1. Mose 6

4 Aus der Verbindung der Gottessöhne mit den Menschentöchtern gingen die Riesen hervor. Sie lebten damals – und auch später noch – auf der Erde und waren als die berühmten Helden der Vorzeit bekannt.
5 Der Herr sah, dass die Menschen voller Bosheit waren. Jede Stunde, jeden Tag ihres Lebens hatten sie nur eines im Sinn: Böses planen, Böses tun.
6 Der Herr war tieftraurig darüber und wünschte, er hätte die Menschen nie erschaffen.
7 »Ich werde die Menschen, die ich gemacht habe, wieder vernichten!«, sagte er. »Ja, nicht nur die Menschen – auch die Tiere auf der Erde, von den größten bis zu den kleinsten, und ebenso die Vögel am Himmel. Es wäre besser gewesen, ich hätte sie erst gar nicht erschaffen.«
8Nur Noah fand Gnade beim Herrn.
9 Dies ist seine Geschichte: Noah war ein rechtschaffener Mensch – ganz im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen. Er ging seinen Weg mit Gott und hörte auf ihn.
10 Noah hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet.
11 Die übrige Menschheit aber war vollkommen verdorben, die Erde erfüllt von Gewalt.
12 Wohin Gott auch sah: Überall herrschte Unrecht, denn die Menschen waren alle vom rechten Weg abgekommen.
13 Da sprach Gott zu Noah: »Ich habe beschlossen, alles Leben auf der Erde zu vernichten, denn wo man auch hinsieht, herrscht Grausamkeit. Darum werde ich alles auslöschen!
14-16 Bau dir ein Schiff, die Arche! Mach es aus festem Holz und dichte es von innen und außen mit Pech ab! Drei Stockwerke soll es haben und jedes Stockwerk mehrere Räume. Es muss 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch sein. Setz ein Dach darauf, das einen halben Meter hoch ist, und bau an einer Schiffsseite eine Tür ein!

1. Mose 6, Verse 4-16


So wie ich den Text verstehe, haben sich gefallene Engel mit den Menschen eingelassen und Kinder mit ihnen bekommen. Und das ist vermutlich auch der Grund für diesen knallharten Schnitt und den Neuanfang.

Die Menschheit war so verdorben. Niemand hörte noch auf Gott. Keiner erfüllte auch nur im Ansatz seinen Lebenszweck. Ich glaube die Ausmaße können wir uns gar nicht vorstellen, wie böse die Menschen damals bereits waren.

Warum Gott zugelassen hat, dass die gefallenen Engel sich Frauen nahmen, darüber kann ich nur mutmaßen. Aber wenn ich mir die Parallelen anschaue zu dem, was damals abging und wie es in der Endzeit sein wird und auch schon ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es eine Vorschau ist. Alle, die sich die Geschichte anschauen, müssen erkennen: „Ok, das ist es, was mich erwartet, wenn ich meinen Lebenssinn nicht erfülle. Mir geht’s schlecht, weil ich mich den ganzen Tag mit Bösem rumschlagen muss. Und Gott ist extrem traurig, weil es mir schlecht geht.“

Und auch wenn die Welt wieder genau in diese Richtung abdriftet. Gott vollkommen aus ihrem Leben verbannen will. Es gibt Menschen wie damals Noah, die ihren Weg mit Gott gehen und damit in ihrer Bestimmung leben. Und so wie Gott einen Neuanfang mit Noah machte, wird er bald wieder einen Neuanfang machen. Den letzten seiner Art in der Menschheitsgeschichte. Das nächste mal wirds nämlich umfassend und vollständig.

Der Beweis wurde absolut erbracht. Der Mensch ist nicht fähig gut zu sein. Beim ersten Mal schob Eva es auf die Schlange, beim zweiten Mal könnte man es vielleicht noch auf die „Gottessöhne“ (gefallenen Engel) schieben. Aber heute kannst Du die Situation nicht anders erklären, als dass die Menschen böse sind. Alle Ausreden sind verbraucht. Jeder, der die Möglichkeit seinen Lebenszweck in der grandiosen liebevollen Gemeinschaft mit Gott zu erfüllen, eintauscht mit einem Leben fern von Gott, der trifft seine Entscheidung ganz bewusst. Und diese Entscheidung ist böse. Trotzdem akzeptiert Gott sie, so wie er sie auch früher akzeptiert hatte.

Noah wurde gerettet, war aber nicht perfekt und auch wir machen nicht alles richtig. Aber darauf kommt es auch nicht an. Es geht nur darum, ob Du Deinen Lebenssinn erfüllen willst. Und das ist ein Grund zum Feiern. Wenn ich so drüber nachdenke, Gott macht es uns extrem einfach. Er zeigt uns die natürlichen Folgen dieser Grundsatzentscheidung und lässt uns dann entscheiden. Wie oft musst Du Dich für etwas entscheiden, kannst aber noch nicht absehen, wie sich das entwickeln wird? Bei der wichtigsten Entscheidung wissen wir, was auf uns zukommt.

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