Matthäus 22

15 Da kamen die Pharisäer zusammen und berieten, wie sie Jesus mit seinen eigenen Worten in eine Falle locken könnten.
16 Sie schickten ein paar von ihren Jüngern und einige Anhänger von König Herodes zu ihm. Die fragten ihn scheinheilig: »Lehrer, wir wissen, dass es dir allein um die Wahrheit geht. Du sagst uns klipp und klar, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Du redest den Leuten nicht nach dem Mund – ganz gleich, wie viel Ansehen sie besitzen.
17 Deshalb sage uns: Ist es eigentlich Gottes Wille, dass wir dem römischen Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?«
18 Jesus durchschaute ihre Hinterhältigkeit. »Ihr Heuchler!«, rief er. »Warum wollt ihr mir eine Falle stellen?
19 Zeigt mir eines der Geldstücke, mit denen ihr die Steuern bezahlt!« Sie gaben ihm eine römische Münze.
20 Er fragte sie: »Wessen Bild und Name sind hier eingeprägt?«
21 Sie antworteten: »Die des Kaisers.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Nun, dann gebt dem Kaiser, was ihm zusteht, und gebt Gott, was ihm gehört!«
22 Diese Antwort überraschte sie. Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.

Ich mag diese Geschichte.
»Lehrer, wir wissen, dass es dir allein um die Wahrheit geht. Du sagst uns klipp und klar, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Du redest den Leuten nicht nach dem Mund – ganz gleich, wie viel Ansehen sie besitzen.

Bis hierhin klingt alles super. Alles wunderbar. Doch dann kommt die Frage: Ist das jetzt Gottes Wille oder nicht? Sollen wir Steuern zahlen oder nicht? Sag uns Deine Antwort: A oder B?

Da steckt schon ziemlich viel Manipulation dahinter. Mag sein, dass die Pharisäer nur die beiden Antworten sahen. Dass es für sie nur diese beiden Möglichkeiten gab.

Aber Gott, egal ob Vater, Sohn oder Heiliger Geist, Gott ist unbegrenzt in seinen Möglichkeiten.

An dieser Stelle baut er etwas Kontext auf und stellt dann eine Gegenfrage. Er lässt die Frage zum Teil von den Fragestellern selbst beantworten.

Mindestens 2 Dinge kann ich hieraus mitnehmen:

  1. Gott hat Möglichkeiten. Wenn Du ein Problem hast, also eine Frage, auf die Du noch keine Antwort hast. Und Du siehst nur ganz wenige Chancen, dieses zu lösen. Glaub es einfach: Gott hat unendlich Optionen.

  2. Daraus folgt: Es gibt keine Sackgassen. Nicht für Dich, wenn Du ein Kind des Größten Königs bist. Lerne Deine Fragen so zu stellen, dass in Deiner Frage schon sichtbar wird: Du erkennst Gott als den Allmächtigen, Dich liebenden Vater an.

Statt zu fragen: Wie komme ich hier raus, Gott? Frage einfach: Ich hab zwar keinen Plan, wie das jetzt weitergeht, aber Du hast einen Plan und ich freu mich jetzt schon staunen zu dürfen, wie Du das diesmal hinbekommst.

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