1. Mose 9

1 Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: »Vermehrt euch und bevölkert wieder die Erde!
2 Alle Tiere auf der Erde, alle Vögel am Himmel und alle Fische im Meer werden sich vor euch fürchten müssen, denn ich gebe sie in eure Hand.
3 Von jetzt an könnt ihr euch von ihrem Fleisch ernähren, nicht nur von den Pflanzen, die ich euch als Nahrung zugewiesen habe.
4 Aber esst kein Fleisch, in dem noch Blut ist, denn im Blut ist das Leben.
5 Niemand darf einen anderen Menschen ermorden! Wer dies tut – ob Mensch oder Tier –, muss mit dem Tod dafür büßen. Ich selbst werde ihn zur Rechenschaft ziehen.
6 Wer also das Blut eines Menschen vergießt, mit dem soll dasselbe geschehen: Er muss hingerichtet werden. Denn ich habe den Menschen als mein Ebenbild geschaffen.

1. Mose 9, Verse 1-6

Nach der Sintflut gibt Gott die direkte Anweisung und Erlaubnis sich auch vom Fleisch der Tiere zu ernähren. Ich weiß nicht genau, ob die Menschen davor wirklich noch kein Fleisch aßen, aber hier finden wir dazu die erste konkrete Aussage in der Bibel. Es ergibt natürlich auch Sinn, wenn ich bedenke, dass Opfern ohne nachher das Fleisch zu essen, eine ziemliche Verschwendung wäre.

Krass finde ich, wie man in fast allen Dingen Jesus erkennen kann. Fleisch lässt sich aus der Geschichte ziemlich einfach mit den Opfern verknüpfen und wenn ich an Opfer denke, denke ich nicht zuerst an die vielen Maskenträger, die Opfer von sinnlosen Verordnungen sind. Ich denke in erster Linie an die ganzen Tieropfer aus dem alten Testament. Aber dann auch an das perfekte Opfer aus dem neuen Testament. Mit diesem Wissen erinner ich mich jetzt sogar beim Grillen daran, wie sehr Gott mich liebt. Mir gefällt der Gedanke, beim nächsten leckeren Steak daran zu denken, dass Jesus ewiges Leben möglich gemacht hat und ich es bereits in Anspruch genommen habe.

Interessant finde ich auch, dass Gott, der selbst das Leben ist, nicht per se gegen die Todesstrafe ist. Gerade weil er für das Leben steht, ist die Todesstrafe eine völlig legitime Option. Für bestimmte Menschen, die nicht fähig sind, gut miteinander auszukommen, hilft manchmal nicht mal mehr der Gefängnisaufenthalt. Und ich denke, jetzt können wir uns auch ein Bild davon machen, wie schlimm es vor der Sintflut abgegangen ist, dass Gott einfach alles 7 Meter unter Wasser setzt.

Auch wenn der Eine oder Andere das nicht mit „dem Gott der Liebe“ vereinbaren kann, lies den Text einfach nochmal. Gott ist die Liebe, aber er ist auch der Löwe von Juda. Und niemand kann ihm die Reißzähne ziehen. Mit dem Spruch „der liebe Gott“ wird viel Schindluder betrieben. Gott hat sich seine Liebe und Gerechtigkeit alles kosten lassen. Egal welche Sprüche Du bringst oder welche Vorstellungen Du von Gott hast, Du kannst Gott nicht zu einem verweichlichten dementen alten Mann degradieren. Gott ist der Schöpfer allen Lebens.

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