Apostelgeschichte 6

8 Stephanus vollbrachte öffentlich durch Gottes Gnade und Kraft große Zeichen und Wunder.
9 Eines Tages verwickelten ihn Anhänger einer jüdischen Gemeinde, die sich die »Freigelassenen« nannten, in ein Streitgespräch. Auch Leute aus Kyrene, Alexandria, Zilizien und der Provinz Asia beteiligten sich daran.
10 Aber keiner von ihnen hatte der Weisheit, mit der er sprach, etwas entgegenzusetzen, denn in ihm wirkte der Heilige Geist mit seiner Kraft.
11 Deshalb stifteten sie ein paar Leute zu der Behauptung an: »Er hat Gott gelästert und Mose beleidigt. Wir haben es selbst gehört.«
12 Dadurch gelang es ihnen, das Volk, seine führenden Männer und die Schriftgelehrten so aufzuwiegeln, dass sie über Stephanus herfielen und ihn vor den Hohen Rat schleppten.
13 Dort traten Zeugen gegen Stephanus auf, die man vorher bestochen hatte. »Dieser Mensch«, so behaupteten sie, »wendet sich in seinen Reden ständig gegen den heiligen Tempel und das Gesetz Gottes.
14 Wir haben selbst gehört, dass er gesagt hat: ›Jesus aus Nazareth wird den Tempel abreißen und die Ordnungen ändern, die Mose uns gegeben hat.‹«
15 Die Mitglieder des Hohen Rates blickten gespannt auf Stephanus, und jedem fiel auf, dass sein Gesicht aussah wie das eines Engels.

Apostelgeschichte 6, Verse 8-15

Leute aus einer jüdischen Gemeinde diskutieren und argumentieren mit Stephanus. Vermutlich ging es um Jesu Auferstehung, aber mit Sicherheit ging es um Jesus. Bemerkenswert finde ich Vers 10:

Aber keiner von ihnen hatte der Weisheit, mit der er sprach, etwas entgegenzusetzen, denn in ihm wirkte der Heilige Geist mit seiner Kraft.

Apostelgeschichte 6, Vers 10

Der Heilige Geist bewirkt mit seiner Kraft eine derart starke Weisheit, dass die Gegner keine Ahnung haben, wie ihnen geschieht. Ich kann mir vorstellen, wie ihre ganze Argumentation in der Luft zerrissen wird. Wie sie merken, dass die Standpunkte, die sie vertreten eigentlich gar nicht haltbar sind, irgenwie schon absurd.

Und so jemand, der öffentlich klar macht, dass wir falsch liegen und uns irren. Jemand der unsere Macht untergräbt, der muss weg. Zeugen werden bestochen. Behauptungen aufgestellt und so wird Stephanus vor den Hohen Rat geschleppt.

Der Heilige Geist bewirkt aber auch nicht nur Weisheit, die jeder Diskussion standhält. Und das finde ich schon ziemlich interessant:

Die Mitglieder des Hohen Rates blickten gespannt auf Stephanus, und jedem fiel auf, dass sein Gesicht aussah wie das eines Engels.

Apostelgeschichte 6, Vers 15

Selbst an Deinem Aussehen, an Deiner Ausstrahlung wirkt der Heilige Geist. Vielleicht bemerkst Du es selber nicht, aber Menschen sehen manchmal schon von außen, dass etwas in Dir ist und blicken vielleicht genauso gespannt auf Dich, wie der Sanhedrin auf Stephanus.

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