4. Mose 17

6 Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!«
7 Das ganze Volk stellte sich gegen sie. Da drehten sich die beiden zum heiligen Zelt um. Im selben Augenblick wurde es von der Wolke Gottes bedeckt, und der Herr erschien in seiner Herrlichkeit.
8 Mose und Aaron traten vor den Eingang,
9 und der Herr sprach zu Mose:
10 »Geht weg von diesen Leuten! Ich werde sie auf einen Schlag vernichten!« Da warfen sich die beiden zu Boden.
11 Dann sagte Mose zu Aaron: »Nimm eine Räucherpfanne, fülle sie mit Glut vom Altar und streu Weihrauch darüber! Bring es zu den Leuten, um ihre Schuld zu sühnen! Beeil dich, denn der Herr ist zornig; er hat schon begonnen, die Menschen zu töten.«

4. Mose 17, Verse 6-11

Wir wundern uns manchmal über das fehlende Verständnis für die Wahrheit. Ganz besonders in der heutigen Zeit, wo vieles so absurd und unlogisch ist. Aber die Bibel kann ebenfalls Geschichten erzählen, die bereits vor langer Zeit stattgefunden haben und noch krasser und offensichtlicher die Inkompetenz Dinge zu erkennen zur Schau stellt.

Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!«

4. Mose 17, Vers 6

Das ganze Volk hat erlebt, wie der Boden sich auftat und Korach mit dem Rest der Aufständischen verschluckte. Und dann diese Aussage?!? Hat das Volk wirklich geglaubt, dass Mose der Erde befehlen kann, Menschen zu verschlingen?
Der Herr erscheint in seiner Herrlichkeit und Mose und Aaron treten vor den Eingang des Heiligtums. Beide werfen sich zu Boden, nachdem Gott ein vernichtendes Urteil spricht. Mose versteht schnell, das das Sterben schon begonnen hat und er sagt Aaron, was zu tun ist.

14700 Menschen verloren ihr Leben und Gott gibt den Israeliten noch ein Zeichen. Von jedem Stammesoberhaupt werden die Stäbe eingesammelt, der Name wird auf dem Stab notiert und beim Stamm Levi wird der Name Aarons geschrieben. Die Stäbe kommen vor die Bundeslade und Gott macht eine Ansage: Dessen Stab, der Blätter treiben wird, den habe ich ausgewählt. Der Stab Aarons treibt nicht nur Blätter und Blüten, selbst Mandeln reiften daran. Was für ein geniales Bild! Die Stäbe waren nicht verwurzelt mit der Erde. Das Leben ist nicht an diese Erde geknüpft. Leben entspringt aus Gott.

Interessant finde ich, wie dieses Kapitel zuende geht:

26 Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte.
27 Die Israeliten aber riefen: »Es ist aus mit uns! Wir kommen um! Wir werden alle vernichtet!
28 Wer dem heiligen Zelt zu nahe kommt, der stirbt. Sollen wir denn völlig ausgelöscht werden?«

4. Mose 17, Verse 26-28

Je nach Perspektive ist auch diese Reaktion des Volkes völlig plausibel. Gestern tut sich die Erde auf und verschluckt Menschen. Menschen sterben in einem Inferno von Feuer. Die schmerzerfüllten Schreie klingen noch nach. 250 Tote. Heute fallen 14700 Menschen um. Was kommt morgen?

Die mangelnde Erkenntnis, dass Gott der König ist und nur das Beste mit uns im Sinn hat, ist verheerend. Das stürzt Dich in Mutlosigkeit und Verzweiflung. Das Heiligtum, das Segen bringen sollte, scheint ein Fluch zu sein. Das ist der alte Vertrag, den die Israeliten abgeschlossen haben. Bei Gehorsam gibt es Segen. Ungehorsam bringt den Fluch. Vers 26 zeigt, dass Mose das verstanden hatte: Im Gegensatz zum Volk steht dort: Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte.

Ich bin so froh, dass wir einen neuen Vertrag haben. Den Vertrag der Gnade. Jesus hat allen Ungehorsam und alle Sünde auf sich genommen. Die Strafe liegt auf ihm. Er hat den Fluch getragen. Niemand muss mehr erleben, wie es ist Gott als Gegner zu haben. Dafür müssen wir nur unterschreiben… Wie und wo kann ich gegenzeichnen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.