2. Mose 22

So viele verschiedene Fälle werden hier aufgelistet. Eine Sache fällt mir besonders auf, was die folgenden Verse gut widerspiegeln:

6 Wenn jemand einem anderen Geld oder wertvolle Gegenstände zur Aufbewahrung anvertraut und sie aus dessen Haus gestohlen werden, soll der Dieb – falls er gefasst wird – das Gestohlene doppelt ersetzen.
7 Wird der Dieb nicht gefasst, muss derjenige, der die Wertgegenstände aufbewahrte, vor mir, eurem Gott, erscheinen, damit herauskommt, ob er selbst die ihm anvertrauten Dinge unterschlagen hat.
8 Wenn sich zwei Leute um etwas Wertvolles streiten – ganz gleich ob um ein Rind, einen Esel, ein Schaf oder eine Ziege, um Kleider oder um etwas anderes – und jeder behauptet, dass es ihm gehört, dann soll ihr Streitfall vor mich gebracht werden. Wen ich für schuldig erkläre, der soll dem rechtmäßigen Besitzer sein Eigentum doppelt zurückerstatten.

2. Mose 22, Verse 6-8

Was mir auffällt, wenn etwas nicht geklärt werden kann, dann kommt der Fall vor Gott. Und dann gibt es letztendlich doch ein Abschluss der Sache. Mich erinnert das an den Richterstuhl Christi. Dort werden alle ungelösten Fälle wieder aufgerollt. Verbrecher, die sich gedacht haben: „Das hab ich so gut vertuscht. Das kommt nicht raus.“, werden offenbart und alles wird zu einem gerechten Abschluss gebracht.

Jesus Christus bietet Dir an alle Fälle für Dich zu übernehmen, als hätte er alle Deine Sünden begangen. Im Hinblick darauf, dass sowieso alles offengelegt wird und Du dafür bezahlen musst, ist das Angebot von Jesus alle Schulden zu übernehmen, mehr als phänomenal.

20 »Unterdrückt die Fremden nicht und beutet sie nicht aus! Denn ihr selbst seid einmal Fremde in Ägypten gewesen.
21 Benachteiligt die Witwen und Waisen nicht!
22 Wenn ihr es doch tut und sie zu mir um Hilfe schreien, werde ich sie ganz sicher erhören.
23 Mein Zorn wird losbrechen, und ich lasse euch von euren Feinden töten. Dann werden eure Frauen Witwen sein und eure Kinder Waisen!
24 Wenn ihr einem Armen aus meinem Volk Geld leiht, sollt ihr euch nicht daran bereichern. Verlangt keine Zinsen von ihm!
25 Wenn ihr den Mantel eures Schuldners als Pfand nehmt, müsst ihr ihn vor Sonnenuntergang zurückgeben,
26 denn er ist seine einzige Decke für die Nacht. Womit soll er sich sonst zudecken? Wenn ihr den Mantel nicht zurückgebt und der Mann zu mir um Hilfe ruft, werde ich ihn erhören, denn ich bin barmherzig.«

2. Mose 22, Verse 20-26

Wow. Gott kümmert sich um die Ärmsten. Wie krass Er Unterdrückung verabscheut und Witwen und Waisen vor Benachteiligung schützt, ist auf einem anderen Level. Die Israeliten bekommen hier das Versprechen, wenn sie die Ärmsten der Gesellschaft benachteiligen, wird Er sie töten. Und damit ihre Frauen und Kinder zu Witwen und Waisen machen.

Schwächen anderer Menschen auszunutzen kann schnell gefährlich werden. An dem Punkt wo Du stehst, bist Du nur aus Gnade und Dinge können sich ändern. Mit anderen Worten: Leg Dich mit den Schwächsten an und Du bekommst es mit Gott zu tun.

Gott ist König über Alles und unsere Lebensumstände sind nur von seiner Gnade abhängig. Diese Erkenntnis vor Augen zu halten schützt uns vor vielen Dummheiten und hilft uns in miesen Situationen nicht zu verzweifeln und in guten Zeiten Gottes Gnade besonders zu feiern.

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