2. Mose 13

11 »Der Herr wird euch ins Land der Kanaaniter bringen und es euch schenken, so wie er es euch und euren Vorfahren geschworen hat. Wenn ihr in dem Land seid,
12 dann sollt ihr dem Herrn eure ältesten Söhne weihen und ihm jedes männliche Tier opfern, das von seiner Mutter als erstes zur Welt gebracht wird.
13 Anstelle jedes zuerst geborenen Esels sollt ihr ein Lamm opfern und ihn so auslösen. Wollt ihr das nicht, dann brecht dem jungen Esel das Genick! Eure ältesten Söhne aber müsst ihr auf jeden Fall auslösen.
14 Wenn eure Kinder eines Tages fragen, was dieser Brauch bedeutet, dann erklärt ihnen: ›Der Herr hat uns mit starker Hand aus der Sklaverei in Ägypten befreit.
15 Als der Pharao sich hartnäckig weigerte, uns ziehen zu lassen, hat der Herr jeden ältesten Sohn und jedes erstgeborene männliche Tier in Ägypten getötet. Darum opfern wir dem Herrn unsere erstgeborenen männlichen Tiere, unsere ältesten Söhne aber kaufen wir frei.
16 Dieser Brauch soll uns wie ein Zeichen an der Hand oder ein Band um die Stirn daran erinnern, dass der Herr uns mit starker Hand aus Ägypten befreit hat.‹«

2. Mose 13, Verse 11-16

Gott weiß, dass wir vergesslich sind. Und er wusste auch, dass sein Volk Israel vergesslich ist. Bräuche und Feste erinnern uns daran, dass Gott groß ist. Dass er gut ist. Dass er uns liebt. Als Christen haben wir Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt und jedes dieser Feste erinnert uns an Gottes Liebe zu uns. Diese Feste feiern wir jedes Jahr wieder. Das heilige Abendmahl wird in den meisten Gemeinden jeden Monat gefeiert, um sich zu erinnern.

Welches Fest kannst Du jeden Tag feiern? Was kannst Du auf täglicher Basis tun, damit Du Dich nicht mehr erinnerst, sondern im Bewusstsein von Gottes Liebe lebst. Damit Du nicht erinnert werden musst, sondern die ganze Zeit Gott feierst?

17 Nachdem der Pharao die Israeliten hatte ziehen lassen, führte Gott sie nicht auf der Straße in Richtung des Philisterlandes, obwohl das der kürzeste Weg gewesen wäre. Gott dachte: »Das Volk könnte seinen Entschluss ändern und nach Ägypten zurückkehren, wenn es merkt, dass ihm Kämpfe bevorstehen!«
18 Darum ließ Gott sie einen Umweg machen, auf der Wüstenstraße, die zum Schilfmeer führt. So zogen die Israeliten wie eine Armee geordnet aus Ägypten fort.
19 Mose nahm den Sarg mit den Gebeinen Josefs mit. Josef hatte nämlich den Israeliten ein Versprechen abgenommen und gesagt: »Gott wird euch bestimmt eines Tages zu Hilfe kommen und euch aus Ägypten herausführen. Dann nehmt auch meine Gebeine von hier mit!«
20 Nachdem die Israeliten von Sukkot aufgebrochen waren, lagerten sie bei Etam am Rand der Wüste.
21 Tagsüber zog der Herr in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den Weg zu zeigen, und nachts war er in einer Feuersäule bei ihnen, die ihren Weg erhellte. So konnten sie bei Tag und Nacht wandern.
22 Tagsüber hatten sie immer die Wolkensäule vor sich und nachts die Feuersäule.

2. Mose 13, Verse 17-22

Wow, Gott kennt sein Volk und führt sie nicht direkt in die Kämpfe. Und genau dieser Gott, der einzige Gott ist auch mein und Dein Gott. Ich bin schon ziemlich gespannt, wo Gott mich überall Wege geführt hat, um mich zu schonen und es mir so einfach wie möglich zu machen.

Wolkensäule und Feuersäule. Sehr beliebte Kindergeschichte. Aber stell Dir das mal wirklich vor Gott geht seinem Volk voran in einer sichtbaren Säule. Tagsüber als Wolke, nachts als Feuer. Völlig egal, in welcher Umgebung und in welchen Umständen wir uns befinden, Gott will sichtbar in Deinem Leben sein und Dich führen.

Ein Punkt ist mir noch aufgefallen. Mose nimmt Josefs Leiche mit. Josef wollte das so und ließ sich ein Versprechen geben, dass die Israeliten ihn mitnehmen. Die Zukunft und vor allem die Verheißung Gottes war Josef am Wichtigsten. Auch wenn er nicht mehr lebte, wollte er mit. Das Versprechen, das Gott uns für das Ende der Zeit gibt, ist die Entrückung und falls wir vorher sterben sollten, werden wir auferstehen. Josef holte sich das Versprechen seine Überreste mitzunehmen. Gott gibt uns das Versprechen uns lebend zu sich zu holen. Ich denke alleine mit diesem Gedanken lässt sich jeden Tag ein Fest feiern.

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