4. Mose 4

1 Der Herr sprach zu Mose und Aaron:
2 »Zählt die Nachkommen von Kehat aus dem Stamm Levi und schreibt sie nach Sippen und Familien geordnet auf,
3 und zwar alle Männer zwischen 30 und 50 Jahren. Sie sollen zur Arbeit im Heiligtum verpflichtet werden
4 und für das Allerheiligste verantwortlich sein.
5 Wenn das Lager abgebrochen wird, müssen Aaron und seine Söhne in das heilige Zelt gehen, den Vorhang zum Allerheiligsten abnehmen und ihn über die Bundeslade legen.
6 Dann sollen sie eine Decke aus Tachasch-Leder und zuletzt ein Tuch aus violettem Purpur darüberbreiten und die Tragstangen anbringen.
7 Auch über den Tisch für die mir geweihten Brote sollen sie ein violettes Tuch legen. Darauf kommen die Schüsseln, Schalen und Opferschalen sowie die Kannen für das Trankopfer; auch das Brot darf niemals fehlen.
8 Über dies alles sollen Aaron und seine Söhne ein Tuch aus karmesinroter Wolle und eine Decke aus Tachasch-Leder ausbreiten. Zum Schluss müssen auch hier Tragstangen angebracht werden.

4. Mose 4, Verse 1-8

17 Weiter sprach der Herr zu Mose und Aaron:
18 »Sorgt dafür, dass die Kehatiter vom Stamm Levi nicht sterben müssen,
19 wenn sie sich dem Allerheiligsten nähern! Aaron und seine Söhne sollen jeden Einzelnen von ihnen zu seiner Traglast führen und so verhindern, dass sie mit dem Tod bestraft werden.
20 Lasst sie nicht allein hineingehen! Denn wenn sie das Heilige nur einen Augenblick sehen, müssen sie sterben!«

4. Mose 4, Verse 17-20

Jahrelang in der Wüste umherwandern erfordert einiges an Organisation. Und Gott kümmert sich darum, damit jeder seinen Job kennt. Alles war so geordnet, dass es reibungslos ablaufen konnte. Die Bundeslade wird von den Priestern abgedeckt. Erst der Vorhang, dann eine Decke aus Tachasch-Leder und zum Schluss ein Tuch aus violettem Purpur. Diese war dann sichtbar, wenn die Bundeslade von den Kehatitern durch die Wüste getragen wurde.

Von Ger de Koning habe ich diese Auslegung gefunden und möchte sie hier teilen:

„In all diesem sehen wir eine schöne geistliche Bedeutung für uns. Die Bundeslade stellt den Herrn Jesus vor als Gott (Gold) und Mensch (Holz), der das Versöhnungswerk (Sühnedeckel) vollbracht hat, womit Er alle heiligen Forderungen Gottes erfüllt hat (Cherubim). Bevor wir als Kehatiter die Wahrheit von dem Herrn Jesus durch die Wüste tragen können, bevor wir die Wahrheit an andere weitergeben, müssen wir erst als Priester damit beschäftigt gewesen sein. Wir müssen zuerst die Wahrheit Gott in Anbetung gebracht haben, bevor wir davon etwas anderen zeigen können und so die Wahrheit an andere weitergeben können. Erst dann können wir eine Wahrheit als unser geistliches Eigentum betrachten. Es geht nicht darum, eine Wahrheit mit unserem Verstand zu erfassen, sondern mit dem Herzen.
Die Wahrheiten von dem Herrn Jesus und der Gemeinde können nicht offen und ohne Bedeckung gegenüber der Welt dargestellt werden. Das würde bedeuten, das zu tun, wovor der Herr Jesus warnt: „Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine“ (Mt 7,6). Hunde und Schweine sind unreine Tiere. Die Wahrheiten müssen entsprechend „bekleidet” durch die Welt getragen werden.
Die Lade wird zuerst mit dem Vorhang bedeckt, der den Herrn Jesus in seinem Fleisch vorstellt (Heb 10,20). Menschen der Welt haben Ihn als Mensch gesehen. Aber sie haben nichts Anziehendes an Ihm gefunden (Jes 53,2.3). Das wird in der Bedeckung mit Seekuhfellen dargestellt. Diese Bedeckung war auch ein Schutz gegen allerlei Witterungseinflüsse, sodass diese die Lade nicht beschädigen konnten. So war auch der Herr Jesus durch nichts von außen her anfällig (Joh 14,30).
Die äußere Bedeckung war aus blauem Purpur oder Himmelsblau. Alles an Ihm sprach von dem Himmel. Nikodemus sprach im Namen seiner ungläubigen Kollegen, als er sagte: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen“ (Joh 3,2). Seine himmlische Herkunft war nicht zu leugnen. So geben auch wir unser Zeugnis Ihn betreffend in dieser Welt.“

Ger de Koning

Wir sollen und wollen ein Zeugnis sein. Aber dabei gibt es ebenfalls Spielregeln. Perlen vor die Säue werfen, ist möglich, ergibt trotzdem gar keinen Sinn. Was können die Menschen um uns herum vertragen, wenn es um Themen des Glaubens geht? Bei den Erkenntnissen und der Begeisterung, die wir von Jesus haben, können manche nur ungläubig den Kopf schütteln oder sich darüber lustig machen. Der Kontext ist immer wichtig. Was kann ich in dieser Situation erzählen ohne mein Umfeld zu überfordern? Am Ende bleibt es spannend und sehr individuell. Dazu gehört vor allem auch das Lernen auf den Heiligen Geist zu hören.

46-48 Insgesamt zählten Mose, Aaron und die führenden Männer Israels 8580 Leviten, die im Heiligtum dienen und es tragen sollten, wenn das Volk unterwegs war.
49 Unter Moses Aufsicht erfuhr jeder Einzelne genau, was er zu tun hatte und was er tragen sollte. So hatte der Herr es Mose befohlen.

4. Mose 46-49

8580 Männer, die ein einziges Zelt tragen sollten. Ok, dazu gehörten noch die Geräte und die Abgrenzungen des Vorhofes zum Lager der Israeliten. Aber die Aufgabe war nicht utopisch oder eine Mega-Belastung. Gott weiß genau, was Du in der Lage bist zu leisten und Er bürdet mir und Dir nicht mehr auf, als wir tragen können.

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