2. Mose 15

11 Herr, wer unter allen Göttern ist dir gleich?
Wer ist wie du, herrlich und heilig?
Wer vollbringt so große, furchterregende Taten?
Wer tut Wunder – so wie du?
12 Als du deinen rechten Arm ausstrecktest,
verschlang die Erde unsere Feinde.
13 Voller Liebe führst du uns, dein Volk, das du gerettet hast!
Mit großer Macht leitest du uns
bis zu dem heiligen Ort, an dem du wohnst.
14 Wenn die anderen Völker hören, was geschehen ist, erschrecken sie.
Angst überfällt die Philister,
15 und die Fürsten Edoms sind entsetzt.
Moabs Herrscher fangen an zu zittern,
und die Bewohner Kanaans verlieren allen Mut.
16 Furcht und Schrecken packt sie.
Sie sehen deine große Macht, Herr, und stehen wie versteinert da,
bis dein Volk vorbeigezogen ist, ja, bis das Volk, das du freigekauft hast, vorbeigezogen ist!
17 Du bringst sie zu deinem Berg und pflanzt sie dort ein,
an dem Ort, den du dir als Wohnung gewählt hast.
Dort ist dein Heiligtum, o Herr,
das du mit eigener Hand errichtet hast!
18 Der Herr ist König für immer und ewig!«

2. Mose 15, Verse 11-18

Mose und das ganze Volk Israel entkommen den Ägyptern und sie feiern und singen. In dem Moment begreifen sie: Gott ist gewaltig. Mit diesem Gott an unserer Seite können wir überall einmarschieren. Alle Völker, die das hören, werden Respekt vor uns bekommen, weil Gott mit uns ist.

22 Mose ließ die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen. Sie zogen los und kamen in die Wüste Schur. Drei Tage lang waren sie hier unterwegs, ohne Wasser zu finden.
23 Als sie endlich die Oase von Mara erreichten, war das Wasser dort so bitter, dass sie es nicht trinken konnten. Darum heißt dieser Ort Mara (»Bitterkeit«).
24 »Was sollen wir nun trinken?«, fragten die Leute Mose vorwurfsvoll.
25 Mose flehte den Herrn um Hilfe an, und der Herr zeigte ihm ein Stück Holz. Als Mose es ins Wasser warf, wurde das Wasser genießbar.

2. Mose 15, Verse 22-25

Und doch nur wenig später scheinen sie komplett vergessen zu haben, wie Gott die Ägypter im Meer untergehen ließ. Aus einem übergeordneten Standpunkt müssten sie sich doch die Frage stellen: Gott bekennt sich zu uns als zu seinem Volk auf beeindruckende Weise, nur um uns ein paar Tage später verdursten zu lassen? Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn.

Geduld und Glaube hängen sehr stark zusammen. Glaube ohne Geduld ist das Verlangen nach Kontrolle. Mit Geduld ist Glaube die stärkste Waffe des Universums. Vorausgesetzt wir vertrauen auf den Allmächtigen. Ist es einfach geduldig zu sein, wenn Du in einer miesen vielleicht ausweglos scheinenden Situation bist? Absolut nicht. Aber in genau solchen Momenten darfst Du Gottvertrauen trainieren. In den einfachen Situationen trainierst Du gar nichts.

Die Israeliten taten das Richtige, als sie Gott feierten nach diesem überragenden Sieg. Wenn es gut läuft, dann müssen wir feiern, was das Zeug hält. Die ganze Zeit. Solange es läuft. Manchmal dauert das eine ganze Zeitlang. Ja, und? Dankbar weiter feiern. Nicht aufhören. Irgendwann kommt der Moment, wo Dir nicht im Entferntesten nach Feiern zumute ist und dann musst Du dich an die guten Zeiten erinnern. Wo Gott Dir geholfen hat und Du das Gefühl hattest mit ihm in Länder einmarschieren zu können.

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