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Offenbarung 9

1 Da stieß der fünfte Engel in seine Posaune. Ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war. Diesem Stern wurde der Schlüssel zu dem Schacht gegeben, der in den Abgrund hinabführt.
2 Er öffnete den Schacht, und heraus quoll beißender Rauch wie aus einem riesigen Schmelzofen. Die Luft war vom Qualm so erfüllt, dass man die Sonne nicht mehr sehen konnte.
3 Aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor und überfielen die Erde. Sie erhielten die Macht, wie Skorpione zu stechen.
4 Doch sie durften weder dem Gras noch den Bäumen oder irgendeiner Pflanze auf der Erde Schaden zufügen. Sie sollten nur die Menschen quälen, die nicht das Siegel Gottes auf ihrer Stirn trugen.
5 Es wurde ihnen nicht erlaubt, die Menschen zu töten, aber sie durften ihnen fünf Monate lang qualvolle Schmerzen zufügen, wie sie der Stich eines Skorpions hervorruft.
6 In dieser Zeit werden sich die Menschen verzweifelt den Tod wünschen, aber er wird sie nicht erlösen. Sie wollen nur noch sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen.

Offenbarung 9, Verse 1-6

Der Stern ist symbolisch gemeint. Hier ist der Teufel gemeint und er bekommt die Macht, den Abgrund zu öffnen, wo gefallene Engel, also Dämonen festgehalten werden. In 2. Petrus 2,4 schreibt Petrus:

Gott hat nicht einmal die Engel, die sich gegen ihn auflehnten, vor der Strafe verschont, sondern sie in den tiefsten Abgrund gestoßen. Dort müssen sie – gefesselt in der Finsternis – auf den Gerichtstag warten.

Also muss es Dämonen geben, die im Abgrund sind und manche nicht. Weil eine Legion Dämonen in einem Gerasener ihr Unwesen treiben. Und sie bitten Jesus, dass sie nicht in den Abgrund fahren müssen. Laut einiger Ausleger sind die Dämonen, die im Abgrund verwahrt werden, die erwähnten „Söhne Gottes“ aus 1. Mose 6, 1-4.

Der Satan bekommt also die Macht mit seiner Gefolgschaft (Dämonen) für 5 Monate Menschen zu quälen. Er darf die Natur nicht zerstören. Er darf die Menschen auch nicht töten, aber es heißt: Sie werden sich wünschen zu sterben. Im Gegensatz dazu: Den 144.000 Menschen aus dem Volk Israel, die mit dem Zeichen Gottes versiegelt sind, darf er gar nichts tun. Was für eine krasse Predigt. Was für ein Zeichen von Gottes Macht. God is in control. Gott behält die Kontrolle. Den Teufel lässt er nur begrenzt wirken. Menschen, die nichts mit Gott zu tun haben wollen, schließen sich im Grunde dem Teufel und seinen Dämonen an. Und genau diese Menschen werden vom Teufel und den Dämonen gequält. Aber über die Menschen, die sich auf Gottes Seite stellen, hat der „Böse“ keine Macht.

Und wenn das alles passiert und Du nicht zu den entrückten Christen gehörst und auch nicht zu Israel gehörst, dann weiß ich nicht, ob Du tatsächlich noch eine Chance zur Umkehr bekommst. Der Einfluss Satans auf diese Welt ist heute schon ziemlich groß, aber wenn die Gemeinde weg ist, wird sich das nochmal extrem ausweiten. Nach der sechsten Posaune kommt ein Heer aus dem Osten mit „200 Millionen Reitern“ und schlachtet ein Drittel der Weltbevölkerung ab. Damals war das krasseste Fortbewegungsmittel das Pferd und so beschreibt Johannes das, was er sieht:

17 Und dann sah ich sie in dieser Vision: Die Pferde trugen ebenso wie ihre Reiter feuerrot, dunkelblau und schwefelgelb glänzende Rüstungen. Mächtig wie Löwenköpfe waren die Köpfe der Pferde. Feuer, Rauch und brennender Schwefel schossen aus ihren Mäulern.

Für mich hört sich das ein bisschen nach Panzern an. Und die Farben passen zu den Flaggen von China und Nordkorea. Interessant finde ich, dass damals nur 170 bis 400 Millionen Menschen auf der Erde lebten. Heute leben über 1,4 Milliarden alleine in China. Wir lesen am Ende dieses Kapitels:

20 Doch trotz all dieser entsetzlichen Katastrophen dachten die Überlebenden nicht daran, sich zu ändern und zu Gott umzukehren. Nach wie vor beteten sie die Dämonen an und ihre selbst gemachten Götzen aus Gold, Silber, Bronze, Stein oder Holz, die weder hören noch sehen noch laufen können.
21 Ja, die Menschen kehrten nicht um. Sie hörten nicht auf, einander umzubringen, Zauberei zu treiben, sexuell unmoralisch zu leben und einander zu bestehlen.

Offenbarung 9, Verse 20-21

Alles geht den Bach runter. Immer mehr Zerstörung und trotzdem denken die Menschen nur an „Hier und Jetzt“. Und jeder ist sich selbst sein Nächster. Nach dem Sinn des Lebens zu fragen und Gott zu suchen, scheint keine Option zu sein. Und wenn man sich umschaut, geht die Entwicklung genau in diese Richtung. Auch wenn wir Christen schon abgeholt wurden, lässt sich Gott einen Überrest aus Israel, über die der Satan keine Macht hat. Für mich ist das einfach so, dass Gott den Teufel verhöhnt. Du wolltest Dich über mich erheben. Du willst Zerstörung bringen. Und auch wenn Du extrem tobst und Tod und Leid über diese Welt bringst, wenn ich sage: Mein Volk packst Du nicht an, dann ist das so.

Die ganze Weltgeschichte ist der Beweis, dass wir Menschen ohne Gott nicht in der Lage sind zu leben. Mit anderen Worten: Ohne Gott läufst Du am Leben vorbei.

Offenbarung 8

1 Als das Lamm das siebte Siegel aufbrach, wurde es im Himmel ganz still, etwa eine halbe Stunde lang.
2 Dann sah ich die sieben Engel, die immer vor Gott stehen, und sie erhielten sieben Posaunen.
3 Ein anderer Engel kam. Mit einem goldenen Weihrauchgefäß trat er vor den Altar. Ihm wurde viel Weihrauch gereicht; er sollte ihn auf dem goldenen Altar vor Gottes Thron als Opfer darbringen, zusammen mit den Gebeten der Menschen, die zu Gott gehören.
4 Und so geschah es auch. Der Duft des Weihrauchs stieg aus der Hand des Engels zu Gott auf, zusammen mit den Gebeten der Menschen.
5 Jetzt nahm der Engel das Weihrauchgefäß, füllte es mit Feuer vom Altar und schleuderte es auf die Erde. Da begann es zu blitzen und zu donnern, gewaltige Stimmen ertönten, und die Erde bebte.
6 Nun machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
7 Als die Posaune des ersten Engels ertönte, fielen Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, auf die Erde. Ein Drittel der Erde, ein Drittel der Bäume und alles grüne Gras verbrannte.
8 Jetzt blies der zweite Engel seine Posaune. Etwas, das wie ein großer feuerglühender Berg aussah, stürzte brennend ins Meer. Da wurde ein Drittel des Meeres zu Blut,
9 ein Drittel aller Lebewesen im Meer starb, und ein Drittel aller Schiffe wurde zerstört.
10 Dann ertönte die Posaune des dritten Engels. Ein riesiger Stern fiel wie eine brennende Fackel vom Himmel. Er stürzte auf ein Drittel aller Flüsse und Quellen.
11 Dieser Stern heißt »Bitterkeit«. Er vergiftete ein Drittel des Wassers auf der Erde. Viele Menschen starben, nachdem sie von dem bitteren Wasser getrunken hatten.
12 Jetzt hörte ich die Posaune des vierten Engels. Schlagartig erloschen ein Drittel der Sonne und des Mondes; auch ein Drittel aller Sterne verfinsterte sich. Das Licht des Tages wurde um ein Drittel schwächer, und die Finsternis der Nacht nahm um ein Drittel zu.
13 Ich blickte auf und bemerkte einen Adler, der hoch oben am Himmel flog und laut schrie: »Wehe! Wehe euch Menschen auf der Erde! Bald werden die drei anderen Engel ihre Posaune blasen. Wehe euch! Dann wird Furchtbares geschehen!«

Offenbarung 8, Verse 1-13

Das letzte Siegel wird aufgebrochen und anstatt dass das Ende in Sichtweite kommt, erhalten die 7 Engel, die immer vor Gott stehen, 7 Posaunen und die Apokalypse erklimmt ein neues Level. Zusammenfassend kann man sagen: Alles wird zu einem Drittel zerstört. Selbst die Sonne wird um ein Drittel dunkler. Und das sind nur 4 der Posaunen.

Vers 13 zeigt eine Szene, die das Drama und die Ausmaße der Zerstörung verdeutlichen. Alles ist dunkler als sonst. Die Sonne scheint auf Sparflamme. Hoch in der Luft fliegt ein Adler. Unten sieht man umgekippte Schiffe in blutrotem Wasser. Ach nein, das ist tatsächlich Blut. Und drum herum massenweise toter Fisch. Wo saftiges Grün die Landschaft schmückte, bedeckt eine Ascheschicht den Boden und überdeckt zumindest teilweise die Millionen Menschen, die überall verstreut liegen. Vom Licht der Sonne, das sowieso schon an Strahkraft verloren hat, kommt durch die viele Asche in der Luft noch weniger bis zur Erde. Und treibt mit dem lauten Schrei des Adlers dieses düstere Bild auf ein neues Level.

»Wehe! Wehe euch Menschen auf der Erde! Bald werden die drei anderen Engel ihre Posaune blasen. Wehe euch! Dann wird Furchtbares geschehen!«

Das ist der Preis, wenn Du Dich von der liebevollsten Person im und außerhalb des Universums abwendest. Das ist der Preis, wenn Du Dich von Gott abwendest. Gott ist die Liebe und wenn Du Dich von der Liebe abwendest, dann wendest Du Dich dem Hass zu. Wenn Du Dich von der Herrlichkeit abwendest, und von dem Licht. Dann wird es düster.

Heute können sich die Menschen solche Szenen gut in einem Science Fiction Film vorstellen, aber Gott als Drehbuchautor zeigt Johannes die Realität, die auf diese Erde zurast. So dramatisch schrecklich das ist. Es wird noch schlimmer.

Gott zeigt hier Ausschnitte von dem, was Menschen erwartet, die sich gegen ihn stellen. Und es ist ziemlich krass. Aber für die Menschen, die sich auf seine Seite stellen, wird es richtig krass. Wenn Du den allmächtigen Gott, der alles kann und Dich mehr liebt, als alle Mütter zusammen jemals ihre Kinder geliebt haben. Wenn Du diesem Gott erlaubst Dein Gott zu sein und sich um Dich zu kümmern. Dann wirst Du erleben, wie Gott alles Schöne und Wunderbare, das Du bisher erlebt hast für immer in den Schatten stellt. Freude und Spaß bekommt eine völlig neue Bedeutung. Die richtige Stimmung für Worship und Lobpreis musst Du nie wieder suchen. Von allen Seiten wird sie Dich umhauen. Ich kann’s kaum erwarten…

Offenbarung 6

Nach der Entrückung werden Zeiten anbrechen, wie die Welt sie noch nicht erlebt hat. Die Siegel werden aufgebrochen. Die sogenannten 4 apokalyptischen Reiter werden auf die Erde losgelassen. Die Auswirkungen werden heftig, wenn Jesus seine Gemeinde zu sich geholt hat und der Heilige Geist dem Bösen auf dieser Erde nicht mehr im Weg steht.

12 Als das Lamm das sechste Siegel öffnete, gab es ein gewaltiges Erdbeben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauerkleid und der Mond rot wie Blut.
13 Und die Sterne fielen vom Himmel auf die Erde, so wie der Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn er vom Sturm geschüttelt wird.
14 Der Himmel verschwand vor meinen Augen wie eine Schriftrolle, die man zusammenrollt. Weder Berge noch Inseln blieben an ihren Plätzen.
15 Angst und Schrecken ergriff die Mächtigen und Herrscher der Erde, die Heerführer, die Reichen und die Starken, die Herren ebenso wie ihre Sklaven. Sie alle suchten Schutz in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge.
16 Und alle schrien zu den Bergen: »Stürzt doch auf uns herab! Verbergt uns vor den Augen dessen, dem alle Macht gehört! Bewahrt uns vor dem Zorn des Lammes!
17 Der Tag, an dem sie Gericht halten, ist jetzt gekommen. Wer kann da bestehen?«

Offenbarung 6, Verse 12-17

Mich fasziniert Vers 14:

Der Himmel verschwand vor meinen Augen wie eine Schriftrolle, die man zusammenrollt. Weder Berge noch Inseln blieben an ihren Plätzen.

Offenbarung 6, Vers 14

Ich stelle mir vor, wie Gott am Schreibtisch sitzt und einfach wie ein Stapel Papiere den Himmel zusammenrollt und sowas sagt, wie: „Ok, jetzt ist Feierabend.“ Was für eine Power!!! Was für eine Macht!!! Den Himmel wie ein paar Blätter zusammenrollen!?!

Jeder wird dann „die Hosen voll haben“. Angst und Schrecken wird jeden ergreifen. Die Mächtigen und Herrscher, die Generäle, die Reichen, die Starken, die Herren und auch die Sklaven. Gott, den sie nicht beachtet haben, wird eine Demonstration seiner Macht geben und wenn der Allmächtige seine Macht zeigt: Wooow, dann kannst Du Dich hinter nichts mehr verstecken. Nicht hinter deiner eigenen Macht. Nicht hinter Deiner Stärke. Nicht hinter Deinem Geld. Auch nicht hinter Deiner Bedeutungslosigkeit als Sklave.

Mich beruhigt das. Ich muss mich nicht verrückt machen, wegen der Zukunft. Ich weiß was passieren wird. Warum beruhigen mich solche Szenen der Apokalypse?

  1. Weil ich das nicht erleben muss.
  2. Weil Gott alles im Griff hat und er bereits mein Retter ist.

Offenbarung 5

7 Das Lamm ging zu dem, der auf dem Thron saß, und empfing die Schriftrolle aus dessen rechter Hand.
8 Im selben Augenblick fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Jeder Älteste hatte eine Harfe und goldene Schalen voller Weihrauch. Das sind die Gebete aller, die zu Gott gehören.
9 Und alle sangen ein neues Lied:
»Du allein bist würdig, das Buch zu nehmen,
nur du darfst seine Siegel brechen.
Denn du bist als Opfer geschlachtet worden,
und mit deinem Blut hast du Menschen für Gott freigekauft,
Menschen aller Stämme und Sprachen,
aus allen Völkern und Nationen.
10 Durch dich sind sie jetzt Könige und Priester,
die unserem Gott dienen.
Und sie werden über die ganze Erde herrschen.«
11 Danach sah ich viele Tausende und Abertausende von Engeln, eine unzählbare Menge, und ich hörte, wie sie gemeinsam etwas riefen. Sie standen um den Thron, um die vier Gestalten und um die Ältesten.
12 Gewaltig ertönte ihre Stimme:
»Allein dem Lamm, das geopfert wurde,
gehören alle Macht und aller Reichtum.
Ihm allein gebühren Weisheit und Kraft,
Ehre, Herrlichkeit und Anbetung!«
13 Dann hörte ich, wie auch alle anderen Geschöpfe einstimmten. Alle im Himmel und auf der Erde, im Totenreich und auch die Geschöpfe des Meeres, sie alle riefen:
»Anbetung und Ehre, alle Herrlichkeit
und Macht gebühren dem,
der auf dem Thron sitzt,
und dem Lamm für immer und ewig!«
14 Die vier Gestalten bekräftigten dies mit ihrem »Amen«. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten Gott an.

Offenbarung 5, Verse 7-14

Johannes wird sehr emotional. Er schreibt selber in Vers 4:

Da weinte ich sehr, weil niemand zu finden war, der würdig gewesen wäre, das Buch zu öffnen und hineinzusehen.

Offenbarung 5, Vers 4

Aber Jesus Christus, das für uns geschlachtete Lamm ist würdig. Und ich finde es wieder phänomenal, wenn sich wieder alles ordnet. Das Wichtigste wird hervorgehoben und alles Andere verschwindet in der Bedeutungslosigkeit. Am Ende zählt: Jesus Christus hat mit seinem Blut Menschen für Gott freigekauft. Durch ihn sind wir zu Königen und Priestern geworden und wir werden mit ihm regieren.

Vers 13 ist die Antwort, die mich irgendwie in Feierlaune versetzt. Es ist ein erhebendes Gefühl, zu wissen, dass die Geschichte der Zukunft bereits geschrieben wurde und ich weiß, dass ich auf der Seite der Gewinner stehe.

Dann hörte ich, wie auch alle anderen Geschöpfe einstimmten. Alle im Himmel und auf der Erde, im Totenreich und auch die Geschöpfe des Meeres, sie alle riefen:

»Anbetung und Ehre, alle Herrlichkeit
und Macht gebühren dem,
der auf dem Thron sitzt,
und dem Lamm für immer und ewig!«

Offenbarung 5, Vers 13

Alle werden Gott anerkennen. Egal, ob Du Dich hier schon für ihn entschieden hast. Egal, ob Du Dich hast freikaufen lassen oder ob Du noch Gefangener bist. Auch wenn Du Gott immer abgelehnt hast, am Ende wirst Du ihn anerkennen. Das ist die unausweichliche Zukunft. Du darfst entscheiden, ob Dich diese Tatsache über alle Maßen feiern lässt oder ob Dich dies in die unendliche Depression und den ewigen Tod stürzt.

Offenbarung 4

1 Danach, als ich aufblickte, sah ich am Himmel eine offene Tür. Dieselbe Stimme, die schon vorher zu mir gesprochen hatte, gewaltig wie der Schall einer Posaune, sagte: »Komm herauf! Ich will dir zeigen, was in Zukunft geschehen muss.«
2 Sofort ergriff mich Gottes Geist, und dann sah ich: Im Himmel stand ein Thron, auf dem jemand saß.
3 Die Gestalt leuchtete wie ein Edelstein, wie ein Jaspis oder Karneol. Und um den Thron strahlte ein Regenbogen, schimmernd wie lauter Smaragde.
4 Dieser Thron war von vierundzwanzig anderen Thronen umgeben, auf denen vierundzwanzig Älteste saßen. Sie trugen weiße Gewänder und auf dem Kopf goldene Kronen.
5 Blitze, Donner und gewaltige Stimmen gingen von dem Thron aus. Davor brannten sieben Fackeln: Das sind die sieben Geister Gottes.
6 Gleich vor dem Thron war so etwas wie ein Meer, durchsichtig wie Glas, klar wie Kristall. Unmittelbar um den Thron herum standen vier mächtige Lebewesen, die überall mit Augen bedeckt waren.
7 Die erste dieser Gestalten sah aus wie ein Löwe, die zweite glich einem Stier; die dritte hatte ein Gesicht wie ein Mensch, und die vierte glich einem fliegenden Adler.
8 Jede dieser Gestalten hatte sechs Flügel. Auch die Flügel waren innen und außen voller Augen. Unermüdlich, Tag und Nacht, rufen sie:
»Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
der allmächtige Gott,
der schon immer war,
der heute da ist
und der kommen wird!«
9 Diese vier Lebewesen loben und preisen den, der vor ihnen auf dem Thron sitzt und immer und ewig leben wird.
10 Und jedes Mal fallen die vierundzwanzig Ältesten dabei vor ihm nieder und beten den an, dem alle Macht gegeben ist und der ewig lebt. Sie legen ihre Kronen vor seinem Thron nieder und rufen:
11 »Dich, unseren Herrn und Gott, beten wir an. Du allein bist würdig, Ehre und Ruhm zu empfangen und für deine Macht gepriesen zu werden. Denn du hast alles erschaffen. Nach deinem Willen entstand die Welt und alles, was auf ihr lebt.«

Offenbarung 4, Verse 1-11

Was für eine Szene! Könnte aus einem Fantasy-Streifen sein. Ist aber die Beschreibung eines Menschen, der versucht das Geschehen um Gottes Thron zu beschreiben. In der Gegenwart dieses gewaltigen allmächtigen Gottes gibt es Eine Erkenntnis, die Jeder hat bzw. haben wird.

Die 4 Gestalten rufen Tag und Nacht:

»Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
der allmächtige Gott,
der schon immer war,
der heute da istund der kommen wird!«

Und die 24 Ältesten fallen vor ihm nieder, legen ihre Kronen vor seinen Thron und rufen:

»Dich, unseren Herrn und Gott, beten wir an.
Du allein bist würdig, Ehre und Ruhm zu empfangen
und für deine Macht gepriesen zu werden.
Denn du hast alles erschaffen.
Nach deinem Willen entstand die Welt
und alles, was auf ihr lebt.«

In seiner Gegenwart gibt es keine Probleme oder Sorgen. In seiner Gegenwart verschwindet alles, was Dich hier auf der Erde quält. Wenn die geballte Größe Gottes Dir begegnet, kannst Du nichts anderes mehr sehen, als Ihn. Seine Präsenz erfüllt den ganzen Raum. Wenn ich das so lese, habe ich den Eindruck, dass ich nur sehr selten wirklich in die Gegenwart Gottes eintauche. Zu oft geht es mir auch in der Gemeinschaft mit Gott immer noch um mich. Ich will gesegnet werden und mir soll es gut gehen. Ich glaube wir müssen lernen uns immer wieder loszulassen um uns einfach in der Gegenwart Gottes zu verlieren. Das bringt Ordnung und Klarheit und den Fokus auf das, was bleibt.

Offenbarung 3

1 »Schreib an den Engel der Gemeinde in Sardes:
Das sagt der, dem die sieben Geister Gottes dienen und der die sieben Sterne in seiner Hand hält. Ich weiß alles, was du tust. Du giltst als lebendige Gemeinde, aber in Wirklichkeit bist du tot.
2 Wach auf und stärke, was bei euch noch lebendig ist, bevor auch das noch stirbt. Denn ich sehe, dass deine Taten vor Gott nicht bestehen können.
3 Hast du denn ganz vergessen, wie du Gottes Botschaft gehört und aufgenommen hast? Besinn dich wieder darauf und kehr um zu Gott. Wenn du nicht wach wirst, werde ich plötzlich da sein, unerwartet wie ein Dieb. Und du wirst nicht wissen, wann ich komme.

Offenbraung 3, Verse 1-3

In allen Gemeinden gibt es Dinge, die vorbildlich sind und Dinge, die verkehrt laufen. Und auch als Christen haben wir unsere Hoch- und Tiefphasen. Manchmal sind wir wie eingeschlafen und Gottes Botschaft ist nur noch etwas, womit wir uns so am Rande beschäftigen. Wenn noch genügend Zeit ist, schaue ich mal in die Bibel oder in ein Andachtsbuch. Ansonsten gibt es da so viele Dinge, die mega interessant sind. Aus der Bibel hör ich schon genug in der Kirche/Livestreams. Wichtig ist doch, dass ich immer auf dem Laufenden bin, was aktuell in der Welt vor sich geht.

Wenn ich so denke, dann muss ich mir an die eigene Nase fassen und mich darauf zurück besinnen, wer Gott ist und dass Er das Ende schon längst festgelegt hat. Wichtig ist nicht die neueste Propaganda die durch die Medienlandschaft verbreitet wird, sondern dass Gott Dich liebt und gerne mit Dir zusammen Zeit verbringt.

7 »Schreib an den Engel der Gemeinde in Philadelphia:
Das sagt dir der eine, der heilig und wahrhaftig ist. Er allein hat als Davids Nachkomme den Schlüssel zum Heil. Wo er aufschließt, kann niemand mehr zuschließen; wo er aber zuschließt, kann niemand mehr öffnen.
8 Ich weiß, was du getan und geleistet hast. Sieh, ich habe dir eine Tür geöffnet, die niemand verschließen kann. Deine Kraft ist klein; doch du hast an dem, was ich gesagt habe, festgehalten und dich unerschrocken zu mir bekannt.

Offenbarung 3, Verse 7 und 8

Und noch ein Punkt mehr sich mit Gott zu beschäftigen statt mit Menschen, die meinen Macht zu haben. Wenn Gott Dir eine Tür aufschließt, kann keiner diese zuknallen. Egal mit wie viel Macht und Einfluss. Wenn Gott für Dich ist, ist es zwecklos für Jeden, der sich gegen Dich stellt.

19 Bei allen, die ich liebe, decke ich die Schuld auf und erziehe sie mit Strenge. Nimm dir das zu Herzen und kehr um zu Gott!
20 Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.
21 Wer durchhält und den Sieg erringt, wird mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich mich als Sieger auf den Thron meines Vaters gesetzt habe.

Offenbraung 3, Verse 19-21

Wenn Jesus zu Dir kommt, dann in Liebe und weil er Dein Herz für sich gewinnen will. Wenn Jesus zu Dir kommt, dann, weil er mit Dir Zeit verbringen möchte und Dich am Ende dort haben will, wo er selbst ist. Auf dem Thron.

Offenbarung 2

1 »Schreib an den Engel der Gemeinde in Ephesus:
Der in seiner rechten Hand die sieben Sterne hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern umhergeht, der lässt dieser Gemeinde sagen:
2 Ich weiß, wie viel Gutes du tust, weiß von all deiner Arbeit, und ich kenne auch deine Standhaftigkeit. Es ist gut, dass du die Bösen in eurer Mitte nicht duldest und die als Lügner entlarvst, die sich als Apostel ausgeben und es doch nicht sind.
3 Weil du dich zu mir bekennst, musstest du geduldig Schweres ertragen, und du hast niemals aufgegeben.
4 Aber eines habe ich an dir auszusetzen: Von deiner anfänglichen Liebe ist nicht mehr viel übrig.
5 Weißt du noch, mit welcher Hingabe du einmal begonnen hast? Was ist davon geblieben? Kehr um und handle wieder so wie zu Beginn. Sonst werde ich kommen und deinen Leuchter von seinem Platz stoßen.
6 Eins aber will ich dir zugutehalten: Dir ist das Treiben der Nikolaïten ebenso verhasst wie mir.
7 Wer Ohren hat, soll hören, was Gottes Geist den Gemeinden sagt. Wer durchhält und den Sieg erringt, dem will ich die Früchte vom Baum des Lebens zu essen geben, der in Gottes Paradies steht.«

Offenbarung 2, Verse 1-7

Wie viel Liebe ist noch übrig in Deinem und meinem Leben? Mit welcher Hingabe verfolgst Du Gottes Pläne? Die Quelle der bedingungslosen Liebe sprudelt in Dir. Bist Du dir dessen bewusst und sorgst dafür, dass nichts und niemand sie verstopft?

Wir begegnen Menschen. Was nehmen diese Menschen mit? Schau Dir diese Welt an und Du siehst wie sie immer mehr ihre böse Fratze zeigt. Die Ungerechtigkeit wird immer offensichtlicher. Ein passendes Zitat dazu von Alexander Issajewitsch Solschenizyn. Er lebte zur Stalinzeit, aber was er damals sagte, passt auch sehr gut in die heutige Zeit:

„Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter.“

Alexander Issajewitsch Solschenizyn

Und in dieser Zeit, wo jeder sich selber sein Nächster ist, dürfen wir uns besinnen. Es geht nicht darum hauptsache irgendwie das eigene Überleben zu sichern und alles andere um uns zu vergessen. Die bloße Existenz ist noch kein Leben. Bedingungslose Liebe, Gotte Liebe bringt wahres Leben hervor und genau das strahlen wir als seine Kinder aus. Mit anderen Worten: Stell Dein Licht nicht untern Scheffel, sondern sei der Lichtblick für die Menschen um Dich herum. An Deiner Liebe erkennen die Menschen dann, dass es Gott gibt und er sie bedingungslos liebt.

Offenbarung 1

10 An einem Sonntag ergriff mich Gottes Geist. Ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, durchdringend wie eine Posaune:
11 »Schreib alles auf, was du siehst, und sende das Buch an die sieben Gemeinden: nach Ephesus, Smyrna und Pergamon, nach Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea.«
12 Ich drehte mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Da sah ich sieben goldene Leuchter.
13 Mitten zwischen ihnen stand einer, der wie ein Mensch aussah. Er hatte ein langes Gewand an, und um die Brust trug er einen goldenen Gürtel.
14 Seine Haare waren so hell wie reine Wolle, ja, weiß wie Schnee. Seine Augen leuchteten wie die Flammen eines Feuers,
15 die Füße glänzten wie glühende Bronze im Schmelzofen, und seine Stimme dröhnte wie das Tosen einer mächtigen Brandung.
16 In seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne, und aus seinem Mund kam ein scharfes, doppelschneidiges Schwert. Sein Gesicht leuchtete strahlend hell wie die Sonne.
17 Als ich das sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Aber er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte,
18 und ich bin der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich für immer und ewig, und ich habe Macht über den Tod und das Totenreich.

Offenbarung 1, Verse 10-18

Was für eine Beschreibung. So ein krasser Gegensatz zu dem Kind in der Krippe. Johannes sieht jemanden mitten zwischen den Leuchtern stehen und er beschreibt ihn: Er sah aus wie ein Mensch. Jesus Christus ist Mensch geworden und bleibt es auch. Aber er ist auch Gott und seine göttliche Herrlichkeit überstrahlt seine Menschlichkeit. Deswegen finde ich die Beschreibung von Johannes ziemlich passend. Die Augen leuchten wie Flammen eines Feuers. Die Füße glänzen wie glühende Bronze. Seine Stimme dröhnt wie das Tosen einer mächtigen Brandung. Das hat keine Ähnlichkeit von einem hilflosen Baby in einer Futterkrippe.

Mit seiner rechten Hand hält er sieben Sterne. Aus seinem Mund kommt ein doppelschneidiges Schwert und sein Gesicht leuchtet. Nicht irgendwie. Johannes zieht den Vergleich, der für ihn am Nächsten dran ist. So strahlend hell wie die Sonne.

Das hört sich so surreal an. Einfach nicht von dieser Welt. Und genau so ist es. Diese majestätische Erscheinung lässt Johannes wie tot vor seinen Füßen niederfallen. Wir bekommen hier einen kleinen Vorgeschmack. Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie Jesus mit seiner Präsenz einfach den ganzen Raum erfüllt. Und wir fallen einfach um. Überwältigt von seiner Macht und Herrlichkeit. Staunend über seine Gnade, die uns ermöglicht mit ihm zusammen zu sein.

17 Als ich das sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Aber er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte,
18 und ich bin der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich für immer und ewig, und ich habe Macht über den Tod und das Totenreich.

Offenbarung 1, Verse 17-18