3. Mose 1

1 Der Herr rief Mose zum heiligen Zelt und sprach dort mit ihm.
2 Er befahl ihm, den Israeliten diese Botschaft auszurichten: »Wenn jemand von euch mir, dem Herrn, ein Opfer darbringen will, dann soll er dafür ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege aussuchen.
3 Wählt er ein Rind für ein Brandopfer, muss er ein männliches, fehlerloses Tier nehmen, damit mir seine Gabe gefällt. Er soll es zum Eingang des heiligen Zeltes bringen
4 und dort seine Hand auf den Kopf des Tieres legen. Dann werde ich seine Gabe annehmen und ihm seine Schuld vergeben.
5 Vor meinem Heiligtum muss er das Rind schlachten. Die Priester, die Nachkommen Aarons, sollen das Blut auffangen und ringsum an den Altar sprengen, der am Eingang zum heiligen Zelt steht.
6 Der Israelit, der das Tier gebracht hat, zieht ihm dann das Fell ab und zerlegt es.
7 Die Priester zünden auf dem Altar ein Feuer an und schichten Holz darüber.
8 Dann legen sie die Fleischstücke, den Kopf und das Fett des Tieres auf den brennenden Holzstoß.
9 Die Eingeweide und die Unterschenkel muss der Opfernde vorher mit Wasser abwaschen, und der Priester verbrennt das ganze Tier auf dem Altar. Mit solch einem wohlriechenden Opfer erfreut ihr mich, den Herrn.

3. Mose 1, Verse 1-9

Zwischen 4 verschiedenen Arten von Opfern wurde unterschieden. Sündopfer, Speisofer, Friedensopfer und hier im 1. Kapitel beschrieben das Brandopfer. Interessant ist, dass Gott hier mit dem Brandopfer beginnt, obwohl das Sündopfer für uns Menschen am Wichtigsten ist. Eigentlich baut doch alles auf das Sündopfer auf. Ohne Sühne ist Gemeinschaft mit Gott überhaupt nicht möglich. Das ist und bleibt die Grundlage. Daher ist das Sündopfer auch keine Option, sondern absolute Voraussetzung.

Aber das Brandopfer war freiwillig. Hier wird der Mensch aktiv. Das Brandopfer war der Ausdruck seiner Sehnsucht nach Gott. Mit einem solch wohlriechenden Opfer erfreut ihr mich, den Herrn. Alle Opfer weisen auf Jesus Christus hin. Und je mehr Du verstehst, was Gott mit dem perfekten Opfer beabsichtigt hat, desto größer wird der Platz für Brandopfer in deinem Leben. Wenn Du Gemeinschaft mit Gott haben willst, dann bedeutet es sich Zeit zu nehmen für ihn. Außerdem opferst Du Zeit und Energie.

Du machst Dich eins mit der Gabe, wie die Israeliten damals mit dem Handauflegen auf den Kopf des Rindes. Auch musste das Tier fehlerlos sein. Du bringst zwar freiwillig ein Opfer, aber immer nach Gottes Regeln. Der König bestimmt, was ihm gefällt und als Untertane kommst Du nur mit Gaben, die seiner würdig sind. Je mehr wir verstehen, dass wir nicht nur Untertanen sind, sondern auch seine Kinder, haben wir eine ganz andere Qualität der Beziehung.

In Vers 4 heißt es: Dann werde ich seine Gabe annehmen und ihm seine Schuld vergeben. Gott sehnt sich danach, dass der Mensch sich nach ihm sehnt. Gott feiert es, wenn sein perfekter Plan für Dich aufgeht und Du seine Liebe erwiderst, indem Du seine Nähe suchst. Das nimmt er gerne an und vergibt Dir deine Schuld. Als ob Sündenvergebung so nebenbei geschieht. Hier geht es nicht ums Sündopfer, aber im Prinzip ist es so, dass wir ständig etwas tun, was Vergebung benötigt.

Du suchst seine Nähe, Gott freut sich darüber und vergibt Dir. Wenn Du zu Gott kommst mit einem Brandopfer, dann weil Du seine Nähe suchst. Es geht Dir nicht in erster Linie um Sündenvergebung, sondern um das, was dadurch möglich geworden ist. Aus meiner Sicht hatten die Menschen, die damals die meisten Brandopfer brachten, das beste Verständnis von Gott. Das Wichtigste für Gott ist nicht, wie wird das Sündenproblem gelöst. Darum hat er sich vollständig gekümmert. Das Wichtigste ist, wie gut sein Plan aufgeht und ob Du und ich seine Lösung jubelnd annehmen. Wie sehr können wir die Sünde Gott überlassen? Wie stark feiern wir seine Nähe? Wie sehr bestimmt Gottes Gnade mein und Dein Leben? Wo liegt Dein Fokus: Beschwerst Du dich über das Problem, oder feierst Du die absolut geniale Lösung?

Der Sinn des Lebens ist nicht Sündenbewältigung. Der Sinn des Lebens ist und bleibt das Leben selbst. Und das führt uns zu Gott, der das Leben ist. Also feiern wir Gott und die Gemeinschaft mit ihm. Dafür, dass er gut ist und wir immer mehr Details dazu lernen, was seine perfekte Lösung für uns bedeutet.

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