2. Mose 25

1 Der Herr sprach zu Mose:
2-3 »Sag den Israeliten, sie sollen für mich eine Abgabe entrichten! Jeder, dem es am Herzen liegt, soll etwas von den folgenden Dingen für mich geben: Gold, Silber und Bronze,
4 violette, purpurrote und karmesinrote Wolle, feines Leinen, Ziegenhaar,
5 rot gefärbte Felle von Schafböcken, Tachasch-Leder, Akazienholz,
6 Öl für den Leuchter, wohlriechende Gewürze für das Salböl und die Weihrauchmischung,
7 Onyx-Steine und andere Edelsteine, die auf dem Schurz und der Brusttasche des Priesters eingesetzt werden können.
8 Die Israeliten sollen mir aus diesen Materialien ein Heiligtum bauen, denn ich will bei ihnen wohnen.
9 Fertigt das Heiligtum und alles, was dazugehört, genau so an, wie ich es dir jetzt zeigen werde!«

2. Mose 25, 1-9

Gott gibt Mose in diesen 40 Tagen auf dem Berg nicht nur die 10 Gebote, sondern er gibt ihm den Bauplan mit für ein Haus, ein transportables Haus. Wir kennen es unter dem Namen „Stiftshütte“. Gott will seinem Volk nah sein. Er will bei ihnen wohnen. Und zwar in einem sichtbaren Haus. Das ist eine absolute Premiere.

Gott macht sehr genaue Angaben, wie seine Wohnung bei den Menschen aussehen soll. Er beschreibt die Bundeslade, in der die beiden Steintafeln liegen sollen, die beiden Keruben, die die Deckplatte mit ihren Flügeln beschützen und dass ihre Augen ebenfalls auf die Deckplatte gerichtet sind. Und dann kommt Vers 22:

An dieser Stelle, über der Bundeslade zwischen den beiden Keruben, will ich mich dir offenbaren und dir alles sagen, was du den Israeliten weitergeben sollst.

2. Mose 25, Vers 22

Das ist der Grund für seine Wohnung. Gott will sich offenbaren. Aber er spricht doch schon mit Mose. Wieso braucht er jetzt auf einmal eine sichtbare Wohnung dafür? Gott ist doch allgegenwärtig. Hat er die Stiftshütte nötig? Auf gar keinen Fall. Aber Gott will sich offenbaren. Und er macht es uns Menschen so einfach wie möglich ihn zu erkennen.

Die Stiftshütte war ständig da. Sie war sichtbar. Und jedes mal, wenn Israeliten daran vorbei gingen, erinnerten sie sich daran, dass Gott in ihrer Mitte ist und bei ihnen wohnt. Die Stiftshütte war der Ort, wo Gott sich sichtbar machte, in einer für Menschen erlebbaren Form.

Die Geschichte der Stiftshütte geht aber noch weiter. Der Tempel löste sie in ihrer Funktion ab. Und dann kam ein neuer Vertrag zustande. Paulus spricht auch von einem Tempel. Vom Tempel des Heiligen Geistes. Und das sind wiedergeborene Christen, die den besten Deal angenommen haben. Wenn wir von der Stiftshütte lesen und seiner Funktion, dass Menschen Gott erleben können, dann dürfen wir das in die Gegenwart übertragen. Um zu merken, dass wir heute die Stiftshütten sind für die Menschen um uns herum.

Wir lernen jetzt, wie wir immer bessere Stiftshütten werden. Indem wir dem Heiligen Geist in uns immer mehr Raum geben. All das, damit Menschen, die mit mir und dir in Berührung kommen, Gott erleben und ihn erkennen. Um dann ebenfalls das Geschenk anzunehmen und mitzufeiern, dass Gott bei uns wohnt.

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