4. Mose 5

11 Der Herr befahl Mose:
12 »Sag den Israeliten: Angenommen, eine verheiratete Frau gerät auf Abwege. Sie wird ihrem Mann untreu
13 und schläft mit einem anderen. Niemand hat sie bei ihrer Schuld ertappt: Ihr Mann hat sie nicht gesehen, und auch sonst gibt es keine Zeugen.
14 Aber der Mann hat eine böse Ahnung. Die Eifersucht packt ihn, weil er meint, dass seine Frau ihn betrogen hat. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein.
15 In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. Er soll für sie eine Opfergabe von eineinhalb Kilogramm Gerstenmehl mitnehmen. Das Mehl darf nicht mit Öl übergossen oder mit Weihrauch bestreut werden, denn es dient als Eifersuchtsopfer, das den Verdacht vor Gott bringt und verborgene Schuld aufdeckt.
16 Der Priester führt die Frau ins Heiligtum und lässt sie in die Gegenwart des Herrn treten.
17 Er füllt geweihtes Wasser in ein Tongefäß und streut Erde vom Boden des Heiligtums hinein.
18 Dann löst er das Haar der Frau und legt das Eifersuchtsopfer in ihre Hände. Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt.
19 Dann stellt der Priester die Frau unter Eid und sagt: ›Wenn du deinem Mann nicht untreu warst und nicht mit einem anderen geschlafen hast, soll dir dieses Wasser des Fluches und der Qual nichts anhaben.
20 Aber wenn du die Ehe gebrochen und als verheiratete Frau mit einem anderen Mann geschlafen hast,
21-22 dann soll der Herr dich bestrafen! Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch anschwellen lassen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‹ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ›Amen, so soll es sein!‹

4. Mose 5, Verse 11-22

Wenn es um eine Frau geht und die Beziehung zu ihrem Mann, dann gibt es viele Bilder in der Bibel, die so eine Liebesbeziehung vergleichen mit der Beziehung von Israel zu Gott. Ebenso auch für die Beziehung von der Gemeinde zu Gott.

Untreue in der Ehe zerstört oft die ganze Familie. Das Vertrauen wird in einem Moment kaputt gemacht. Diese drastischen Maßnahmen zeigen, wie wichtig und wertvoll für Gott diese Beziehung zwischen Mann und Frau ist. Menschen hören mehr auf ihre aktuellen Gefühle als auf die Tatsache, dass sie verheiratet sind. Als wiedergeborene Christen erwarten wir Jesus Christus, dass er uns abholt. Um dann die Hochzeit zu feiern. Sich jetzt von aktuellen Gefühlen leiten zu lassen, die nicht der Beziehung mit Gott entstammen, können in sehr dumme Ideen ausarten.

Wie in dem Bibeltext der Priester die Frau in die Gegenwart des Herrn treten lässt, so gilt für uns, dass wir am Besten gar nicht aus ihr heraustreten. Mich erinnert das an ein Zitat von Will Smith:

„So if you stay ready, you ain’t gotta get ready, and that is how I run my life.“

Will Smith

Egal, wie er das gemeint hat. Es passt zu einem Leben als Christ: Wenn wir in der Gegenwart Gottes leben, dann müssen wir nicht mehr in diese eintreten. Wenn wir dann noch sagen können, dass genau das ist, wie wir unser Leben gestalten, dann leben wir. Den Einzigen, den wir wirklich um seine Meinung fragen, ist dann Gott, der die absolute Berechtigung und Fähigkeit hat, etwas zu beurteilen. Und mit etwas meine ich alles. Das ist die einzige Meinung, die am Ende dieser Weltzeit zählen wird.

Wie lebe ich denn in der Gegenwart des Herrn?

Was ist denn Deine unangefochtene Priorität? Was musst Du jeden Tag tun, damit dieser Tag auf jeden Fall ein Erfolg ist?

Du unterhältst Dich mit Gott. Er spricht mit Dir durch die Bibel. Du redest mit ihm durchs Gebet. Schlicht und einfach, und dennoch effektiv und extrem wertvoll.

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