar nichts passiert, wie viele Wochen, wie viele Tage braucht es, damit wir an Gott zweifeln? Mose bekommt in dieser Zeit, wo scheinbar alles still zu stehen scheint, die Infos wie Gott mitten unter ihnen wohnen will. Gott bereitet etwas Grandioses vor für die Israeliten, während sie sich schon umschauen nach einem anderen Gott. Der nichts anderes ist, als ein Haufen Ohrringe und ein bisschen Schmiedekunst.

Glaubst Du, dass Gott Gutes mit Deinem Leben vor hat? Auch wenn es stiller wird. Glaubst Du, dass Er nach wie vor da ist? Verblassen die krassen Erlebnisse mit Gott oder hältst Du sie wach und erinnerst Dich ständig daran?

Das Volk sagt: Mose hat uns aus Ägypten herausgeführt. Gott scheint das aufzugreifen und meint zu Mose: Schau dir mal an, was dein Volk da macht. Aber Mose lässt das nicht so stehen. Er zählt sich zu dem Volk und stellt die Sachverhältnisse wieder klar. Wir sind dein Volk. Du hast versprochen…

Und genau deswegen müssen wir die Bibel so feiern. Gott lässt sich in keine Schublade stecken. Unberechenbar. Allmächtig. Aber er hält immer, was er verspricht. Niemand kann ihn zu etwas zwingen. Aber Gott bindet sich selber an sein Wort. Das ist verbindlich und eine unfassbar gewaltige Sicherheit.

Ich bin mir sicher Gott feiert die Hingabe und den Einsatz Moses für sein eigenes Volk und gibt der sichtbaren und unsichtbaren Welt ein Beispiel. Hier ist Einer, der sich selbst opfern würde für Gottes Volk, wenn es denn möglich wäre. Und viele Jahre später macht Gott es in Jesus Christus nicht nur möglich, sondern zieht es durch und opfert sich für Israel und die ganze Welt.

2 Dinge, die ich hier mitnehmen kann:

  1. Wenn ich mich frage, wieso Gott nicht so präsent ist in meinem Leben, dann darf ich mal den Check machen:

  • Wie sehr suche ich ihn denn in seinem Wort?

  • Kann es sein, dass Gott im Moment etwas Krasses für mich vorbereitet? Dafür kann ich doch noch etwas mehr Geduld aufbringen…

  1. Inwiefern ähnele ich Jesus in der Liebe zu seinen Menschen?

  • Hab ich die Klarheit, worum es in dieser kurzen Erdenbesuchszeit geht? Mose war absolut nicht angetan von der Idee: Seine Nachkommen sollten Gottes Volk ersetzen.

  • Ich baue mein Leben auf meinen Ideen und Vorstellungen auf. Soviel ist sicher. Entscheidend ist: Bauen meine Ideen und Vorstellungen auf Gottes Wort auf?

2. Mose 31

1 Dann sprach der Herr zu Mose:
2 »Ich habe Bezalel, den Sohn Uris und Enkel Hurs vom Stamm Juda, ausgewählt, den Bau des heiligen Zeltes zu leiten.
3 Mit meinem Geist habe ich ihn erfüllt; ich habe ihm Weisheit und Verstand gegeben und ihn befähigt, alle für den Bau erforderlichen handwerklichen und künstlerischen Arbeiten auszuführen. 4 Er kann Pläne entwerfen und nach ihnen Gegenstände aus Gold, Silber oder Bronze anfertigen;
5 er hat die Fähigkeit, Edelsteine zu schleifen und einzufassen; er versteht sich auf das Bearbeiten von Holz und auf viele andere Arten von Kunsthandwerk.
6 Ich habe Oholiab, den Sohn Ahisamachs vom Stamm Dan, ausgesucht, um ihm bei allen Arbeiten zu helfen. Auch allen anderen Kunsthandwerkern, die am heiligen Zelt arbeiten, habe ich Weisheit und Verstand gegeben, damit alles nach meinem Befehl angefertigt wird

2. Mose 31, Verse 1-6

Gottes Geist lebt in uns seinen Kindern, damit wir das wollen, was er will und es auch tun. Ist das dann nicht Gedankenkontrolle und ein Verkommen zu Robotern, die einfach nur automatisiert Befehle ausführen? Ganz ehrlich: Als Kind Gottes kommst du in der Regel nicht auf diese Frage, weil du die Praxis kennst. Du machst noch so viele Dinge falsch, die Gott nicht gefallen, dass du dir manchmal wünschst, einfach wie ein Roboter das Gute zu tun. Aber das ist nicht Gottes Plan.

Sein Geist befähigt uns, etwas zu tun. Die Grundlage ist da. Und solange wir hier auf der Erde leben, nähern wir uns dem perfekten Wollen und Vollbringen immer weiter an. Die Möglichkeit und den Startschuss für diese Entwicklung nennen wir Bekehrung.

Der Heilige Geist ist dabei nicht eine Software, die aufgespielt wird, die wir als Hardware dann umsetzen. Der Heilige Geist ist für uns da. Die Individualität geht nicht verloren, sondern entfaltet sich erst richtig. Bezalel erlebte es, wie sein handwerkliches und künstlerisches Geschick zur Höchstform auflief.

Und das ist ein extrem spannender Punkt, den ich selber oft vernachlässige. Der Heilige Geist bewirkt nicht nur, dass ich weniger sündige. Er hilft mir auch in allen anderen Bereichen, die ich eher weniger mit Glauben und Christsein verbinde. Im Endeffekt ist das völliger Quatsch, Christsein nur mit dem Kampf gegen das „alte Ich“ und Sünde zu verbinden. Im Himmel wird es diesen Kampf nicht mehr geben. Auf der neuen Erde werden wir uns damit nicht mehr befassen. Und die längste Zeit unseres Lebens werden wir dort verbringen, wobei das Wort „verbringen“ bei der Ewigkeit nicht so ganz passend ist.

Wer kennt den Spruch: Sei die beste Version deiner Selbst. Genau dafür schafft der Heilige Geist die Grundlage und steht dir für diese Entwicklung zur Seite.