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Markus 16

9 Jesus war frühmorgens am ersten Tag der Woche von den Toten auferstanden und erschien zuerst Maria aus Magdala, die er von sieben Dämonen befreit hatte.
10 Sie lief zu den Jüngern, die um Jesus trauerten und weinten, und berichtete ihnen:
11 »Jesus lebt! Ich habe ihn gesehen!« Aber die Jünger glaubten ihr nicht.
12 Danach erschien Jesus zwei von ihnen in einer anderen Gestalt, als sie unterwegs von Jerusalem aufs Land waren.
13 Sie kehrten gleich nach Jerusalem zurück, um es den anderen zu berichten. Aber auch ihnen glaubten sie nicht.
14 Wenig später erschien Jesus den elf Jüngern, während sie gemeinsam aßen. Er wies sie zurecht, weil sie in ihrem Unglauben und Starrsinn nicht einmal denen glauben wollten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
15 Dann sagte er zu ihnen: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.
16 Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden.

Maria aus Magdala und auch den beiden „Emmausjüngern“ glaubten die elf Jünger Jesu nicht. Sie erzählten ihnen, dass Jesus auferstanden ist und ihnen begegnet ist. Trotzdem glaubten sie nicht, bis er ihnen selber erscheint und doch nutzt Jesus diese Männer um das Evangelium und den Glauben in der ganzen Welt auszubreiten. Nicht weil sie die fähigsten Leute dafür waren, sondern weil Jesus Christus ihnen die Kraft dafür gab. Weil Gott selbst durch den Heiligen Geist in ihnen wirkte und mit Allem ausstattete, was sie brauchten.

Gott gibt Dir eine Aufgabe und mit der Aufgabe bekommst Du auch die Power, diese auszuführen. Es geht niemals um die Aufgabe an sich. Es geht niemals darum, dass Du einfach der Beste dafür bist. An jedem Tag, zu jeder Stunde, in jeder Minute geht es um den Allmächtigen. Immer und überall geht es um Gott. Es geht immer nur darum diese Beziehung, die Jesus Christus am Kreuz ermöglicht hat, zu leben. Alles weitere ergibt sich automatisch daraus, wenn wir nur den Fokus auf unsere Beziehung mit unserem himmlischen Vater legen.

Markus 15

33 Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden.
34 Gegen drei Uhr rief Jesus laut: »Eli, Eli, lema sabachtani?« Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

Sein ganzes Leben war Jesus mit Gott verbunden. Er nannte ihn immer Vater, nur an dieser einen Stelle ruft er: „Mein Gott“ Plötzlich war die Beziehung weg. Die Sünden der kompletten Welt lag auf ihm. Alle bisher begangenen Sünden und alle Sünden, die noch getan werden. Jesus erlebt es so eindrücklich wie niemand zuvor, wie krass die Sünde von Gott trennt.

Das war es, was sein Schweiß, wie Blutstropfen machte. Diesen Kelch wollte er nicht. Aber er zog es durch. Wenn Du meinst, keiner hat Mitgefühl oder niemand versteht, was Du durchmachst. Doch, Jesus versteht Dich besser, als Du Dich selber.

Sein Vater war plötzlich so weit weg, selbst auf der Erde wurde es plötzlich dunkel. Mitten am Tag wird es für 3 Stunden dunkel. Doch diese 3 Stunden gehen zu Ende. Die Sünde hatte keine Berechtigung für immer auf Jesus zu lasten, weil er nie selber sündigte.

Das war der Preis, den Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist) bereit war zu zahlen. Gott wollte ein Gegenüber haben, das fähig ist ihn zu lieben und in einer Vertrauensbeziehung zu leben.

Dieser freie Wille, mit dem er uns ausstattete kostete ihn alles. Aber dies ermöglicht nun eine Beziehung zu Dir. Und das war es ihm wert.

Markus 14

27 Unterwegs sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Ihr werdet euch alle von mir abwenden. Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe werden auseinanderlaufen.‹
28 Aber nach meiner Auferstehung werde ich nach Galiläa gehen, und dort werdet ihr mich wiedersehen.«
29 Da beteuerte Petrus: »Wenn sich auch alle anderen von dir abwenden – ich halte zu dir!«
30 Jesus erwiderte: »Ich versichere dir: Heute Nacht, noch ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal geleugnet haben, mich zu kennen.«
31 »Ausgeschlossen!«, rief Petrus. »Auch wenn es bedeutet, dass ich mit dir sterben muss, werde ich das niemals tun!« Alle anderen Jünger beteuerten dies ebenfalls.

Petrus war immer eher der Draufgänger. Er ging voran, packte die Sachen an. Und das was Jesus da sagte, das passte absolut nicht in sein Bild über sich selbst. Deswegen widerspricht Petrus Jesus hier vehement. I’m ready. Ich bin bereit mit Dir zu sterben. Petrus glaubte das tatsächlich über sich. Aber auch alle anderen Jünger bestätigten das. Quasi im Chor: Wir sind alle bereit mit Dir zu sterben, wenn es drauf ankommen sollte.

Wir kennen die Geschichte. Keiner der Jünger hält sein Wort. Aber das wusste Jesus bereits. Er sagt es ja voraus in Vers 27: Ihr werdet euch alle von mir abwenden. Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe werden auseinanderlaufen.‹

Wenn ich mir das so durchlese, schwingt in diesen Worten kein Vorwurf mit. Es klingt eher wie eine Erklärung. Jesus wusste genau, wo seine Jünger standen. Und wie es mit der Loyalität aussah. Trotzdem beklagt er sich nicht, sondern geht diesen Weg bis zu Ende. Jesus war nicht abhängig von äußeren Umständen. Er tat, was er den Vater tun sah. Er tat, was er von seinem Vater gelernt hatte.

Vielleicht denken wir auch so wie Petrus und die anderen Jünger: „Ich zieh’s durch.“ Und dann kommt eine Situation, wo wir scheinbar alles vergessen, was wir gelernt haben. Wo wir einfach die Buchsen voll haben oder total gehemmt sind, weiterzugehen.

72 In diesem Augenblick krähte der Hahn zum zweiten Mal, und Petrus fielen die Worte ein, die Jesus zu ihm gesagt hatte: »Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal geleugnet haben, mich zu kennen.« Da fing Petrus an zu weinen.

Petrus musste da durch und auch wir kommen immer wieder an solche Punkte, wo Gott Dich prüft und Dir zeigt: So weit bist Du gekommen. Hier stehst Du mit Deinem Glauben. Und vielleicht müssen wir dann auch weinen. Einmal reflektieren und unser Bild, das wir von uns selbst haben, wieder zurecht rücken lassen.

Jesus macht Dir kein Vorwurf. Gott macht Dir kein Vorwurf. Er ist niemals der, der Dir Dein Problem vorwirft. Er ist immer die Lösung.

Markus 13

26 Und dann werden alle sehen, wie der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommt.
27 Er wird die Engel aussenden, und sie werden seine Auserwählten aus allen Teilen der Welt zu ihm bringen.

So wie ich das verstehe, kommt erst die Entrückung, wo alle Menschen, die Jesus nicht angenommen haben von einem Augenblick zum anderen, erkennen müssen: „Krass, die Christen hatten Recht.“

Von jetzt auf gleich verschwinden Millionen von Menschen. Allein die sofortigen Auswirkungen im Strassenverkehr. Dann die ganzen fehlenden Mitarbeiter in den Betrieben. Aber vor allem die Panik und die Erwartungen der Menschen: „Was kommt als Nächstes?“ Ich glaube, dass die Leute massenhaft ins Bibelstudium flüchten werden. Weil sie jetzt nicht mehr glauben müssen, sondern es sehen. Vielleicht wird die Regierung etwas von Außerirdischen erzählen, von denen wir angegriffen wurden, aber Menschen die 1 und 1 zusammenzählen können, werden sich fragen, wieso sind nur Christen entrückt worden.

Wenn Du bis zu diesem Ereignis noch keine gute Beziehung zu Gott hast. Das Geschenk, das Jesus jedem durch das Kreuz anbietet, nicht angenommen hast. Dann musst Du dir diese Auswirkungen anschauen. Evtl. stirbst Du bei einem Autounfall. Ich glaube das Chaos, was diese Entrückung bringt, wird so crazy sein. Aber es ist gleichzeitig Gnade. Ein letztes Aufrütteln. Leute, Netflix und Chill hat ein Ende.

Die Menschen werden eine ziemlich heftige Zeit erleben. Und ich glaube, viele werden Gott noch suchen und finden.

26 Und dann werden alle sehen, wie der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommt.
27 Er wird die Engel aussenden, und sie werden seine Auserwählten aus allen Teilen der Welt zu ihm bringen.

Jesus kommt dann nach der Entrückung wieder mit großer Macht und Herrlichkeit. Und dann werden ihn alle sehen. Und die Menschen, die zwischen Entrückung und diesem Wiederkommen zu Gott gefunden haben, das sind die Auserwählten, die dann von den Engeln eingesammelt werden und die sich ebenfalls freuen dürfen, dass das Leben endlich anfängt.

Markus 12

28 Ein Schriftgelehrter hatte diesem Wortwechsel zugehört und war von der Antwort beeindruckt, die Jesus den Sadduzäern gegeben hatte. Er ging zu ihm hin und fragte ihn: »Welches ist von allen Geboten Gottes das wichtigste?«
29 Jesus antwortete: »Dies ist das wichtigste Gebot: ›Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein.
30 Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit eurem ganzen Verstand und mit all eurer Kraft.‹
31 Ebenso wichtig ist das andere Gebot: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.«

Alle Gebote, die zur Zeit Jesu aktuell waren und an die sich ein guter Israelit zu halten versuchte, sind diesen beiden Geboten untergeordnet: Gott zu lieben. Von ganzem Herzen. Mit ganzer Hingabe. Mit ganzem Verstand und aller Kraft. Und die Mitmenschen zu lieben, wie sich selbst.

Was fällt auf? Das krasseste und wichtigste Gebot. Gott zu lieben mit Allem was Du hast und bist. In dieser Übersetzung steht 3 mal das Wort ganz und einmal alles. Keine halben Sachen!!! Kannst Du jemanden so lieben, wenn Du diese Person nicht kennst? Genau so ist es bei Gott. Jesus gibt dem Schriftgelehrten eine Antwort mit relativ wenigen Worten. Aber die Power und die Aussagekraft dahinter ist gewaltig.

  1. Um Gott auch nur im Ansatz so zu lieben, musst Du ihn so gut es geht kennen.

  2. Selbst wenn wir ihn gut kennen bzw. einige Dinge mit ihm erlebt haben, brauchen wir trotzdem jeden einzelnen Tag die Hilfe des Heiligen Geistes. Von ganzem Herzen. Mit ganzer Hingabe. Mit ganzem Verstand und aller Kraft. Das klingt für mich nicht nach etwas menschlich machbarem. Aber genau dafür haben wir als Christen auch den Heiligen Geist, der in uns lebt.

  3. Deinen Mitmenschen zu lieben, wie Dich selbst, beinhaltet, dass Du Dich selbst liebst.

    Also ist das Gebot der Nächstenliebe auch ein Gebot der Selbstliebe.

Wenn wir das zusammenfassen, dann ist das Ziel aller Gebote: Liebe.

Markus 11

20 Als sie am nächsten Morgen wieder an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er völlig abgestorben war.
21 Petrus erinnerte sich und sagte: »Rabbi, sieh doch! Der Baum, den du verflucht hast, ist vertrocknet.«
22 Da antwortete Jesus: »Ihr müsst Gott ganz vertrauen!
23 Ich versichere euch: Wenn ihr glaubt und nicht im Geringsten daran zweifelt, dass es wirklich geschieht, könnt ihr zu diesem Berg sagen: ›Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‹, und es wird geschehen.
24 Deshalb sage ich euch: Um was ihr auch bittet – glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben!
25 Aber wenn ihr ihn um etwas bitten wollt, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, denen ihr etwas vorzuwerfen habt. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben.«

Es scheint hier so, dass Jesus uns Gott als einen Wunschautomaten präsentiert:

24 Deshalb sage ich euch: Um was ihr auch bittet – glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben!

Glaub nur fest daran und dann gibt Gott Dir das. Lass uns mal etwas tiefer schauen…

In Vers 25 gibt es nämlich noch eine Bedingung: Aber wenn ihr ihn um etwas bitten wollt, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, denen ihr etwas vorzuwerfen habt. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben.

Unversöhnlich zu sein und nicht vergeben zu wollen. Jemandem etwas nachtragen und dann so zu beten wie in Vers 24, das wird nicht funktionieren.

Das ist offensichtlich und steht so im Text. Aber es gibt noch eine weitere Sache zu beachten. Jesus tat immer nur das, was er den Vater tun sah. Er tat das, was im Willen des Vaters war. Ich kann mir vorstellen, dass seine Beziehung so krass war, dass er unmittelbar bevor er etwas tat, tatsächlich eine Eingebung hatte, was zu tun ist. Ich kann mir aber auch vorstellen, da er seinem Vater im Himmel bereits so lange über die Schulter schaute und ihn so gut kannte, dass er über die Prinzipien genau Bescheid wusste.

Vermutlich ist es der Mix aus beidem. Es ist etwas schwierig (unmöglich) zu erfassen. Weil Jesus war nicht nur zu 100% Mensch auf der Erde. Er war auch zu 100% Gott. Trotzdem liegt der Fokus eher auf dem „Menschensohn“. Schließlich ist Jesus unser Vorbild, dem wir nachfolgen.

Also doch kein Wunschautomat. Naja. Für Jesus war es der Standard im Willen Gottes zu leben. Somit war Jesu Willen gleichzeitig Gottes Willen. Und das ist ein Punkt, den wir mitnehmen können. Gott so kennenzulernen. Ihm so über die Schulter zu schauen und immer mehr zu lernen, was sein Wille ist, (Bibel lesen) dass wir ihm völlig, ganz, zu 100% vertrauen. Dass sein Wille nicht nur theoretisch das Beste für mich ist, sondern auch ganz praktisch, erlebbar, erfahrbar.

Und dann darf ich bitten, kann fest glauben und Gott wird es schenken. Wichtig hierbei: Das Bitten ist meine Aufgabe! Der Glaube kommt aus meiner Beziehung mit Gott und um den „Rest“, die Erfüllung kümmert sich Gott.

Markus 10

46 Dann kamen Jesus und seine Jünger nach Jericho. Als sie die Stadt wieder verlassen wollten, folgte ihnen eine große Menschenmenge. An der Straße saß ein Blinder und bettelte. Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus.
47 Als er hörte, dass es Jesus aus Nazareth war, der vorbeikam, begann er laut zu rufen: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«
48 Die Leute fuhren ihn an, er solle still sein. Aber er schrie nur noch lauter: »Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«
49 Da blieb Jesus stehen: »Ruft ihn her zu mir.« Ein paar von den Leuten liefen zu dem Blinden und sagten zu ihm: »Nur Mut! Steh auf, Jesus ruft dich!«
50 Da warf er seinen Mantel zur Seite, sprang auf und kam zu Jesus.
51 »Was soll ich für dich tun?«, fragte ihn Jesus. »Rabbi«, flehte ihn der Blinde an, »ich möchte sehen können!«
52 Darauf antwortete Jesus: »Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.« Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus.

Diese Geschichte ist echt krass. Da ist ein Mann, der kann nicht sehen. Und da ist Jesus, der umherwandert, predigt und heilt. Als Bartimäus hört, wer da vorbeigeht, beginnt er laut zu rufen.

Bartimäus hatte erkannt: „Hey, das ist meine Chance. Jesus aus Nazareth ist der, der mir helfen kann.“ Vers 48 finde ich sehr krass:

Die Leute fuhren ihn an, er solle still sein. Aber er schrie nur noch lauter: »Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«

Die Leute hatten kein Erbarmen. Übersetzt in’s „Deutsch von heute“, sagten sie ihm sowas wie: „Halt Deine Schnauze.“ Ich frag mich wieso? Die Menschenmenge war doch mit Jesus mitgegangen. Aber Erbarmen und Mitgefühl hatten sie noch nicht gelernt. Naja vielleicht einige doch, weil sie Bartimäus herholen, als Jesus es befiehlt.

Vielleicht erzählte Jesus gerade wieder eine seiner spannenden Geschichten und dann nervt der Typ da und brüllt hier rum. Ich weiß nicht, was es war, aber vermutlich störte dieser Bartimäus einfach den Ablauf. Am Ende heilt Jesus Bartimäus und er kann endlich sehen.

Ich glaube wir können hier 2 oder 3 Sachen mitnehmen.

  1. Wenn Dein Tagesablauf gestört wird, frag Dich, ob Jesus Dir evtl. was beibringen will. Möglicherweise ist es Erbarmen und Mitgefühl. Vielleicht Geduld oder noch etwas ganz anderes…

  2. Wenn Du die Lösung Deines Problems kennst, dann lass Dich nicht einschüchtern, sondern rufe weiter. Jesus Christus hört Dich und er weist Niemanden ab.

  3. Bartimäus war blind. Ich weiß nicht wie lange. Aber ich kann sehen und wenn Du das liest, kannst Du auch sehen. Was glaubst Du, wie dankbar Bartimäus war, als Jesus ihn heilte? Und was glaubst Du, wie dankbar können wir sein, dass wir schon immer sehen können?

Markus 9

Jesu Jünger können einen Dämon nicht austreiben, der schon von klein auf Besitz von einem Jungen ergriffen hatte. Jesus war mit Petrus, Jakobus und Johannes auf einem hohen Berg, wo Jesus mit Elia und Mose redeten und die 3 einen kleinen Teil dieser himmlischen Herrlichkeit sehen konnten. Nun kommen sie auch dazu und der Vater dieses Kindes erzählt Jesus die Geschichte, dass er eigentlich zu ihm wollte. Dann hatte er die Jünger gebeten, den bösen Geist auszutreiben. Aber die konnten’s nicht.

19 Da rief Jesus: »Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation! Wie lange soll ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bringt den Jungen her zu mir!« 20Sie brachten ihn, und sobald der böse Geist Jesus erblickte, zerrte er den Jungen hin und her. Der stürzte zu Boden, wälzte sich umher, und der Schaum stand ihm vor dem Mund.
20 Sie brachten ihn, und sobald der böse Geist Jesus erblickte, zerrte er den Jungen hin und her. Der stürzte zu Boden, wälzte sich umher, und der Schaum stand ihm vor dem Mund.
21 »Wie lange leidet er schon darunter?«, fragte Jesus den Vater. Der antwortete: »Von Kindheit an. 22 Schon oft hat ihn der böse Geist in ein Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Hab doch Mitleid mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!«
23 »Wenn ich kann?«, fragte Jesus zurück. »Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.«
24 Verzweifelt rief der Mann: »Ich vertraue dir ja – hilf mir doch, meinen Unglauben zu überwinden!«
25 Als Jesus sah, dass immer mehr Leute zusammenliefen, bedrohte er den bösen Geist: »Du stummer und tauber Geist, ich befehle dir: Verlass diesen Jungen und kehre nie wieder zu ihm zurück!«

Manchmal hängt Dein Glaube vielleicht an einem seidenen Faden. Du weißt vom Kopf her, Gott ist da. Aber Du rechnest nicht wirklich mit seiner Allmacht. Du rechnest nicht wirklich damit, dass er die Lösung für Dein Problem sein will. Und dann drücken wir auf die Tränendrüse. Guck mal, wie ich leide. Hab doch Erbarmen. Hab doch Mitleid. Hilf mir, wenn Du kannst!

Ein bisschen Vertauen war noch da. Sonst wär der Mann erst gar nicht losgegangen.

23 »Wenn ich kann?«, fragte Jesus zurück. »Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.«
24 Verzweifelt rief der Mann: »Ich vertraue dir ja – hilf mir doch, meinen Unglauben zu überwinden!«

Und Jesus heilt seinen Sohn. Es geht nicht darum, immer happy-clappy drauf zu sein, obwohl es im Innern nicht so aussieht. Jesus interessiert sich für Dich und Deine ehrliche Beziehung zu ihm. Auch wenn Dein Glauben so verschwindend klein ist, reicht es aus: Wenn wir’s ihm einfach sagen: Ich vertraue dir ja – hilf mir meinen Unglauben zu überwinden!

Der Mann rief verzweifelt. Er verzweifelte an seinem fehlenden Vertrauen. Aber er war ehrlich. Und wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir auch immer wieder sagen: Ich kann Gott nur vertrauen, weil er dieses Vertrauen immer wieder neu in mir bewirkt.

Markus 8

34 Jesus rief seine Jünger und die Menschenmenge zu sich und sagte: »Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.
35 Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich und für Gottes rettende Botschaft aufgibt, der wird es für immer gewinnen.
36 Was hat ein Mensch denn davon, wenn ihm die ganze Welt zufällt, er selbst dabei aber seine Seele verliert?
37 Er kann sie ja nicht wieder zurückkaufen!
38 Wer sich nämlich vor dieser gottlosen und sündigen Generation schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, zu dem wird sich auch der Menschensohn nicht bekennen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen wird.«

Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Wenn Du Dein Leben lebst und Dich für Jesus entschieden hast, dann kann es nicht mehr um Dich gehen. Natürlich gehst Du weiter Deiner Arbeit und Deinen Geschäften nach. Aber Du machst es für Deine Familie. Um ein gutes Vorbild zu sein für andere Menschen. Und Du machst es nicht, weil die Familie über Allem steht, sondern weil Du Deinem Idol nacheiferst. Du lernst Deine Familie so zu lieben, wie Gott Dich liebt, der Dich in Seine Familie aufgenommen hat.

Also von außen betrachtet machst Du viele Dinge, die auch Menschen tun, die mit Gott nichts am Hut haben. Der Unterschied ist die Antwort auf die Frage: „Worum geht’s?“ oder „Um wen geht’s?“ Geht es mir am Ende um mich oder geht es am Ende, wenn Du weiter nachbohrst und Deinen Motiven auf den Grund gehst um Gott?

36 Was hat ein Mensch denn davon, wenn ihm die ganze Welt zufällt, er selbst dabei aber seine Seele verliert?
37 Er kann sie ja nicht wieder zurückkaufen!
38 Wer sich nämlich vor dieser gottlosen und sündigen Generation schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, zu dem wird sich auch der Menschensohn nicht bekennen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen wird.«

Am Ende kann es nur um Gott gehen, weil er der Größte und Mächtigste ist. Weil er über die Zeit herrscht und weil er in alle Ewigkeit leben wird. Jesus stellt die Frage: Was hast Du wirklich davon, wenn Du alles auf dieser Welt hast, wenn es Dir immer nur um Dich selber ging. Dann verlierst Du Deine Seele. Du verlierst ALLES, wenn Du im Mittelpunkt stehst. Weil dazu wurdest Du nicht geschaffen. Das ist nicht Dein Lebenszweck. Das ist nicht der Sinn.

Wenn Du diese Frage „Um wen geht’s?“ richtig beantwortest und mit richtig meine ich, dementsprechend wie Du designt worden bist, dann folgt auch die Offenheit und der Mut, sich gegen andere Weltanschauungen zu behaupten und sich zu Jesus zu bekennen.

„Jeder hat seine eigene Wahrheit“ und andere liberale Behauptungen darfst Du so stehen lassen und die haben ihre Berechtigungen, solange die Welt sich noch dreht. Solange, bis sich auch die letzten Dinge aus der Bibel erfüllt haben, solange kannst Du an alle möglichen Weltanschauungen glauben. Aber wenn sich alles erfüllt, dann hört das Glauben auf und dann manifestiert sich die EINZIGE Wahrheit.

Markus 7

5 Deshalb also fragten die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus: »Weshalb beachten deine Jünger unsere überlieferten Speisevorschriften nicht und essen mit ungewaschenen Händen?«
6 Jesus antwortete: »Wie recht hat Jesaja, wenn er von euch Heuchlern schreibt:
›Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber mit dem Herzen sind sie nicht dabei.
7 Ihre Frömmigkeit ist wertlos, weil sie ihre menschlichen Gesetze als Gebote Gottes ausgeben.‹
8 Ja, ihr schenkt Gottes Geboten keine Beachtung und haltet euch stattdessen an menschliche Überlieferungen!«
9 Jesus fuhr fort: »Ihr geht sehr geschickt vor, wenn es darum geht, Gottes Gebote außer Kraft zu setzen, um eure Vorschriften aufrechtzuerhalten.
10 So hat euch Mose das Gebot gegeben: ›Ehre deinen Vater und deine Mutter!‹ Und an anderer Stelle: ›Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, der muss sterben.‹
11 Ihr aber behauptet, dass man seinen hilfsbedürftigen Eltern die Unterstützung verweigern darf, wenn man das Geld stattdessen für ›Korban‹ erklärt, das heißt, es Gott gibt. Dann hätte man nicht gegen Gottes Gebot verstoßen.
12 In Wirklichkeit habt ihr damit aber nur erreicht, dass derjenige seinem Vater oder seiner Mutter nicht mehr helfen kann.
13 Ihr setzt also durch eure Vorschriften das Wort Gottes außer Kraft. Und das ist nur ein Beispiel für viele.«

Die Pharisäer hatten vergessen, worum es geht. Die Systeme, die sie aufbauten, hatten sich verselbstständigt. Den Ursprung und eigentlichen Zweck konnte man nicht mehr erkennen. Es ging eigentlich um Gott und darum, dass das Volk ihn nie mehr vergessen sollte.

Nun hatten sich Vorschriften über Vorschriften aufgetürmt. Und Jesus sagt hier ganz klar: Viele von den Vorschriften heben Gottes Gebote auf. Und er gibt ein ganz klares Besipiel. Vermutlich wäre es uns genau so ergangen, hätten wir damals gelebt. Damals war Jesus Christus noch nicht gestorben und auferstanden. Damals hatten die Menschen noch nicht den Heiligen Geist, so wir ihn bekommen, wenn wir ein „Ja“ zu Jesus finden.

Trotzdem bin ich auch heute noch in der Lage, statt mich mit Gott zu beschäftigen, Systeme zu bauen, wie ich Gottes Gebote besser einhalten kann. Wenn ich aufmerksam in der Bibel lese, finde ich nirgendwo, dass ich mir überlegen muss, wie ich diese schweren Gebote irgendwie einhalten kann. Warum sage ich schwer? Weil das die Voraussetzung ist, um überhaupt auf die Idee zu kommen, eigene Vorschriften als Hilfe zu verwenden.

Heute wissen wir, dass Jesus Christus alle Gebote für uns erfüllt hat. Wir müssen unseren Blick von den „schweren Geboten“ abwenden und uns Jesus zuwenden. In ihm haben auch wir bereits alle Gebote erfüllt. Je mehr ich den Fokus von meinen Unzulänglichkeiten und Fehlern abwende und auf Jesus lenke, desto mehr werde ich zu dem Menschen, den Gott bereits in mir sieht.

Sündenbewusstsein war damals allgegenwärtig und ich bin froh, dass ich in der Zeit nach Christus lebe. Weil ich mein Sündenbewusstsein heute umtauschen kann. Zum Kreuz gehe ich mit der Klarheit, dass ich ein Sünder bin. Und dann gehe ich weiter mit der Klarheit, dass das Geschichte ist und ich nun ein Sohn des Allerhöchsten bin. Mein Sündenbewusstsein lasse ich dort von Jesus umtauschen in Gnadenbewusstsein.

Wenn ich vergesse, wer ich in Christus bin, falle ich schnell in das Muster der Pharisäer zurück. Dann geht’s darum, wie ich etwas schaffe und nicht mehr darum, was Christus für mich schon alles geschafft hat. Allein diese Frage zu beantworten: Was hat Jesus alles für mich getan? Wie sehr muss Gott mich lieben? … Damit bist Du beschäftigt, bis Du hier den Löffel abgibst oder entrückt wirst. Zum Schluss noch einen passenden Spruch dazu: Die Qualität Deiner Fragen bestimmen die Qualität Deines Lebens!