2. Mose 31

1 Dann sprach der Herr zu Mose:
2 »Ich habe Bezalel, den Sohn Uris und Enkel Hurs vom Stamm Juda, ausgewählt, den Bau des heiligen Zeltes zu leiten.
3 Mit meinem Geist habe ich ihn erfüllt; ich habe ihm Weisheit und Verstand gegeben und ihn befähigt, alle für den Bau erforderlichen handwerklichen und künstlerischen Arbeiten auszuführen. 4 Er kann Pläne entwerfen und nach ihnen Gegenstände aus Gold, Silber oder Bronze anfertigen;
5 er hat die Fähigkeit, Edelsteine zu schleifen und einzufassen; er versteht sich auf das Bearbeiten von Holz und auf viele andere Arten von Kunsthandwerk.
6 Ich habe Oholiab, den Sohn Ahisamachs vom Stamm Dan, ausgesucht, um ihm bei allen Arbeiten zu helfen. Auch allen anderen Kunsthandwerkern, die am heiligen Zelt arbeiten, habe ich Weisheit und Verstand gegeben, damit alles nach meinem Befehl angefertigt wird

2. Mose 31, Verse 1-6

Gottes Geist lebt in uns seinen Kindern, damit wir das wollen, was er will und es auch tun. Ist das dann nicht Gedankenkontrolle und ein Verkommen zu Robotern, die einfach nur automatisiert Befehle ausführen? Ganz ehrlich: Als Kind Gottes kommst du in der Regel nicht auf diese Frage, weil du die Praxis kennst. Du machst noch so viele Dinge falsch, die Gott nicht gefallen, dass du dir manchmal wünschst, einfach wie ein Roboter das Gute zu tun. Aber das ist nicht Gottes Plan.

Sein Geist befähigt uns, etwas zu tun. Die Grundlage ist da. Und solange wir hier auf der Erde leben, nähern wir uns dem perfekten Wollen und Vollbringen immer weiter an. Die Möglichkeit und den Startschuss für diese Entwicklung nennen wir Bekehrung.

Der Heilige Geist ist dabei nicht eine Software, die aufgespielt wird, die wir als Hardware dann umsetzen. Der Heilige Geist ist für uns da. Die Individualität geht nicht verloren, sondern entfaltet sich erst richtig. Bezalel erlebte es, wie sein handwerkliches und künstlerisches Geschick zur Höchstform auflief.

Und das ist ein extrem spannender Punkt, den ich selber oft vernachlässige. Der Heilige Geist bewirkt nicht nur, dass ich weniger sündige. Er hilft mir auch in allen anderen Bereichen, die ich eher weniger mit Glauben und Christsein verbinde. Im Endeffekt ist das völliger Quatsch, Christsein nur mit dem Kampf gegen das „alte Ich“ und Sünde zu verbinden. Im Himmel wird es diesen Kampf nicht mehr geben. Auf der neuen Erde werden wir uns damit nicht mehr befassen. Und die längste Zeit unseres Lebens werden wir dort verbringen, wobei das Wort „verbringen“ bei der Ewigkeit nicht so ganz passend ist.

Wer kennt den Spruch: Sei die beste Version deiner Selbst. Genau dafür schafft der Heilige Geist die Grundlage und steht dir für diese Entwicklung zur Seite.

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