3. Mose 11

Denn ich bin der Herr, ich habe euch aus Ägypten herausgeführt, um euer Gott zu sein! Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin!

3. Mose 11, Vers 45

Das scheint der einzige Vers zu sein, mit dem wir etwas anfangen können. Ansonsten geht es im gesamten Kapitel darum, welche Tiere gegessen werden durften und welche nicht. Was war unrein und was war rein.

1 Der Herr gab Mose und Aaron den Auftrag,
2 den Israeliten dies mitzuteilen:
»Das Fleisch von folgenden Tieren dürft ihr essen: Von den Landtieren
3 sind euch alle erlaubt, die vollständig gespaltene Hufe oder Pfoten haben und wiederkäuen.
4-6 Das Kamel, den Klippdachs und den Hasen dürft ihr aber nicht essen. Denn sie sind zwar Wiederkäuer, haben aber keine gespaltenen Hufe oder Pfoten. Sie müssen bei euch als unrein gelten.
7 Das Schwein hat zwar vollständig gespaltene Hufe, aber es ist kein Wiederkäuer; darum ist es für euch unrein.
8 Esst das Fleisch dieser Tiere nicht und berührt auch nicht ihre Kadaver! Sie sind für euch unrein!

3. Mose 11, Verse 1-8

In Apostelgeschichte erklärt Gott alle Tiere als rein. Also ist dieses Kapitel doch überholt und kann genauso gut gestrichen werden, oder? Alle Schrift ist nützlich, heißt es. Also hat es doch einen Zweck. Na klar. Zum Einen, um die Geschichte zu verstehen. Zum anderen, weil die Bilder sehr gut ins Geistliche übertragen werden können. Ich war selber erstaunt, wo ich mir Auslegungen dazu durchlas.

Wenn Essen dafür steht, etwas in uns aufzunehmen, dann sind wir wieder mitten im Leben. Von überholten Speisevorschriften, die keinen Sinn ergeben und schon lange aufgelöst wurden, zum Alltag eines jeden Christen, egal zu welcher Zeit er lebte und lebt. Das ist interessant. Es gibt Bücher, die veralten und verlieren an ihrer Aktualität. Die Bibel behält diese bei und mir scheint es: Sie wird immer aktueller.

Wiederkäuen bedeutet dann Gottes Wort zu verdauen. Darüber nachzudenken und sich damit zu beschäftigen. Es bedeutet alles, was die Bibellese langweilig macht, sein zu lassen. Für die reine Pflichterfüllung Kapitel für Kapitel durchzulesen ohne Pause gibt es das Bild des Schweins. Vollfressen ohne den Raum und die Zeit des Verdauens ist übel. Bibel lesen ohne darüber nachzudenken ist übel.

Das Kamel durfte nicht gegessen werden. Es war zwar ein Wiederkäuer, aber es hat keine gespaltene Hufe. Die Hufe ist der Fuß des Tieres. Hier geht es um’s gehen. Um den Wandel. Der Lebenswandel, der Lebensstil muss beeinflusst sein, von dem was verdaut wurde. Keine Ahnung, wieso die Bibel die gespaltene Hufe als Bild nimmt, aber sie steht für einen Lifestyle, der von Gott durchdrungen ist. Ein Lifestyle, der sichtbar ist und von den Erkenntnissen bestimmt, die aus Gottes Wort gewonnen wurden.

Im Grunde genommen erteilt die Bibel uns hier eine Lektion, wie Lernen richtig geht. Erst Gottes Wort lesen. Dann nachdenken. Verinnerlichen. Sich das Gelesene zu Eigen machen. Und dann umsetzen. Manche Dinge verstehen und erkennen wir erst, nachdem wir bestimmte Erfahrungen gemacht haben. Aber wir können auch viele Dinge lernen, wenn wir aufmerksam bei der Bibellese sind.

Wir sehen wie andere Menschen lebten und Entscheidungen trafen und wohin sie das führte. Die Bibel lehrt nicht stumpf irgendwelche Theorien. Sie ist voller Geschichten. Deswegen dürfen wir sie nicht auf Dogmen und Theorien reduzieren. Wir dürfen uns für jede Situation das passende Vorbild heraussuchen. Wir können uns an jeder Person in der Bibel orientieren. Bei manchen machen wir es genauso wie sie, bei Anderen genau das Gegenteil. Das ultimative Vorbild ist Gott selbst. In Jesus Christus hat er das perfekte Leben gelebt.

Und damit kommen wir wieder zu Vers 45:

Denn ich bin der Herr, ich habe euch aus Ägypten herausgeführt, um euer Gott zu sein! Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin!

3. Mose 11, Vers 45

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