4. Mose 13

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Sende Kundschafter nach Kanaan! Sie sollen sich in dem Land umsehen, das ich euch Israeliten geben will. Such dazu aus jedem Stamm einen angesehenen Mann aus!«
3 Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte. Alle, die er in der Wüste Paran auswählte, gehörten zu den führenden Männern ihrer Stämme.

4. Mose 13, Verse 1-3

25 Vierzig Tage lang erkundeten die zwölf Männer das Land. Dann kehrten sie zurück.
26 Als die Kundschafter in Kadesch in der Wüste Paran eintrafen, berichteten sie Mose, Aaron und dem ganzen Volk, was sie gesehen hatten, und zeigten ihnen die Früchte aus Kanaan.
27 Sie sagten zu Mose: »Wir sind in dem Land gewesen, in das du uns geschickt hast. Du hattest recht: Dort gibt es sogar Milch und Honig im Überfluss. Sieh dir nur diese Früchte an!
28 Allerdings leben mächtige Völker dort, und ihre Städte sind gewaltige Festungen. Wir haben Anakiter gesehen.
29 Und in der Wüste Negev siedeln die Amalekiter, im Gebirge die Hetiter, Jebusiter und Amoriter. Außerdem wohnen am Mittelmeer und am Jordan die Kanaaniter.«
30 Da machten die Israeliten Mose wieder Vorwürfe. Kaleb versuchte, sie zu beruhigen, und rief: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!« 31 Aber die anderen Kundschafter widersprachen: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.«
32 Und sie erzählten den Israeliten die schlimmsten Geschichten über ihre Reise: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig.
33 Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

4. Mose 13, Verse 25-33

Israel erreicht Kanaan und Gott gibt den Befehl das Land auszukundschaften. 40 Tage sind die 12 Männer unterwegs und ihr Bericht ist sehr interessant. Überfluss ist vorhanden. Mega Früchte. Aber auch Mega-große Menschen. „Wir haben Anakiter gesehen.“

12 Männer waren zusammen unterwegs, haben das Gleiche gesehen und gehört, aber sie kommen zu einem unterschiedlichen Ergebnis:

Kaleb (Josua war auch auf seiner Seite) sagt: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!«

Der Rest sagt: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.« Und die 10 Männer schmücken ihre Geschichte noch aus: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig. Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

Aus menschlicher Sicht hatten sie wohl Recht, ohne die bisherige Geschichte, die sie mit Gott erlebt hatten, wäre es durchaus angebracht an der Mission zu zweifeln und sich erstmal neu zu sammeln. Aber Gott hatte sie nach zehn absolut krassen Plagen aus Ägypten und der Sklaverei befreit. Er hatte Brot vom Himmel fallen lassen, um sie durch die Wüste zu führen und am Leben zu erhalten.
Und die Idee dieses Land einzunehmen kam nicht von den Israeliten. Gott hatte sie dahin geführt, abwechselnd als Wolken-und Feuersäule.

Ich bin mir sicher, dass Kaleb das im Kopf hatte, als er zu dem Ergebnis kommt. Er schließt Gott in seine Aussage mit ein: „Wir schaffen das.“
Das ist wohl eins der Schlüsselerkenntnisse, die wir im Leben als wiedergeborene Kinder Gottes haben können. Wenn wir von „Ich“ sprechen, denken wir daran, dass Gott in uns lebt und setzen gedanklich immer ein „und Gott“ dahinter. Das bewahrt zum einen sehr gut vor dummen Ideen. Und dann werden alle Probleme zu einer einzigen immer gleichen Herausforderung: Wie sehr ist mir bewusst, dass Gott in mir lebt? Und wie groß ist Gott in meinen Augen?

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