3. Mose 17

1 Der Herr befahl Mose:
2 »Gib die folgenden Anweisungen an Aaron, seine Söhne und das ganze Volk weiter:
3-4 Jeder Israelit, der mir, dem Herrn, ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege als Gabe darbringen möchte, soll das Tier am Eingang des heiligen Zeltes schlachten. Wer es stattdessen irgendwo innerhalb oder außerhalb des Lagers tut, der ist nicht besser als ein Mörder und lädt große Schuld auf sich. Er hat unerlaubt Blut vergossen und darum sein Leben verwirkt. Er muss aus dem Volk ausgeschlossen werden.
5 Diese Weisung dient dazu, dass die Israeliten ihre Opfertiere, die sie bis jetzt auf freiem Feld geschlachtet haben, von nun an mir, dem Herrn, darbringen. Sie sollen die Tiere zu meiner Ehre am Eingang des heiligen Zeltes dem Priester übergeben und sie dann als Friedensopfer für mich schlachten.

3. Mose 17, Verse 1-5

Nur am Eingang des heiligen Zeltes durften Tiere für Gott geschlachtet werden. Das lief wohl irgendwie aus dem Ruder, dass jeder dort schlachtete, wo er gerade war und Gott nicht mit einbezogen wurde. Am Ende geht es nicht um einen speziellen Ort des Opferns. Der Ort der Anbetung ist im neuen Vertrag ziemlich irrelevant geworden. Es geht um die Geisteshaltung. Bei der Frage des richtigen Ortes für die Anbetung sagt Jesus folgendes:

23 Doch es kommt die Zeit – ja, sie ist schon da –, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.
24 Denn Gott ist Geist. Und wer Gott anbeten will, muss von seinem Geist erfüllt sein und in seiner Wahrheit leben.

Johannes 4, Verse 23-24

Vers 5 macht auch die Reihenfolge deutlich, worum es geht und was der Zweck der Anbetung ist: Sie sollen die Tiere zu meiner Ehre am Eingang des heiligen Zeltes dem Priester übergeben und sie dann als Friedensopfer für mich schlachten.

Gottes Ehre ist oberste Priorität. Sowie die Israeliten sich ganz offensichtlich vor der Stiftshütte, also vor Gott versammelten, genauso ist es, wenn wir uns gegenseitig besuchen. Jeder wiedergeborene Christ hat den Heiligen Geist und dieser zeigt uns, wer im Mittelpunkt steht. Wir leben in erster Linie vor Gott und für Gott. Dann kommen wir in den Genuss, dies gemeinsam mit allen anderen Menschen, die zu Gottes Volk gehören, zu feiern. Also mit anderen Christen.

Ganz ehrlich: Für mich klingt das nicht immer nach dem Alltag, den ich erlebe. Es hat irgendwie was Künstliches, etwas Aufgesetztes, wenn Teile wie Spiel und Spaß getrennt werden vom „Geistlichen Teil“. So nach dem Motto. Wir sind jetzt zusammen gekommen. Wir müssen jetzt unbedingt geistliche Gemeinschaft haben. Wir beginnen mit Gebet und schließen mit Gebet. Was davor ist, zählt nicht und was danach kommt, auch nicht. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck. Worauf ich eigentlich hinaus will. Die Trennung in geistliche und ungeistliche Teile passt nicht in den neuen Vertrag. Was ich für mich mitnehme aus diesem Kapitel:

Ich lebe die ganze Zeit vor Gott und es geht die ganze Zeit um seine Ehre und darum, das „Leben mit dem besten, mächtigsten und fantastischsten, dem einzig wahren Gott“ zu feiern. Und das zusammen mit seinen Kindern (also meinen Geschwistern).

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