2. Mose 24

7 Dann nahm er die Schriftrolle, in der er die Gesetze des Bundes aufgeschrieben hatte, und las sie den Israeliten vor. Sie antworteten: »Alles, was der Herr befohlen hat, wollen wir tun! Wir werden ihm gehorchen!«
8 Da besprengte Mose das Volk mit dem Blut aus den Schalen und sagte: »Das Blut besiegelt den Bund zwischen dem Herrn und euch. Dieser Bund beruht auf all den Geboten, die ich euch in seinem Namen weitergegeben habe.«
9 Mose, Aaron, Nadab, Abihu und die siebzig Sippenoberhäupter stiegen auf den Berg Sinai,
10 und sie sahen den Gott Israels. Der Boden unter seinen Füßen leuchtete wie mit Saphiren bedeckt, blau und klar wie der Himmel.
11 Die ausgewählten Männer, die mit Mose auf dem Berg waren, durften Gott sehen, ohne dass er sie tötete. Dann aßen und tranken sie in seiner Gegenwart.
12 Nachdem sie wieder hinabgestiegen waren, sagte der Herr zu Mose: »Komm noch einmal zu mir auf den Berg und bleib einige Zeit hier! Ich will dir zwei Steintafeln geben, auf denen meine Gebote stehen. Ich selbst habe das Gesetz aufgeschrieben, um Israel zu unterweisen.«
13 Mose und sein Diener Josua machten sich auf den Weg, und Mose bestieg den Berg Gottes.
14 Vorher hatte er zu den Sippenoberhäuptern Israels gesagt: »Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurückkehren! Aaron und Hur bleiben bei euch. Wer einen Streitfall hat, soll sich an sie wenden!«
15-16 Als Mose hinaufstieg, kam der Herr in seiner Herrlichkeit auf den Berg Sinai herab. Sechs Tage lang bedeckte Gottes Wolke den Berg. Am siebten Tag rief der Herr aus der Wolke Mose zu sich.
17 Die Erscheinung des Herrn auf dem Berg sah für die Israeliten aus wie ein loderndes Feuer.
18 Mose aber ging weiter hinauf zum Gipfel, mitten in die Wolke hinein. Vierzig Tage und Nächte blieb er dort.

2. Mose 24, Verse 7-18

Mose ist hier quasi der Notar. Er liest die Konditionen vom Vertrag vor. Wenn die Israeliten Gott gehorchen gibt es Segen, ansonsten Fluch. Und die Israeliten geben mit ihrer Antwort ihre Unterschrift darunter. Mose besprengt das Volk mit Blut und bringt somit den Deal unter Dach und Fach.

Was dann passiert, zeigt wer Gott ist und wonach er sich sehnt. Gott ist absolut heilig. Nur ausgewählte Männer des Volkes dürfen in seiner Gegenwart sein, ohne dass er sie tötet. Und dann heißt es: Sie aßen und tranken in seiner Gegenwart.

Mich erinnert das an das Hochzeitsmahl des Lammes. Essen und Trinken wird in der Ewigkeit einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Gott genießt die Gemeinschaft mit seinem Volk. Was gibt es Schöneres, als mit Familie und Freunden zu essen? Eine Feier ohne Mahlzeit ist irgendwie nicht feierlich. Und die Hochzeitsfeier im Himmel wird mehr als feierlich. Wenn ich das so lese: Essen und trinken in der Gegenwart Gottes, dann freue ich mich so auf die Zukunft. Ich weiß nicht, ob die 70 Männer ihre Mahlzeit auf den Berg mitgenommen hatten, aber in den Himmel werden wir keine Steaks oder Schnitzel mitnehmen. Dann sind wir bei Gott und ich bin so gespannt auf das Menü, dass Er uns serviert. Kein Sterne-Koch wird da mithalten können.

Nachdem sie wieder hinabgestiegen waren, sagte der Herr zu Mose: »Komm noch einmal zu mir auf den Berg und bleib einige Zeit hier! Ich will dir zwei Steintafeln geben, auf denen meine Gebote stehen. Ich selbst habe das Gesetz aufgeschrieben, um Israel zu unterweisen.«

2. Mose 24, Vers 12

Krass. Mose hat eine ganz besondere Beziehung zu Gott. Er soll nochmal alleine zu ihm kommen. Konnte Gott ihm die Tafeln nicht direkt geben, wo sie noch auf dem Berg waren? Oder hätte er ihn nicht direkt da behalten können? Warum musste Mose nochmal runtergehen und danach wieder nach oben klettern? Ich kann es aus diesem Text nicht entnehmen, aber trotzdem sehe ich ein paar Parallelen zu unserem Leben.

Die Beziehung mit dem Allmächtigen verlangt uns Einiges ab. Das ist oft nicht einfach nur ein Spaziergang. Manchmal wird es richtig anstrengend. Wir verstehen dann nicht, warum es so ist, wie es ist. Und dann stellen wir Gott ganz oft die Frage: Warum?

Und Gott challengt uns dabei nur. Wir dürfen die Frage gerne stellen, aber dann auch erkennen dass sie nirgendwo hinführt. Gott zu vertrauen, lernen wir nicht, wenn der Weg absolut klar ist, die Gründe alle offensichtlich und wir den totalen Überblick haben.

15-16 Als Mose hinaufstieg, kam der Herr in seiner Herrlichkeit auf den Berg Sinai herab. Sechs Tage lang bedeckte Gottes Wolke den Berg. Am siebten Tag rief der Herr aus der Wolke Mose zu sich.
17 Die Erscheinung des Herrn auf dem Berg sah für die Israeliten aus wie ein loderndes Feuer.
18 Mose aber ging weiter hinauf zum Gipfel, mitten in die Wolke hinein. Vierzig Tage und Nächte blieb er dort.

2. Mose 24, Verse 15-18

Wir lesen nicht, dass Mose nachfragt, was das soll. Er geht weiter mitten in die Wolke hinein. Und er wird belohnt: 40 Tage und Nächte in der unmittelbaren Gegenwart Gottes. Um Mose die Steintafeln zu geben, braucht Gott keine 40 Tage. Gott sehnt sich nach seinen Menschen, um Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Aber er konnte sie nur mit wenigen Menschen genießen. Was glaubst Du, wie Gott gefeiert haben muss, als Jesus das Erlösungswerk abgeschlossen hat und wieder im Himmel war. Als der Heilige Geist zu Pfingsten auf die Erde kam. Endlich ist Gemeinschaft mit seinen geliebten Menschen wieder möglich. Nicht mit einigen Ausgewählten, sondern mit Allen. Seitdem dürfen wir Werbung für Gottes Angebot machen, für den Deal, den die Israeliten damals noch nicht bekamen.

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