2. Mose 36

2 Mose rief Bezalel, Oholiab und alle anderen Kunsthandwerker zu sich, denen Gott Weisheit und Geschick gegeben hatte. Sie waren bereit, ans Werk zu gehen,
3 und nahmen von Mose entgegen, was das Volk für den Bau des Heiligtums herbeigebracht hatte. Morgen für Morgen kamen die Israeliten mit weiteren freiwilligen Gaben.
4 Da ließen die Kunsthandwerker, die das Heiligtum errichten sollten, ihre Arbeit liegen,
5 gingen zu Mose und sagten: »Die Leute bringen zu viel! Wir haben mehr als genug Material für die Arbeit, die der Herr uns aufgetragen hat.«
6 Mose ließ im ganzen Lager ausrufen: »Ihr Männer und Frauen, ihr braucht nichts mehr für den Bau des Heiligtums herzubringen!« Da brachten die Israeliten keine weiteren Gaben.
7 Denn es war bereits mehr als genug Material für die Arbeiten vorhanden, die getan werden mussten.

2. Mose 36, Verse 2-7

Das ganze Volk ist an der Stiftshütte beteiligt. Einigen Kunsthandwerkern gab Gott speziell für diese Arbeit Weisheit und Geschick. Aber auch das ganze Volk hatte diese Wohnung, wo Gott ihnen begegnen wollte, zur absoluten Priorität gemacht. So kann ich es zumindest aus diesen Versen rauslesen. Da kam immer noch mehr. Immer weitere Gaben. Und das freiwillig.

Die Künstler mussten Pause machen, um ein Stopp der Lieferungen einzuleiten. Die Israeliten schafften alles herbei, damit die Wohnung und alles was dazu gehört, gebaut werden konnte. Und sie hörten damit nicht auf, bis Mose ausrufen ließ: „Es reicht!“

Höchstwahrscheinlich lässt sich das nicht 1 zu 1 auf unser Leben übertragen. Aber hier sind ein paar Gedanken, die ich teilen möchte. Mit der Bekehrung sind wir ja bereits zu Gottes Wohnung geworden. Aber solange wir noch auf dieser Erde leben, werden wir nicht komplett fertig.

Das Baumaterial möchte ich mit Gottes Wort vergleichen. Und deswegen ruft Mose bei uns keinen endgültigen Stopp aus, so wie bei den Israeliten. Wir brauchen immer wieder Lieferungen, aber es kommt zu kurzen Stopps. Da hörst du auf zu lesen, weil Du so viel Material hast, das Du erstmal verarbeiten musst, bevor es weitergeht.

Materialien lassen sich auch stapeln und in Lagerhallen auftürmen, aber Gott will daraus ein Kunstwerk machen. Deswegen die Verarbeitung. Und so kunstvoll und mit vielen Details die Handwerker webten, nähten, schmiedeten und alles mit Gold überzogen, so arbeitet Gott an Dir und mir. Je mehr wir erkennen, dass Gott ein Kunstwerk aus uns macht, desto mehr dürfen wir ihm vertrauen und das Leben als Prozess sehen auf dem Weg in die „Hall of Fame“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.