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Lukas 24

3 Als sie die Grabkammer betraten, fanden sie den Leichnam von Jesus, dem Herrn, nicht.
4 Verwundert überlegten sie, was das alles zu bedeuten hatte. Plötzlich traten zwei Männer in glänzend weißen Kleidern zu ihnen.
5 Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen.
»Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?«, fragten die Männer.

Warum sucht ihr „das Leben“ dort, wo der Tod ist. Jesus Christus ist das Leben. Das ist was er über sich selbst sagt und das, was er bewiesen hat, als er auferstand. Dieses Bild gibt eigentlich ziemlich gut wieder, was heute immer noch passiert. Menschen suchen Leben, aber sie suchen an der falschen Stelle. Sie suchen dort, wo absolut jeder weiß: „Das wird definitv vergehen und irgenwann nicht mehr da sein.“ Was ist der Grund dafür?

Es liegt an der Definition von Leben. Leben bedeutet für Viele, solange mein Herz noch schlägt bin ich am Leben. Aber Leben ist nicht die Aktivität deines Herzens. Leben bedeutet nicht zu existieren. Leben ist eine Person. Gott, der Vater ist Leben. Der Heilige Geist ist Leben. Jesus Christus ist Leben.

Das erklärt, warum Menschen ein unerfülltes Leben haben. Weil sie nicht die wahre Definition von Leben kennen. Gott definiert Leben und sagt ganz klar: Er ist das Leben.

Im 1. Johannesbrief wird es nochmal deutlich erklärt.

Gott aber hat damit ganz eindeutig bestätigt, dass er uns das ewige Leben schenkt, und zwar nur durch seinen Sohn. Wer also mit dem Sohn verbunden ist, der hat das Leben. Wer aber keine Gemeinschaft mit dem Sohn hat, der hat auch das Leben nicht. Ich weiß, dass ihr an Jesus Christus als den Sohn Gottes glaubt. Mein Brief sollte euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt.

1. Joh. 5, 11-13

Wenn Gott von sich als Leben spricht, meint er ewiges Leben. Das ist Leben. Alles andere ist Training und Vorbereitung. Leben ist und bleibt Leben. Wahres Leben wird nicht durch den Tod beendet und abgelöst. Echtes Leben bleibt.

Die Erkenntnis, was Leben wirklich ist und die Annahme dieses Geschenkes befreit Dich. Dann bist Du bereit, das „am Leben sein“ als Trainings- und Schulungsprogramm zu verstehen. Keine Sorgen mehr, etwas zu verpassen oder am Leben vorbei zu laufen. Weil es hat noch nicht angefangen. Wir bereiten uns auf den Start vor.

Lukas 23

22 Pilatus versuchte es zum dritten Mal: »Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich finde nichts, worauf die Todesstrafe steht! Ich werde ihn also auspeitschen lassen. Dann soll er frei sein.«
23 Aber die aufgebrachte Menge ließ nicht locker und brüllte immer lauter: »Kreuzige ihn!«, bis Pilatus ihrem Schreien nachgab
24 und beschloss, ihre Forderung zu erfüllen.
25 Barabbas ließ er frei, den Mann, der wegen Aufruhr und Mordes im Gefängnis saß. Jesus aber verurteilte er zum Tod am Kreuz, wie sie es gefordert hatten.

Pilatus und auch Herodes finden bei Jesus nichts, was den Tod verdient hat. Trotzdem brüllt die Menge Pilatus nieder. Bis er einknickt und obwohl er es besser weiß, verurteilt er Jesus.

Die Menschheit war und ist so böse, dass sie sogar unfähig ist, den Sohn Gottes, die liebevollste Person im ganzen Universum zumindest im Ansatz gut zu behandeln.

Und hier kommt Gottes Genialität zum Tragen. Denn genau das. Diese Unfähigkeit, dieses Unrecht, diese Lieblosigkeit, Hass trifft es wohl besser. Genau das nutzt Gott, um die Menschen wieder gerecht vor sich hin zu stellen. Um die Unfähigkeit gut zu sein in Fähigkeit zu verwandeln, durch den Heiligen Geist. Und auch die Welt mit sich zu versöhnen und Liebe in jeden Menschen zu bringen, der dies annehmen will.

Wenn jemand das Attribut „souverän“ verdient, dann Gott. Da wo es so aussieht, als verliert Gott alles, genau da gewinnt er auf ganzer Linie. Es kann so aussehen, als würden Dinge richtig mies und gegen dich laufen, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass Gott den nächsten krassen Sieg für Dich vorbereitet.

Alle Dinge dienen uns zum Besten, wenn wir Gott lieben. Diese Tatsache dürfen wir im Hinterkopf behalten und das größte Beispiel hat er uns am Kreuz gezeigt.

Lukas 22

66 Bei Tagesanbruch kamen die Mitglieder des Hohen Rates zusammen: die führenden Männer des Volkes, die obersten Priester und die Schriftgelehrten. Sie ließen Jesus vorführen
67 und forderten ihn auf: »Wenn du der Christus bist, der von Gott erwählte Retter, dann sag es uns!« Er erwiderte: »Wenn ich es euch sage, werdet ihr mir nicht glauben,
68 und wenn ich euch etwas frage, dann werdet ihr keine Antwort geben.
69 Doch von nun an wird der Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen.«
70 Empört schrien alle: »Willst du damit etwa sagen, dass du der Sohn Gottes bist?« Jesus antwortete: »Ihr habt recht, ich bin es!«
71 »Wozu brauchen wir da noch weitere Zeugen?«, riefen jetzt die Ankläger einstimmig. »Wir haben die Gotteslästerung doch aus seinem Mund gehört!«

Bei dieser ganzen Geschichte, wie Jesus gefangen genommen wird und letzten Endes zum Tod am Kreuz verurteilt, haben die Priester, Schriftgelehrten, der Hohe Rat gegen so viele ihrer eigenen Gesetze übertreten. Laut ihrer eigenen Gesetze durften sie Jesus niemals töten.

Eigentlich musste einer nach dem anderen sein Urteil abgeben. Vom Jüngsten bis zum Ältesten, damit die Jüngeren und noch nicht so Erfahrenen des Sanhedrins (Hohe Rat) nicht von den Urteilen der Älteren beeinflusst wurden. Und falls alle für den Tod des Angeklagten stimmten, durfte er nicht hingerichtet werden. Dabei ging es darum eine Verschwörung so schwierig wie möglich zu gestalten.

71 »Wozu brauchen wir da noch weitere Zeugen?«, riefen jetzt die Ankläger einstimmig. »Wir haben die Gotteslästerung doch aus seinem Mund gehört!«

Es passt vorne und hinten nicht. Gar nichts passt zusammen. Der Prozess läuft ebenfalls so extrem gesetzeswidrig ab. Eigentlich hätten viele Männer dieser Führungselite dagegen aufstehen müssen, aber ich glaube, die die das nicht gut fanden, hatten Angst vor den Anderen. Und die, die Jesus tot sehen wollten, hatten Angst um ihre Macht und wollten alles schnell hinter sich bringen.

Es ist extrem, was Angst bewirkt. Man schaut bei Unrecht weg, oder beugt genau wegen dieser Angst das Recht. Aber das ist keine zwingende Folge von Angst. Selbst Jesus hatte Angst:

41 Er entfernte sich ein kleines Stück von ihnen, kniete nieder
42 und betete: »Vater, wenn es dein Wille ist, dann lass diesen bitteren Kelch des Leidens an mir vorübergehen. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.«
43 Da erschien ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft.
44 Jesus litt Todesängste und betete so eindringlich, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.

Auch ich habe Angst und Du hast auch Angst. Die Frage ist, wie gehe ich damit um. Jesus brachte sie zu seinem Vater. Und er bekam neue Kraft. Das gleiche dürfen wir auch tun.

Lukas 21

25 »Zu dieser Zeit werden an Sonne, Mond und Sternen seltsame Erscheinungen zu sehen sein. Die Völker der Erde fürchten sich und wissen nicht mehr weiter, weil das Meer tobt und Sturmfluten über sie hereinbrechen.
26 Die Menschen sind voll lähmender Angst und Ungewissheit darüber, was mit der Welt noch passieren wird; denn sogar die Kräfte des Weltalls werden durcheinandergeraten.
27 Und dann werden alle sehen, wie der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommt.
28 Deshalb: Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem Haupt! Denn eure Rettung steht kurz bevor.«

Während die Menschen gelähmt sind vor Angst und Ungewissheit, dürfen wir, die wir zu Jesus gehören, uns immer mehr freuen, weil die größte Party des Universums kurz davor ist, zu starten.

Jesus Christus kommt selber. Mit großer Macht und Herrlichkeit. Auf den Wolken. Was für ein Bild !!!

Ein paar Verse später hat er aber noch ein paar Warnungen. Die Zeiten davor werden nicht so easy sein. Es gibt megakrasse Ablenkungen. Jesus nennt hier ausschweifendes Leben und Trunkenheit. Und dann noch Sorgen des Alltags. Wenn du weißt, dass die größte krasseste, herrlichste Party noch kommt, musst Du nicht all die (miesen und sündigen) Partys auf dieser Welt feiern. Wenn Du das Ende kennst, können Sorgen auch nicht wirklich Dein Problem sein. Ich möchte das mit einem Film vergleichen, den du dir zum zweiten mal anschaust. Du weißt, wie die Geschichte ausgeht und dass das Happy End kommt. Genauso lasst uns immer wieder daran erinnern, wie unsere Zukunft aussieht.

34 »Passt auf, dass ihr euch weder durch ein ausschweifendes Leben und Trunkenheit noch durch die Sorgen des Alltags vom Ziel ablenken lasst! Sonst wird dieser Tag euch überraschen
35 so wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt. Denn er wird für alle Menschen auf dieser Welt völlig unerwartet kommen.
36 Bleibt zu jeder Zeit wachsam und betet, damit ihr all das durchstehen könnt, was auf euch zukommt. Dann könnt ihr ohne Furcht vor den Menschensohn treten.«

Lukas 20

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Jesus von der damaligen „geistlichen Elite“ versucht wird. Irgendwie wollten sie es schaffen, dass er etwas sagt, das sie gegen ihn verwenden können. Und sie stellen ihm Fragen.

»Sag uns: Woher nimmst du dir das Recht, so aufzutreten? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?«

Und Jesus kontert. »Ich will euch eine Gegenfrage stellen. Sagt mir: War Johannes der Täufer von Gott beauftragt zu taufen oder nicht?«

Scheinheilig fragen die Leute ihn: »Lehrer, was du sagst und lehrst, ist richtig; das wissen wir. Du fragst nicht danach, welches Ansehen die Leute besitzen, sondern sagst uns frei heraus, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Deshalb sage uns: Ist es eigentlich Gottes Wille, dass wir dem römischen Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?«

Jesus durchschaute ihre List und sagte: »Zeigt mir ein Geldstück! Wessen Bild und Name sind hier eingeprägt?« Sie antworteten: »Die des Kaisers!« Da sagte Jesus zu ihnen: »Nun, dann gebt dem Kaiser, was ihm zusteht, und gebt Gott, was ihm gehört!«

Und auch die Sadduzäer kamen zu ihm mit einer fiktiven Geschichte. 7 Brüder hatten nacheinander die selbe Frau geheiratet und sind alle gestorben. Das war damals so Gesetz, um Nachkommen für den Brüder zu schaffen. Das Problem: Alle starben ohne Kinder zu bekommen. Und sie fragen: Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein? Jesus antwortet auch hier wieder genial. Die Sadduzäer glaubten eigentlich nicht an die Auferstehung. Und Jesu Antwort, wieder genial: Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. Und einige Dinge werden sich ändern, nach der Auferstehung.

Was lerne ich daraus: Gott hat Antworten parat, an die hast Du nicht mal im Ansatz gedacht. Er hat so krasse Antworten, dass selbst seine Gegner verstummen. Oder einfach nur erstaunt zustimmen können. Und das bei hinterhältigen Fragen mit dem Ziel Jesus in eine Falle zu locken.

Wenn wir ehrlich unsere Fragen Gott stellen, welche Antworten bekommen wir dann?

Lukas 19

37 Als Jesus sich schon der Stelle näherte, wo der Weg vom Ölberg nach Jerusalem hinunterführt, brach die ganze Menge der Jünger in Jubel aus. Sie dankten Gott für die vielen Wunder, die sie miterlebt hatten. Laut sangen sie:
38 »Gepriesen sei der König, der im Auftrag des Herrn kommt! Gott hat Frieden mit uns geschlossen. Lob und Ehre sei Gott hoch im Himmel!«
39 Empört riefen da einige Pharisäer aus der Menge: »Lehrer, verbiete das deinen Jüngern!«
40 Er antwortete ihnen: »Glaubt mir: Wenn sie schweigen, dann werden die Steine am Weg schreien.«

Ich finde Vers 40 Mega. So, nach dem Motto. Es ist völlig egal, ob’s dir passt oder nicht. Ich bin Gottes Sohn. Und alles was mein Vater angekündigt hat, das wird eintreffen. Was auch immer mächtige Menschen hier versuchen werden, wenn sie gegen Gott angehen, werden sie gnadenlos scheitern.

Heute wird der Menschensohn gelobt und falls alle dagegen sind, dann machen das eben die Steine. Jesus nutzt diese Worte um ein weiteres mal klar zu machen, die Pharisäer haben hier keinen normalen Menschen vor sich.

Lukas 18

15 Einige Eltern brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger sahen das, fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
16 Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes Reich.
17 Ich versichere euch: Wer sich Gottes Reich nicht wie ein Kind schenken lässt, der wird ganz sicher nicht hineinkommen.«

Schonmal erlebt, wie ein Kind sein Geschenk auspackt. Voller Freude und Begeisterung. Yes, ich hab ein Geschenk bekommen. Da ist nichts zu merken von: Hab ich das überhaupt verdient? Ich muss doch auch was dafür tun. Und selbst wenn es ein Riesen Geschenk ist, was sich die Eltern echt was kosten haben lassen. Ist das nicht etwas teuer? Das fragt kein Kind, selbst wenn es die Ahnung hat, dass das ziemlich wertvoll ist. Und die Augen leuchten und das Kind feiert einfach seine Geschenke.

Das ist der richtige Weg, wie Du dir Gottes Reich schenken lässt.

Lukas 17

20 Die Pharisäer wollten von Jesus wissen: »Wann wird denn Gottes Reich kommen?« Er antwortete ihnen: »Gottes Reich kann man nicht sehen wie ein irdisches Reich.
21 Niemand wird sagen können: ›Hier ist es!‹ oder ›Dort ist es!‹ Denn Gottes Reich ist schon jetzt da – mitten unter euch.«
22 Zu seinen Jüngern aber sagte er: »Die Zeit wird kommen, wo ihr alles dafür geben würdet, auch nur einen einzigen Tag die Herrlichkeit des Menschensohnes mitzuerleben. Aber dieser Wunsch wird sich nicht erfüllen.
23 Man wird euch zwar einreden wollen: ›Seht doch! Hier ist er!‹ oder ›Dort ist er!‹ Geht niemals dorthin und lauft solchen Leuten nicht nach!
24 Denn wenn der Tag da ist, kommt der Menschensohn für alle sichtbar – wie ein Blitz, der den ganzen Horizont erhellt.
25 Aber vorher muss der Menschensohn noch viel leiden und es erdulden, dass ihn die Menschen dieser Generation von sich stoßen.«
26 »Wenn der Menschensohn kommt, wird es sein wie zur Zeit von Noah.
27 Die Menschen aßen, tranken und heirateten, wie sie es immer taten. So ging es, bis Noah in die Arche stieg. Dann kam die große Flut, und keiner von ihnen überlebte.
28 Es wird genauso sein wie zu Lots Zeiten. Auch damals ging alles seinen gewohnten Gang: Die Menschen aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.
29 So ging es bis zu dem Tag, an dem Lot die Stadt Sodom verließ. Da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um.
30 Genauso wird es sein, wenn der Menschensohn erscheint.
31 Wer sich dann gerade auf dem Dach seines Hauses aufhält, soll nicht erst im Haus seine Sachen für die Flucht packen. Und dasselbe gilt für den, der auf dem Feld arbeitet: Er soll nicht erst in sein Haus zurückkehren.
32 Denkt daran, was mit Lots Frau geschah!
33 Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben aufgibt, der wird es für immer bewahren.«

Die Pharisäer und auch die anderen Menschen hatten das Bild, Gottes Reich würde wie alle anderen irdischen Reiche sein. Und sie fragen Jesus nach dem Wann!

21 Niemand wird sagen können: ›Hier ist es!‹ oder ›Dort ist es!‹ Denn Gottes Reich ist schon jetzt da – mitten unter euch.«

Gottes Reich fängt bei jedem einzelnen persönlich an. Für jeden individuell fängt Gottes Reich mit dem Tag an, wo er/sie Gott ins Herz lässt.

Jesus wendet sich seinen Jüngern zu und warnt sie damals und uns heute: Dass wir uns nicht täuschen lassen und Leuten nachlaufen, die von sich selber oder von jemand anderen behaupten Christus zu sein.

24 Denn wenn der Tag da ist, kommt der Menschensohn für alle sichtbar – wie ein Blitz, der den ganzen Horizont erhellt.

Jesus kommt wieder, aber wenn er wiederkommt, wird es einfach gar keinen Zweifel geben, dass es Jesus Christus ist.

Die nachfolgenden Verse finde ich auch ziemlich aufschlussreich. Die Menschen werden ganz normal ihr Leben leben. Alles geht seinen gewohnten Gang. Und auf einmal, plötzlich ist das Ende da. Ich frage mich, wie kann das Ende plötzlich da sein, wenn man es erwartet, weil man ja weiß, dass es auf einmal da sein wird.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann denke ich selten daran, dass es jetzt geschehen könnte. In ein paar Jahren. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Aber heute, jetzt, in diesem Moment. Alleine der Gedanke daran, lässt das Herz höher schlagen. Dieser Gedanke ordnet Prioritäten besser und schneller als alles Andere. Mit diesem Gedanken geht es wieder darum: Mit seiner verbliebenen Zeit, so gut es geht für die Zeit danach (Ewigkeit) vorzusorgen. So viel Schätze im Himmel zu sammeln, wie es möglich ist. Und dabei geht es nicht zwingend ums Geben und ums Tun, sondern erstmal Gottes Reich in sich selber wahrzunehmen. Bewusst zu werden, Gott lebt in mir. Hektisch Dinge zu tun, „für Gottes Reich arbeiten“ mit Druck. Da ist eindeutig nicht Gott am Werk. Gott erschafft die Welt zwar in einigen wenigen Tagen, aber niemals gestresst und in Hektik.

Lebe bewusst mit Gott. Um die Werke und sein Reich zu bauen, kümmert er sich und er wird dich dafür nutzen. Halte Dein Fokus auf Gott mit den richtigen Fragen: Statt dich selber zu fragen: Was kann/soll ich tun? Bleib gespannt und schau zu, was Gott durch Dich tut.

Lukas 15

28 Der ältere Bruder wurde wütend und wollte nicht ins Haus gehen. Da kam sein Vater zu ihm heraus und redete ihm gut zu: ›Komm und freu dich mit uns!‹
29 Doch er entgegnete ihm bitter: ›All diese Jahre habe ich mich für dich abgerackert. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können.
30 Und jetzt, wo dein Sohn zurückkommt, der dein Vermögen mit Huren durchgebracht hat, jetzt lässt du sogar das Mastkalb für ihn schlachten!‹
31 Sein Vater redete ihm zu: ›Mein Sohn, du bist immer bei mir gewesen. Alles, was ich habe, gehört auch dir.
32 Darum komm, wir haben allen Grund, fröhlich zu feiern. Denn dein Bruder war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden!‹«

Wir kennen die Geschichte vom Verlorenen Sohn. Und auch das Happy End für ihn. Er will eigentlich nur einen Platz als Arbeiter bei seinem Vater und er wird mit einer richtig großen Party wieder in die Familie aufgenommen.

Heute geht es um den älteren Sohn. Den Vernünftigen. Der, der nicht abgehauen ist. Und wir schauen uns mal die Beziehung zwischen ihm und seinem Vater an.

Was denkt der ältere Sohn:

29 Doch er entgegnete ihm bitter: ›All diese Jahre habe ich mich für dich abgerackert. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können.

Was denkt der Vater:

31 Sein Vater redete ihm zu: ›Mein Sohn, du bist immer bei mir gewesen. Alles, was ich habe, gehört auch dir.

Es scheint so, als hätte der Sohn niemals seinen Status als Sohn angenommen und immer so getan, als wäre er ein Diener. Er hat sich abgerackert. Alles getan, was der Vater von ihm verlangte. Immer nur arbeiten ohne zu feiern und ohne das Leben zu genießen. Völlig gegensätzlich dazu, was der Vater sagt: Alles was ich habe, gehört auch Dir.

Ich glaube das Gleiche passiert auch heute noch viel zu oft. Weil ich nicht wirklich Gemeinschaft habe mit Gott, kann er mir nicht zeigen, was alles mir gehört. Weil ich nicht wirklich mit Gott kommuniziere, kann ich nicht hören: Alles was ich habe, gehört auch Dir.

Und wenn ich nicht darauf höre, wie Gott sich unsere Beziehung vorstellt, dann höre ich auf meine eigenen Vorstellungen oder die von anderen Menschen. Und dann kann es passieren, dass ich mich von einem Sohn zu einem Arbeiter degradiere. Und dann wird Party machen schwierig. Freude an Gott bleibt dann ein frommer Ausdruck. Wenn ich meine Identität verliere, dann bin ich auch ein Verlorener Sohn und muss mich auf den Weg zu meinem Vater machen.

Lukas 14

33 Überlegt auch ihr vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. Sonst könnt ihr nicht meine Jünger sein.

Ich lese den Vers und denke: Krasser Vers. Okay es geht „ja nur“ um die Bereitschaft. Aber hier ist eine andere Übersetzung NGÜ:

33 Darum kann auch keiner von euch mein Jünger sein, wenn er sich nicht von allem trennt, was er hat.

Hier klingt es noch etwas krasser. Aber denk mal ganz objektiv über diesen Vers nach. Wir Menschen sind schon ziemlich interessant. Ich kann an Aussage A glauben und ebenfalls an Aussage B glauben. Aber wenn ich beide Aussagen mal auseinander nehme, widersprechen die sich.

Jesus führt uns mit diesem Vers eine Wahrheit vor Augen. Wenn Du Jesu Jünger wirst. Wenn Du zu Gott gehörst, dann gehörst Du ihm. Das bedeutet: Dein Auto, Dein Haus, Dein Geld, Deine Beziehungen, Deine Ehre, Dein Ansehen, Dein Leben gehört Gott. Wir nicken das ab, leben dann aber oft so weiter, als ob alles uns gehören würde und wir ewig auf dieser Erde leben.

An anderer Stelle heißt es: Wir sind Verwalter. Ein Verwalter arbeitet im Sinne seines Herrn, aber ihm selber gehört nichts. Gehen wir in der Vogelperspektive noch eine Stufe höher. Gott hat Alles geschaffen. Selbst die Menschen, die nicht an Gott glauben. Nichts mit ihm zu tun haben wollen und ihr eigenes Leben leben. Auch denen gehört das, was sie meinen zu haben, nicht. Wenn Dir wirklich etwas gehört, dann ist es Etwas, was Dir keiner mehr nehmen kann. Also alles was Dir genommen wird, wenn Du stirbst, hat niemals Dir gehört. Was bleibt über, wenn Dein Körper wieder zu Staub zerfällt? Das gehört Dir!!!