Archiv der Kategorie: Matthäus

Lukas 18

15 Einige Eltern brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger sahen das, fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
16 Doch Jesus rief die Kinder zu sich und sagte: »Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn Menschen wie ihnen gehört Gottes Reich.
17 Ich versichere euch: Wer sich Gottes Reich nicht wie ein Kind schenken lässt, der wird ganz sicher nicht hineinkommen.«

Schonmal erlebt, wie ein Kind sein Geschenk auspackt. Voller Freude und Begeisterung. Yes, ich hab ein Geschenk bekommen. Da ist nichts zu merken von: Hab ich das überhaupt verdient? Ich muss doch auch was dafür tun. Und selbst wenn es ein Riesen Geschenk ist, was sich die Eltern echt was kosten haben lassen. Ist das nicht etwas teuer? Das fragt kein Kind, selbst wenn es die Ahnung hat, dass das ziemlich wertvoll ist. Und die Augen leuchten und das Kind feiert einfach seine Geschenke.

Das ist der richtige Weg, wie Du dir Gottes Reich schenken lässt.

Matthäus 28

8 Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten.

Die Botschaft von Jesu Auferstehung ist so krass, dass die Frauen erschrocken weglaufen. Aber gleichzeitig ist sie so gut, dass plötzlich eine Freude da ist, die sie selbst nicht beschreiben können.

Wenn ich nicht immer wieder neu darüber nachdenke, verblasst diese Botschaft für mich. An Ostern erinnern wir uns zwar immer wieder dran, aber Ostern ist eben nur 1 mal im Jahr. Deswegen begegnet Gott mir immer wieder und ich merke: „Wow, nichts ist so bedeutsam wie Ostern!“ Und dann kommt auch wieder die unbeschreibliche Freude. „Diese Botschaft müssen Alle hören!“

Und damit kommen wir zu Jesu Missionsbefehl:

18 Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: »Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten.
19 Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!
20 Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!«

Wie soll ich von Gott erzählen? Oder im frommen Slang: Wie soll ich ein Zeugnis ablegen? Das sind Fragen, die ich mir stelle, wenn ich vergessen hab, was passiert ist. Was ist an Ostern passiert und welche Auswirkung hat das auf mich und mein Leben? Das ist die richtige Frage. Dann spür ich auch wieder diese unbeschreibliche Freude und mit dieser Begeisterung frage ich nicht mehr nach dem WIE, oder „Was denken die Leute über mich?“ Gott selber spricht dann durch mich.

Matthäus 27

50 Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb.
51 Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten.
52 Gräber öffneten sich, und viele Verstorbene, die nach Gottes Willen gelebt hatten, erwachten vom Tod.
53 Nach der Auferstehung von Jesus verließen sie ihre Gräber, gingen in die heilige Stadt Jerusalem hinein und erschienen dort vielen Leuten.

WAS GEHT AB? Jesus stirbt und im selben Augenblick passieren so viele krasse Dinge. Es ist die Liebe, die Jesus ans Kreuz gehen liess. Und die Liebe, die Gott den Vorhang wie ein Blatt Papier zerreißen lässt. Bisher mussten immer Tiere geopfert werden und nur einmal pro Jahr durfte der Hohepriester ins Allerheiligste vor Gott treten. In dem Augenblick, wo alle Sünde gesühnt war, im selben Augenblick bekommt die ganze Menschheit den Zugang zu Gott. Wann und wie oft im Jahr?

Für immer und ewig. Kein Limit mehr.

Jeder einzelne Mensch darf ab diesem Zeitpunkt zu Gott kommen und mit ihm leben. Jesus hat sich um Deine Schulden gekümmert. Du darfst das Geschenk annehmen oder Du kannst weiter so leben, als hätte niemand Deine Schulden bezahlt. Wenn Du sie unbedingt selber zurückzahlen willst, steht es Dir frei, das zu tun. Einizges Problem dabei: Du wirst es nicht schaffen. Deswegen kam Jesus ja auf die Erde.

52 Gräber öffneten sich, und viele Verstorbene, die nach Gottes Willen gelebt hatten, erwachten vom Tod.

Jesus ging in den Tod. Und das war der Zeitpunkt, wo der Tod dem Tod ins Auge sehen musste. Hier kam jemand, der zwar zu 100% Mensch war. Aber dieser Mensch war auch zu 100% Gott.

Es kam zu einer Machtverschiebung. Vorher hatte der Tod die Menschen in seiner Macht. Niemand konnte sich dem Tod entziehen. Und auch heute glauben Menschen, dass sie dem Tod ausgeliefert sind, weil sie dieser Geschichte nicht glauben. Als Christen nennen wir es immer noch Tod, wenn wir sterben, aber die Wahrheit ist: Wir schlafen und warten darauf bis Jesus uns aufweckt und das Leben beginnt, das Gott für uns schon immer im Sinn hatte.

Matthäus 26

Dies Kapitel ist mit 75 Versen das längste im Matthäusevangelium. 2 Verse sind mir besonders aufgefallen.

29 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn wieder im Reich meines Vaters mit euch trinken werde.«

Jesus verändert ein Fest. Das Passahfest, das schon immer auf den Messias hindeutete, bekommt endlich seine richtige Bedeutung. Jesus weiß, was ihm bevorsteht und er feiert noch mal ein letztes Mal mit seinen Jüngern dieses Fest mit seinen Jüngern und gibt dem Abendmahl eine neue Bedeutung.

Was lernen wir aus diesem Vers? In Gottes Reich gibt es Wein. Für gute Stimmung ist also gesorgt. 😉 Natürlich brauchen wir dafür keinen Wein, weil Gott selber unsere Freude sein wird. Trotzdem sagt Gott: Wein gefällt mir. Und der kommt bei uns auch auf den Tisch.

Dann sagt Jesus, dass er den Wein erst wieder trinken wird, wenn er wieder mit seinen Jüngern vereint ist. Als wiedergeborene Christen sind wir ebenfalls seine Jünger und dürfen uns genau darauf freuen. Wein steht in der Bibel für Freude und mehr Freude geht nicht, als zu erleben wie Jesus Christus seine Herrschaft antritt. Wenn Du dich nicht darauf freust, dann hast Du dich entweder noch nicht für ihn entschieden oder Du bist ein lausiger Bibelleser. Schau Dir an, wie Jesus hier auf der Erde gelebt hat und dann stell Dir vor, wie das Leben aussieht, wenn er der König über die ganze Welt ist.

41 Bleibt wach und betet, damit ihr der Versuchung widerstehen könnt. Ich weiß, ihr wollt das Beste, aber aus eigener Kraft könnt ihr es nicht erreichen.«

Jesus betet und man kann seine Menschlichkeit erkennen. Jesus ist vollkommen Gott und vollkommen Mensch. Scheinbar ein Paradox, aber im Himmel wird es sich hoffentlich aufklären. Mit meinem aktuellen menschlichen Gehirn kann ich’s nicht begreifen. Ok. Jesus ist da nicht knallhart durchgegangen. Ohne zu zucken: „So, ich zieh’s durch!!!“ Nein, Jesus würde gerne diesem Leiden aus dem Weg gehen und sein Gebet war ein Kampf. Auch wünschte er sich so sehr die Unterstützung von seinen Jüngern, aber diese schliefen ein.

Im ersten Teil des Verses könnte man noch sagen, dass der Fokus auf Dich und auf mich gerichtet ist: Wir sollen wach bleiben und beten, dann können wir der Versuchung widerstehen. Und das ist absolut korrekt und es funktioniert. Der zweite Teil zeigt Dir, dass Du das nicht aus eigener Kraft schaffst, egal wie sehr du das willst. Und damit wandert der Fokus auf die Lösung. Auf Gott den Vater, auf Jesus Christus, auf den Heiligen Geist.

Fazit: Wenn Gott in Dir lebt und Du Dir dessen bewusst bist, kann es im Leben zwar immer noch anstrengend werden, aber Du gehst als Gewinner aus dem Kampf. So wie Jesus. Er wollte das Leid nicht und trotzdem ging er da durch. Liegt Dein Fokus aber bei Dir selbst, wird es definitv noch anstrengender und am Ende des Kampfes liegst Du am Boden.

Deswegen ist es wichtig, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, weil das Ziel gleichzeitig die Lösung ist. Und damit meine ich nicht den Wein. 😉

Matthäus 25

Vers 40: Der König wird ihnen dann antworten: ›Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‹

Vers 45: Darauf wird ihnen der König antworten: ›Ich versichere euch: Die Hilfe, die ihr meinen geringsten Brüdern und Schwestern verweigert habt, die habt ihr mir verweigert.‹

Es geht um zwei verschiedene Lebensstile:

„Ich mich meiner mir, Herr segne diese vier.“ Das wäre ein Lebensstil. Und der andere ist der, den Johannes der Täufer gelebt hat und folgendermaßen ausdrückt: „Christus soll immer wichtiger werden, und ich will immer mehr in den Hintergrund treten.“

Bei dem einen Lebensstil lebst Du so, als würdest Du für immer auf dieser Erde bleiben müssen. Beim zweiten Lebensstil liegt Dein Fokus auf das ECHTE Leben. Und Du begreifst, dass Du hier nur ausgebildet wirst, um ewig mit Jesus Christus zu herrschen.

Schaust Du nur auf das Leben hier auf der Erde, denkst Du schnell in Mängeln und Verlust. Statt zu begreifen, dass Dir alles schon gehört. Wenn Du das verstehst, kannst Du auch geben und helfen, ohne Angst davor zu kurz zu kommen.

Eigentlich ist es immer das Gleiche: Solange Deine Illusionen Dir vorschreiben was wahr ist, wird es anstrengend ein gutes Leben zu führen. Erst wenn die Wahrheit des ewigen Lebens realer wird, als alles was Dir auf dieser Erde begegnet, wird es einfacher.

Matthäus 24

23 »Wenn dann jemand zu euch sagt: ›Seht her, hier ist der Christus!‹ oder: ›Dort ist er!‹, glaubt ihm nicht!
24 So mancher wird sich nämlich als ›Christus‹ ausgeben, und es werden falsche Propheten auftreten. Sie vollbringen große Zeichen und Wunder, um – wenn möglich – sogar die Auserwählten Gottes irrezuführen.
25 Denkt daran: Ich habe es euch angekündigt!
26 Wenn also jemand zu euch sagt: ›Kommt und schaut, der Retter ist draußen in der Wüste‹, so geht nicht hin. Oder wenn man behauptet: ›Hier in diesem Haus hält er sich verborgen‹, dann glaubt es nicht.
27 Denn der Menschensohn kommt für alle sichtbar – wie ein Blitz, der im Osten aufzuckt und den ganzen Himmel erhellt.
28 Dies wird so gewiss geschehen, wie sich die Geier um ein verendetes Tier scharen.«

Wenn Jesus wiederkommt, wird es niemanden geben, der das anzweifeln wird. Er kommt für alle sichtbar. Wenn irgendjemand „die Welt retten“ will und Stimmen laut werden: Das muss Christus sein. Dann nimmt Dir dieser Bibeltext sofort den Wind aus den Segeln. In Vers 25 warnt Jesus seine Jünger eindringlich: Leute, denkt dran: Ich hab’s euch gesagt!

Keiner weiß den Zeitpunkt, wann Jesus wiederkommt. Einige haben es versucht, haben Vorhersagen gemacht und sind mächtig auf die Schnauze gefallen. Wenn Jesus sagt: Niemand weiß es, außer Gott, der Vater. Dann ist das so.

42 Deshalb seid wachsam und haltet euch bereit! Denn ihr wisst nicht, wann euer Herr kommen wird.
43 Eins ist euch doch klar: Wenn der Hausherr wüsste, wann ein Dieb bei ihm einbrechen will, würde er wach bleiben und sich vor dem Einbrecher schützen.
44 Seid also zu jeder Zeit bereit, denn der Menschensohn wird gerade dann kommen, wenn ihr am wenigsten damit rechnet!«

Wie sehr rechnest Du mit dem Wiederkommen Jesu? Ist es für Dich realistisch, dass er heute kommt? Wie real ist die Zukunft für Dich, die wir in der Bibel lesen. Die Zeiten können sich so rasant ändern. Wer hätte Ende 2019 gedacht, was nur ein paar Monate später auf der Welt abgeht?

Wie oft hast Du Muskelkater im Gesicht, weil Du es nicht schaffst Dein Dauergrinsen zu unterdrücken, weil Deine Gedanken bei Gott sind und Du die fantastisch phänomenale Zukunft jetzt schon spürst? Weil ein Teil von Dir schon in ihr lebt? Anders ausgedrückt: Wie bewusst bist Du dir, dass der Heilige Geist in Dir lebt und damit auch die Herrlichkeit Gottes?

Das sind die Fragen, die Krisen verblassen lassen.
In welcher Realität lebst Du? In Gottes Realität!

Es gibt keine Andere. Alles andere sind nur Illusionen. Unzählige Fata Morgana(s), mit denen Menschen ihr Leben zu meistern versuchen. Du kannst in Deiner „selfmade“ Matrix leben. Aber irgendwann setzt sich eine Realität durch und das ist die von Gott. Es hat den Anschein, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt, aber im Endeffekt leben wir in Gottes Welt.

Du kannst gar nicht in Deiner Welt leben, weil Du gar keine hast. 😉

Matthäus 23

Dieses Kapitel ist heftig. Jesus kritisiert hier die Pharisäer und Schriftgelehrten extrem.

„Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler!“ Sieben mal findest Du diese Aussage. Und dann kommen so krasse Bilder, wie:

  • Ihr seid wie die weiß getünchten Grabstätten: Von außen erscheinen sie schön, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung.

  • Ihr wascht eure Becher und Schüsseln von außen ab, doch gefüllt sind sie mit dem, was ihr anderen in eurer Gier genommen habt.

  • Sogar von Küchenkräutern wie Minze, Dill und Kümmel gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber die viel wichtigeren Forderungen Gottes nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue sind euch gleichgültig.

Niemand, der das Leben der Pharisäer und Schriftgelehten von außen betrachtet, würde behaupten:

Das sind richtig schlechte, böse Menschen. „Was für ein Vorbild !!!“ Das wären die Worte. Aber Jesus sieht tiefer und hält ihnen den Spiegel hin.

Ich weiß nicht, ob der ein oder andere sich dies zu Herzen genommen hat. Von zwei Männern, die aus dem Kreis der Pharisäer und Schriftgelehrten kamen, wissen wir, dass sie Jünger Jesu waren. Vielleicht kamen sie durch diese Rede Jesu zur Besinnung. Ich weiß es nicht und hab mich damit nicht tiefer beschäftigt.

Aber in der Regel lassen wir Kritik an uns abprallen. Und finden Ausreden und Entschuldigungen für unser Verhalten. Das ging den meisten Pharisäern und Schriftgelehrten damals auch so.

Der Gedanke, den ich aus diesem Kapitel mitnehme ist: Egal, was passiert, Jesus weiß bereits was Sache ist. Und er wünscht sich nichts mehr, als dass wir zu ihm kommen und ehrlich alles vor ihm hinlegen.

Er sieht die Verwesung, den Dreck in unseren Bechern und das Verhältnis, wie empfindlich wir auf Kleinigkeiten reagieren, und bei wichtigen Dingen nur die Achseln zucken. Er sieht deine und meine Unfähigkeit, wirklich gut zu sein.

Gott erwartet nicht, dass wir uns mehr anstrengen unerträgliche Forderungen zu erfüllen, sondern die Lasten zu ihm bringen. Gott erwartet nicht, dass Du die Lösung auf Deine Fragen selbst findest. Er ist die Lösung. Und das will er für Dich sein. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute.

Matthäus 22

15 Da kamen die Pharisäer zusammen und berieten, wie sie Jesus mit seinen eigenen Worten in eine Falle locken könnten.
16 Sie schickten ein paar von ihren Jüngern und einige Anhänger von König Herodes zu ihm. Die fragten ihn scheinheilig: »Lehrer, wir wissen, dass es dir allein um die Wahrheit geht. Du sagst uns klipp und klar, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Du redest den Leuten nicht nach dem Mund – ganz gleich, wie viel Ansehen sie besitzen.
17 Deshalb sage uns: Ist es eigentlich Gottes Wille, dass wir dem römischen Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?«
18 Jesus durchschaute ihre Hinterhältigkeit. »Ihr Heuchler!«, rief er. »Warum wollt ihr mir eine Falle stellen?
19 Zeigt mir eines der Geldstücke, mit denen ihr die Steuern bezahlt!« Sie gaben ihm eine römische Münze.
20 Er fragte sie: »Wessen Bild und Name sind hier eingeprägt?«
21 Sie antworteten: »Die des Kaisers.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Nun, dann gebt dem Kaiser, was ihm zusteht, und gebt Gott, was ihm gehört!«
22 Diese Antwort überraschte sie. Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.

Ich mag diese Geschichte.
»Lehrer, wir wissen, dass es dir allein um die Wahrheit geht. Du sagst uns klipp und klar, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Du redest den Leuten nicht nach dem Mund – ganz gleich, wie viel Ansehen sie besitzen.

Bis hierhin klingt alles super. Alles wunderbar. Doch dann kommt die Frage: Ist das jetzt Gottes Wille oder nicht? Sollen wir Steuern zahlen oder nicht? Sag uns Deine Antwort: A oder B?

Da steckt schon ziemlich viel Manipulation dahinter. Mag sein, dass die Pharisäer nur die beiden Antworten sahen. Dass es für sie nur diese beiden Möglichkeiten gab.

Aber Gott, egal ob Vater, Sohn oder Heiliger Geist, Gott ist unbegrenzt in seinen Möglichkeiten.

An dieser Stelle baut er etwas Kontext auf und stellt dann eine Gegenfrage. Er lässt die Frage zum Teil von den Fragestellern selbst beantworten.

Mindestens 2 Dinge kann ich hieraus mitnehmen:

  1. Gott hat Möglichkeiten. Wenn Du ein Problem hast, also eine Frage, auf die Du noch keine Antwort hast. Und Du siehst nur ganz wenige Chancen, dieses zu lösen. Glaub es einfach: Gott hat unendlich Optionen.

  2. Daraus folgt: Es gibt keine Sackgassen. Nicht für Dich, wenn Du ein Kind des Größten Königs bist. Lerne Deine Fragen so zu stellen, dass in Deiner Frage schon sichtbar wird: Du erkennst Gott als den Allmächtigen, Dich liebenden Vater an.

Statt zu fragen: Wie komme ich hier raus, Gott? Frage einfach: Ich hab zwar keinen Plan, wie das jetzt weitergeht, aber Du hast einen Plan und ich freu mich jetzt schon staunen zu dürfen, wie Du das diesmal hinbekommst.

Matthäus 21

12 Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um
13 und rief ihnen zu: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹, ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!«
14 Noch während Jesus im Tempel war, kamen Blinde und Gelähmte zu ihm, und er heilte sie.
15 Als die obersten Priester und die Schriftgelehrten seine Wundertaten sahen und die Kinder bemerkten, die auch noch im Tempel riefen: »Gelobt sei der Sohn Davids!«, wurden sie wütend
16 und fragten Jesus: »Hörst du eigentlich, was die Kinder da schreien?«
»Ja, ich höre es«, antwortete Jesus. »Habt ihr denn nie gelesen: ›Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge lässt du dein Lob erklingen‹?«
17 Damit ließ er sie stehen und ging aus der Stadt nach Betanien, um dort zu übernachten.

Jedes mal wenn ich diese Geschichte lese, dann wird mir neu bewusst: Jesus ist die Liebe in Person.

Lies es nochmal aufmerksam durch, Vers 12: Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die die Stände der Taubenverkäufer um

Und beantworte jetzt die Frage: Ist das Liebe? Rausjagen und Tische umschmeißen. Oh yes. Jesus lebte sein Leben in Liebe zu Gott und zu den Menschen. Er lebte hingegeben. Er konnte es nicht ertragen, zu sehen, wie das Haus Gottes von einem Ort des Gebets zu einer Räuberhöhle wurde.

Es ging dort nicht mit rechten Dingen zu. Profitgier und wirtschaftliche Interessen lösten den Platz des Gottvertrauens ab.

Das fanden die obersten Priester und Schriftgelehrten sicher nicht gut. Der macht ja das Geschäft kaputt. Und dann heilt er auch schon wieder Blinde und Gelähmte. Als die Kinder dann riefen: „Gelobt sei der Sohn Davids!“ wird es zu viel. »Jesus, hörst du eigentlich, was die Kinder da schreien?« Wenn Jesus tatsächlich der Sohn Davids ist, dann ist er der Messias. Und das konnte doch unmöglich sein. Der Messias wird uns befreien. Er soll nicht unsere Autorität untergraben und auch nicht unser Geschäft kaputt machen. Befrei uns von den Römern und dann ist gut.

Ich glaube Jesu Aktion mit Tische umschmeißen und Händler rausjagen war nochmal so ein letzter krasser Weckruf für die Obersten des Volkes. Hey Leute, schaut nochmal genau hin. »Habt ihr denn nie gelesen: ›Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge lässt du dein Lob erklingen‹?« Mit dieser Aussage schießt er den Vogel komplett ab. Jesus zeigte den Schriftgelehrten und Pharisäern öfter, dass er der Messias ist. Aber an dieser Stelle noch mal ganz besonders.

Jesus positioniert sich selber immer so, dass Du ihn als König anerkennst und ihn liebst oder dass Du Dich ärgerst und ihn ablehnst. Ein Mittelding gibt es nicht. Wenn Du die Mitte suchst, wird er Dich derart provozieren, bis Du eine klare Entscheidung triffst. Warum er das macht, ist schlicht und ergreifend Liebe.

Die obersten Priester und Schriftgelehrten müssten allein aufgrund ihres Wissens, Jesus als Messias anerkennen. Doch sie wollten nicht. Es gibt diese Augenblicke, wo sich Gott Dir zu erkennen gibt. Doch Deinen Willen wird Gott immer respektieren. Du darfst entscheiden.

Matthäus 20

11 Da beschwerten sie sich beim Grundbesitzer:
12 ›Die Leute, die du zuletzt eingestellt hast, haben nur eine Stunde gearbeitet, und du zahlst ihnen dasselbe wie uns. Dabei haben wir uns den ganzen Tag in der brennenden Sonne abgerackert!‹
13 ›Mein Freund‹, entgegnete der Grundbesitzer einem von ihnen, ›ich tue dir doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt?
14 Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal auch dem Letzten genauso viel geben wie dir.
15 Darf ich mit meinem Besitz denn nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?‹
16 Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten.«

Worum geht’s hier? Ist es egal, ob wir mehr und länger in Gottes Reich tätig sind? Hat das keine Auswirkungen? Doch, ich glaube schon. Wir erinnern uns, es gibt Lohn für ein kaltes Glas Wasser.

Ich glaube, der Wichtigste Punkt, den Jesus hier klar machen möchte:

Gottes Prinzipien unterscheiden sich krass von den Prinzipien auf dieser Welt.

Mit Leistungsdenken kommst Du bei Gott nicht weit. Unsere Arbeitgeber sind uns etwas schuldig für unsere Zeit, die wir auf Arbeit verbringen. Gott wird Dir nie etwas schuldig sein.

Dann: Gott ist so heftig großzügig und gnädig und will uns so über alle Maßen beschenken. Verhandel nicht mit Gott !!! Auf der Erde sollten wir schon verhandeln. Wir können viel dadurch gewinnen. Aber nicht bei Gott. Das ist der einzige Verhandelspartner, wo Du besser abschneidest, wenn Du keinen Vertrag mit ihm machst.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann sind diese umgekehrten Prinzipien Gottes vermutlich der Grund, warum Menschen die An-Jesus-Gläubigen belächeln. Weil sie glauben, dass die Prinzipien mit dem Leistungsdenken und Verhandeln für jeden und immer gelten.

Was kommt dabei heraus? Du spielst „Monopoly“ mit den Spielregeln von „Mensch-ärger-Dich-nicht“. Chaos!!! Es passt einfach nicht zusammen.

Du solltest die Spielregeln kennen. Und die findest Du wo? Genau, in der Bibel. Und da lernst Du dann auch, dass das Leben kein Spiel ist.