Markus 6

Im vorigen Kapitel tat Jesus ein Wunder nach dem anderen und jetzt schauen wir uns an, was in seiner Heimat passiert:

1 Jesus verließ diese Gegend und kehrte mit seinen Jüngern in seinen Heimatort Nazareth zurück.
2 Am Sabbat lehrte er dort in der Synagoge. Viele Leute hörten ihm zu und waren tief beeindruckt von ihm. Sie fragten: »Wie ist so etwas nur möglich? Woher hat er diese Weisheit? Wie können solche Wunder durch ihn geschehen?
3 Er ist doch der Zimmermann, Marias Sohn. Wir kennen seine Brüder Jakobus, Joses, Judas und Simon. Und auch seine Schwestern leben hier bei uns.«
So kam es, dass sie ihn ablehnten.
4 Da sagte Jesus: »Nirgendwo gilt ein Prophet weniger als in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner eigenen Familie.«
5 Deshalb konnte er dort keine Wunder tun. Nur einigen Kranken legte er die Hände auf und machte sie gesund.
6 Er wunderte sich über den Unglauben der Leute.

Jesus war bekannt als Zimmermann. Das schloss Schreinertätigkeiten ein, aber auch Handwerkerarbeiten auf dem Bau. Und genau das war sein Branding bei den Menschen, wo er ca. 30 Jahre lebte, wohnte und arbeitete. Die Menschen mussten ihn oft gesehen haben, wie er etwas aus Holz baute oder beim Hausbau aktiv war. Siehe Vers 3: Er ist doch der Zimmermann, Marias Sohn. Und jetzt lässt dieser Mann seine Karierre hinter sich und wird Wanderprediger. Das passte nicht ins Bild der Menschen.

4 Da sagte Jesus: »Nirgendwo gilt ein Prophet weniger als in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner eigenen Familie.«
5 Deshalb konnte er dort keine Wunder tun. Nur einigen Kranken legte er die Hände auf und machte sie gesund.
6 Er wunderte sich über den Unglauben der Leute.

Im Vergleich dazu hier die letzten Verse aus Kapitel 6:

53 Nach ihrer Überfahrt legten sie in Genezareth an.
54 Als sie das Boot verließen, erkannten die Leute Jesus sofort.
55 Von überall holten sie die Kranken, um sie auf ihren Tragen dahin zu bringen, wo sie Jesus gerade vermuteten.
56 Wohin er auch immer kam, in den Dörfern, Städten und draußen auf den Höfen, trug man die Kranken auf die Plätze und Straßen. Die Kranken baten Jesus, wenigstens ein Stück seiner Kleidung berühren zu dürfen; und alle, die das taten, wurden gesund.

In Nazareth konnte er einigen Wenigen helfen, weil der Großteil der Menschen nicht glaubte. In Genezareth werden die Kranken rangekarrt wie Baumaterial. Und alle wollen wenigstens ein Stück seiner Kleidung berühren. Und alle, die das taten, wurden gesund. Die Menschen in Genezareth hatten es einfacher. Sie hatten Jesus nicht die 30 Jahre erlebt, wo er der Tischler und Bauarbeiter war. Sondern für sie war er der Mann, der predigen konnte, wie kein Anderer und heilte, wie noch nie zuvor jemand heilte.

Ich bin mir sicher, dass selbst wir und vor allem ich kein 100%ig richtiges Bild von Jesus Christus habe. Obwohl wir die Bibel haben von vielen Eigenschaften Jesu gehört und gelesen. Karre ich alle meine Probleme vor ihm hin oder lasse ich nur einige wenige Probleme von ihm behandeln?

Die Antwort auf diese Frage zeigt mir, wie viel Glauben schon und wie viel Unglauben noch in mir steckt und dass da noch so viel mehr ist, was in Jesus Christus zu finden ist.

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