Johannes 9

Jesus heilt wieder am Sabbat. Aber diesmal macht es etwas richtig Krasses. Er macht einen Mann, der blind geboren wurde, sehend. Wie das die Pharisäer ärgerte. So ein krasses Wunder und dabei gegen die Sabbatvorschriften verstoßen. Da passte doch was nicht. Und sie fragen den Mann einmal, zwiemal, dreimal. Wenn man sich die Story durchliest und nicht ganz bei der Sache ist, könnte man auf die Idee kommen. Hey, das hab ich doch grad schon gelesen. Bin ich in der Zeile verrutscht?

Sie befragen dann auch seine Eltern und diese winden sich geschickt heraus. Weil sie Angst davor hatten, ihren Status und ihre soziale Sicherheit zu verlieren. Aber den Sohn schließen sie aus der Synagoge aus. Heutzutage könnte man es vielleicht damit vergleichen, keine Sozial- Kranken – und Rentenversicherung mehr zu haben. Der Mann ist auf einer Achterbahn. Er wird geheilt, kann jetzt sehen. Juhuuu. Ein Höhepunkt. Er verliert seine sozialen Versicherungen. Wird ausgestoßen. Oh no. Ein Tiefpunkt.

Jesus trifft den Mann wieder und stellt ihm eine Frage: „Glaubst du an den Menschensohn?“

Der Mann hat gerade einen krassen Verlust erlitten. Dieses Sicherungsnetz der Synagoge ist plötzlich gerissen. Und Jesus fragt ihn nicht: „Wie können wir Dich jetzt schnell woanders versichern?“ Er fragt: „Glaubst du an den Menschensohn?“ Das ist die einzige Versicherung, die Du brauchst. Das ist die einzige Versicherung, die dir niemand nehmen kann.

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