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4. Mose 17

6 Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!«
7 Das ganze Volk stellte sich gegen sie. Da drehten sich die beiden zum heiligen Zelt um. Im selben Augenblick wurde es von der Wolke Gottes bedeckt, und der Herr erschien in seiner Herrlichkeit.
8 Mose und Aaron traten vor den Eingang,
9 und der Herr sprach zu Mose:
10 »Geht weg von diesen Leuten! Ich werde sie auf einen Schlag vernichten!« Da warfen sich die beiden zu Boden.
11 Dann sagte Mose zu Aaron: »Nimm eine Räucherpfanne, fülle sie mit Glut vom Altar und streu Weihrauch darüber! Bring es zu den Leuten, um ihre Schuld zu sühnen! Beeil dich, denn der Herr ist zornig; er hat schon begonnen, die Menschen zu töten.«

4. Mose 17, Verse 6-11

Wir wundern uns manchmal über das fehlende Verständnis für die Wahrheit. Ganz besonders in der heutigen Zeit, wo vieles so absurd und unlogisch ist. Aber die Bibel kann ebenfalls Geschichten erzählen, die bereits vor langer Zeit stattgefunden haben und noch krasser und offensichtlicher die Inkompetenz Dinge zu erkennen zur Schau stellt.

Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!«

4. Mose 17, Vers 6

Das ganze Volk hat erlebt, wie der Boden sich auftat und Korach mit dem Rest der Aufständischen verschluckte. Und dann diese Aussage?!? Hat das Volk wirklich geglaubt, dass Mose der Erde befehlen kann, Menschen zu verschlingen?
Der Herr erscheint in seiner Herrlichkeit und Mose und Aaron treten vor den Eingang des Heiligtums. Beide werfen sich zu Boden, nachdem Gott ein vernichtendes Urteil spricht. Mose versteht schnell, das das Sterben schon begonnen hat und er sagt Aaron, was zu tun ist.

14700 Menschen verloren ihr Leben und Gott gibt den Israeliten noch ein Zeichen. Von jedem Stammesoberhaupt werden die Stäbe eingesammelt, der Name wird auf dem Stab notiert und beim Stamm Levi wird der Name Aarons geschrieben. Die Stäbe kommen vor die Bundeslade und Gott macht eine Ansage: Dessen Stab, der Blätter treiben wird, den habe ich ausgewählt. Der Stab Aarons treibt nicht nur Blätter und Blüten, selbst Mandeln reiften daran. Was für ein geniales Bild! Die Stäbe waren nicht verwurzelt mit der Erde. Das Leben ist nicht an diese Erde geknüpft. Leben entspringt aus Gott.

Interessant finde ich, wie dieses Kapitel zuende geht:

26 Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte.
27 Die Israeliten aber riefen: »Es ist aus mit uns! Wir kommen um! Wir werden alle vernichtet!
28 Wer dem heiligen Zelt zu nahe kommt, der stirbt. Sollen wir denn völlig ausgelöscht werden?«

4. Mose 17, Verse 26-28

Je nach Perspektive ist auch diese Reaktion des Volkes völlig plausibel. Gestern tut sich die Erde auf und verschluckt Menschen. Menschen sterben in einem Inferno von Feuer. Die schmerzerfüllten Schreie klingen noch nach. 250 Tote. Heute fallen 14700 Menschen um. Was kommt morgen?

Die mangelnde Erkenntnis, dass Gott der König ist und nur das Beste mit uns im Sinn hat, ist verheerend. Das stürzt Dich in Mutlosigkeit und Verzweiflung. Das Heiligtum, das Segen bringen sollte, scheint ein Fluch zu sein. Das ist der alte Vertrag, den die Israeliten abgeschlossen haben. Bei Gehorsam gibt es Segen. Ungehorsam bringt den Fluch. Vers 26 zeigt, dass Mose das verstanden hatte: Im Gegensatz zum Volk steht dort: Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte.

Ich bin so froh, dass wir einen neuen Vertrag haben. Den Vertrag der Gnade. Jesus hat allen Ungehorsam und alle Sünde auf sich genommen. Die Strafe liegt auf ihm. Er hat den Fluch getragen. Niemand muss mehr erleben, wie es ist Gott als Gegner zu haben. Dafür müssen wir nur unterschreiben… Wie und wo kann ich gegenzeichnen?

4. Mose 16

1-2 Der Levit Korach, ein Sohn von Jizhar aus der Sippe Kehat, wollte das Volk gegen Mose aufhetzen. Drei Männer vom Stamm Ruben schlossen sich ihm an: Datan und Abiram, die Söhne von Eliab, und On, ein Sohn von Pelet. Sie brachten 250 Israeliten auf ihre Seite, führende und einflussreiche Männer.
3 Gemeinsam gingen sie zu Mose und Aaron und sagten zu ihnen: »Ihr nehmt euch zu viel heraus! Wer gibt euch das Recht, euch über die Gemeinde des Herrn zu stellen? Der Herr ist mitten unter uns! Wir alle sind heilig, nicht nur ihr!«

4. Mose 16, Verse 1-3

Die Leviten waren dazu bestimmt, ganz in der Nähe des Herrn zu sein. Sie arbeiteten an der Stiftshütte. Und ihr Lager hatten sie um diese herum. Für den Aufbau, Abbau und Transport der Stiftshütte waren sie zuständig. Nun wollten sie selber auch noch Priester sein, das Amt das Gott für Aaron und seine Nachkommen bestimmt hatte.

11 Doch denkt daran: Wenn ihr Aaron sein Amt als Priester streitig macht, lehnt ihr euch gegen den Herrn auf! Ja, gegen ihn habt ihr euch zusammengerottet!«
12 Dann ließ Mose Datan und Abiram zu sich rufen. Die beiden aber lehnten ab: »Wir kommen nicht!
13 Du hast uns aus Ägypten herausgeholt, wo wir mehr als genug Milch und Honig hatten, und jetzt verenden wir hier in der Wüste. Bist du noch nicht zufrieden? Musst du dich auch noch als Herrscher aufspielen?
14 Wo ist denn das verheißene Land, in dem es angeblich Milch und Honig im Überfluss gibt? Wo sind die Felder und Weinberge, die wir bekommen sollten? Du willst die Leute wohl für dumm verkaufen! Nein, wir kommen nicht!«
15 Da wurde Mose sehr zornig und bat den Herrn: »Nimm ihr Opfer nicht an! Ich habe keinem von ihnen je etwas getan. Nicht einmal einen Esel habe ich ihnen weggenommen.«

4. Mose 16, Verse 11-15

Eigentlich ging es darum, selber die Führung zu übernehmen. Mir scheint so, Korach hatte offenbar nicht verstanden, dass nicht Mose das Volk führt, sondern der allmächtige Gott. Dann ist es sogar nachvollziehbar, dass Korach sich mit Mose anlegt. Er führt uns bis nach Kanaan und jetzt wieder zurück in die Wüste. Das gleiche erleben, wie die bisherige Zeit in der Wüste? Für 40 Jahre? Da hab ich gar kein Bock drauf. Das war auch nicht der ursprüngliche Plan. Aber Unglauben und „Nicht-Vertrauen“ nach einer Reihe von krassen Beweisen, dass Gott absolut vertrauenswürdig ist, das läuft nicht.

16 Dann forderte Mose Korach auf: »Morgen sollst du mit allen deinen Leuten vor dem Herrn erscheinen! Auch Aaron wird da sein.
17 Jeder soll eine Pfanne mit Weihrauch für den Herrn mitbringen, auch du selbst und Aaron.«
18 So kamen die 250 Männer Korachs am folgenden Tag mit ihren glühenden Räucherpfannen zum Eingang des heiligen Zeltes. Auch Mose und Aaron waren dort,
19 und die übrigen Israeliten versammelten sich ebenfalls. Es war Korach gelungen, das ganze Volk gegen Mose und Aaron aufzuwiegeln.
Da erschien der Herr in seiner Herrlichkeit, und alle Israeliten sahen es.
20 Er befahl Mose und Aaron:
21 »Verlasst dieses Volk, denn ich werde es auf einen Schlag vernichten!«
22 Doch die beiden warfen sich zu Boden und riefen: »O Gott, du hast doch alles, was lebt, geschaffen! Willst du ein ganzes Volk ausrotten, nur weil ein einziger Mann gesündigt hat?«

4. Mose 16, Verse 16-22

Nächste Möglichkeit für Mose, dieses Volk ein für allemal hinter sich zu lassen. Gott zeigt hier, wie sehr sich Mose und Aaron für Israel einsetzten. Nicht, weil das die besten Menschen waren, sondern weil sie das Volk liebten. Wenn wir das durchdenken, dann musste Gott die Parallelen gesehen haben von seinem eingeborenen Sohn Jesus Christus und Mose.

31 Kaum hatte Mose das gesagt, da spaltete sich die Erde genau an der Stelle, wo die Aufrührer standen.
32 Der Boden öffnete sich und verschlang Datan, Abiram und alle Anhänger Korachs mit ihren Familien und ihrem ganzen Besitz.
33 Bei lebendigem Leib wurden sie ins Totenreich hinabgerissen und von der Erde begraben, die sich über ihnen wieder schloss. So verschwanden sie mitten aus ihrem Volk.
34 Als die anderen Israeliten ihre Todesschreie hörten, flohen sie nach allen Seiten und riefen: »Weg von hier! Sonst verschlingt die Erde auch uns!«
35 Im selben Moment ging ein Feuer vom Herrn aus und verbrannte die 250 Männer, die ihm Weihrauch darbringen wollten.

4. Mose 16, Verse 31-35

Was für eine Szene! Definitiv filmreif. Korach hatte es schlau angestellt. Er hatte die führenden Männer auf seine Seite gebracht und die haben ihm geholfen, das ganze Volk so zu beeinflussen, dass sich alle gegen Mose stellten. Aber das ist total irrelevant, wenn Gott der Allmächtige auf Moses Seite steht. Das Ergebnis ist ein erschreckender Horror-Film, live in Farbe und 3D.

Niemand fragt danach, ob Korach das ganze Volk auf seiner Seite hatte. Niemand fragt, ob das denn demokratisch abgelaufen ist. Wenn Gott eingreift, dann greift er ein. Dann hat keiner mehr was zu melden. Ich denke spätestens hier, hat sich die Hoffnung für die Über-20-jährigen in Luft aufgelöst. Vielleicht dachten einige noch, dass sie doch noch Kanaan in Besitz nehmen könnten, aber ab dem Zeitpunkt, gab es noch 2 Optionen. Das Beste aus den noch höchstens 40 verbliebenen Jahren machen, oder jetzt schon episch versagen und drauf gehen. Am Ende zählt nicht, welche Menschen Dich unterstützen, sondern ob Du auf Gottes Seite stehst.

4. Mose 15

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Eines Tages werde ich diesem Volk das versprochene Land geben, und ihr werdet dort leben. Sag den Israeliten, dass sie dann diese Anweisungen beachten sollen:
3-4 Immer wenn ihr mir ein Rind, eine Ziege oder ein Schaf als Brand- oder Schlachtopfer darbringt, dann sollt ihr eineinhalb Kilogramm feines Weizenmehl, mit einem Liter Öl vermengt, als Speiseopfer dazugeben, ganz gleich ob ihr damit ein Gelübde erfüllt, ob ihr es freiwillig darbringt oder mich bei euren Festen mit einem wohlriechenden Opfer erfreuen wollt.
5 Wer ein Schaf opfert, soll dazu ein Trankopfer von einem Liter Wein darbringen.
6 Wer einen Schafbock opfert, soll zweieinhalb Kilogramm Mehl dazutun, vermengt mit anderthalb Litern Öl.
7 Und als Trankopfer soll er eineinhalb Liter Wein geben. Dann wird sein Opfer mir gefallen.
8-10 Wenn jemand von euch ein Rind darbringt, soll er ein Trankopfer von zwei Litern Wein dazugeben und ein Speiseopfer von vier Kilogramm Mehl, das mit zwei Litern Öl vermengt ist. An solch einer wohlriechenden Gabe habe ich meine Freude. Diese Vorschrift gilt unabhängig davon, ob er das Rind als Brand- oder Schlachtopfer darbringt, ob es für ein Friedensopfer gedacht ist oder ob er damit ein Gelübde erfüllt.

4. Mose 15, Verse 1-10

Gott zieht seinen Plan durch. Er spricht hier zu den Unter-20-jährigen und zu Kaleb und Josua. Die anderen mussten in der Wüste sterben. Er gibt Ihnen hier noch Anweisungen mit für die Zeit, wenn Sie ins versprochene Land kommen. Zu jedem blutigen Opfer gehören auch unblutige Opfer. Jesus Christus betrachten wir nicht nur als er für uns starb, sondern in Kombination mit dem perfekten Leben, das er führte. Öl und Mehl vermischt. Das feine Weizenmehl spricht von Jesus als dem perfekten Mensch und so wie das Mehl mit dem Öl durchtränkt, war auch Er mit dem Heiligen Geist verbunden. Wenn wir an das größte Opfer der Menschheitsgeschichte und den bedeutendsten Tod denken, dann niemals losgelöst von dem bedeutendsten Leben, das je auf dieser Erde gelebt wurde. Der Wein deutet auf die Freude, mit der Jesus sein Werk vollbracht hat. Auch daran sollen wir uns erinnern, wenn wir an Gottes Lösung für uns denken.

15 Für alle, die im Land Kanaan leben – ob Einheimische oder Ausländer –, sollen die gleichen Gesetze gelten. Dies gilt für alle Zeiten und für alle eure Nachkommen.
16 Ausländer, die sich eurem Volk angeschlossen haben, sollen dieselben Rechte und Pflichten haben wie ihr selbst.«

4. Mose 15, Verse 15-16

Diese Aussage ist eigentlich völlig untypisch für das Alte Testament. Hier wird klar, dass die absolute Grundlage Jesus Christus ist. Gott hatte ihn im Sinn, auch wenn der alte Vertrag noch galt. Darauf aufbauend gilt für jeden Menschen das Gleiche.

37 Der Herr sprach zu Mose:
38 »Sag den Israeliten, dass sie und alle ihre Nachkommen an die Zipfel ihrer Gewänder Quasten nähen sollen, die mit einem Stück Schnur aus violettem Purpur befestigt sind.
39 Die Quasten sollen euch daran erinnern, meinen Geboten zu gehorchen. Immer wenn ihr sie seht, sollt ihr an meine Weisungen denken. Das wird euch helfen, nicht mit euren Gedanken oder Blicken umherzuschweifen und eure eigenen Ziele zu verfolgen.
40 Ich möchte, dass ihr meine Gebote im Herzen bewahrt und sie befolgt. Ihr sollt mein heiliges Volk sein.
41 Denn ich bin euer Gott. Ich habe euch aus Ägypten befreit, um euch zu zeigen: Ich, der Herr, bin euer Gott!«

4. Mose 15, Verse 37-41

Das oberste höchste Ziel ist klar und wir dürfen uns gerne Hilfen dazu nehmen, immer wieder daran erinnert zu werden. Wir dürfen uns immer wieder selber daran erinnern. Alle anderen Pläne und Ziele betten wir dann darin ein. Alles, was wir machen, steht im Bezug zum Himmel. Alles dürfen wir aus der Perspektive der Ewigkeit betrachten und treffen so wesentlich bessere Entscheidungen.
Unser Gott ist der Allmächtige und die Zeit auf dieser Erde nähert sich dem Ende. Unser Leben dagegen nähert sich dem Anfang. Bald starten wir. Jetzt dürfen wir gemeinsam mit Gott diesen Start vorbereiten…

4. Mose 14

1 Die Israeliten schrien entsetzt auf und weinten die ganze Nacht.
2 Alle schimpften auf Mose und Aaron. »Wären wir doch in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben!«, riefen sie.
3 »Warum bringt uns der Herr in solch ein Land? Damit man uns tötet und unsere Frauen und Kinder als Gefangene verschleppt? Lieber kehren wir nach Ägypten zurück!«
4 Dann legten sie sich einen Plan zurecht: »Lasst uns einen neuen Anführer wählen und zurück nach Ägypten gehen!«
5 Da warfen sich Mose und Aaron vor den Augen des versammelten Volkes zu Boden.
6 Josua, der Sohn von Nun, und Kaleb, der Sohn von Jefunne, zerrissen entsetzt ihre Gewänder
7 und riefen den Israeliten zu: »Das Land, das wir erkundet haben, ist wirklich sehr gut!
8 Dort gibt es alles im Überfluss! Wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns dorthin bringen und uns das Land schenken.
9 Lehnt euch nur nicht gegen ihn auf! Ihr müsst keine Angst vor den Leuten dort haben. Wir werden sie leicht überwältigen, denn sie haben keinen Schutz mehr. Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der Herr ist auf unserer Seite!«
10 Aber die Israeliten schrien: »Steinigt sie!« Da erschien der Herr in seiner Herrlichkeit am heiligen Zelt, so dass alle es sehen konnten.

4. Mose 14, Verse 1-10

Schon wieder schimpfen die Israeliten. Was Mose und Aaron sich da anhören mussten, war zu krass. Sie warfen sich zu Boden vor den Augen des versammelten Volkes. 3 mal sprechen die Israeliten von Ägypten. Lieber wären sie dort oder in der Wüste gestorben. Ich kann mir nur vorstellen, was in Moses Kopf vorging: „Neeeeeeiin! Was macht ihr da? Oh no. Leute, Gott hört zu. Ihr habt keine Ahnung, was ihr da gerade anstellt…“

Gott erscheint in seiner Herrlichkeit, so dass alle es sehen konnten. Ich weiß nicht, ob die Israeliten das folgende Gespräch zwischen Mose und Gott gehört haben, aber wenn Gott Dir in seiner Herrlichkeit begegnet, dann hinterlässt das Eindruck.

Gott will das Volk ausrotten und Moses Nachkommen zu einem Volk machen. Und Mose reagiert auf eine Art, die seine Demut in Aktion zeigt und er appelliert an Gottes Ehre. Mose antwortet: Wenn Du das machst, dann werden die Völker es erfahren. Die Ägypter werden es mitbekommen, die Kanaaniter und dann werden sie sagen:

›Der Herr konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er ihnen mit einem Eid versprochen hat. Er hat sie in der Wüste abgeschlachtet.‹

4. Mose 14, Vers 16

Gott vergibt dem Volk, aber Er trägt für sie nicht die Konsequenzen. Alle Männer ab 20 sollen in der Wüste sterben. Er lässt sie auch nicht wieder zurück nach Ägypten, wo sie so gerne wieder hin wollten. Israel bleibt Gottes Volk, aber sie leben unter dem Gesetz. Gehorsam bringt Segen. Ungehorsam dagegen bringt Fluch. Die 10 Kundschafter, die extrem Werbung gemacht haben, gegen den Plan Gottes, fallen sofort tot um.

Wir leben im Zeitalter der Gnade. Jesus Christus hat für uns die Konsequenz der Sünde am eigenen Leib erfahren. Wir müssen es nicht mehr. Im Grunde genommen leben wir in so einem Zwischending. Wir haben noch unseren alten Körper, aber gleichzeitig hat Gott in uns etwas Neues begonnen. Fakt ist: Wir leben nicht mehr unter dem Gesetz. Als Christen gilt für uns das, was Jesus am Kreuz getan hat. Ich glaube, dass wir da noch viel tiefer eintauchen sollten. Welche Bedeutung hat das für uns, was Jesus Christus getan hat?

Gottes Herrlichkeit macht Eindruck. Die Israeliten ziehen am nächsten Tag in den Krieg, wobei Gott schon gesagt hat: Jetzt gibt’s nochmal 40 Jahre Wüstenwanderung. Zuhören ist sehr wichtig. Vor allem, wenn Gott spricht. Dadurch können wir uns so manche dämliche Aktion sparen. Ein Tag entscheidet zwischen jetzt und 40 Jahre später. Hätten sie direkt gesagt: Jawoll, wir nehmen das Land ein. Gott ist mit uns. Dann bekämen sie den Sieg sofort.

4. Mose 13

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Sende Kundschafter nach Kanaan! Sie sollen sich in dem Land umsehen, das ich euch Israeliten geben will. Such dazu aus jedem Stamm einen angesehenen Mann aus!«
3 Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte. Alle, die er in der Wüste Paran auswählte, gehörten zu den führenden Männern ihrer Stämme.

4. Mose 13, Verse 1-3

25 Vierzig Tage lang erkundeten die zwölf Männer das Land. Dann kehrten sie zurück.
26 Als die Kundschafter in Kadesch in der Wüste Paran eintrafen, berichteten sie Mose, Aaron und dem ganzen Volk, was sie gesehen hatten, und zeigten ihnen die Früchte aus Kanaan.
27 Sie sagten zu Mose: »Wir sind in dem Land gewesen, in das du uns geschickt hast. Du hattest recht: Dort gibt es sogar Milch und Honig im Überfluss. Sieh dir nur diese Früchte an!
28 Allerdings leben mächtige Völker dort, und ihre Städte sind gewaltige Festungen. Wir haben Anakiter gesehen.
29 Und in der Wüste Negev siedeln die Amalekiter, im Gebirge die Hetiter, Jebusiter und Amoriter. Außerdem wohnen am Mittelmeer und am Jordan die Kanaaniter.«
30 Da machten die Israeliten Mose wieder Vorwürfe. Kaleb versuchte, sie zu beruhigen, und rief: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!« 31 Aber die anderen Kundschafter widersprachen: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.«
32 Und sie erzählten den Israeliten die schlimmsten Geschichten über ihre Reise: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig.
33 Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

4. Mose 13, Verse 25-33

Israel erreicht Kanaan und Gott gibt den Befehl das Land auszukundschaften. 40 Tage sind die 12 Männer unterwegs und ihr Bericht ist sehr interessant. Überfluss ist vorhanden. Mega Früchte. Aber auch Mega-große Menschen. „Wir haben Anakiter gesehen.“

12 Männer waren zusammen unterwegs, haben das Gleiche gesehen und gehört, aber sie kommen zu einem unterschiedlichen Ergebnis:

Kaleb (Josua war auch auf seiner Seite) sagt: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!«

Der Rest sagt: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.« Und die 10 Männer schmücken ihre Geschichte noch aus: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig. Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

Aus menschlicher Sicht hatten sie wohl Recht, ohne die bisherige Geschichte, die sie mit Gott erlebt hatten, wäre es durchaus angebracht an der Mission zu zweifeln und sich erstmal neu zu sammeln. Aber Gott hatte sie nach zehn absolut krassen Plagen aus Ägypten und der Sklaverei befreit. Er hatte Brot vom Himmel fallen lassen, um sie durch die Wüste zu führen und am Leben zu erhalten.
Und die Idee dieses Land einzunehmen kam nicht von den Israeliten. Gott hatte sie dahin geführt, abwechselnd als Wolken-und Feuersäule.

Ich bin mir sicher, dass Kaleb das im Kopf hatte, als er zu dem Ergebnis kommt. Er schließt Gott in seine Aussage mit ein: „Wir schaffen das.“
Das ist wohl eins der Schlüsselerkenntnisse, die wir im Leben als wiedergeborene Kinder Gottes haben können. Wenn wir von „Ich“ sprechen, denken wir daran, dass Gott in uns lebt und setzen gedanklich immer ein „und Gott“ dahinter. Das bewahrt zum einen sehr gut vor dummen Ideen. Und dann werden alle Probleme zu einer einzigen immer gleichen Herausforderung: Wie sehr ist mir bewusst, dass Gott in mir lebt? Und wie groß ist Gott in meinen Augen?

4. Mose 12

1 Mirjam und Aaron machten Mose Vorwürfe, weil er eine Äthiopierin geheiratet hatte.
2-3 Sie sagten auch: »Spricht der Herr etwa nur durch Mose? Hat er nicht auch durch uns geredet?«
Mose schwieg dazu. Er war ein zurückhaltender Mann, demütiger als alle anderen Menschen auf der Welt. Aber der Herr hatte gehört, was Aaron und Mirjam gesagt hatten.
4 Auf der Stelle befahl er den beiden und Mose: »Geht zum heiligen Zelt!« Die drei gehorchten.
5 Der Herr kam in der Wolkensäule herab und stellte sich an den Eingang des Zeltes. Er rief Aaron und Mirjam, und sie traten vor.
6 Dann wies er sie zurecht: »Hört, was ich euch sage! Wenn ich einem Propheten unter euch etwas mitteilen will, erscheine ich ihm in einer Vision oder spreche im Traum zu ihm.
7 Mit Mose aber rede ich anders. Denn er ist mein treuer Diener, ihm habe ich mein Volk anvertraut.
8 Ich rede mit ihm von Angesicht zu Angesicht, nicht in geheimnisvollen Bildern, sondern in klaren Worten. Er darf mich sogar sehen. Wie könnt ihr es da wagen, ihn anzugreifen?«
9 Nach diesen Worten entfernte sich der Herr voller Zorn,
10 und die Wolke verschwand vom heiligen Zelt. Als Aaron sich zu Mirjam umdrehte, war ihre Haut weiß wie Schnee, denn sie war aussätzig geworden!

4. Mose 12, Verse 1-10

Jetzt macht nicht nur das Volk Stress, sondern auch noch seine Geschwister. Mirjam und Aaron machen Mose Vorwürfe und aus den darauffolgenden Worten entnehme ich, dass sie sich auch gerne auf einer höheren Stufe gesehen hätten. Vielleicht auf der gleichen Ebene wie Mose mit dem selben Einfluss auf das Volk.

Mose ist ein zurückhaltender Mann und schweigt. Er hätte jedes Recht dazu, seine Geschwister in die Schranken zu weisen, aber wir lesen: „Demütiger als alle anderen Menschen auf der Welt.“ Und dann weist Gott die Beiden persönlich zurecht.

Mose ist nicht irgendein Prophet. Er ist mein treuer Diener. Ihm hab ich mein Volk anvertraut. Ich rede direkt mit ihm, nicht durch Visionen oder Träume. Wie könnt ihr es wagen, ihn anzugreifen?

Mit wem identifizierst Du Dich am Ehesten? Mit Mose oder mit Aaron und Mirjam? Und was können wir aus dieser Geschichte mitnehmen?

  • Die schärfste Kritik kann sogar aus den eigenen Reihen kommen.
  • Gott kümmert sich darum, vor allem wenn die Kritik nicht angebracht ist.
  • Demut ist erlernbar. Denken wir an den ägyptischen Sklaventreiber, den Mose erschlug. Ich glaube, Demut kommt durch die Erkenntnis und Klarheit über mich selber. Mose hatte eine besondere Beziehung zu Gott. Wenn Du diese Herrlichkeit Gottes immer wieder siehst, wird Dir klar: Gott ist groß, ich nicht.
  • Leg Dich nicht mit demütigen Dienern Gottes an. Die Antwort wird Dir wahrscheinlich nicht gefallen. Mirjam bekam Aussatz. Mose, den sie zusammen mit Aaron angegangen ist, betete zu Gott und Gott beschränkt den Aussatz auf sieben Tage. In der Zeit musste sie außerhalb des Lagers wohnen.

4. Mose 11

1 Die Israeliten waren wegen der Wanderung durch die Wüste unzufrieden und begannen, sich zu beklagen. Als der Herr das hörte, wurde er sehr zornig. Er ließ am Rand des Lagers ein Feuer ausbrechen, das Zelt um Zelt zerstörte.
2 Die Israeliten rannten zu Mose und schrien um Hilfe. Da betete er für sie zum Herrn, und das Feuer erlosch.
3 Den Ort nannte man Tabera (»Brand«).
4 Doch das Jammern nahm kein Ende. Unter den Israeliten waren viele Fremde, die sich dem Volk angeschlossen hatten, als es Ägypten verließ. Sie forderten nun besseres Essen, und schon fingen auch die Israeliten wieder an zu klagen: »Niemand gibt uns Fleisch zu essen!

4. Mose 11, Verse 1-4

Das Volk ist unzufrieden und beschwert sich. Gott sendet ein Feuer. Die Israeliten rennen zu Mose. Nachdem Gott den Brand gelöscht hat, geht das Jammern tortzdem weiter. Sie erinnern sich an Ägypten und was es dort alles zu essen gab.

10 Die israelitischen Familien saßen vor ihren Zelten und klagten. Mose ärgerte sich darüber, denn er wusste, dass sie erneut den Zorn des Herrn auf sich zogen.
11 »Warum tust du mir das an?«, fragte er den Herrn. »Ich bin zwar dein Diener! Aber musst du mir wirklich die Verantwortung für dieses ganze Volk aufhalsen? Hast du denn kein Erbarmen mit mir? 12 Bin ich etwa die Mutter dieser Menschen? Habe ich sie zur Welt gebracht? Oder bin ich ihr Pflegevater? Wie kannst du von mir verlangen, dass ich sie wie einen Säugling auf meinen Armen in das Land trage, das du ihren Vorfahren versprochen hast?
13 Sie weinen und flehen mich an: ›Gib uns Fleisch zu essen!‹ Woher soll ich denn Fleisch für Hunderttausende von Menschen nehmen?
14 Ich kann die Verantwortung für dieses Volk nicht länger allein tragen. Ich halte es nicht mehr aus!
15 Wenn es so weitergehen soll, dann bring mich lieber gleich um! Ja, erspar mir dieses Elend, wenn dir etwas an mir liegt!«
16 Der Herr antwortete Mose: »Such unter den Sippenoberhäuptern von Israel siebzig Männer aus! Nimm Leute, die als zuverlässige Anführer des Volkes bekannt sind. Bring sie zum heiligen Zelt und stell dich mit ihnen dort auf!
17 Dann will ich herabkommen und mit dir sprechen. Ich werde etwas von meinem Geist, der auf dir ruht, nehmen und auf sie legen. Sie sollen von nun an die Last mit dir teilen. Du musst die Verantwortung für das Volk nicht mehr allein tragen.

4. Mose 11, Verse 10-17

Mose wird’s zuviel. Und er kommt zu Gott und klagt ihm sein Leid. Das Volk beschwert sich und die Antwort ist Feuer. Mose macht Gott auch in gewisser Weise Vorwürfe. Aber die Reaktion Gottes ist hier ganz anders. Er bekommt Hilfe.

Das Volk will, dass es so wird, wie vorher. Zurück in die alte Normalität:

In Ägypten war das anders! Da bekamen wir umsonst so viel Fisch, wie wir wollten, da gab es Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch.

4. Mose 11, Vers 5

Dabei vergessen sie, dass die aktuelle Zeit, die sie erleben, nicht das Ende ist. Das bleibt nicht so. Sie sind in der Wüste und auf dem Weg zu Ihrem eigenen Land. Und sie erwähnen auch mit keinem Wort die Sklaverei, die ebenfalls in Ägypten war.

Das Volk sieht zurück und zwar mit einem verzerrtes Blick auf die Realität. Mose schaut nach vorne und merkt, dass er der Zukunft nicht gewachsen ist.

Wenn wir erkennen, dass wir Situationen und Dingen nicht gewachsen sind, vergessen wir wovon Gott uns befreit hat oder bitten wir ihn einfach um Hilfe? Ganz ehrlich ich mag ebenfalls sehr gerne Fleisch. So ein schönes leckeres saftiges Steak hat was. Was hätten die Israeliten besser machen können?

1. Gar nicht meckern. Sie leben und überleben in der Wüste. IN DER WÜSTE!!! Weil Gott dem Tau ein Update verpasst. Essbare Körner in einer Menge, die ein 2 Mio-Volk am Leben erhält.
2. Nach vorne schauen. Mit dem Wünsch mal wieder ein Steak auf sein Teller zu bekommen, direkt zu Gott gehen. Dankbar, dass sie nicht hungern müssen, aber sehr gerne wieder Fleisch essen würden. Ohne die undankbare Verknüpfung mit ihrem alten Leben in Ägypten.

Wie kann ich meinen Ärger oder schlechte Laune zum Ausdruck bringen? Vielleicht erstmal schauen, ob das überhaupt gerechtfertigt ist. In der Regel fange ich dann an Gott zu danken. Möglich ist aber auch, dass die Situation verbessert werden kann, weil Gott nie wollte, dass Du diesen Stress so lange erträgst. Halten wir fest: Es hilft immer, jedes mal zu Gott zu kommen. Nicht anklagend, dass seine Führung mies ist, sondern vorausschauend und im Vertrauen, dass Er der König über alle Könige ist und absolut mit mir mitfühlen kann.

4. Mose 10

8 Für das Blasen der Trompeten sind die Nachkommen Aarons, die Priester, zuständig. So soll es für immer bleiben.
9 Dasselbe Signal wie beim Aufbruch sollt ihr auch dann geben, wenn ihr gegen Feinde in den Kampf zieht, die euer Land angreifen. Ich, der Herr, euer Gott, werde es hören und euch vor ihnen retten.
10 Blast die Trompeten außerdem bei euren Festen und Gottesdiensten, am Anfang jedes Monats und immer, wenn ihr eure Brandopfer und Friedensopfer darbringt. Ich werde dann an euch denken und mich euch zuwenden, denn ich bin der Herr, euer Gott!«

4. Mose 10, Verse 8-10

Ob die Israeliten aufbrechen, um weiterzuziehen oder gegen Feinde in den Kampf ziehen, bei Festen, am Anfang jeden Monats oder bei Brand- und Friedensopfern: Jedes mal sollen die Trompeten erklingen. Gottes Versprechen dabei ist: Ich werde dann an euch denken und mich euch zuwenden, denn ich bin der Herr, euer Gott!

Bei allem, was wir tun. Ob wir Bekanntes verlassen und etwas Neues beginnen. Gott ist da. Ob Schwierigkeiten uns scheinbar das Leben vermiesen und kaputt machen. Gott ist da und rettet. Wir feiern ein Fest. Gott feiert mit. Wir bringen ihm Opfer und Gott ist da und freut sich. „Am Anfang jeden Monats“ ist für mich ein Bild davon, dass eigentlich die ganze Zeit die Trompeten geblasen werden müssten. Das war damals natürlich nicht so praktisch für die Ohren, deswegen nur einmal im Monat. Aber Gott will die ganze Zeit an Deinem und meinem Leben teilhaben.

Brauchen wir Trompeten, um Gott aufzuwecken, damit er uns nicht vergisst? Absolut nicht. Die Trompeten sind eher die Erinnerung, wer auf unserer Seite ist. Ich muss mich immer wieder erinnern, dass Gott an mich denkt und sich mir zuwendet. Nicht Gott muss erinnert werden. Ich brauche die Erinnerung. Wenn ich zu viel und zu lange Menschen zuhöre, die Gott aus ihrem Leben ausklammern, dann fange ich möglicherweise selber an, Gott nicht mehr so stark in mein Leben einzubeziehen. Dann brauche ich Trompeten, die mir den Marsch blasen. Nicht um mich wegzujagen, sondern wieder zur Vernunft zu bringen. Worum geht’s in meinem Leben? Wenn Gott sich um mich kümmert, worum muss ich mich dann noch kümmern?

33 Die Israeliten brachen vom Berg Sinai auf und zogen drei Tagereisen lang durch die Wüste. An der Spitze des Zuges wurde die Bundeslade getragen, um das Volk bis zum nächsten Lagerplatz zu führen.
34 Während der ganzen Zeit war die Wolke des Herrn über ihnen.
35 Immer wenn die Leviten mit der Bundeslade aufbrachen, rief Mose: »Erhebe dich, Herr, und zerstreue deine Feinde! Schlag alle, die dich hassen, in die Flucht!«
36 Und wenn sie mit der Bundeslade Halt machten, rief er: »Komm zurück, Herr, zu den vielen tausend Menschen deines Volkes Israel!«

4. Mose 10, Verse 33-36

Mose bringt es in Vers 35 auf den Punkt: Herr, zerstreue deine Feinde! Sobald Du Dich auf Gottes Seite stellst, nachdem Du natürlich eine Einladung dazu bekommen hast, sind Deine Feinde nicht mehr Deine Feinde. Dann sind es Gottes Feinde und das ist eine andere Liga. Wenn Gott also an allen Dingen in meinem Leben Anteil hat und sich um mich sorgt, dann ist meine wichtigste Aufgabe, ihm dabei nicht im Weg zu stehen, wenn Er sich um meine Probleme und Herausforderungen kümmert. Sondern ihn zu feiern und seine Nähe zu genießen. Gott ist da!!!

4. Mose 9

15 Als man das heilige Zelt aufgestellt hatte, in dem die Gesetzestafeln aufbewahrt wurden, kam die Wolke des Herrn und bedeckte es. In der folgenden Nacht leuchtete sie wie Feuer.
16 Sie blieb von nun an über dem Heiligtum. Am Tag glich sie einer Wolke und nachts einem Feuer. 17 Wenn sie aufstieg, brachen die Israeliten auf und folgten ihr. Und wo sie sich niederließ, schlugen sie ihr Lager wieder auf.
18 Durch die Wolke gab ihnen der Herr das Zeichen zum Weiterziehen oder Haltmachen. Solange die Wolke auf dem Heiligtum ruhte, ließen die Israeliten ihre Zelte stehen.
19 Das dauerte manchmal sehr lange. Auch dann hielten sie sich an die Weisung des Herrn und brachen nicht auf.
20 Es kam auch vor, dass sie nur wenige Tage an einem Ort blieben, ganz wie der Herr es befahl.
21 Manchmal ließ die Wolke sich am Abend nieder und stieg schon am nächsten Morgen wieder auf. Dann zogen die Israeliten sofort los. Die Wolke konnte einen Tag und eine Nacht bleiben,
22 aber auch zwei Tage, einen Monat oder noch länger. Immer wenn die Wolke auf dem heiligen Zelt ruhte, schlugen die Israeliten ihre Zelte auf und blieben so lange, bis die Wolke sich wieder erhob.
23 Sie folgten bei ihrem Zug durch die Wüste den Weisungen des Herrn und taten, was er ihnen durch Mose sagte.

4. Mose 9, Verse 15-23

Geistlich gesehen sind wir als Christen alle in der Wüste. Befreit durch das ultimative Passahlamm Jesus Christus, sind wir nicht mehr dazu verdammt, Sünder zu sein. Wir sind eine neue Schöpfung. So wie die Israeliten auf die Wolken- und Feuersäule sah, genau das Gleiche gilt für uns mit dem Wort Gottes.

Ja, aber die Israeliten hatten es leicht. Die Säule konnte man doch bestimmt gar nicht übersehen. Genauso können wir als „frisch gebackene“ Kinder Gottes nicht die Bibel übersehen. Und als „Fortgeschrittene“ im Glauben erst Recht nicht. Sie taten, was der Herr ihnen durch Mose sagte. Wir können direkt mit Gott kommunizieren. Durch den Heiligen Geist lebt Er in uns.

Gott leitet und begleitet sein Volk durch die Wüste bis zu ihrem Ziel. Das gilt für uns genauso. Das Schöne an unserer Zeit ist, dass sich die Zeichen häufen. Zeichen, die uns zeigen, dass das Ziel ganz nah vor uns liegt. Wir gehen nicht blind durch „die Wüste des Erdenlebens“. So nach dem Motto Augen zu und durch. Wir sehen auf die Führung Gottes.

Menschen ohne diese Führung bekommen Angst. Menschen ohne diese Führung verzweifeln bei all der Ungerechtigkeit, Doppelmoral und Korruption. Wo führt das alles hin, wenn das so weitergeht? Die Frage stellst Du Dir ohne Führung und ohne den Heiligen Geist völlig zurecht. Aber als Christ kannst Du Dir diese Frage schenken, weil die Bibel sagt, wohin es für Dich geht. Zur größten Feier des Universums!!!

4. Mose 8

1-2 Der Herr ließ Aaron durch Mose sagen: »Wenn du die sieben Öllampen des Leuchters anzündest, achte darauf, dass sie zur vorderen Seite hin scheinen!«
3 Aaron gehorchte dem Herrn und setzte die Lampen mit dem Docht nach vorn auf den Leuchter.
4 Der Leuchter war ganz aus Gold geschmiedet, vom Fuß bis hinauf zu den Blütenornamenten. Mose hatte ihn genau in der Form anfertigen lassen, die der Herr ihm auf dem Berg gezeigt hatte.

4. Mose 8, Verse 1-4

Ein Leuchter, der sich selbst beleuchtet und der ganz genau so gemacht wurde, wie Gott ihn Mose gezeigt hatte. Dieser siebenarmige Leuchter wird auch Menora genannt und symbolisiert die Bibel, das Wort Gottes und in letzter Konsequenz damit das Mensch gewordene Wort Gottes: Jesus Christus.

Wenn etwas hell erstrahlen soll in Deinem und meinem Leben, dann ist es Jesus. Wir sind die Lampen, die so ausgerichtet sind, dass der Leuchter erstrahlt wird. Im Heiligtum, in der Gegenwart Gottes deuten wir auf den Einen hin, der das Zentrum der Weltgeschichte ist. In dem sich der perfekte Wille Gottes für die Menschen offenbart.


9 Ruf die Leviten zum heiligen Zelt und versammle dort die ganze Gemeinschaft der Israeliten!
10 Nun sollen sich die Leviten vor dem heiligen Zelt aufstellen, und die anderen Israeliten sollen die Hände auf sie legen.
11 Dann muss Aaron mir die Leviten weihen als ein Opfer, das die Israeliten mir bringen. Denn sie geben die Leviten aus ihrer Mitte her, damit sie mir im Heiligtum dienen.
12 Danach sollen die Leviten ihre Hände auf den Kopf der beiden Stiere legen. Lass den einen als Sündopfer, den anderen als Brandopfer darbringen. So wird den Leviten alle Schuld vergeben.

4. Mose 8, Verse 9-12

16 Von allen Israeliten sind sie nun ganz und gar mein Eigentum. Ich habe sie anstelle eurer ältesten Söhne ausgewählt.
17 Denn mir gehört jeder erstgeborene israelitische Sohn und jedes eurer männlichen Tiere, das als erstes von seiner Mutter zur Welt gebracht wurde. Als ich die Erstgeborenen der Ägypter sterben ließ, habe ich die ältesten Söhne der Israeliten zu meinem Eigentum erklärt.
18 Doch an ihrer Stelle nehme ich die Leviten
19 und gebe sie nun Aaron und seinen Söhnen. Sie sollen die Dienste im Heiligtum verrichten, die ich den Israeliten aufgetragen habe, und sie sollen für das ganze Volk die Vergebung seiner Schuld erwirken. Die anderen Israeliten aber dürfen sich dem heiligen Zelt nicht nähern, sonst kommt Unheil über euer Volk.«

4. Mose 8, Verse 16-19

Die Israeliten geben die Leviten komplett in den Dienst für Gott, dürfen sich aber selber nicht dem heiligen Zelt nähern. Wer sind die Israeliten heute, die nicht in die Nähe Gottes dürfen? Diese Übertragung können wir so nicht machen. Die Leviten standen stellvertretend für das ganze Volk in Gottes Dienst.

Gott unterstellte die Leviten den Priestern. Erst kommt der Dienst für Gott und dieser führt dazu, dass wir auch unseren Mitmenschen dienen. Gott kreiert immer WIN-WIN Situationen. Es geht immer zuerst um Gott und damit geht es um Alles.

Um alles, was Gott will. In dem Moment, wo wir erkennen, was Jesus für uns getan hat, merken wir, dass Gottes Wille besser ist, als was wir uns wünschen könnten. Damit entfällt jede weitere Suche nach dem Sinn des Lebens. Sobald Du verstehst, dass Du nichts Besseres finden kannst, bist Du für weitere Weltanschauungen nicht mehr zu haben. Deswegen freue ich mich so auf den Augenblick, wenn der komplette Wille Gottes für uns sichtbar wird. Wenn Gott selbst in unserer Mitte wohnt. Wenn das Böse keinen Raum mehr hat, sondern der Heilige Geist alles und jeden erfüllt. Leben, wie Gott es sich gedacht hat.