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Galater 6

1 Brüder und Schwestern, wenn sich einer von euch zu einer Verfehlung hinreißen lässt, sollt ihr, die ihr von Gottes Geist geleitet werdet, ihn liebevoll wieder zurechtbringen. Seht aber zu, dass ihr dabei nicht selbst zu Fall kommt.
2 Jeder soll dem anderen helfen, seine Last zu tragen. Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gegeben hat.
3 Wer sich jedoch einbildet, besser zu sein als die anderen, der betrügt sich selbst.
4 Darum soll jeder sein Leben genau prüfen. Dann wird er sich über seine guten Taten freuen können, aber keinen Grund zur Überheblichkeit haben.
5 Denn jeder ist für sein eigenes Tun vor Gott verantwortlich. Das ist schon schwer genug!

Galater 6, Verse 1-5

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Du kennst Deine Baustellen am Besten, so wie ich meine kenne. Zumindest wenn wir ehrlich sind. Klar kannst Du dich hier auch selber verar***en. Salopp ausgedrückt. So wie kleine Kinder beim Verstecken-Spielen Hände vors Gesicht, Augen zu und niemand kann mich mehr sehen. Paulus sagt: Schau Dir dein Leben genau an und dann freu Dich über Deine guten Taten. Trotzdem wirst Du keinen Grund zur Überheblichkeit finden oder etwas, worauf Du dir einbilden kannst, besser als die Anderen zu sein.

Wenn Du so lebst, kannst Du Vers 1 und 2 tatsächlich erfüllen. Du bist dann nicht der Oberlehrer, den keiner mag. Nicht weil er die Wahrheit sagt, sondern wie er dir diese um die Ohren haut.

Wir sind alles Menschen und Fehler sind unser Tagesgeschäft. Die Frage ist nicht, ob Du Fehler machst, sondern wie Du lernst damit umzugehen. Läufst Du damit zu „Papi“ oder verkriechst Du Dich in eine Ecke?

Galater 5

11 Liebe Brüder und Schwestern! Manche Leute behaupten, ich selbst würde alle Christen dazu drängen, sich beschneiden zu lassen. Würden mich die Juden dann aber noch verfolgen? Dann brauchte auch niemand mehr Anstoß daran zu nehmen, dass unsere Rettung allein durch Jesus und seinen Tod am Kreuz kommt.
12 Wenn diesen Unruhestiftern die Beschneidung so wichtig ist, dann sollen sie sich doch gleich kastrieren lassen!

Galater 5, Verse 11 und 12

An Vers 12 merkt man, wie sehr Paulus dieses Thema hinter sich lassen will. Irgendwann ist genug. Versteht ihr es? Allein durch Jesus und seinen Tod am Kreuz kommt die Rettung!!! Das ist die ultimative Wahrheit, die Du tief in Dir verankern musst. Darauf baust Du Dein Leben auf und dann musst Du nie wieder schauen, ob das Fundament noch hält.

13 Durch Christus seid ihr dazu berufen, frei zu sein, liebe Brüder und Schwestern! Aber benutzt diese Freiheit nicht als Deckmantel, um eurem alten selbstsüchtigen Wesen nachzugeben. Dient vielmehr einander in Liebe.
14 Denn wer dieses eine Gebot befolgt: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«, der hat das ganze Gesetz erfüllt.
15 Wenn ihr aber wie wilde Tiere übereinander herfallt, dann passt nur auf, dass ihr euch dabei nicht gegenseitig fresst!
16 Darum sage ich euch: Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen widerstehen können.
17 Denn eigensüchtig wie unsere menschliche Natur ist, will sie immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will. Doch der Geist Gottes duldet unsere Selbstsucht nicht. Beide kämpfen gegeneinander, so dass ihr das Gute, das ihr doch eigentlich wollt, nicht ungehindert tun könnt.
18 Wenn ihr euch aber von Gottes Geist regieren lasst, seid ihr den Forderungen des Gesetzes nicht länger unterworfen.

Galater 5, Verse 13-18
  • Je mehr ich mich mit dem Gesetz und den Geboten Gottes beschäftige und versuche sie (aus eigener Kraft) einzuhalten, desto eher bin ich auf dem Holzweg.
  • Je mehr ich mich mit dem Geist Gottes, der in mir wohnt, beschäftige, desto näher bewege ich mich zu meiner wahren Bestimmung und erfülle nebenbei die Gebote Gottes.

Gebote einhalten ist nicht das Ziel, sondern die Folge, wenn Du Gott besser kennenlernst.

Galater 4

6 Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!«
7 Ihr seid also nicht länger Gefangene des Gesetzes, sondern Söhne und Töchter Gottes. Und als Kinder Gottes seid ihr auch seine Erben, euch gehört alles, was Gott versprochen hat.

Galater 4, Verse 6 und 7

Als Kind Gottes komme ich zu Gott und spreche ihn mit „Papi“ an. Das ist meine wahre Identität. Und das darf ich, weil Gott sich danach sehnt und sich darüber freut.

19 Euretwegen, meine lieben Kinder, leide ich noch einmal alle Schmerzen und Ängste, wie sie eine Mutter bei der Geburt ihres Kindes auszustehen hat – so lange, bis Christus in eurem Leben Gestalt gewonnen hat.
20 Könnte ich doch nur bei euch sein und mit meinen Worten euer Herz erreichen! Ich weiß wirklich nicht, was ich noch mit euch machen soll!
21 Ihr wollt euch also dem Gesetz unterwerfen. Wisst ihr denn eigentlich, was im Gesetz steht?
22 Dort heißt es, dass Abraham zwei Söhne hatte: einen von der Sklavin Hagar und einen von seiner Frau Sara, die als Freie geboren war.
23 Der Sohn der Sklavin wurde geboren, weil Abraham endlich einen Sohn haben wollte, der Sohn der Freien dagegen, weil Gott ihn versprochen hatte.

Galater 4, Verse 19-23

Paulus verzweifelt an den Gemeinden in Galatien. Und er malt ihnen die Sinnlosigkeit vor Augen. Wenn wir aus eigener Kraft vor Gott gut dastehen wollen, dann ist das Gesetz das, was Du brauchst. Einziges Manko: Es hat noch bei Niemandem funktioniert und auch Du wirst es nicht schaffen. Das ist nicht der Weg, den Gott vorgesehen hat. Das ist der Weg, den die Religionen gehen. Streng Dich an, bis Gott Dich annimmt.

Und Gott schaut sich das an und sagt Dir: „Hör auf Dich zu quälen. Der Weg der Rettung ist doch vorgezeichnet. Ich hab doch schon alles fertig gemacht. Nimm Jesus Christus an und dann lebe. Als mein Kind. Dann gehörst Du zu meiner Familie und ich kümmere mich um Dich.“

Galater 3

3 Wie könnt ihr nur so blind sein! Wollt ihr jetzt etwa aus eigener Kraft zu Ende führen, was Gottes Geist in euch begonnen hat?
4 Ihr habt doch so Großes mit Gott erfahren. Soll das wirklich alles vergeblich gewesen sein? Das kann ich einfach nicht glauben!
5 Ich frage euch darum noch einmal: Warum schenkt Gott euch seinen Geist und lässt Wunder bei euch geschehen? Weil ihr das Gesetz erfüllt oder weil ihr von Christus gehört habt und an ihn glaubt?

Galater 3, Verse 3-5

Warum stehen diese Verse in der Bibel und Millionen von Menschen lesen diese Verse immer wieder. Ich glaube, weil wir so fest in diesem Leistungsdenken stecken. Jeden Tag gehen wir raus und müssen was leisten. Für unseren Chef oder wenn wir selbstständig sind, für unsere Kunden. Dieses Denken schleicht sich auch immer wieder in die Beziehung zu Gott ein und dann übertragen wir das, was wir jeden Tag erleben auf unser Leben mit Gott. Gott will aber, dass wir in der Wahrheit leben und uns nicht damit quälen, etwas aus eigener Kraft tun zu müssen.

Selbst in dieser Leistungsgesellschaft möchte er, dass wir uns absolut auf seine Kraft verlassen. Dass wir das Denken aus seinem Wort übertragen in die säkulare Welt. Statt das Leisutngsdenken auf die Beziehung mit Gott umzumünzen, lasst uns seine Gnade und Liebe in unseren Alltag mitnehmen.

Galater 2

11 Als aber Petrus später nach Antiochia kam, musste ich ihm vor allen widersprechen, denn er hatte sich eindeutig falsch verhalten.
12 Zunächst hatte er ohne Bedenken mit den Christen, die keine Juden waren, an den gemeinsamen Mahlzeiten teilgenommen. Als aber einige jüdische Christen aus dem Kreis um Jakobus dazukamen, zog er sich zurück und wollte nicht mehr wie bisher mit allen zusammen essen. Er fürchtete nämlich die Vorwürfe der jüdischen Christen.
13 Auch die anderen Juden in der Gemeinde handelten daraufhin gegen ihre Überzeugung, und schließlich verleiteten sie sogar Barnabas dazu, den gemeinsamen Mahlzeiten fernzubleiben.
14 Als ich merkte, dass sie nicht ehrlich waren und von der Wahrheit der rettenden Botschaft abwichen, stellte ich Petrus vor der ganzen Gemeinde zur Rede: »Obwohl du als Jude geboren wurdest, lebst du nicht mehr streng nach den jüdischen Vorschriften, weil du Christ geworden bist. Weshalb verlangst du dann von den Christen, die aus den nichtjüdischen Völkern stammen, dass sie sich an die jüdischen Regeln und Gesetze halten sollen?«

Galater 2, Verse 11-14

2 Punkte, die mir zu diesem Text einfallen:

  1. Egal in welcher Position ich mich befinde, Menschenfurcht bleibt immer ein Thema. Ich bin in der Lage gegen meine Überzeugungen zu handeln, einfach weil ich Angst davor hab, was andere Menschen über mich denken und sagen werden. Die Lösung aus diesem Dilemma ist die Frage: Wie wirkt sich mein Verhalten langfristig aus? Werd ich morgen noch zu meiner Entscheidung stehen? Was ist mit nächstem Jahr? Zehn Jahre? 100 Jahre?
  2. Das Gesetz, die Gebote, Regeln können nicht mehr im Vordergrund stehen. Sie haben für einen Christen quasi ausgedient. Die Wirkung, die das Gesetz erzielen sollte, wurde geschaffen. Nämlich, die Einsicht: Ich kann’s nicht. Und seit wir Jesus angenommen haben, müssen wir auch nicht mehr. Er hat das Gesetz für uns erfüllt und lebt nun durch seinen Geist in uns. Alles was wir jetzt Gutes tun und schaffen, das ist sein Werk.

Paulus bringt die Tatsache des neuen Lebens im Vers 20 zum Ausdruck:

Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.

Galater 2, Vers 20

Galater 1

4 Er hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben und uns davon befreit, so leben zu müssen, wie es in dieser vergänglichen, vom Bösen beherrschten Welt üblich ist. Damit erfüllte er den Willen Gottes, unseres Vaters.
5 Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit. Amen.
6 Ich wundere mich sehr über euch. Gott hat euch doch in seiner Gnade das neue Leben durch Jesus Christus geschenkt, und ihr kehrt ihm so schnell wieder den Rücken. Ihr meint, einen anderen Weg zur Rettung gefunden zu haben?
7 Doch es gibt keinen anderen! Es gibt nur gewisse Leute, die unter euch Verwirrung stiften, indem sie die Botschaft von Christus ins Gegenteil verkehren wollen.
8 Wer euch aber einen anderen Weg zum Heil zeigen will als die rettende Botschaft, die wir euch verkündet haben, den wird Gottes Urteil treffen – auch wenn wir selbst das tun würden oder gar ein Engel vom Himmel. 9 Ich sage es noch einmal: Wer euch eine andere Botschaft verkündet, als ihr angenommen habt, den soll Gottes Urteil treffen!
10 Rede ich den Menschen nach dem Munde, oder geht es mir darum, Gott zu gefallen? Erwarte ich, dass die Menschen mir Beifall klatschen? Dann würde ich nicht länger Christus dienen.

Galater 1, Verse 4-10

Als Paulus lehrte, gab es die Bibel noch nicht. Das neue Testament war erst am Entstehen. Also hatten die Menschen damals nur die alten Schriften und gewisse Leute verdrehten die Botschaft von Jesus Christus.

Ich bin so froh, dass wir die Bibel mit dem neuen Testament haben und damit ein absolutes Fundament. Niemand kann kommen und eine neue Lehre bringen, ohne dass wir prüfen können, ob das so passt.

Und Paulus fasst die Botschaft extrem treffend zusammen:

Er hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben und uns davon befreit, so leben zu müssen, wie es in dieser vergänglichen, vom Bösen beherrschten Welt üblich ist. Damit erfüllte er den Willen Gottes, unseres Vaters.

Galater 1, Vers 4

Ich muss nicht mehr so leben, wie früher. Das Böse herrscht nicht mehr über mich. Ich darf jetzt so leben, wie „das Leben“ selbst, wie Gott selbst es entworfen hat.

Früher musste ich, weil ich nicht anders konnte. Jetzt muss ich, weil ich darf und will. Ganz andere Lebenseinstellung. Ganz andere Lebensqualität.

Vorher war ich oder irgendetwas die Grundlage meines Lebens. Jetzt ist Jesus Christus mein Fundament. Zwei völlig unterschiedliche Ansätze und auch zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Der erste Ansatz führt mich in den Abgrund und der zweite Ansatz bringt mich zur größten Feier des Universums.