3. Mose 14

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Wenn ein Aussätziger gesund geworden ist und für rein erklärt werden will, dann gelten folgende Anweisungen: Er muss zum Priester gebracht werden,
3 der ihn außerhalb des Lagers untersuchen soll. Ist der Kranke wirklich wieder gesund geworden,
4 lässt der Priester für ihn zwei lebende, reine Vögel bringen sowie Zedernholz, karmesinrote Wolle und ein Büschel Ysop.
5 Auf Anweisung des Priesters wird ein Vogel über einem Tongefäß mit frischem Quellwasser getötet, um das Blut des Tieres aufzufangen.
6 Den lebenden Vogel nimmt der Priester in die Hand und taucht ihn zusammen mit dem Zedernholz, der karmesinroten Wolle und dem Ysop in das Blut des ersten Vogels, das sich mit dem frischen Quellwasser vermischt hat.
7 Siebenmal besprengt er mit dem blutvermischten Wasser den Geheilten und erklärt ihn für rein. Den lebenden Vogel lässt er fliegen.

3. Mose 14, 1-7

Aussatz ist nicht normal. Übertragen auf uns heute „Leben in Sünde“ ist keine Normalität für einen Christen. Die Prozedur für einen Genesenen wird hier beschrieben, weil der Weg für die Umkehr immer offensteht.

Interessant finde ich die Anweisungen, nachdem der Aussätzige wieder gesund geworden ist. Besonders die beiden Vögel. Der eine wird getötet, so wie Jesus sterben musste. Und der andere wird freigelassen und fliegt wieder. Ein Bild dafür, wie Jesus von den Toten aufstand und in den Himmel fuhr. Damit wir nicht sterben mussten, ist er gestorben. Und damit wir in Ewigkeit leben, ist er auferstanden.
Außerdem ist da noch die Rede von Zedernholz, Karmesin und Ysop. Das Zedernholz spricht von eindruckserweckender Größe. Ysop von einer kleinen, geringen Pflanze. Und Karmesin von königlicher Herrlichkeit. Jesus ist ein König. Er ist sogar DER König. Der König über alle Könige. Und nichts verkörpert Herrlichkeit und Größe mehr als Er selber. Trotzdem lässt er sich soweit erniedrigen, dass Er sich am Kreuz für Dich und mich hingibt.

Warum muss sich ein Christ dessen bewusst werden. Weil erst danach wieder ein reines Leben möglich ist, nicht aus Pflichtbewusstsein, sondern aus Dankbarkeit. Und auch nicht komplett ohne Sünden, weil das kann niemand. Hier geht’s um den Lebensstil. Bei Fehlern wird kein Auge zugedrückt, sondern vors Kreuz gebracht. „Augen zu und durch“ ergibt mit diesem Bewusstsein gar keinen Sinn.

Für mich kann ich daraus mitnehmen: Je mehr ich mich mit dem perfekten Opfer Jesus Christus beschäftige und den ganzen Auswirkungen, desto geringer ist die Chance Sünde in meinem Leben zu integrieren. Nur durch das Auffrischen von bekannten Tatsachen, einfach durch das Lesen und Hören seines Wortes bewirkt Gott in mir einen Lebensstil, der ihm gefällt. Und wieder geht es nicht um meine Performance, sondern darum wie viel Platz ich Gott lasse, um vernünftig mit mir arbeiten zu können.

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